Beiträge von henri

    Hallo Eleniell

    Herzlich willkommen im Forum.

    Eines verstehe ich nicht, wenn dein Vater auszieht, warum nimmt er euch beide nicht mit? Warum ist er nicht aktiv geworden, schließlich hat er doch auch die Verantwortung für euch beide gehabt und hat sie auch heute noch, zumindest für deinen Bruder. An dem ganzen Schlamassel hat er sicher durch seine Passivität einen sehr großen Teil beigetragen. Okay, das dazu, nützt dir jetzt aber wenig.

    Du solltest jetzt einfach auch mal an dich denken. Letztendlich hast du nicht die Verantwortung für deine Mutter, sondern die hat sie selbst. Sie muss einsehen, dass du nicht für sie da bist. Bis jetzt waren es doch vertauschte Rollen, du hast sie bemuttert, statt umgedreht. Als Kind konntest du dich nicht dagegen wehren, aber jetzt in deinem Alter musst du es einfach schaffen. Ich will dir ganz sicher keine Vorwürfe machen, aber war es nicht genau das Falsche, was du die zehn Jahre getan hast, tun musstest? Dadurch hat sie doch keine Verantwortung gehabt, hat sich nicht einmal das Bier selbst holen müssen. Was für einen Sinn hatte also ihr Leben? Ist es möglich, dass hier auch ein Grund für ihre Trinkerei liegt?

    Du hast dich in die Rolle drängen lassen oder hast sie mit der Zeit einfach übernommen, für alle die Verantwortung zu tragen. Auch wenn es dir schwer fällt, gib Verantwortung ab und denk jetzt einmal an dich. Wenn deine Mutter es nicht kann, dann muss sie es wieder lernen für sich selbst zu sorgen, hat es ja früher auch gekonnt. Dein Bruder wird auch nicht mehr so jung sein. Auch für ihn musst du nichts mehr tun. Ich vermute dass du in seinem Alter schon längst selbständig warst, also gib ihm auch die Chance dazu.

    Wenn du das geschafft hast, kannst du daran denken, wie du deiner Mutter helfen kannst. Dazu empfehle ich dir auch wie meine Vorposter, die Hilfe einer Beratungsstelle in Anspruch zu nehmen. Gegen das Alkoholproblem deiner Mutter kann die Suchtberatungsstelle dir helfen. In vielen Orten hat die Caritas diese Aufgabe übernommen. Auch die verschiedensten Selbsthilfegruppen sind sehr hilfreich.

    Wünsche dir viel Kraft für deinen weiteren Weg


    Gruß Henri

    Hallo Minou

    Auch von mir herzlich Willkommen.

    Ab wann man Alkoholabhängig wird, lässt sich schwer sagen, denn jeder Mensch reagiert anders auf Alkohol. Um herauszufinden ob du bereits abhängig bist, trinke ein paar Wochen keinen Alkohol. Wenn du in der Zeit oft an Alkohol denken musst, dann deutet das auf eine Abhängigkeit hin. Äußerst bedenklich finde ich allerdings, dass die Menge sich in letzter Zeit gesteigert hat. Alles Weitere zur Abhängigkeit hat Robert bereits geschrieben.

    Ob nun abhängig oder nicht sei einmal dahingestellt, eine halbe Flasche Cognac täglich stellt ein hohes gesundheitliches Risiko dar. Es wird davon ausgegangen, dass bei einem täglichen Alkoholkonsum von 20 g bei Frauen oder 40 g bei Männern, über einen längeren Zeitraum hinweg, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen schweren Leberschaden besteht. In einer halben Flasche (0,75 l) Cognac sind ca. 110 g Alkohol. Das ist die 5 bis 6-fache Menge, wobei zu bedenken ist, dass die Gefährdung nicht linear ansteigt sondern sich potenziert. Ich kann dir nur raten, deshalb in Zukunft sehr vorsichtig mit Alkohol umzugehen.

