Beiträge von henri

    Hallo Nela und herzlich willkommen

    Jemand vom psycho-soz. Dienst kann auch nur versuchen, sie zu einer Therapie zu überreden. Da sie aber niemand an sich heran lässt, alle Gespräche abblockt und sogar zu dir den Kontakt abgebrochen hat, hat niemand eine Chance, vernünftig mit ihr zu reden. Der Einzige, mit dem sie reden muss, ist ihr Arzt, von dem sie die Tabletten verschrieben bekommt. Da sehe ich die einzige Möglichkeit, dass der versucht, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Versuche mit diesem Arzt zu reden, eventuell kennt der eine andere Möglichkeit.

    Ich weiß nicht, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, aber eine Einweisung in ein Heim wäre sicher das Beste für sie. Das könntest du bei dem Gespräch mit dem Arzt erfahren.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Silke und herzlich willkommen

    Es ist mit einer Entgiftung von einer Woche nicht getan. Wenn die Gewohnheiten und die Lebensumstände nicht geändert werden, dann sind wenige Erfolgsaussichten vorhanden. Nach einer Woche ist der Körper zwar frei von Alkohol, aber die Einstellung muss sich auch ändern und das geschieht nicht von selbst.

    Ein schlechtes Gewissen musst nicht du, sondern das müsste er haben. Bleib jetzt konsequent, er muss zuerst beweisen, dass er nicht mehr trinkt, bevor ihr wieder zusammen wohnt. Eine Therapie wäre natürlich das Beste für ihn. Erfolgsaussichten habt ihr sicherlich. Wenn du dich hier durchliest, dann wirst du sicher einige finden, die in der gleichen Situation wie du waren und es bis heute geschafft haben.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Maik und herzlich willkommen

    Bei dem krampfen von dem du geschrieben hast nehme ich an, dass du damit das würgen und das zusammenkrampfen des Magens meinst, werde aber beides beschreiben.

    Was deiner Freundin passiert ist, ist der Versuch des Körpers, sich gegen das Gift im Magen zu wehren. Dabei krampft der Magen sich zusammen, sodass der Inhalt erbrochen wird. Das Gefährliche ist aber, dass schon viel Alkohol ins Blut aufgenommen wurde und es zu einer Alkoholvergiftung gekommen ist. Eine entsprechend hohe Blutalkoholkonzentration(BAK) kann zum Tode führen, da die Funktion der Atmung blockiert wird. Es muss immer im Einzelfall entschieden werden, ob ein Arzt gerufen wird oder nicht. Im Zweifelsfall immer einen Notruf veranlassen, denn lieber einmal zuviel, als einmal zuwenig den Notarzt alarmieren.

    Bei einem Alkoholabhängigen der einen Krampfanfall bekommt, ist es der plötzliche Entzug des Alkohols, der diesen auslöst. Durch das Fehlen des Alkohols kommt es zu Funktionsstörungen im Gehirn. Der Patient wird bewusstlos und die Muskeln beginnen zu krampfen. Die Symptome sind die gleichen wie bei einem epileptischen Anfall. Auch hier kein Risiko eingehen, den Notarzt verständigen und du bist aus der Verantwortung raus.

    Gruß Henri

    Hallo Sparki und herzlich willkommen

    Das ist eine Vorstellung, wie sie mir gefällt, kein langatmiger Beitrag, sondern nur zwei Zeilen, die jedoch bereits ganz viele Infos enthalten. Von deinen Erfahrungen werden wir gerne in den entsprechenden Threads lesen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Brina

    Es ist offensichtlich, dass Hans ein Alkoholproblem hat, das wird er nicht mehr abstreiten können. Die Antworten habt ihr schon alle gefunden. Wenn ihr mit ihm redet, dann ohne ihm Vorwürfe zu machen, sonst blockt er ab und ihr erreicht nichts. Aber ihr könnt ruhig Druck ausüben, dass ihr das so auf Dauer nicht mehr länger mitmachen wollt, Argumente habt ihr ja genug. Dann aber auch anbieten ihm zu helfen, wenn er etwas gegen seine Sucht tun will, mit ihm zur Beratung zu gehen, wenn er das will usw. Ob ihr alle zusammen mit ihm reden sollt oder zuerst nur einer, ist für mich schwer abzuschätzen. Vielleicht redet zuerst einer von euch mit ihm, um seine Einstellung zu der ganzen Sache zu erfahren. Danach könnt ihr dann entscheiden, ob ihr auch alle zusammen noch einmal mit ihm reden wollt.

