Beiträge von kommal

    Hallo Melle,

    gut so! Ich bin in einer ähnlichen Situation (Mutter) und kenne das Gefühl dieser (vermeintlichen) Abhängigkeit.
    Wenn Du nichts für dich tust, kannst Du auch nichts für andere tun.
    Geh DEINEN Weg! :arrow: Gerade

    Ich wünsche Dir eine gute Zeit und alle Kraft die Du brauchst.

    LG kommal :arrow:

    Hallo Melle,

    klar ist, dass Du was tun musst, sonst kriegst Du keine Ruhe vor dem Typen. :roll:

    Besorg Dir eine neue e-mail Adresse, das kostet nix und lass die alte zum Sammeln von Beweisen offen. Speichern der mails nicht vergessen. Und schau dass Du Hilfe bekommst!- Vielleicht kannst Du die mails dann ja auch zu deinem Anwalt umleiten, wär doch ne Lösung (?).

    Viel Erfolg!!!

    LG kommal

    Hallo @ all!

    Verschiedene Situationen haben mir in den letzten Wochen mein Suchtgedächtnis in Erinnerung gerufen, ich will hier mal zwei schildern:

    -Ich hatte einen erfolgreichen (also normalen) Arbeitstag und öffne bestens gelaunt den Kühlschrank um mir etwas zu essen herauszuholen. Kaum ist die Tür offen, merke ich, wie ich innerlich zusammenzucke, ja erschrecke. Mein erster Gedanke: LEER! Der Kühlschrank war nicht leer, es waren “nur” keine Bierflaschen drin, wie schon seit über einem Jahr. Für kurze Zeit war dieser “leere” Anblick ein Schock für mich.
    Warum hier und jetzt hab ich mich gefragt. Nun, es war genau die Situation, in der ich in der nassen Zeit schon VOR dem Abendessen die erste Flasche aufgemacht hätte. Gefühl und Zeitpunkt passten. Das hat mir mal wieder gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Wohnung trocken ist! :!:

    -Ich hatte geplant, ein paar Tage nach Berlin zu fahren, da mein letzter Aufenthalt dort in den 70er Jahren war. Eine Informations- und Kulturreise mit dem Bus, um von Anfang an nicht allein zu sein. Mal was anderes sehen, halt. Zufällig machte ich ein paar Tage später bei einer Radtour Rast in der Nähe der Autobahn. Die Unruhe rief mir meinen Reiseplan ins Gedächtnis. Ich begann, mir um diese laute Autobahn herum eine große Stadt vorzustellen: Berlin. Meine letzten Berlintouren kamen ins Gedächtnis zurück. Sportturniere übers Wochenende, die abends immer in Nachtleben und Sauferei endeten. Das unstete Leben in Berlin, der Gedanke an die Mitreisenden- wie viele fahren nur deshalb mit, usw.

    Ich habe den Plan geändert und werde mit dem Fahrrad durchs Münsterland fahren. Natur statt Risiko.

    Das waren nur zwei von etlichen Begebenheiten, wo ich vor einer scheinbar leichten Entscheidung stand. Für mich steht fest, wenn ich mich nicht wohl fühle bei einem Gedanken, lass ich´s. Und: Ich muss mich ständig beobachten- von oben.

    Habt ihr ähnliche Erlebnisse? Wie habt ihr reagiert?
    Das Suchtgedächtnis als Vorwarnsystem?

