Beiträge von Steffi1301

    Ja, das ist wirklich mal interessant, aus männlicher Sicht etwas zu hören bzw. zu lesen. Sonst scheinen hier im Kinderbereich ja wirklich nur Mädchen zu sein ;-). Naja, die Jungs fressen das wohl eher in sich rein. Kenn ich ja nur zu gut von meinem Bruder. Ich glaube, Jungs haben auch nie wirklich Freunde, mit denen sie über Probleme reden. Die spielen Fußball und reden über Mädchen, aber das war's dann auch schon. Soll kein Vorurteil sein, ist nur eher so mein Eindruck.

    Hey Nelly!

    Das mit deiner Mutter muss ja ein ganz schöner Schock gewesen sein. Dass da niemand geholfen hat, sondern nur alle zugeguckt haben, ist schon ein starkes Stück, aber ich glaub, so ist unsere Gesellschaft heutzutage nun mal. Es interessiert doch wirklich keinen mehr, was da gerade passiert. So lang man nicht selbst betroffen ist, kann man da doch drauf pfeifen. Ist eine sch... Einstellung, aber ich glaub, da kann man wirklich nichts dran machen.

    Gut, dass es deinem Hund wieder gut geht und dass er alles gut überstanden hat. Das Gleiche hoff ich natürlich auch für deine Mutter. Gut, dass du der Assistenzärztin Bescheid gesagt hast, die müssen schließlich alles Wichtige mit einbeziehen. Halt uns auf dem Laufenden, was deine Mutter angeht.

    Und du fühlst dich ja schon wieder verantwortlich!!! Du musstest doch nicht früher mit der Arbeit aufhören und dich um den Kühlschrank deiner Mutter kümmern, oder?! Das kann theoretisch auch dein Bruder oder dein Vater machen. Du wohnst schließlich nicht mal da, also warum meintest du, das tun zu müssen? Ich meine, ich kann's ja im Prinzip verstehen, vielleicht hätt ich das genauso gemacht, aber deshalb ist es ja immer noch nicht richtig. Nur bei anderen seh ich leichter, was unnötig ist. Und ich denke, das war es, oder?! Oder hast du die Tage daheim gewohnt und musstest selbst aus dem Kühlschrank leben?

    Naja, ich wünsch dir und deiner Mutter jedenfalls alles Gute!

    Hallo ihr alle!!!

    Loti, wollen wir unsere Mütter nicht mal miteinander bekannt machen? Was du von deiner Mutter erzählst, könnte genau so gut meine sein. Sie ist hilflos, frustriert, mein Vater will ihr immer absichtlich weh tun (manchmal scheint das aber auch zu stimmen), sie ist so was von empfindlich, total schnell beleidigt, UND sie muss immer mit mir reden. Mittlerweile lass ich das einfach nicht mehr mit mir machen. Ich hab ihr oft genug gesagt, sie soll mit uns ausziehen, sie soll ich eine Wohnung suchen, dass die Ehe kaputt ist etc. etc. Wie viele Stunden hab ich ihr schon ins Gewissen geredet, hab ihr alles schlecht geredet, was sie hier hat, ich hab mir ja fast den Mund fusselig geredet. Und was ist? Sie ist immer noch hier, bei meinem Vater, sucht nach Möbeln für ein Esszimmer. Aber nicht etwa für die neue Wohnung, nein, sondern für unser Haus hier. Obwohl sich rein gar nichts geändert hat. Sie sieht auch, wie wir Kinder darunter leiden, sie weiß, wie fertig es sie macht. Aber sie tut gar nichts dagegen. Das einzige, was sie immer gemacht hat, war, sie bei mir auszuhezulen. Ich war immer ihr Ersatzpartner. Ich musste ihr zuhören, ihre Probleme anhören (auch Dinge, die ich als Kind überhaupt nicht hören wollte), ihr helfen, Ratschläge geben, mit ihr etwas unternehmen (z.B. Kino).... Und das alles nur, weil mein Vater das nicht mit ihr machte.