    Michaela hat es natürlich jetzt schwer. Sie hat mit der Bestattung zu tun und hat eigentlich wenig Zeit, sich auch noch um dieses Problem zu kümmern. Sie wird trotzdem versuchen müssen, in den ersten Tagen mit ihm zu reden. Wie du schreibst, hat sie schon öfter mit ihm gesprochen, allerdings ohne Erfolg. Für mich ist es auch schwer abzuschätzen, ob sie eine Trennung ankündigen soll oder nicht. Eine Trennung ist das letzte Mittel, das sie anwenden kann und sie muss auch bereit sein, die Trennung gegebenenfalls durchzuziehen. Es kommt außerdem darauf an, wie er zu der ganzen Sache steht. Vielleicht sieht er bereits ein, dass er es alleine nicht schafft und Hilfe benötigt. Wenn aber nicht, dann wird ihr nichts anderes übrig bleiben, als ihm das Ultimatum zu stellen.

    Bei allem was ihr mit ihm redet, lasst euch nicht auf seine Versprechungen ein, zu versuchen weniger zu trinken. Deiner Schilderung nach, ist er abhängig und da schafft er es auf Dauer nicht, weniger oder nur zu bestimmten Zeiten zu trinken, das kann kein Abhängiger. Das Vernünftigste für ihn wäre, wenn er zur Beratungsstelle geht und dort ein Konzept entwickelt wird, wie ihm am besten zu helfen ist.

    Wünsche euch viel Erfolg und er kann sich glücklich schätzen, dass er solche Freunde hat.

    Gruß Henri

    Hallo Dirk und herzlich willkommen

    Eine Flasche Wein pro Tag ist soviel, sodass sie mit der Zeit gesundheitliche Probleme bekommen wird. Sprich mit ihr und sag ihr dabei, dass du dir Sorgen um sie machst. Von der Tante kannst du dabei auch erwähnen. Ob sie bereits abhängig geworden ist, kann nicht so ohne weiteres gesagt werden. Wenn sie versucht, einige Wochen nicht zu trinken, dann wird sie merken, ob ihr das schwer fällt oder ob sie oft den Wunsch hat, Alkohol zu trinken.

    Gruß Henri

    Hallo josu und herzlich willkommen

    Ayki hat bereits soweit alles dazu geschrieben. Solange du ihr Geld gibst, unterstützt du sogar ihr trinken. Es ist zwar schwer für dich mit anzusehen, wie sie sich systematisch ruiniert, aber da sie keine Einsicht zeigt, kannst du momentan nichts tun und keine Hilfe ist die beste Hilfe.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Kerstin

    Dir muss bewusst werden, dass er nicht nur ein Bier trinken kann oder nur am Wochenende, sondern er muss ganz auf Alkohol verzichten. Ein Alkoholiker hat nun mal keine Kontrolle über sein trinken. Warum ihr zuhause noch Alkohol habt, verstehe ich nicht so ganz. Da er es alleine nicht schafft, bleibt ihm nichts anderes übrig, er muss sich Hilfe holen. Mach ihm eindeutig klar, dass du so nicht mit ihm leben willst und kannst. Schimpfen und jammern bringt dich da nicht weiter. Notfalls wirst du dich von ihm trennen müssen.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Daisy und herzlich willkommen

    Wenn er schon jahrelang trocken war, dann ist eine Welt für ihn zusammengebrochen und er hat erst einmal mit sich selbst zu tun, denn er weiß selbst nicht, wo er steht. Es könnte so sein, muss aber nicht, für sein Verhalten wäre es eine Erklärung. Warte einfach mal einige Tage ab, er wird sich schon entscheiden, wie es weitergeht.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Anja und herzlich willkommen

    Mit Akupunktur sind Versuche gemacht worden, aber ob es dabei Erfolge gegeben hat, ist mir unbekannt. Wenn nun jemand trocken ist, dann ist schwer messbar, wie groß der Anteil der Akupunktur daran ist. Hauptsache wird immer noch sein, dass der Abhängige trocken werden will, eine Akupunktur mag vielleicht behilflich dabei sein, ist aber sicher nicht das Nonplusultra.

