Hallo Sabine
Wie du sein trinken beschreibst, sieht alles nach Alkoholabhaengigkeit bei ihm aus. Eines stimmt natuerlich nicht, er hat kein Problem. Du hast das Problem, weil du ueber ihn und sein trinken nachdenkst. Sein einziger Gedanke ist es doch, wie er an den Nachschub ran kommt und da hat er kein Problem. Er sieht sich selbst auch nicht als abhaengig an, sonst haette er auf deine Worte anders reagiert. Solange ihm aber diese Einsicht fehlt, wird sich auch seinerseits nichts aendern.
Versuche noch einmal, in aller Ruhe mit ihm ueber das Problem zu reden. Das wird wahrscheinlich auch nicht mehr nuetzen als frueher, kannst es aber als Basis fuer dein weiteres Verhalten benutzen. Versuche fortan nicht in ein co-abhaengiges Verhalten zu verfallen, das sich allerdings nie vollkommen vermeiden lassen wird.
Dazu gehoert, kein Alkohol einkaufen, den er meint zu brauchen, soll er sich selbst besorgen.
Sein trinken nicht verheimlichen, wer hindert dich beilaeufig zu bemerken, dass er schon morgens trinkt. Das wird ihm vielleicht peinlich sein, aber auch dafuer sorgen, dass er vielleicht doch ueberlegt, dass sein trinken nicht normal ist.
Keine seiner Arbeiten fuer ihn erledigen
Wenn das dann alles nicht nuetzt, und du dich nicht mit seinem trinken arrangieren kannst, wird dir kein anderer Weg, als den der Trennung bleiben. Zunaechst einmal als Konsequenz angekuendigt, ist es ein gutes Mittel ihn von der Notwendigkeit einer Aenderung zu ueberzeugen. Sollte er sich allerdings dann auch nicht aendern, bleibt dir nichts anderes uebrig, als dich dann auch tatsaechlich von ihm zu trennen. Da muss dann aber immer noch nicht eine Trennung fuer immer sein, sondern nur so lange, bis er sich fuer dich glaubhaft geaendert hat.
Wuensche dir viel Erfolg bei deinen Bemuehungen
LG Henri