    Aber in letzter Zeit mach ich das alles nicht mehr. Sie kommt zwar auch nur noch selten an, aber ich denke, das liegt auch daran, dass ich dann immer aus dem Zimmer gehe, sage, dass mich das nicht interessiert, dass das ihre Probleme sind... Aber das hat sehr lang gedauert, bis sie das verstanden hat, bzw. ich glaube, so ganz hat sie es immer noch nicht. Es kommen immer mal wieder Kommentare oder sie fängt wieder an, irgendetwas zu erzählen. Dabei hat sie ja auch mein Buch gelesen, und dabei ist sie oft wirklich schlecht weggekommen, allein schon, weil sie mich immer als ihren seelischen Mülleimer benutzt hat. Aber da wird dann nicht drüber geredet. Stattdessen fängt sie jetzt auch schon an und gibt mir Geld. Klar, sie macht das, damit ich nicht immer das Mensa-Essen selbst bezahlen muss, aber zack, schon hab ich wieder ein schlechtes Gewissen, obwohl es nicht mehr als richtig ist. Ich hab ihr auch "Familienkrankheit Alkoholismus" zum Lesen gegeben, weil ich dachte, das weckt sie vielleicht mal auf. Nichtsda. Sie hat jetzt seit Woche nicht mehr drin gelesen, ist immer noch auf Seite 21, war noch nicht mal beim Teil mit dem emotionalen Missbrauch (wo ich mir gewünscht hätte, dass sie das mal liest). Stattdessen sagt sie immer nur "aber so schlimm, wie es da manchmal geschildert ist, so war es bei uns ja nie". Nein, natürlich nicht, aber deshalb sind unsere Probleme trotzdem schlimm.

    Jetzt hab ich mal wieder einen ganzen Roman nur von mir geschrieben. Dabei wollt ich eigentlich nur klar machen, wie dickfellig auch Cos sein können. Du kannst deiner Mutter wahrscheinlich genauso wenig helfen wie deinem Vater. Im Prinzip muss auch sie erst so weit sein, dass sie ganz unten ist und wirklich einfach nur sich selbst retten will. Deine Mutter fühlt sich ja anscheinend auch noch für alles verantwortlich. Das muss sie erst abstellen. Aber das ist natürlich auch verdammt schwer. Du kannst ihr auf jeden Fall mal ein Buch an die Hand geben und vielleicht erkennt sie dann, dass sie etwas an ihrem Leben ändern kann und muss. Aber du hast keine Garantie dafür. Und irgendwann muss man dann glaub ich auch resignieren. Auch unsere Mütter sind selbst verantwortlich für ihr Leben.

    Oh summerdream, da hast dir natürlich auch wieder was eingebrockt ;-). Nee, ist ja kein Spaß. Ich kann verstehen, dass dich das runterzieht, aber auch du kannst im Prinzip nicht helfen. Je stärker du das versuchst, desto eher wird sich deine Freundin noch mehr zurückziehen und es auch vor dir verheimlichen, was sie tut. Sei einfach für sie da. Helfen ist manchmal gar nicht erwünscht. Das ist wirklich eine verdammt schwierige Situation. Aber ich denke, du kannst ihr schon helfen, wenn du ihr einfach nur zuhörst, dich mal nach ihr erkundigst... Ich glaub, das ist das einzige, was du da tun kannst. Meine beste Freundin hatte auch mal Bulimie, aber als wir das bemerkt haben, hat das noch gar nicht so lang angedauert. Da waren wir aber auch erst 13 oder 14 und hatten noch so viel Zeit. Eine andere Freundin ist dann jedes Mal mit ins Bad gekommen, oder hat sich vor die Tür gestellt, damit die andere nicht kotzen konnte. Aber das ist wahrscheinlich auch nicht besonders hilfreich, und wie gesagt, wir hatten damals eben noch alle Zeit der Welt. Du darfst sie einfach nicht drängen. Sie wird niemanden an sich ranlassen und sich von jedem abschotten, wenn sie das Gefühl hat, alle sind gegen sie. Und das hat sie bestimmt dann, wenn jeder versucht ihr zu helfen. Unser Helfersyndrom ist echt ein Fluch.

    Loti, du bist auch bei studivz? Die Gruppe muss ich mal suchen... Die hört sich sehr nach mir an ;-).

    Hallo!

    Naja, Mandy... den ganzen Tag nichts tun, weil du immer so müde bist, da haben wir ja schon mal drüber gesprochen, ne?! Könnt ich auch. Ich hab heut Nacht viel geschlafen und bin trotzdem müde. Aber deshalb leg ich mich nicht einfach hin, weil ich nicht wieder irgendwo rein versinken will. Stattdessen arbeit ich lieber noch an meinem Stundenplan, hab mein Zimmer saubergemacht und bin halt hier im Forum. Klar leg ich mich heut Nachmittag auch mal eine Zeit hin, vor allem, weil ich dann wieder einen Zeitungstermin hab, aber das sollte nicht zur Gewohnheit werden. Das erste, was man gegen Depressionen tun sollte, ist wieder aktiv zu werden. Ich weiß ja, dass es schwer ist, aber es ist nicht unmöglich. Gut, sorry, das hier ist ja Marinas Thread. Ist mir nur gerade mal so aufgefallen.

    Hab ich heut schon mal irgendwo geschrieben, aber ich glaub, ich werd diesen Test auch mal machen lassen. Auch wenn ich dafür wieder stundenlang beim Hausarzt im Wartezimmer sitzen muss ;-).