    Gruß Henri

    Hallo Klickklack

    Das sind ja einige Probleme, mit denen du zu tun hast. Alkohol, Suizidversuche, Familienproblem, Persönlichkeitsstörung, Soziophobie. Warum willst du erst als nächstes das Problem mit der Soziophobie angehen? Ich glaube, dass eines mit dem anderen zusammenhängt und dass ein Problem nicht für sich allein behandelt werden sollte. Die Suizidversuche waren sicher nicht nur die Folge des Alkoholmissbrauchs, sondern hatten auch mit den anderen Problemen zu tun. Darum solltest du das Thema Soziophobie so schnell wie möglich mit deinem Psycho besprechen. Er muss sich schließlich ein Bild von Ursache und Wirkung machen können. Was nützt es, wenn ein Problem behoben wird, aber die Ursache dafür noch immer vorhanden ist. Auch wenn es vielleicht schwer fällt, trotzdem deinem Psycho alles erzählen.

    Wenn ich mir deine beiden Beiträge durchlese, fällt mir auf, dass du wegen deiner Frau und wegen deinen Kinder nicht trinkst. Das sind sicher sehr gute Gründe, gegen die nichts einzuwenden ist, aber ich lese nirgends, dass du es auch für dich tust. Da denke ich, kann eine gewisse Unzufriedenheit herrühren, die du mit „im Unterbewusstsein gespeichert“ beschreibst. Es geht zwar deiner Familie besser, aber du selbst spürst nicht, dass du eine bessere Lebensqualität hast. Im Gegenteil, in Situationen, in denen du dich früher mit Alkohol amüsiert hast, langweilst du dich. Such dir für solche Zeiten eine Beschäftigung, die dir Spaß macht. Du musst die Vorteile merken und spüren, dass es sich für dich lohnt. Dann vergeht auch dieses Gefühl, ohne Alkohol würde etwas fehlen. Allmählich wird es auch aus dem Unterbewusstsein verschwinden, aber dabei nicht ungeduldig werden.

    Gruß Henri

    Hallo Klickklack

    Was war denn deiner Meinung nach so toll am Alkohol, dass du ihm heute noch nachtrauerst? Und warum trinkst du heute nicht?

    Aus deinem Schreiben könnte ich ableiten, dass du wegen Soziophobie in psychologischer Behandlung bist. Ob dein Alkoholproblem damit zu tun hat, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls solltest du es dort einmal ansprechen, falls noch nicht geschehen.

    Gruß Henri

    Hallo Gästin

    Hey, ist ja supi, freu mich mit dir, weiter so.

    Aber aufpassen, es kommen auch noch Tage, an denen es dir vielleicht nicht so leicht fällt. Da gilt es dann zu widerstehen. Ist jedoch nicht ganz so schlimm, wenn du darauf vorbereitet bist.

    Wünsche dir weiterhin, dass es dir so leicht fällt.

    Gruß Henri

    Hallo Christel

    Ist ja schon mal erfreulich, dass du mit Saufdruck nichts zu tun hast. Wegen Online-Meetings habe ich eben auch mal gegooglt, finde aber auch nur Adressen von den AA. Erfahrung habe ich damit keine. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es mit der Antwort auf deine E-Mail etwas dauern kann.

    Aber noch etwas Anderes. Ich merke, dass du Einiges unternimmst um trocken zu bleiben. Setz dich aber bitte nicht selbst unter Druck. Trocken bleiben darf für dich nicht zum „Muss“ werden, weil es sonst auch wieder schwerer wird. Mach es wie in den 14 Jahren vorher, da hat es doch auch funktioniert. Aber das musst du merken und fühlen, was jetzt gut und richtig für dich ist.

    Gruß Henri

    Hallo Mitch

    Die Geschichte erinnert mich stark an mich zu meiner nassen Zeit. Morgens schon anfangen mit Trinken etc. Was logischerweise folgte, war erst einmal eine Ermahnung, die aber wenig genützt hat. So kam es wie es kommen musste.

    Ich wurde eines Tages zum Chef gerufen, der mir klipp und klar erklärte, dass er das so nicht mehr dulden würde. Entweder würde ich eine Therapie mitmachen oder ich würde entlassen werden. Er bot mir an, für mich bei meinem Hausarzt anzurufen, um einen Termin auszumachen. Auch zur Suchtberatung würde er mich begleiten, wenn ich das wollte. Ich vergesse bis heute nicht den Satz: „Sie räumen ihren Schreibtisch auf und kommen erst dann wieder, wenn sie die Therapie beendet haben“. Puh, das saß. Was wollte ich machen, ich habe mich für die Therapie entschieden. Mein Chef hat auch tatsächlich mir einen Termin bei meinem Hausarzt geben lassen. So kam das Ganze ins rollen und ich konnte nicht mehr zurück. Mein Hausarzt hat mich dann bis zum Beginn der Therapie arbeitsunfähig geschrieben. Wenn ich das heute überlege, muss ich sagen, mein Chef hat das so geschickt gemacht, dass mir nichts anderes übrig blieb, als mich für die Therapie zu entscheiden.

