Beiträge von henri

    Hallo Vaterstochter

    Mein Beileid zum Tode deines Vaters.

    Bei so einem Tod stellt sich für die Hinterbliebenen immer die Frage, ob sie etwas hätten ändern können und damit gleichzeitig, ob sie Schuld an dem Tod haben. Hätte er sich geändert, wenn du auf ihn zugegangen wärst? Ich glaube nicht, hat er es doch schon abgelehnt, dass du ihn aus dem KH abholen sollst.

    Vorwürfe musst du dir keine machen, denn wie er gelebt hat, war er vielleicht mit sich und der Welt zufrieden. Bist du sicher, dass er glücklicher und zufriedener gewesen wäre, wenn du versucht hättest, ihn zu ändern?

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo dibo und herzlich willkommen

    Aller Anfang ist schwer, so auch hier. Der Gang am Mittwoch zur Suchtberatung wird dir jetzt schwer erscheinen, ist es aber letztlich doch nicht. Wenn du die drinnen bist und die Tür hinter dir zu ist, geht alles viel einfacher, als du dir vorstellst. Die beste Voraussetzung bringst du mit, die Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann.

    Wünsche dir viel Erfolg
    Henri

    Hallo Birgit und herzlich willkommen

    Es sieht so aus, als wenn er es auf Dauer nicht schafft, mit wenig Alkohol auszukommen. Das ist gewöhnlich ein Zeichen dafür, dass eine Abhängigkeit besteht. Wenn dem so ist, dann wird er es nie schaffen mit wenig Alkohol auszukommen, sondern er wird das immer nur zeitweise schaffen, um dann wieder auf die alte Menge zu steigern. Da kann er dir Versprechungen machen wie er will, er kann sie nicht einhalten, weil kein Abhängiger das kann. Es gibt nur den Weg der Alkoholabstinenz.

    Da du so nicht mit ihm weiterleben willst, gibt es für dich nur den Weg, ihm klarzumachen, dass du sein trinken nicht länger akzeptieren wirst. Stelle ihn vor die Entscheidung, sich zwischen dir und dem Alkohol zu entscheiden. Wenn er sich für dich entscheidet, ist die nächste Frage, ob er es alleine schaffen kann oder ob er professionelle Hilfe durch die Suchtberatung braucht. Das lässt sich aber von hier aus nicht so ohne weiteres sagen, sondern das wirst du selbst besser entscheiden können. Ich wiederhole mich zwar, aber lass dich nicht darauf ein, dass er weniger trinkt oder nur zu bestimmten Anlässen, das wird er nicht durchhalten können.

    Lieben Gruß
    Henri.

    Hallo Cora und herzlich willkommen

    Deiner Schilderung nach zu urteilen, ist dein Vater alkoholabhängig und sieht es aber selbst noch nicht ein. Ihr könnt vorerst nur versuchen zu einem Zeitpunkt an dem er nüchtern ist, mit ihm über die Sache zu reden, ihm klarmachen, dass es so nicht weitergeht. Nicht nur, dass er körperlich und geistig immer mehr verfällt, auch ihr werdet das auf Dauer nicht durchhalten.

    Vorher musst du mit deiner Mutter reden und klären, wie weit ihr gehen wollt und könnt, wenn er uneinsichtig ist. Da deine Mutter das Geld für den Lebensunterhalt alleine verdient, ist sie in der Position, ihm Bedingungen stellen zu können. Was spricht dagegen, ihm das Ultimatum zu stellen, entweder mit trinken aufzuhören oder ihr trennt euch von ihm. So wie ihr bis jetzt mit ihm umgegangen seid, ist keine Änderung zu erwarten. Falls er aufhören will, wird er es allerdings nicht alleine schaffen, sondern er wird Hilfe brauchen und er wird eine Therapie machen müssen. Der Weg zur Suchtberatung wird ihm also nicht erspart bleiben und ihr solltet das alles zur Bedingung machen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo kurze und herzlich willkommen

    Wenn er getrunken hat, kannst du nichts tun, außer ihm aus dem Weg zu gehen. Nur wenn er nüchtern ist, kannst du ein vernünftiges Gespräch mit ihm führen. Versuche ihm dabei klar zu machen, wie verletzend sein Verhalten ist, dass es dir wehtut ihn so sehen zu müssen.