    Hm, toll... Jetzt weiß ich gar nicht, was ich noch schreiben soll. Ach ja, Marina, ich fahr auch meist Zug oder Bus jetzt. Ist nur übelst stressig. Ein Prof meinte gestern, wir sollten uns immer einen 8 Stunden-Tag machen für Uni. Nicht nur zwei Vorlesungen besuchen, sondern auch vor- und nachbereiten. Hab ich nur gedacht "toll... den langen Tag hab ich allein schon wegen der Fahrerei", aber gut, was will ich machen? Außerdem nervt mich der Bahn-Streik. Bisher musst ich noch nicht drunter leiden und eigentlich steh ich ja auch dahinter, die haben ja Recht, aber bitte nicht, wenn ich gerade drauf angewiesen bin ;-).

    "Gefühle verstehen, Probleme bewältigen" ist gut! Also, ich müsst auch noch mal ein bisschen damit arbeiten, aber ich glaub, es hat schon viel gebracht. Zumindest hab ich jetzt eine Alternative zum Umdenken.

    Hey Caro!

    Da bist du doch auf einem super Weg. Du denkst mehr an dich und nicht immer nur an deine Mutter. Und ich finde es auch gar nicht sooo schlimm, dass deine Mutter das nicht allein macht. Immerhin hat sie dich gefragt, ob du ihr einen Termin machst, das ist immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Sie kümmert sich zwar noch nicht komplett selbst, sondern fragt lieber dich, aber sie will wenigstens etwas in Bewegung setzen und du hast es nicht einfach aus eigenem Ermessen heraus getan. Trotzdem denk ich auch, dass deine Mutter in Zukunft vielleicht doch noch etwas mehr selbst in die Hand nehmen könnte. Aber leider scheint sie in Bezug auf ihre Alkoholabhängigkeit wohl noch nicht ganz so weit zu sein. Es fällt ihr leichter, ihre Depression zuzugeben, als ihre Alkoholabhängigkeit. Da kann es natürlich leicht passieren, dass sie wieder zurückfällt und dass es mal wieder nicht ganz so toll läuft. Aber dann sind wir ja für dich da. Das hat summerdream schon gesagt, aber ich sag's noch mal ;-).

    Hey Danni!

    Wie haben deine Freunde denn drauf reagiert? Oder wussten die das schon vorher? Aber es tut wirklich gut, wenn die engsten Freunde zumindest Bescheid wissen. Sie können einem ja nicht helfen und oft können sie uns nicht mal richtig verstehen oder die Situation nachvollziehen, aber es reicht oft schon, wenn uns einfach nur jemand zuhört, uns tröstet und zeigt, dass wir jemanden haben, zu dem wir kommen können. Ich glaube, allein das kann uns schon ganz viel geben.

    Ich glaube, ich sollte meine Schilddrüse auch mal testen lassen. Ich komme mir dabei nur so blöd vor, so, als ob ich schlauer als der Arzt wäre, wenn ich dahin gehe und darauf bestehe, dass er mit mir so einen Test macht. Die Symptome könnten schließlich auch was völlig anderes bedeuten. Aber ich denk schon, dass ich das mal ansprechen werde. Macht der Frauenarzt denn auch so was? Da muss ich demnächst nämlich eh noch mal hin... Da könnt ich das verbinden.

    Hallo Katrin!

    Oh ja... Was für sich kaufen ist schön. Das macht echt Spaß. Und wenn es nur eine Tafel Ritter Sport ist ;-). Ich kauf mir die so selten, dass es jedes Mal ein Fest ist :lol: .

    Ich glaub aber, dass es egal ist, ob man jetzt in unserer Situation lebt, oder ob man keine alkoholabhängigen Eltern hat. Es gibt doch immer Tage - gerade bei uns Frauen - wo man empfindlicher ist, heute kann ich alles wegstecken, aber morgen sieht es vielleicht wieder ganz anders aus. Und das muss ja nicht unbedingt von den Eltern oder Großeltern kommen, das kann auch der Chef, der Lehrer, der Freund, die Freundin etc. sein. Von daher sind wir wohl völlig normal. Es fällt nur halt schwer, da anders drüber zu denken. Ich denke, wenn wir in einer schlechten Verfassung sind, und Dinge von vornherein persönlich nehmen, dann müssen wir uns wohl ganz stark darauf konzentrieren, genau das nicht zu tun. Dann sollten wir uns wohl immer wieder sagen, dass es nichts mit uns zu tun hat, dass der- oder diejenige wohl mal wieder nur einen schlechten Tag hat, krank ist, es nicht so meint, oder was auch immer. Das ist zwar anstrengend und es wäre viel schöner, wenn wir von vornherein nicht in solche Situationen kommen würden - vor allem was unsere Eltern angeht - aber da können wir nun mal nichts dran ändern.