    Es ist natürlich die Frage, ob das bei deinem Kollegen auch so klappt. Aber ein Versuch ist es immerhin wert. Wenn nichts Besonderes passiert, wird er nicht aufhören. Er muss sozusagen einen Tritt in den A… bekommen, sonst wird sich nichts ändern.

    Gruß Henri

    Hallo Christel

    Was soll ich jetzt nach deinem letzten Posting noch viel schreiben. Ratschläge, die ich dir geben könnte, führst du bereits aus. Trinkst seit Donnerstag nichts mehr, hast hier gepostet, mit deiner Freundin und mit deiner Bekannten gesprochen, also alles, was dazu führt wieder trocken zu leben.

    Wenn du das Gefühl hast, das Posten würde dir helfen, dann schreibe so viel hier, wie du willst. Aber vergiss dabei auch nicht, weiterhin mit deinen Bekannten zu reden.

    Du bist auf dem richtigen Weg, und ich bin mir sicher, dass du es schaffst.

    Wünsche dir und uns 24 trockene Stunden

    Gruß Henri

    Hallo Christel

    auch von mir ein Willkommen hier im Forum.

    Ich kann verstehen, dass für dich eine Welt zusammen gebrochen ist. Es ist nun mal so, je länger du trocken warst, je größer ist das Gefühl, versagt zu haben. Sieh es doch einmal von der anderen Seite, du warst 14 Jahre trocken. Das ist doch eine Leistung auf die du stolz sein kannst. Du schreibst, dass du letzten Mittwoch das letzte Mal getrunken hast, ist also fast schon wieder eine Woche her. Anstatt dich schlecht zu fühlen, kannst du doch froh sein, es wieder so weit geschafft zu haben.

    Die Zeit, in der du jetzt getrunken hast, ist eine neue Erfahrung für dich, aus der du doch nur lernen kannst. Du kennst also jetzt den Unterschied nicht nur von der Überlegung her, sondern auch aus der Praxis. Okay, es war sicher nicht das, was du dir erwartest hast, aber ein Weltuntergang ist es auch nicht. Versuche einfach da wieder weiterzumachen, wo du vor dem Ausrutscher warst, und als Ausrutscher ist es wohl eher, wie denn als Rückfall zu werten.

    Warum du dich schlecht fühlst, versuche ich nachzuempfinden, verstehe es aber trotzdem sicher nicht so richtig. Ist es, weil du diese kurze Trinkphase seelisch noch nicht verarbeitet hast? Oder denkst du, die anderen Leute würden dich verurteilen. Jeder der etwas von der Krankheit Alkohol kennt, wird es eher bewundern, dass du es wieder geschafft hast trocken zu bleiben. Also kein Grund, dich zu genieren oder gar zu schämen.

    wünsche dir noch einen schönen Tag.

    Gruß Henri

    Hallo Tino

    Das sehe ich auch so wie Soul. Was du beschreibst, sieht nach Entzugserscheinungen aus. Du solltest sofort deinen Hausarzt aufsuchen und eine Entgiftung machen.

    Wenn du abends nicht ohne Alkohol auskommst, dann zeigt es, dass du abhängig davon bist. Also sollte der nächste Schritt von dir sein, dich bei der Suchtberatung zu melden. Dies Aufgabe hat in vielen Städten die Caritas übernommen. Dort kann man dir sagen, was du weiter unternehmen sollst. Eine Therapie ambulant oder stationär wird das Beste sein.

    Voraussetzung ist allerdings, dass du mit dem Trinken aufhören willst. Wenn das nicht der Fall ist, wird weder Entgiftung noch Therapie den gewünschten Erfolg haben.

    Mit Freunden trinken, schön und gut, aber was hast du davon wenn du dabei krank wirst? Eines sollte dir auch bewusst sein, wenn du so weiter machst, kommt es zu irreparablen Schäden. Ist das Trinken soviel wert?