    LG kommal

    Hallo Melle,

    Du hast Therapie gemacht und bist danach in ein emotionales Minenfeld geraten. Du gehst diesen Weg schon länger und bist Dir deiner Krankheit bewußt. Rückfall- das ist keine Katastrophe hab ich immer gehört. Das ist auch so, aber natürlich habe ich auch Angst davor und für mich wär´s ne Katastrophe., ich glaube wegen der Riesenenttäuschung über mich selbst.
    Vielleicht hilft es Dir, wenn Du dir einmal deine Tagesberichte aus der Therapie zu Gemüte führst. Die hast Du hoffentlich noch. Da sollten sich doch Hinweise für dich finden, worauf du gucken mußt.
    Für die nächste Zeit hast Du ja auch schon einen Fahrplan, von dem Du einige Stationen kennst. Das sollte Dir die Angst nehmen und damit auch deine Scham!!! :!:
    Mach Dir deine Erfahrung zunutze, arbeite damit und zwar nur für DICH! Das hat absolut nichts mit Egoismmus zu tun, sondern mit deinem Leben!!! :!:

    LG kommal

    Hallo Bordy,
    ich hoffe Dir gehts besser.
    Ich hab gerade schwer an dich denken müssen. Ich hab heute meinen letzten Arbeitstag vor dem Urlaub und das halbe Jahr Neubeginn gut und zu meiner und(fast) aller Zufriedenheit hinter mich gebracht. :)
    Aber gedanklich hatte ich eben einen Rückfall. Wie früher in der nassen Zeit die bange Frage, was mich nach dem Urlaub alles erwartet an Vorwürfen. Angst und Unsicherheit machten sich breit. :roll: Blöd, nicht? Das hab ich jetzt echt nicht mehr nötig!!!
    Wird Zeit, dass ich mal rauskomme und das mach ich nächste Woche auch. Ich und Urlaub machen, etwas ganz neues. Früher hätt ich die ganze Zeit gesoffen. Und heute- aber das ist ein neues Thema.


    Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende- ganz sicher! :D:!:

    LG Klaus

    Hallo Abendstern,

    wie wollte ich Hilfe suchen, ohne mir eiinzugestehen, dass ich welche brauche? So ein Hilfsangebot kann ja unterschiedliche Formen haben und von jedem anders empfunden werden.
    Besagter Brief hatte ja nichts anderes zum Inhalt, als das zu formulieren, was ich mir selber nicht eingestehen wollte. Hilfe, Tritt in den Hintern, nenns wie Du willst, aus mir heraus wär nix gekommen!

    Missionieren? Erfahrungsaustausch!- Unter Zwang geht gar nichts!

    LG kommal

    Hallo Claudia,

    vielleicht hast du so ein wenig den Eindruck:" Wie ichs mache, es ist immer verkehrt."?

    Ich finde, zu schreiben ist immer noch besser als nichts zu sagen. Auch wenn´s schwierig ist, weil Du deine Couusine ja nicht wirklich kennst.

    Ich kann wieder nur in MEINER Vergangenheit suchen. MICH hat so ein ähnllicher Brief, kurz und knappgehalten und von meinem Vorgesetzten, der ganz klar den Suchtverdacht äußerte, geweckt. Ich hab den Brief bestimmt 20 mal gelesen und dabei gelacht und gesoffen, aber irgendwann in diesen 3 Tagen (war ein Wochenende) ist dann der Groschen gefallen. Ich hab dann erst mal ne große Runde geheult und war danach aber unheimlich erleichtert, hab alle Freunde und Bekannten angerufen, ums loszuwerden und war am nächsten Tag beim Arzt. Ich war unterwegs....endlich!
    Es kommt halt drauf an, wieweit der Bettreffende ist.

    ICH war wohl soweit---

    Das wird Dir jetzt keine große Hilfe sein, aber ich wollts doch loswerden.

    LG kommal

    Hallo Mirisa,

    als ich das Erstgespräch mit meiner Therapeutin hatte hab ich ihr gesagt, so richtig wüßte ich wohl nicht, wer ich bin.

    Ich habe mich in der Zeit schon besser kennengelernt und bin nach wie vor dabei, mich zu entdecken (Hallo sweety). Ist ganz schön spannend, oder spannend schön?

    Ich versuche kritisch, aber gerecht zu sein. Undwachsam! Es geht ja schließlich um mich.