    Sich von jemand distanzieren, ist eine Maßnahme, die schon bei vielen geholfen hat. Der Erfolg stellt sich natürlich nicht schon nach ein paar Tagen ein. Lasst ihn doch jetzt in sein Messiwohnung zurück, ohne etwas aufzuräumen. Jetzt ist er nüchtern und er bekommt vor Augen geführt, was der Alkohol aus ihm gemacht hat.

    Die Entgiftung wird ihm nicht reichen, um dauerhaft trocken zu bleiben. Da wäre eine Therapie schon angebracht. Er soll sofort nachdem er aus der Entgiftung zurück ist, mir der Suchtberatung Kontakt aufnehmen. Dort kann er sich Hilfe holen und dort wird auch der Antrag für eine Therapie gestellt. Grade für Arbeitslose, wird die Therapie gerne bewilligt.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo alisa und herzlich willkommen

    Sprich mit deiner Oma, wenn sie wieder nüchtern ist. Vorher hat das meistens keinen Zweck, weil alles versprochen wird, woran man sich nachher nicht mehr erinnert oder erinnern will, da wird sie auch keine Ausnahme sein. Wenn sie dann noch etwas gegen ihr trinken tun will, dann soll sie sich Hilfe bei der Suchtberatung holen. Alleine wird sie es nicht schaffen, da schon viele von der Verwandtschaft es vergeblich mit ihr versucht haben.

    Es reicht nicht, wenn sie nichts mehr trinkt, denn die Gründe, weshalb sie trinkt sind immer noch vorhanden. Bei der Suchtberatung, kann mit ihr gemeinsam geklärt werden, warum sie trinkt und was sie tun muss, um trocken zu bleiben.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Tabby und herzlich willkommen

    Bist jetzt hast du alles richtig gemacht. Bleib auch jetzt konsequent, zuerst soll er die Therapie machen, danach beweisen, dass er trocken bleibt und dann kannst du dir überlegen, ob du wieder mit ihm zusammenleben willst. Eine Garantie dafür, musst du ihm deshalb trotzdem nicht geben. Vorher ist es sinnlos für dich, eine Entscheidung zu treffen, denn gibst du jetzt nach, hat er erreicht was er will und der frühere Zustand wiederholt sich. Außerdem wird dir eine Auszeit ganz gut tun, denn du musst auch erst einmal verkraften, was er dir angetan hat.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo aikami und herzlich willkommen

    Alle die von diesen haltlosen Zuständen betroffen sind, haben anscheinend keine Probleme damit. Selbst dein Bruder, dem es bei dir doch viel besser gehen müsste, wollte zurück. Du hast alles in deiner Macht stehende getan, um ihnen zu helfen, aber deine Hilfe wird abgelehnt. Da du ihnen aber deine Hilfe nicht aufzwingen kannst, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als den Dingen ihren Lauf zu lassen.

    Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass du die Einzige bist, die sich Gedanken macht und dabei selbst nervlich sehr gelitten hat. Es muss für dich deprimierend sein, zusehen zu müssen, wie sich die Familienangehörige systematisch krank machen und es nicht zulassen, dass du ihnen hilfst. Das kann soweit gehen, dass du selbst therapeutische Hilfe brauchst. Lass es nicht soweit kommen, sondern schau jetzt nach dir und deiner Familie.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Ayki

    Du nimmst Rücksicht auf ihn und willst ihn nicht jeden Tag wegen der Therapie fragen, weil du denkst, ihn damit zu nerven. So rücksichtsvoll geht er mit dir allerdings nicht um, trinkt nach wie vor jeden Tag und ihm scheint es egal zu sein, wie du dich dabei fühlst. Vor allem die Kinder bekommen das auch mit, wenn er Bier trinkt.