    Wie sieht es aus? Bist du mit deinem Vater alleine oder wohnen noch Geschwister bei euch und wo ist deine Mutter? Gibt es niemand, der dir bei dem Gespräch helfen kann?

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo schroeder

    Die Therapie erfolgt nicht automatisch. Es kann sein, dass im KH davon gesprochen wird, aber das KH hat wenig damit zu tun. Die Beantragung erfolgt gewöhnlich bei der Suchtberatungsstelle (Diakonie, Caritas) oder auch beim Gesundheitsamt. Dort wird ein Sozialbericht angefertigt, dem auch das Untersuchungsergebnis des Hausarztes beigefügt wird. Der Antrag wird an die „Deutsche Rentenversicherung“ geschickt, die dann darüber entscheidet. Dabei wird auch berücksichtigt, wenn jemand in eine bestimmte Klinik will. Je nach Platzangebot in den Kliniken, kann es durchaus bis zu ein paar Monaten dauern, bis sie einen Therapieplatz bekommt.

    Gruß
    Henri

    Hallo lilalaune und herzlich willkommen

    Ob das Verhalten deines Sohnes mit seiner Kindheit zu tun hat ist reine Spekulation und gehört sicher nicht hierher. Es kann durchaus sein, dass dieser Suizidversuch die Wende in seinem Leben bedeutet. Warte doch erst einmal ab, was der Psychologe sagt. Wenn ihm auch nur geholfen werden kann, wenn er es zulässt, so kann der Psychologe ihn mit seiner Erfahrung doch in die richtige Richtung lenken.

    Hoffen wir, dass dein Sohn diesen Vorfall unbeschadet übersteht.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo schroeder und herzlich willkommen

    Wenn sie immer nur am WE und an bestimmten Tagen getrunken hat, dann sind die 11 Tage doch nichts Außergewöhnliches, da sie es zusätzlich nur an einem WE geschafft hat. Deshalb verstehe ich nicht, warum die Familie, so begeistert war und wer ist die Familie? In deinem Beitrag ist nur von deiner Frau und dir die Rede. Aus welchem Grunde geht sie zur Psychologin?

    Weil mir die Infos aus dem Chat nicht bekannt sind, muss ich also einiges in deinen Beitrag hineininterpretieren um eine Antwort geben zu können. Grundsätzlich bist du auf dem richtigen Weg, mir fällt nur auf, dass die Ideen von dir kommen und sie soll es in die Praxis umsetzen. Das heißt, sie tut es in erster Linie dir zuliebe und vielleicht auch, weil sie vom Verstand her von der Richtigkeit überzeugt ist, aber nicht gefühlsmäßig. Ob sie bei der Psychologin wegen ihres Alkoholproblems ist, weiß ich nicht, aber ich denke, ein Besuch bei der Suchtberatung wäre das Beste für sie. Da sie es anscheinend nicht ohne fremde Hilfe schafft, könnte dort mit ihr zusammen überlegt werden, ob eine Therapie die Lösung für sie ist.

    Viele Grüße
    Henri

    Hallo Pauletta

    Na, jetzt auch noch einen festen Job, das muss ja Auftrieb geben. Mein anfängliches Misstrauen ist nun auch ganz verschwunden und ganz besonders freut es mich, dass es dir auch wieder besser geht, wesentlich besser jedenfalls, als vor nunmehr fast sieben Wochen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo LaLuna und herzlich willkommen

    Ayki hat das schon richtig beschrieben. Wenn dein Mann aus der Thera kommt, dann will er ganz normal behandelt werden, keine besondere Rücksicht wegen seiner Krankheit. Mir ging es jedenfalls so, dass ich mich am wohlsten gefühlt habe, wenn ich wie jeder andere behandelt wurde.

