Beiträge von kommal

    Hallo joe, hallo Lydia

    das outen ist ja Dauerthema. Natürlich MÜSST ihr nicht jedem eure Krankheit auf die Nase binden. Aber ich sehe den schmalen Grat, der den Übergang zum Verstecken darstellt. Und das wäre mE ein nasses Verhalten. Verbirgt sich dahinter nicht auch das Misstrauen, dass ich zu meiner Saufzeit an den Tag gelegt habe um mich bzw mein Suchtverhalten zu "schützen"?
    Ich habe gelernt, wieder zu vertrauen, aber auch mit Enttäuschungen umzugehen und trage meine Krankheit nicht wie ein Werbebanner vor mir her. Aber wie Lydia schon bemerkte setze ich meine Offenheit zu meiner Sicherheit ein. Und mittlerweile hab ich eine ganze Menge Versicherungen in meinem recht großen Umfeld.

    LG kommal

    Hallo Joe,

    Zitat

    wenigstens einen Schluck daraus

    ...WENIGSTENS??? Nur EINEN??? Ist ja nur mal so??? Wie weit gehen deine Gedanken?

    Zitat

    meiner Partnerin verbieten (oder sie zumindest um Unterlassung bitten), Mundwasser zu verwenden

    Was oder wieviel weiß deine Partnerin über deine Krankheit? Wie belastbar fühlst Du dich? Ich meine, verbieten wär ein schlechter Weg, Aufklärung und Offenheit der bessere, gerade. Redet ihr darüber?

    Zitat

    Welcher Grad an Erkrankung liegt vor

    da gibt´s nur zwei: Schwarz oder weiß, ja oder nein, krank oder nicht.

    Zitat

    Also wie stabil bin ich? Wie stabil sind andere?

    Nur die erste Frage ist für DICH wichtig!

    LG kommal

    2. Oktober 2006- heute vor einem Jahr ging´s los. LZT- Als ich in der Klinik eintraf, dachte ich, ich wäre angekommen- Irrtum! :lol: Das passierte Wochen später, gut dass ich das nicht wußte. Ich bin mit vorfreudiger Erwartung hingefahren (worden), weil ich wußte und wollte, dass ich Hilfe bekomme.

    Ich will hier keine lange Bilanz ziehen, die mach ich jeden Tag für mich wenn ich die 24 Stunden schriftlich festhalte, aber soviel:. Es war ein Jahr ohne Lüge. :!: Und wenn ich mal nachlässig war, oder drohte vom Weg abzukommen, war ich in der Lage, mich selbst zu korrigieren. Auch mit der Hilfe meiner Nachsorgegruppe, deren Rückmeldungen letztendlich dazu geführt haben, dass kommaline und ich zusammengefunden haben. :D Der anstehende Wechsel meinen Arbeitsplatz betreffend ist ebenfalls ein Therapielangzeitziel, das erreicht ist. Bleibt bei mir, was daraus zu machen- einschließlich Wohnungs- und damit Umfeldwechsel. Meine neu gewonnene- nein erarbeitete Mobilität, ein Genuss. So soll´s bleiben und auch weitergehen, dafür leb ich jeden Tag. - Schritt für Schritt- geradeaus! TROCKEN

    2. Oktober 2007- Blick zurück nach vorn.

    Ich wünsche euch gute 24 Stunden

    LG kommal

    Zitat

    Ich finde ein Abwägen von Vermeidung und Konfrontation wichtig

    ...wobei die Konfrontation schnell zum Beginn des Rückfalls werden kann!!!

    Als ich aus der Entgiftung kam und trotz vorheriger Trocknung meiner Wohnung noch eine Flasche fand gab es nur den einen Weg für mich: Wegschütten- reflexartig. Sicherheitshalber hab ich den Wasserhahn aufgedreht um auch den Geruch zu verdünnen.

    LG kommal

    Hallo Lydia,

    freu mich auch, dass Du

    Zitat

    Aber war erkenntnisreich und positiv

    so eine gute Bilanz ziehst. Ich hab mich oft auch vor Situationen "verrückt gemacht", die im Nachhinein gar nicht sooo schlimm waren- Teufelskreis.

    Ich habe das Gefühl, Du bist dabei dich immer mehr kennenzulernen und das ist doch ein gewaltiger Fortschritt. Bleib auf deinem Weg.

    LG kommal

    Hallo Cathleen,

    hinter Alkoholismus verbirgt sich meistens ein Beziehungsproblem...

    Zitat

    und kriegte den mund nicht auf,obwohl es mir seit ein paar tagen nicht gerade gut geht

    ...treffender hättest Du es nicht beschreiben können. In der LZT hat fast jeder anfangs die Erfahrung gemacht, etwas sagen zu wollen, es aber nicht zu können. Ich habe Menschen erlebt, die zu Beginn der Th lieber mit dem Fußboden geredet haben, als jemand anderen dabei anzusehen. Nach ein paar Wochen waren sie sogar konfliktbereit und -fähig.
    Wenn Du´s in der realen Gruppe noch nicht schaffst, ist hier doch das richtige forum für dich. Immer raus damit, wo der Schuh drückt - aber auch, wenn´s Dir gut geht. Das solltest Du auch loswerden, weil´s gut tut.