    Es kann auch funktionieren beides zu 100% zu machen. Einerseits kann er sein Gewerbe, seine Selbständigkeit aufbauen und gleichzeitig eine ambulante Therapie machen. Es wird zwar schwer werden, aber es ist nicht unmöglich.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo kissbiggi

    //.. Deinen Beitrag habe ich hierhin verschoben, da er in dem anderen Bereich weniger beachtet wird und auch vom Thema in den Bereich „Co-Abhängigkeit“ gehört..//

    Du schreibst, dass dein Partner seit 10 Jahren immer mehr trinkt. Das wird aller Voraussicht nach auch so weitergehen. Du solltest dich fragen, ob du das deinen Kindern und dir weiterhin antun darfst. Die Kinder bekommen davon mehr mit, als du meinst, wenn ihnen vielleicht auch noch nicht bewusst ist, was es bedeutet, wenn Vater betrunken nachhause kommt. Bei dir liegen auch schon die Nerven blank und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis du es psychisch nicht mehr aushältst.

    Geredet hast du oft mit ihm und er sieht nicht ein, dass er abhängig ist. Es wird dir also nichts anderes übrig bleiben, als ihn vor die Wahl zu stellen, mit trinken aufhören, eine Therapie mitzumachen oder ihr trennt euch. Dir muss allerdings klar sein, dass du diese Ankündigung auch wahr machen musst, wenn er weiterhin trinkt. Für die Kinder ist es sicher sogar besser, ohne Vater aufzuleben als mit einem betrunkenen Vater.

    Lieben Gruß
    Henri

    Hallo Blandi-Blub

    Es ist keine Ausrede, sondern genau das kann passiert sein. Stolz darauf es so lange geschafft zu haben und zur Belohnung etwas Gutes. Was ist es, natürlich ein Glas Alkohol, wie in früheren Zeiten. Es ist leider so und sie ist nicht die Erste, der das passiert ist, da spielt uns unser Belohnungssystem einen ganz fiesen Streich. Es wird auch so sein, dass sie sich danach nicht besser fühlt, sondern das Gefühl bekommen hat, versagt zu haben. Die Hauptsache ist nur, dass sie jetzt weitermacht, dass die zwölf Tage nicht umsonst waren.

    Gruß Henri

    Hallo Yorkie

    Das wäre alles so schön, wenn sie es für sich tun würde und sie sich ohne Alkohol besser fühlt, aber sie vermisst ihn noch. Du tust sehr viel für sie und ohne dich hätte sie es wahrscheinlich nicht geschafft. Aber tu mit deinem „in die Gänge kommen“ nicht zuviel des Guten. Du kannst sie damit auch nerven und hast dann doch nichts erreicht. Es sind noch keine drei Wochen vergangen, da kann sie das Gefühl für ihr neues Leben noch nicht so bekommen haben. Auch wenn es dir schwer fällt, wirst du Geduld mit ihr haben müssen und jeden Tag an dem sie es schafft, kannst du dich doch freuen.

    Gruß Henri

    Hallo Blandi-Blub

    Sie hat es versucht, und sie hat es 10 Tage geschafft, das kann durchaus als Erfolg gewertet werden. Dass sie im Moment nicht mit dir redet, kann auch daran liegen, dass sie das Gefühl hat, versagt zu haben und sich deshalb schämt.

    Vielleicht lässt du sie heute in Ruhe und redest morgen in aller Ruhe mit ihr. Wichtig ist, dass sie den Anschluss an diese 10 Tage nicht verliert und morgen wieder weitermacht.

    Gruß Henri

    Hallo Liesa und herzlich willkommen

    Als erstes musst du abschätzen, ob er es schaffen kann oder nicht. Da er schon so oft einen Versuch gemacht hat, etliche Entgiftungen hinter sich hat und jetzt immer noch trinkt, ist es zweifelhaft, ob er es in nächster Zeit schafft. Eventuell hat er seinen Tiefpunkt noch lange nicht erreicht. Ein Gespräch mit seiner Therapeutin könnte dir helfen, die gesamte Situation besser abzuschätzen.

    Du wirst entscheiden müssen, ob du mit einem trinkenden Partner leben möchtest, der es vielleicht nie schafft, trocken zu werden oder ob du dich von ihm trennst.

    Lieben Gruß
    Henri