    Ich wünsch Dir eine gute Reise

    kommal

    Hallo Claudia,

    ein Stück weit über´s Ziel hinausgeschossen- das weißt Du. Ich glaube aber, die Schreiberei hat Dir gut getan, und eine Lehre (Euphorie?) hast Du sicher auch daraus gezogen.

    LG kommal

    Hallo Claudia,

    das war so ein Hinweis, den ich in der Nachsorgegruppe bekam. Dass ich mit dem Problem weniger gefühlsmäßig, sondern sachlich umgehe. Also mir zB die medizinischen Aspekte vor Augen halte und dabei die emotionalen vernachlässige.

    Das ist sicher ein Punkt an dem ich arbeiten muss, aber ich sehe mich da auf dem Weg und fühle mich wohl dabei!

    Gefühlvolle Grüße
    kommal

    Hallo Mirisa,

    ich hab auch erst mal sacken lassen, was Du geschrieben hast, kann dein Unwohlsein mangels Rückmeldung aber verstehen. Das ging mir auch eine Zeit lang so, wenn ich dachte es muß "was" kommen. Ist vielleicht das schlechte Gewissen von früher.
    Was den Suchtdruck betrifft, erlebt jeder das glaube ich ein wenig anders. Abhängig von der momentanen und der Lebenssituation. Deshalb halte ich mich da mit Ratschlägen zurück.
    Ich versuche zu ergründen, woher er kommt. Dabei hilft mir eine tägliche Schreiberei.

    LG kommal

    Hallo Michael,

    dein Nachholbedürfnis beim Studium kann ich nachvollziehen, Du solltest dich trotzdem nicht überschlagen.
    Mich hat folg. irritiert:
    weil mir zuviel "nichts tun" nicht gut tut auf Dauer

    Wenn ich "nichts tu" hab ich aber Zeit, etwas für mich zu tun!!!

    LG kommal

    Hallo Claudia,

    hast Du schon einmal etwas von progressiver Muskelentspannung gehört? Autogenes Training ist Dir sicher ein Begriff. Was ich sagen will: Es gibt Methoden, bei denen ich wieder "runterkomme". Ich hab gelernt, "die Gedanken vorbeiziehen zu lassen". Hilft auch bei Einschlafstörungen. Frag doch mal bei der Beratungsstelle :idea: oder VHS, wird oft angeboten.

    LG kommal

    Hallo Bordy,

    mein Beileid zum Tod deiner Oma.
    So ein plötzlicher Tod ist für die Angehörigen immer ein Schock, bei meinem Vater war´s auch so. Mich hat der Gedanke getröstet, dass er nicht hat leiden müssen.
    Ich hoffe, Du bist jetzt nicht allein und kannst reden.

    Vergiss DICH nicht :!:

    LG kommal

    Hallo Claudia,
    hab auch ein paarmal geschluckt heute, als ich im TV die Bilder aus den Biergärten sah. Aber dagegen hatte ich was einzusetzen: Meine umfangreiche Saftcollektion, Eis, meine trockene Wohnung, eine Fußball WM in und nach der Entgiftung ohne Bier, 2 trockene Geburtstage, 90 km Fahrradfahren in 2 Tagen, das Wissen aus der Therapie und mein neues Leben.

    Unterschwellig wird mir schon mal vorgeworfen, zu sachlich mit dem Thema umzugehen, aber MIR HILFT´S.

    Und jetzt hoff ich, dass Du die richtigen Blümchen gefunden hast, damit Du zu den wichtigen Dingen des Lebens zurückkehren kannst, zB hierhin.

    Schönen Abend und
    LG kommal

    Hallo Tina,

    es gibt kein alkoholfreies Bier! Wenn Du hier liest, wirst Du feststellen, dass das Thema Alkohol in Lebensmitteln und der Umgang damit oft differenziert gehandhabt wird, aber in DIESEM Punkt gibt es wohl kaum Zweifel.

    LG kommal