    Ach, Urlaub wäre was Feines. Ich hatte jetzt seit Ende März quasi frei, musste nur die Abi-Klausuren schreiben, aber ich hatte ja in dem Sinn keine Schule mehr. Und jetzt plötzlich Uni. Das ist vielleicht ein Umschwung. Puh...

    Oh wie doof... Ich hab grad erst gesehen, dass du gar nicht "Chocolat" heißt, wie ich in dich in den letzten Beiträgen so schön genannt hab, sondern "Chococat". Mann, ich schein ja echt völlig durch den Wind zu sein :oops: . Naja, ich mochte den Film halt so gern ;-). Damit red ich mich jetzt raus und nenn dich demnächst beim "richtigen" Namen. *schäm*

    Hey anchovi!

    Da muss ich summerdream wohl zustimmen. Respekt dafür, dass du dich so schnell entschieden hast. Wenn du das tatsächlich so durchgezogen bekommst, dann kann doch gar nicht mehr so viel schief gehen. Natürlich wird es immer wieder Rückschläge geben und solche Veränderungen schafft man nun mal nicht von heute auf morgen, aber wenn du dir das so fest vornimmst, wie es sich hier anhört, dann glaube ich, dass du das auch schaffen kannst.

    Klar, das Gespräch mit deinen Eltern solltest du wirklich in erster Linie für dich führen. Alles andere könnte dich wieder zu schnell frustrieren. Zu viel darfst du dir da glaub ich nicht von erwarten. Das ist zwar traurig, aber wahr. Rede mit ihnen, um dich selbst zu erklären, zu sagen, wie du dich fühlst und vielleicht reden deine Eltern dann auch so offen mit dir, dass du einiges besser verstehst, aber das dürfte dann wahrscheinlich auch schon genug sein. Leere Versprechungen, Drohungen, Schuldzuweisungen... Das alles bringt nichts, egal von welcher Seite es kommt. Ich will dich jetzt nicht entmutigen. Ich finde es super, dass du mit deinen Eltern reden möchtest, aber du solltest dir einfach klar machen, dass du das in erster Linie für dich tun solltest, denn deinen Vater kannst du nicht ändern.

    Alles Liebe und Gute!!

    Steffi

    Hallo!!

    Uni ist Mist. Ja, der festen Überzeugung bin ich seit heute. Dabei weiß ich gar nicht mal so wirklich warum. Vielleicht hatt ich auch einfach einen schlechten Tag, hab auch nicht wirklich viel und gut geschlafen, weil ich so nervös war ;-). Naja, aus meinem Studiengang kenn ich halt noch keinen. Klar, die lernt man kennen, aber da steht mir mal wieder mein mangelndes Selbstbewusstsein im Weg. Während andere schon Handy-Nummern ausgetauscht haben, hab ich es gerade mal geschafft, nicht allein in der Mensa zu essen. Da hatt ich zwei Mädels dabei. Aber die sind auch beide frisch dahin gezogen und die suchen natürlich auch eher Leute, die auch da wohnen. Naja, muss man sehen, wie sich das weiter entwickelt. Demnächst ist ja dann immerhin auch mein Freund wieder da und ein paar andere Leute kenn ich ja auch. Nur wird man die natürlich nicht so oft sehen, wie die aus dem eigenen Studiengang. Ach je...

    Es ist einfach so viel neu. Und hier an der Uni ist es auch ziemlich kompliziert, glaub ich. An anderen Unis muss man nicht mit 4 oder 5 Ausweisen rumlaufen, eine extra Einführung für die Bibliothek machen etc. Das ist schon nervig. Und dann frag ich mich halt, ob ich das alles schaffe, was da auf mich zukommt. Nicht nur den Stoff, sondern auch das Organisatorische. Frage mich, ob mir das dann überhaupt noch Spaß macht, was ich damit später anfange etc. etc. etc. Fragen über Fragen. Ich bin grausam zu mir selbst, weil ich so was nicht einfach mal auf mich zukommen lassen kann. Am liebsten hätt ich jetzt schon einen Plan über mein ganzes Leben. Das wär zwar saulangweilig, aber das würd auch nicht so viel Unvorhergesehenes bergen.

    Ja, dann bin ich heimgekommen, hab ein bisschen mit meiner Mutter geredet. Hab dann meinen Freund angerufen, weil ich heut zu ihm fahren wollte, das war echt das einzige, was mich heut noch aufrecht erhalten hat, und dann sagt der Penner mir ab, weil er mit seinem Vater aufs Dach muss. Da krieg ich die Krise. Hab dann erst mal schön geheult, das hat die Kopfschmerzen noch schlimmer gemacht. Ja, und jetzt sitz ich hier und schreib das Forum zu mit Sachen, die eigentlich überhaupt nicht zum Thema gehören. Naja, ich werd einfach die Woche mal abwarten, bevor ich mir ein Bild mache. Ich weiß auch, dass es mir nach jedem Schulwechsel so ging. Als ich aufs Gymnasium kam wollt ich die ersten drei Monate auch wieder in die Grundschule... so ist das eben.