    Wünsche dir, dass du für dich den richtigen Weg findest.

    Gruß Henri

    Hallo Claudi

    Eine Möglichkeit ist, mit dem Jugendamt zu reden. Ich kann dir aber leider nicht sagen, was die unternehmen können, da ich keine Erfahrung damit habe. Vielleicht weiß aber hier jemand, ob da Hilfe für dich zu erwarten ist und wie die aussehen könnte.

    Eine andere Möglichkeit wäre, mit deinem/deiner Lehrer/in der Schule zu reden. Ich weiß natürlich nicht, wie weit der/diejenige bereit ist, dir zu helfen. Optimal wäre natürlich, wenn ein Gespräch mit deinem Vater zustande käme. Ob allerdings eine Änderung bei deinem Vater erreicht wird, ist auch fraglich. Jedenfalls hättest du jemand, mit dem du reden kannst und der vor allem die Verhältnisse Vorort kennt.

    Noch eines, unternimm im Moment nichts Voreiliges. Erst mit jemand reden, nicht dass du vom Regen in die Traufe kommst.

    Gruß Henri

    Hallo Claudi

    Ich weiß nicht was ich dir raten kann/soll. Mit deinem Vater reden, ist eine Möglichkeit, aber wenn er so aggressiv ist wie du schreibst, musst du auch vorsichtig sein. Ob du ihn dazu überreden kannst, etwas gegen sein Alkoholproblem zu tun bezweifle ich. Erstens habt ihr schon vergeblich versucht mit ihm zu reden, und zweitens wird er in dir nur ein Kind sehen, von dem er keine Ratschläge annimmt. Das hat nichts mit deinem Alter zu tun sondern er würde dich auch als Kind sehen, selbst wenn du 20 Jahre älter wärst. Drittens und das ist das Wichtigste, er muss überzeugt sein, dass er abhängig ist, sonst wird er nie etwas dagegen tun. Und das wirst du nicht schaffen. Dein Bruder wird dir auch nicht helfen können. Bleibt nur die Mutter, aber da kannst du auch nicht mit reden, wie du schreibst. Ich verstehe allerdings nicht, warum deine Mutter das so lange mitmacht. Sie hätte die Möglichkeit, sich zu wehren und eine Änderung zu bewirken. Aber wenn sie auch nichts machen will, bist du allein mit dem Problem.

    Das heißt, du kannst vielleicht noch einen letzten Versuch machen, mit deiner Mutter zu reden, oder ein Gespräch mit deinem Vater zu führen, aber beides nur wenn du noch eine kleine Chance siehst. Ich sehe zwar keinen Sinn darin, aber du hättest dann wirklich alles versucht, was für dich möglich ist.

    Sonst kann ich dir nur raten, halte dich nach Möglichkeit aus allem raus, und sieh zu dass du aus deinem Leben etwas machst. Du siehst, wie dein Bruder es macht, hält sich aus allem raus. Du fühlst dich von ihm im Stich gelassen. Sieh es aber auch einmal aus seiner Sicht. Er konnte früher nicht mehr machen als du jetzt. Er hat das eingesehen, und hat nur noch für sich gesorgt. Er wäre jedenfalls jemand, der das Problem versteht und mit dem du wenigstens mal reden könntest.

    Das ist sicher keine zufrieden stellende Lösung für dich, aber vielleicht hat jemand aus dem Forum noch eine Idee.

    Wünsche dir alles Gute, und Claudi, pass bitte auf dich auf

    Gruß Henri

    Hallo Claudi

    Nach deinen Schilderungen zu urteilen, ist es wahrscheinlich, dass dein Vater alkoholabhängig ist. Letztlich kann ich das aber von hier aus nicht beurteilen. Jedenfalls hat er massive Probleme mit Alkohol. Auch eine Trinkpause von ein paar Wochen bestätigt keinesfalls das Gegenteil.

    Ich vermute, dass du so 16 – 17 Jahre alt bist und dein Bruder jünger ist. Wann hast du mit deiner Mutter gesprochen. Wenn es nach einem Streit war oder nachdem dein Vater sie geschlagen hatte, war es sicher kein guter Zeitpunkt. Wie verhält es sich aber, wenn es mal keinen Stunk gegeben hat und du ziemlich in Ruhe mit ihr reden kannst. Gibt es diese Möglichkeit? Ich fürchte, du allein wirst deinen Vater nicht überzeugen können.