    Als ich in der Thera war, gab es auch Paargespäche, also nur die beiden Partner mit dem Therapeut. Das wird auch bei euch so sein und dabei wird sicher auch über das Verhalten nach der Therapie geredet, musst dich mal danach erkundigen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo ilonakb und herzlich willkommen

    Vergiss erst einmal deinen Hass, akzeptiere deine vermeintliche Schwäche und lasse auch Hilfe zu. Besonders hilfreich kann es ja nicht gewesen sein, die Gruppe nach deinem Rückfall zu verlassen, da du doch genau in diesem Augenblick deren Hilfe gebraucht hättest.

    Versuche erst einmal herauszufinden, warum oder was passiert ist, wenn der Druck zu trinken da ist, vielleicht auch zu bestimmten Zeiten oder bestimmten Gelegenheiten. Das soll’s für den Anfang mal von mir sein, vielleicht schreibst du mehr in einem entsprechenden Unterforum.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo ChaosKate und herzlich willkommen

    Es ist doch offensichtlich, dass er dich nicht verlieren will, aber trotzdem weiterhin trinken will. Es kann zwar sein, dass er tatsächlich in der Woche nichts mehr trinken will, aber was er versucht nennt man „kontrolliertes trinken“. Das haben schon viele Abhängige versucht, sind aber immer nach einiger Zeit gescheitert. Es wird ihm auch nicht anders ergehen. Es gibt für ihn und auch für dich nur den Weg, dass er ganz mit trinken aufhört oder du gehst. Wenn du da nicht konsequent bist, wirst du spätestens nach ein paar Monaten wieder an dem Punkt sein wie heute.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Brina

    Ob er jetzt nicht geht oder in vier Wochen auch nicht, ist ziemlich egal. Zwingen könnt ihr ihn nicht, würde auch nichts nützen. Entweder wartet ihr ab, bis er selbst zur Vernunft kommt, kann aber jahrelang dauern oder ihr lasst ihn als Freund fallen. Es ist euch nicht zuzumuten, ihn bei einer seiner nächsten Eskapaden wieder nach Hause zu holen.

    Michaela sollte sich überlegen, ob sie so weitermacht oder ob sie ihn auch unter Druck setzt. Es wäre sicher der richtige Zeitpunkt um ihm klar zu machen, dass sie so nicht mit ihm weiterleben will und sich notfalls auch von ihm trennen wird. Vielleicht wird er dann doch etwas gegen seine Trinkerei tun.

    Gruß Henri

    Hallo funnie

    Wenn er es nicht so ernst sieht, ist es noch ein Grund mehr dich von ihm zu trennen. Wenn ich an deine zwei ältesten Kinder denke, die sich das Gespött der andern Kinder anhören müssen, dann ist das nur ein Grund mehr für dich, sofort klare Verhältnisse zu schaffen. Nicht mehr lange signalisieren, sondern sofort klipp und klar sagen wie du dir das vorstellst und damit hat er sich abzufinden.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Funni

    Hast du deiner Ärztin schon diese Frage gestellt? Die müsste dir das doch beantworten können. Sonst fällt mir nur noch dazu ein, einfach den Notarzt zu rufen, wenn er wieder mal nackt auf die Straße geht und fantasiert. Ob die ihn allerdings ins Krankenhaus mitnehmen, kann ich nicht sagen. Wenn doch, dann wäre der Anfang gemacht und sein Zustand wäre medizinisch festgestellt worden.

    Damit ist dann aber nur etwas gegen die Auswirkungen seiner Trinkerei getan aber nichts gegen die Sucht selbst. Sag ihm klipp und klar, dass du so nicht mehr mit ihm weitermachst. Entweder er hört mit Saufen auf oder er kann seine Koffer packen. Dabei lass dich in keine Diskussion mit ihm ein, entweder er versteht, was du meinst und tut etwas gegen seine Sucht oder er kann sofort gehen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Bis jetzt sind es nur Vermutungen die du hast, wenn es auch sehr wahrscheinlich ist, dass dein Vater die Flaschen leer gemacht hat. Warum kannst du nicht mit ihm reden? Kannst ihn doch fragen, ob er die Flaschen getrunken hat, was ist denn daran so schwer? Um ihm diese Frage zu stellen, brauchst du sicher nicht vorher zu einer SHG zu gehen, denn die können dir nicht besser helfen als wir hier im Forum.