    Und ja, ich hab gestern Tatort geguckt ;-). Aber der war nicht so gut. Ging schon, aber nicht so der Renner. Kleiner TV-Junkie würd ich so nicht sagen. Ich schau eigentlich wenig fern, wenn dann nur Nachrichten Tatort, Anne Will und so was. Aber ich guck viele Serien auf DVD oder am Laptop, das mach ich schon. Da hast Recht.

    Also, wenn es nicht so teuer wär würd ich wahrscheinlich auch ins Fitnessstudio gehen. Ich hatte früher Krankengymnastik und durfte dann auch immer an die lustigen Geräte. Das fand ich schon immer toll. Aber dafür versuch ich halt, daheim was zu machen. Ich hatte mir auch eigentlich mal vorgenommen, mit ner Freundin mit ihrem Hund spazieren zu gehen, aber das haben wir bisher auch noch nicht gemacht. Naja, und dann geh ich ja auch noch ab und zu Schwimmen. Das ist zu zweit wirklich ganz schön, man darf sich nur eben nicht verquatschen. Das ist immer das Problem, man muss dann schon dran bleiben. Aber joggen find ich allein einfach irrsinnig langweilig. Ich könnt dann zwar vielleicht von der Ausdauer her noch weiter, aber ich hab einfach keinen Bock mehr ;-).

    So, ich meld mich baldmöglichst, wenn die blöde Uni mich nicht mehr so in Beschlag nimmt und nervt...

    Hey anna!

    Das ist ja blöd, dass diese "saugeile" ;) Wohnung dann doch nicht tauglich war. Schade. Aber gut, ich bin mir sicher, ihr werdet schon noch was Passendes finden.

    Dass dein Vater so "gut" Bescheid wusste ist auch mal eine heftige Aktion. Wie summerdream schon gesagt hat, irgendwie zum Lachen, aber gleichzeitig möchte man auch heulen. Ich glaub, du solltest dich fürs Lachen entscheiden, das ist leichter und macht nicht so fertig.

    Hallo ihr Lieben!

    Oh, ich hatte ein feines Wochenende. Kein einziger Zeitungstermin. Und am Freitag war mein Freund hier, haben Frühlingsrollen gegessen und Tatort geguckt (allerdings ist er immer eingeschlafen, der alte Penner ;) ). Gestern hab ich eigentlich mal wieder den ganzen Tag nichts gemacht. Ich weiß gar nicht so genau. Zug- und Busverbindungen rausgesucht zur Uni, hier im Forum gelesen und geschrieben. Ach ja, ich hab mir die Haare nachgefärbt, die Fingernägel gemacht, Frauenkram eben ;-). Und dann war ich abends bei meiner besten Freundin. Ihr neuer... na, wie sagt man das... Verehrer?... Naja, der war jedenfalls dann auch irgendwann da. Und dann fühlt ich mich doch recht Fehl am Platz, als die da saßen und schmusten und Küsschen hier, Küsschen da (ich dachte, die wären beide so schüchtern? hm?). Jo, und dann bin ich heim, hab noch bissl ferngesehen, Chips gegessen und dann friedlich geschlafen. Eigentlich hatt ich ein recht uninteressantes Wochenende, zumindest dafür, dass die Uni morgen losgeht und es mein letztes WE in Freiheit war, gewissermaßen. Naja, aber das war auch mal recht entspannend.

    Heut Morgen hab ich mich dann mal wieder zum Sport aufgerafft. Ja, Mandy, ich weiß, dass das blöd ist alleine. Allein ins Fitnessstudio gehen würd ich glaub ich noch eher. Aber allein joggen gehen oder so ist schon langweilig. Wir haben halt daheim so einen Crosstrainer. Da geh ich dann mal ne Zeit drauf, schau dabei am Laptop irgendeine Serie und dann ist es auch nicht mehr ganz so langweilig. Ich hab auch nie freiwillig Sport gemacht, mein innerer Schweinehund war da immer viel zu groß für, aber ich glaub, ich sollte das jetzt wirklich mal durchhalten. Es tut einfach gut und ich merke auch, dass ich danach wieder viel bessere Laune habe...

    Summerdream, stimmt. Gießen und Siegen haben ja tatsächlich die gleichen Buchstaben. Komisch. Aber ich glaub mit der Verwechslung bist du noch ganz gut dran. Ich bin erdkundetechnisch so was von blöd. Ich weiß da einfach nichts. Mein Vater ist da schon mal kurz vorm Ausrasten.