    Schreib bitte auch mal, ob das mit deinem Alter so stimmt, wie ich vermutet habe.

    Gruß Henri

    Hallo Käthe und @Alle

    Beim Lesen deiner Postings ist mir eingefallen, dass ich beim Schreiben meiner Beiträge nicht immer an diese Folgen gedacht habe. *schämundrotwerd* Krampfanfall und Delir können zum Tod führen. Muss ich nicht jedem der mit trinken aufhören will raten, dieses nur unter ärztlicher Kontrolle zu tun oder gibt es da eine Grenze?

    Kann ich sicher sein, dass bei bestimmtem Trinkverhalten kein „Grand mal“ auftreten wird? Denkbar ist das sicher bei Quartalstrinkern, die zwischendurch immer lange Trinkpausen machen, aber was ist mit Spiegeltrinkern? Kommt es da auf die tägliche Menge an und wenn ja, kenne ich diese, da ein Alkoholabhängiger seine Trinkmenge nicht immer in voller Höhe angibt. Auf mein „aus dem Bauch heraus Gefühl“ will ich mich nicht verlassen, dafür ist mir die Verantwortung zu groß. Es kann also nur gelten, im Zweifel immer zur ärztlichen Kontrolle raten.

    Vielleicht schreibt ihr mal, wie ihr euch dabei verhaltet oder wie ihr darüber denkt.

    Danke Käthe für den Denkanstoß


    Gruß Henri

    Hallo Sophie

    Es tut mir weh, wenn ich sehe, dass jemand vier Monate hier postet und doch kaum weiter ist, als am Anfang. Es tut mir leid, wenn ich dich mit meinen Worten verletzt habe, aber so wie bis jetzt kann es doch nicht weitergehen. Einmal musst du doch den Anfang machen.

    Angst, dass du die Lücke nicht füllen kannst. Wenn du mit Lücke die zeitliche Lücke meinst, behaupte ich, du wirst plötzlich soviel Beschäftigung für dich sehen, dass du noch zuwenig Zeit dafür hast.

    Angst, dass Gefühle hoch kommen. Lass doch deine Gefühle raus, leb sie aus, warum wehrst du dich dagegen? Sei doch froh, dass du Gefühle zeigen kannst.

    Angst zu versagen. Wenn ich richtig gelesen habe, hast du doch schon in deinem Leben etliche Prüfungen machen müssen. Hast du da nicht auch immer Angst oder Lampenfieber gehabt, und trotzdem die Prüfung bestanden. Ist also für mich kein Argument. Was heißt hier versagen? Für mich ist „versagen“ gleichbedeutend mit „es nie zu versuchen“.

    Angst, dein Leben neu zu ordnen. Wenn also jetzt keine Ordnung in deinem Leben ist, so ist es doch nur von Vorteil, wenn es neu geordnet wird.

    Was spricht denn nun noch dagegen, heute das Bier stehen zu lassen? Was kann dir passieren? Schlimmstenfalls fängst du wieder an mit trinken. Aber dann hast du es jedenfalls versucht. Eines ist auch sicher, je länger du wartest, je schwieriger wird es werden.

    Sophie, ich schlage dir einen Handel vor, du hörst heute Abend mit trinken auf und ich werde mich bei dir in aller Form für meinen Beitrag entschuldigen. Na, abgemacht?

    LG Henri

    Hallo Sophie

    Es kann sein, dass ich dir jetzt Unrecht tue, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du nicht aufhören willst. In keinem deiner Postings ist auch nur ansatzweise von einem Versuch des Aufhörens zu lesen. Wenn du schreibst, du willst aufhören, dann ist immer sehr schnell eine Entschuldigung vorhanden, warum du es nicht versuchen willst oder es kommt von dir die Frage, wie andere es geschafft haben, also mal wieder die eigene Entscheidung aufschieben.

    Hier zu posten hilft dir? Klar hilft es, es gibt dir aber auch das Gefühl etwas gegen deine Alkoholabhängigkeit getan zu haben, und das beruhigt ungemein. Du hast also beides, darfst weiter trinken und hast trotzdem etwas dagegen getan. Damit will ich nicht sagen, dass du mit posten aufhören sollst, im Gegenteil. Es ist sehr hilfreich, die Meinungen anderer Leute zu erfahren und in seine eigenen Überlegungen einzubeziehen.