    Ob dein Vater abhängig ist, kann so ohne weiteres nicht gesagt werden. Wenn er allerdings die Flaschen heimlich leer gemacht hat, dann sprich mit deiner Mutter. Sie hat doch dann auch gemerkt, dass er nicht nüchtern war und traut sich vielleicht auch nicht, darüber zu reden. Reden müsst ihr mit ihm, sonst wird er immer so weitermachen und es wird mit der Zeit immer schlimmer werden.

    Hallo Ayki

    Die jetzige Situation sehe ich genauso wie du und dein Ultimatum halte ich auch für angebracht. Deshalb von mir nur ein Rat, weiche nicht von deiner Vorgehensweise ab, sonst hast du gegen den Alkohol verloren.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo kati und herzlich willkommen

    Aufhören kann jemand schon, auch wenn er jahrelang getrunken hat. Meistens gibt es aber einen triftigen Grund dafür. Da du davon nichts schreibst, scheinst du auch nicht zu wissen, weshalb er plötzlich aufgehört hat. Dadurch ist es nur verständlich dass du unsicher bist, ob es nur kurzfristig oder ob es sein fester Wille ist, für immer aufzuhören.

    Bis jetzt hast du ihn nur als jemand gekannt, der gerne trinkt und sich auch dementsprechend verhalten hat. Jetzt ist das plötzlich anders und vermutlich übernimmt er auch wieder mehr Verantwortung für sich selbst. Es ist also nicht so ungewöhnlich, dass er dir als ein anderer Mensch vorkommt und manches an ihm wird dir fremd vorkommen. Im Laufe der Zeit wirst du dir auch so manches co-abhängige Verhalten angewöhnt haben. Meistens werden das nur Kleinigkeiten sein, die dir nicht einmal bewusst sind. Das heißt, nicht nur er, sondern auch du wirst dich ändern und das wird eine zeitlang dauern, bis ihr euch wieder gegenseitig kennt.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo AlexStraße und herzlich willkommen

    Es sieht so aus, als ob er so von sich eingenommen ist, dass er sein Alkoholproblem nicht erkennt und dementsprechend auch keine Veranlassung sieht, sich zu ändern.

    Das einzige was du machen kannst, du kannst mit ihm reden, wie du es auch vorhast. Es stimmt, ein Druckmittel hast du nicht, kannst ihm nur vor Augen führen, dass sich nach und nach alle von ihm abwenden werden, wenn er so weitermacht. Ob er sich durch das Gespräch eines besseren besinnen und ändern wird, bezweifle ich.

    Du hast damit alles dir zur Verfügung stehende getan und musst dir später keine Vorwürfe machen, es nicht versucht zu haben. Wenn er keine Hilfe will, noch nicht einmal sein Problem erkennt, dann kannst du leider nichts weiter machen. Dann muss er so weitermachen, bis er an seinem Tiefpunkt angekommen ist, sei es, bis er ganz vereinsamt ist oder aber er es gesundheitlich nicht mehr durchhält. Erst dann hast du eine Chance, ihn von der Notwendigkeit zu überzeugen, sich zu ändern.

    Gruß Henri

    Hallo jessi und herzlich willkommen

    Am besten redet ihr mit ihr, wenn sie nüchtern ist. Keine Vorwürfe machen, aber trotzdem ihr klar machen, was sie euch, besonders aber sich selbst, mit ihrem trinken antut. Wenn dein Vater auch trinkt, dann wird es allerdings für sie sehr schwer sein aufzuhören. Da wäre es natürlich gut, wenn beide sich einig wären und sie zusammen aufhören würden.

    Es wird sehr schwer sein, sie zu überzeugen, da sie schon so lange Zeit getrunken hat. Eine Chance habt ihr, weil sich die letzte Zeit gesundheitlich nicht mehr so gut fühlt und das auf ihr trinken zurückzuführen ist.

    Wünsche euch viel Erfolg

    Henri