    Aber Mandy, bin froh, dass es dir genau so geht. Wenn man mal was geschafft hat, dann geht es einem doch gleich viel besser. Das ist ein ganz anderes Gefühl, als wenn man den ganzen Tag nur im Bett gelegen hat (ich verdunkel mein Zimmer dann auch immer, weil die Fenster beim Fernsehen stören). Das ist einfach nicht gut. Also, ich fänd's jedenfalls super, wenn du dich auch weiterhin aufraffen könntest. So ein gammeliger Sonntag ist ja auf jeden Fall drin. Ich wollt heut eigentlich auch mal wieder einen Ruhigen machen, aber jetzt sitz ich doch wieder die ganze Zeit hier am Laptop und schreib im Forum rum etc. Klar, ist ja auch nicht anstrengend und wahrscheinlich besser als nur fernsehen.

    Ja, ansonsten wie geht's mir? Eigentlich ganz gut. Vor allem dafür, dass Sonntag ist. Aber das liegt wahrscheinlich auch am Wetter. Wenn es nicht so schön sonnig wäre, hätte ich vielleicht mal wieder nicht so gute Laune. Mein Vater lebt so vor sich hin, wir kommen miteinander aus, reden hier und da mal was, aber ich geh eigentlich immer nur zu ihm, wenn ich irgendwas brauch oder so. Aber ich konnt's mir gestern mal wieder nicht verkneifen, genau zu schnuppern, ob er im Auto getrunken hat. Ich hasse es, aber ich mache das fast immer, wenn ich mit seinem Auto fahre. Das Problem ist nur, ich komme da nie zu einem befriedigenden Ergebnis. Ein Stück weit hängt der Alkoholgeruch halt immer noch drin. So schnell geht der ja auch nicht raus, gerade weil mein Vater so lang da getrunken hat und erst vor kurzem noch. Aber wenn er jetzt noch trinken würde, wäre es stärker. MEine ich zumindest. Seht ihr, dann mach ich mir wieder viel zu viele Gedanken. Am besten sollte ich es vermeiden, mit seinem Auto zu fahren. Aber das lässt es sich nun mal nicht immer. Hab ja kein eigenes. Aber insgesamt fahr ich schon selten damit. Er ist ja meistens selbst unterwegs. Nur das schnuppern muss ich mir noch abgewöhnen. Ich werd dann gleich wieder so angespannt. Mein Magen verkrampft sich dann immer. Das muss wirklich nicht sein.

    Aber ich merke immer mehr, wie froh ich bin, hier her gefunden zu haben. Allein schon, weil man das Gefühl bekommt, nicht allein zu sein. Uns geht es im Prinzip allen gleich, hier kann ich immer hinkommen, hier sind nette Menschen, hier wird einem zugehört, bzw. gelesen, hier kann ich so sein, wie ich wirklich bin. Und ich merke immer mehr, dass es in Ordnung ist, wie ich bin. Dass man mich so mögen kann. Hier ist einfach alles so normal. Wäre schön, wenn das überall so wäre.

    So, ich wünsch euch noch einen schönen sonnigen Sonntag (hach, das passt ja zum Namen :lol: ). Ich werd jetzt jedenfalls das tun, was ich mir vorgenommen hab. Kuchen essen und fernsehen ;-).

    Noch was.

    Ziemlich viel "verscheucht" im letzten Absatz. Wiederhole mich scheinbar gern. Naja, aber deshalb schreib ich nicht noch mal.

    Ich hab mal gehört, man soll sich all die schlechten Eigenschaften des Freundes nach einer Trennung in Erinnerung rufen. Es gibt auch Dinge, wo du wahrscheinlich froh bist, dass du ihn los bist, oder?! Nach vier Jahren schleichen sich doch immer irgendwelche Dinge ein, die man absolut nicht leiden konnte. Und wenn es nur Kleinigkeiten sind, aber das hilft bestimmt. Denn ich denke, in deiner Situation neigt man auch dazu, die Vergangenheit immer nur rosarot zu sehen. Das hilft nicht gerade. Irgendwann kannst du vielleicht mal zurückblicken und sagen "wir hatten eine schöne Zeit" (vorausgesetzt das findest du dann immer noch ;) ), aber jetzt darfst du all die Schlechtigkeiten wieder ausgraben!!!! Und böse sein!!!

    Hey Chocolat!

    Zitat

    warum sucht er sich sonst eine andere, die so sozial perfekt ist?).

    Weil er ein Penner ist! Nein, okay. So kann ich das jetzt ja auch nicht sagen. Aber du suchst die Schuld im Moment scheinbar hauptsächlich bei dir. Das ist Unsinn. Zu Problemen, zu Streit und einer Trennung, da gehören - wie man so schön sagt - immer noch zwei dazu. Natürlich macht man Fehler, wir alle machen Fehler, einfach, weil wir Menschen sind. Aber Fehler sind nichts Schlimmes. Und so wie es sich anhört, von wegen zwei Mal Schluss gemacht, belogen, betrogen, anderes Mädchen. Nein, dann war der Typ es echt nicht wert. Egal, wie kompliziert eine Beziehung wird, aber man muss nicht lügen oder betrügen. Den Schuh solltest du dir echt nicht anziehen. Denn das hat er sich ganz allein ausgesucht.