    LG kommal

    Hallo Vera,

    Zitat

    Keiner liebt mich so wie ich mich selbst

    bist Du dir bewußt, wie wichtig das ist?- Nur so kannst Du auch geliebt werden. - Eine Erfahrung, die ich gerade mache. Keiner belügt mich so wie ich mich selbst ist Vergangenheit!

    LG kommal

    Hallo Vaan,

    Zitat

    In der Gewerkschaft bin ich ob ich die mal fragen soll ob die mir nen Tipp geben können...

    frag doch mal beim Betriebsrat nach. Vielleicht gibt´s sowas wie eine Betriebsvereinbarung über den Umgang mit Alkohol am Arbeitsplatz. Unter Umständen habt ihr sogar einen "Suchtbeauftragten", den keiner kennt, weil niemand fragt.
    Wär doch ein erster Schritt...? Schweigepflicht haben die ja auch, obwohl... der Anfang wär gemacht.
    [/quote]kann ich mich da einfach verdrücken.

    Zitat

    verdrückt hast Du dich doch lang genug, oder? Ich hab von den Kollegen als erstes gehört: "Endlich redest Du drüber!" Da war mir klar, dass alle es wußten und ich hab mich freigeredet.

    LG kommal

    Zitat

    Hallo Lydia,

    Zitat

    Momentan sieht der Berg, vor dem ich stehe noch sehr hoch aus

    ich denke, dieses Gefühl kennen wir alle. Aber wenn Du dir Etappenziele steckst, die auch realistisch sind, vermeidest Du Enttäuschungen. :idea: Schreib Dir doch nen Fahrplan. Einen, den Du einhalten kannst. Nicht für nen Intercity, aber auch nicht für ne Bimmelbahn. :wink:

    LG kommal

    Hallo @all

    werd gleich mal wieder zu kommaline zurück. :wink: Mußte kurz nach Hause- Familiengeschichte. Hat sie gemerkt, dass es mich beschäftigt. Ich denke oft, sie fühlt nicht, wie´s mir geht, sie fühlt MICH. Ist unbeschreiblich schön nach so langer Zeit alleine. :)
    WE geht´s auf Verwandtenbesuch bei ihr. Vorher möchte sie zum Friedhof um an ein bestimmtes Grab zu gehen- mit mir. Hab gemerkt, dass ihr das sehr wichig ist und natürlich zugestimmt und gesagt, dass wir aber ein paar Blümchen mitnehmen.

    Ansonsten geben wir mächtig miteinander an. :lol: Sie mit mir und ich mit ihr.

    Jetzt muss ich aber erst mal ein wenig runterkommmen, war stressig gestern und heute, aber ich hab viele wichtige Dinge erledigt.

    Und dann geht´s zu meiner Liebsten- in Pflege :D

    LG kommal

    Hallo spedi,

    mit großem Bedauern lese ich, dass Du dich etwas zurücknehmen willst. Gerade deine postings und deine deutlichen Worte haben mir hier viel gebracht im Sinne von weiterkommen. Auch wenn sie mich nicht direkt betrafen

    Zitat

    Ich bezweifle sehr stark, dass irgend ein(e) unentschlossene(r) durch diesen Thread "wachgerüttelt" wird

    Mich hat eine Todesmeldung, die anonymer für mich nicht sein konnte bereits in der Entgiftung sehr nachdenklich gemacht. Damals wußte ich noch nicht, was danach auf mich zukam, aber dass es mit "nix trinken" nicht getan ist, wurde mir glaube ich in dem Moment klarer.

    Gute 24 wünscht

    kommal

    Hallo Berny,

    ich war beruflich immer eingespannt wenn´s um Festivitäten ging. Als ich aus der Th kam, begannen gerade die Karnevalsvorbereitunggen. Weil alle von meiner Krankheit wußten, konnte ich ganz klare Grenzen ziehen.
    Als die Sauferei los ging war ich schon lange "weg". Jetzt steht ein Arbeitsplatzwechsel an, den ich selbst angestrebt habe, um mit derlei Ereignissen nichts mehr zu tun zu haben- im Vorfeld schon nicht. Ein Lernprozess für all die, die dachten wenn ich zurück bin trinke ich nur nicht mehr. (kommaline lacht)

    LG klaus

    Hallo Berny,

    Zitat

    aber ich weiß nicht ob ich mir das antuhen soll

    dann lass es. Du machst Dir was vor- Offenheit deinen Kollegen gegenüber wäre der beste Schutz. Nicht auf der Wies´n - DAVOR!
    Was willst Du dir beweisen???
    LG kommal