Hallo Dany, hallo Tanja
Bei mir war es damals in der Therapie so, dass in den ersten drei Wochen kein Besuch kommen durfte. Danach war es jedem freigestellt, wann er Besuch bekam, natürlich nicht in der Zeit in der die Therapie stattfand. Manchmal wurde auch eine Bezugsperson (meistens Ehepartner) zu einem Gespräch mit dem Therapeuten eingeladen.
Bei uns war es so, dass der Patient erstmalig nach neun Wochen für ein Wochenende nach Hause durfte. Danach meine ich, alle zwei oder drei Wochen, bin mir aber nicht ganz sicher. Das kann natürlich in einer anderen Klinik etwas anders aussehen.
Ob es besser ist, ihn zu besuchen oder nicht, könnt ihr mit dem/der Therapeut/in absprechen. Ich denke, dass es da zwischen den Patienten Unterschiede gibt, sodass ich das nicht pauschal sagen kann.
Jetzt noch zu seinem Trinken bis zur Therapie. Wenn er jetzt noch laufend trinkt, dann werdet ihr ihm das auch nicht abgewöhnen können, solange er selbst es nicht will. Die Frage stellt sich außerdem, ob es gut wäre, so plötzlich aufzuhören. Ihr könnt natürlich dabei probieren von Rum auf nicht so hochprozentige Getränke wie Bier umzustellen. Nach Möglichkeit soll er auch probieren die Menge zu reduzieren, was aber sehr schwer bis unmöglich ist.
Ich verstehe allerdings nicht, dass noch nicht von einer Entgiftung gesprochen wurde. Bei Therapiebeginn sollte der Patient bereits seit mindestens einer Woche nichts mehr getrunken haben, hieß es damals als ich in Therapie ging. Sollte das in Österreich etwa anders sein?
Wünsche euch noch eine gute Nacht
Henri