    Es ist verständlich, dass du dich jetzt allein fühlst, weil er nicht mehr da ist. Ihr ward immerhin 4 Jahre zusammen. So eine lange Beziehung hat man nicht innerhalb von zwei Monaten verkraftet. Vielleicht wirst du da noch lang dran knabbern und dir Selbstvorwürfe machen. Aber letzteres solltest du auf keinen Fall. Wenn du wirklich wissen willst, was falsch gelaufen ist, dann kannst du dich ja mal wirklich mit ihm aussprechen, ganz ehrlich (falls er dazu bereit ist), und dir von ihm sagen lassen, warum die Beziehung - aus seiner Sicht - kaputt gegangen ist. Das muss ja nicht unbedingt daran liegen, was DU gemacht hast. Klar sind wir Kinder von Alkoholikern einfach anfälliger dafür, Fehler in Beziehungen zu machen, gerade die Menschen zu verletzen und von uns zu stoßen, die uns am nächsten sind. Sinnloser Streit, Eifersucht... Das ist bei uns irgendwie an der Tagesordnung. Aber damit müssen wir uns nicht abfinden. Daran können wir arbeiten! Aber dabei können uns auch unsere Partner helfen. Dann sagt man halt "hier, das und das Verhalten fand ich nicht gut von dir. Das hat mich verletzt, das war übertrieben....", so was in der Art. Und dann müssen wir uns hinsetzen und uns überlegen, was da eigentlich genau passiert ist, was ist da in uns vorgegangen? Und dann können wir daran arbeiten. Aber die Fehler liegen nicht IMMER auf unserer Seite. Das wär völliger Schwachsinn, so etwas anzunehmen.

    Ich kann verstehen, dass du dich jetzt wahrscheinlich auch ärgerst, nicht früher ins Ausland gegangen zu sein. Aber ich glaube, das ist immer so eine Gratwanderung. Viele sagen, man solle keine Rücksicht auf die Partnerschaft nehmen, wenn es um die eigene Zukunft geht. Ja, aber vielleicht ist die Partnerschaft ja auch ein Stück unserer Zukunft?! Natürlich muss man in Beziehungen Kompromisse eingehen, aber wir dürfen auch unser ganz eigenes und persönliches Ziel nicht aus den Augen verlieren!! Und eine gute Partnerschaft würde wahrscheinlich auch einen Auslandsaufenthalt überleben. Ich kenne Beispiele dafür. Aber wie gesagt, das ist eben sehr schwierig. Nur leider sind wir Kinder von Alkoholikern auch immer viel zu schnell dabei, unsere eigenen Bedürfnisse zurücktzustellen, den anderen zuliebe.

    Ich hatte auch immer Angst davor, dass man mich asozial findet, nur weil mein Vater Alkoholiker ist. Aber das ist doch einfach nicht der Fall. Mein Vater ist im Prinzip auch nicht asozial, er ist KRANK. Das muss man nun mal so sehen wie es ist. Und ich denke, man sollte dazu stehen und recht offensiv damit umgehen. Klar, muss ich das jetzt nicht allen Leuten erzählen oder so. Aber es geheim zu halten bringt auch nichts. Das kann viele Nachteile bergen. Und die Leute, die mich wirklich verurteilen würden, nur aufgrund meines Vaters, die sind echt bescheuert und auf die kann ich dankend verzichten. Das würde kein wirklicher Freund tun!!! Wir definieren uns durch das, was WIR sind und nicht durch unsere Eltern!

    So, jetzt hab ich mal wieder einiges geschrieben. Ich hoffe, du kannst zumindest ein Stück weit was mit meinem Post anfangen ;-). Ich drück dich jedenfalls ganz fest und wünsche dir ganz vie Kraft für die nächste Zeit. Und du bist ein wertvoller Mensch. Du machst Fehler, aber du hast deinen Freund nicht verscheucht. Und dieses Mädchen, mit der er jetzt zusammen ist, ist bestimmt nicht besser als du! Du bist ein wertvoller und liebenswerter Mensch, egal welche Fehler du auch immer hast und machst! Und da du wirklich an deinem Freund gehangen hast, glaub ich wohl kaum, dass du ihn verscheucht hast :wink: . MÄNNER :evil: !!!

    Hey Caro!

    Stimmt, das Wetter bei uns ist im Moment echt super. Gestern war es allerdings noch recht kalt, trotz Sonennschein, aber heut geht's schon wieder besser.