    Diese Gedanken sind mir gekommen, nachdem ich in deinem Beitrag von heute Morgen gelesen habe, „…hab so Schiss und ich weiß noch nicht mal wovor“. Hast du etwa Angst, dass du diese Argumente nach einem Versuch nicht mehr anführen könntest?

    In einem deiner Beiträge schreibst du, dass dein Magen anfängt zu zwicken. Ich denke, das sind die ersten Warnungen deines Körpers. Es wird also Zeit, dass du etwas unternimmst, bevor du auf der Nase liegst.

    Besorg dir genug nichtalk. Getränke und dann fängst du heute damit an. Anstatt Bier trinkst du dann etwas anderes. Keine Angst, es ist einfacher als du denkst, musst es nur einmal ernsthaft versuchen. Und bitte nicht wieder aufschieben, fang sofort damit an.

    LG Henri

    Hallo Gast

    Ich denke, du meinst mit „dickem Ende“ ein Delirium oder Krampfanfall, das meistens am dritten Tag der Entzugsphase auftritt. Es ist zwar nicht auszuschließen, aber unwahrscheinlich, dass so etwas jetzt noch kommt. In jedem Fall aber viel Flüssigkeit zu sich nehmen, in Form von Tee, Mineralwasser, Fruchtsaft, allerdings keinen Kaffee.

    Das bedeutet aber nicht, dass keine Alkoholabhängigkeit besteht. Ich kann mich da nur Karstens Meinung anschließen.

    Gruß Henri

    Wenn ich die Wahl habe, Lebensmittel mit oder ohne Alkohol zu kaufen, werde ich selbstverständlich „ohne“ nehmen. Ich habe es an anderer Stelle schon mal geschrieben, wenn ich mir das Lebensmittel mit Alkohol aussuche, weil eben Alkohol darin ist, werde ich sehr nahe an einem Rückfall sein. Weinsauerkraut esse ich auch, obwohl ich weiß, dass da Alkohol enthalten ist. Bei Schwarzwälder-Kirsch hätte ich allerdings schon meine Bedenken. Ich meine, es muss jeder für sich entscheiden, wo er für sich die Grenze setzt.


    @Vanillivi
    Wenn auf einem Lebensmittel „Diabetiker“ steht, sagt das m. E. nichts über den Gehalt an Alkohol aus. Dazu folgender Artikel:

    Diabetiker-Lebensmittel, zur Ernährung der Zuckerkranken bestimmte Nahrungsmittel, die gegenüber Lebensmitteln normaler Beschaffenheit einen wesentlich niedrigeren Gehalt an belastenden Kohlenhydraten aufweisen.
    Die Kenntlichmachung muss enthalten:
    1. Anteil an Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß in %;
    2. Energiegehalt in Joule (Kalorien);
    3. Menge des Lebensmittels, die einer Broteinheit entspricht;
    4. Art und Menge der zugesetzten Zuckeraustauschstoffe


    Die Angabe 60% bezieht sich auf die Konzentration im Kirschwasser selbst. Durch das Erhitzen beim Backen verdunstet sehr viel Alkohol, wodurch der Alkoholgehalt im Kuchen doch sehr gering ist. Das Gefährliche daran sehe ich auch nicht in der Menge, sondern darin, dass ich bewusst oder unbewusst den Gedanken haben werde, dass es mir nichts ausmacht Alkohol zu mir zu nehmen, und das kann der Anfang von einem späteren Rückfall sein.

    Gruß Henri

    Hallo Markus

    In diesem Thread glaube ich. gibt es keinen, der Saufnix nicht näher kennt. Ich bin auch dort mit dem gleichen Nick angemeldet. Allerdings schreibe ich seit Februar fast keine Beiträge mehr. Bin aber noch viel im Chat zu finden.

    Gruß Henri

    Hallo mdp1 „Maitre de P.

    Glückwunsch zu den ersten 100.

    Die zweiten und alle weiteren 100 werden dir immer leichter fallen, wie auch die zweite und dritte Woche leichter war als die erste.

    Es tut mir nur leid, dass es dir sonst nicht so gut geht.

    VG Henri