    Find ich eigentlich ganz gut, dass deine Therapeutin so reagiert hat. Da könnten echt viele Konflikte kommen, die man gar nicht so vorher sehen kann. Dann weiß die Therapeutin irgendwas von dir, was deine Mum aber nicht sagen wollte und dann gibt's bei euch wieder Ärger etc. etc. Im Prinzip find ich's also gut, dass ihr zu verschiedenen Therapeuten geht. Wer weiß, vielleicht bekommt man dann auch noch mal mehr Anregungen.

    Gartenarbeit kann was Schönes sein. Allerdings mach ich das viel zu selten, deshalb hab ich einfach ein paar Bäume in mein Beet gepflanzt ;-). Ich kümmer mich da lieber um meine Zimmerpflanzen, das macht mir in letzter Zeit echt Spaß. Es ist einfach schön, etwas hinzubekommen, etwas zu schaffen, da kann man schon stolz auf sich sein.

    Gut, ich hoffe, du genießt diesen schönen, sonnigen Sonntag!! Und hals dir nicht zu viel auf, was deine Mutter betrifft.

    Hallo Nelly!

    Lass dich erst mal - virtuell - drücken! Das ist ja echt alles eine Riesensch****. Gut, ich weiß zwar auch nicht, was ich dazu alles sagen soll, aber ich versuch's mal...

    Erst mal glaube ich nicht, dass du dich für deine Mutter schämen solltest. Betrunkene Eltern können zwar oft einfach nur peinlich sein, aber wir sind nicht sie, wir sind eigenständige Menschen und definieren uns nicht durch ihre Besoffski-Aktionen. Meine Mutter hat meinen Vater auch mal dabei "erwischt", wie er nachts in den Kleiderschrank pinkeln wollte, weil er so besoffen war, dass er dachte, da wäre die Toilette. Also, von daher... Mach dir da mal keine Gedanken. Ist zwar sehr unschön, wenn das in der eigenen Familie passiert, aber das bist nun mal nicht DU. Du bist jemand anderes.

    Zitat

    Mein Vater hat meinem Bruder dann erklärt, was Co-Abhängigkeit ist.

    Aha... Das ist ja mal die Härte. Er will nicht, dass dein Bruder den Krankenwagen ruft, weil es ihm peinlich ist und er sich die Blöße nicht geben will, aber erklärt dann was Co-Abhängigkeit ist? Also, da soll mal einer durchblicken. Ich find, da hätt dein Bruder schon richtig gehandelt. Meine ich zumindest.

    Ihr glaubt also, dass eure Mutter wieder trinkt? Naja, das ist ja auch so eine Sache. Ich glaub's bei meinem Vater auch manchmal, dann wieder nicht, aber gut, er macht's eben nicht mehr daheim, da kann ich mir nie sicher sein. Aber im Prinzip würd ich sagen, wir haben da doch mittlerweile schon ein recht gutes Gespür für entwickelt. Aber wenn schon... Du weißt ja, dass du da nichts machen kannst. Wenn sie trinken will, dann tut sie es eh. Ob ihr die Flaschen findet oder nicht, ändert daran ja nichts. Schade, dass das nur so einfach gesagt ist. Und um so viel weniger leicht getan.

    Aber ich glaub, du solltest dich aus dieser Familiengeschichte schon mal noch ein Stück weit befreien. Du hast ja mit der Firma im Prinzip nichts am Hut. Dass dein Bruder vom eigenen Konto den Mitarbeiter bezahlt muss eigentlich auch nicht sein. Er sollte sich da auch nicht so mit reinziehen lassen, aber gut, da kannst du auch nichts dran machen, gerade, weil du ja auch gesagt hast, dass ihr nicht unbedingt das beste Verhältnis zueinander habt. Aber wenn deine Mutter die Buchhaltung nicht hinbekommt, dann ist das vorrangig das Problem deiner Mutter und deines Vaters. Er ist doch auch schon ganz schön blöd, dass er ihr das überlässt. Wir haben daheim mittlerweile auch sämtliche Sparbücher unter Verschluss und vor meinem Vater "gerettet". Auch, wenn er wirklich trocken wäre. Man weiß ja nie. Er hat sich schließlich auch schon oft genug bedient. Und so vertrauenswürdige Angelegenheiten sollte man einem Alkoholiker einfach nicht überlassen. Vielleicht irgendwann mal wieder, wenn der- oder diejenige sein oder ihr Leben mal wieder wirklich im Griff hat. Aber ich glaub, bis dahin ist es bei deiner Mutter schon noch ein ganz schönes Stück. Ich kann dich zwar irgendwo verstehen, dass du nachsehen willst, was da jetzt wirklich im Argen liegt. Aber im Endeffekt kannst du ja nichts dran machen, es ist nicht dein Problem, aber dann machst du es zu deinem Problem. Und was kommt dabei raus? Du fühlst dich mies. Aber das ist auch nicht Sinn der Sache, oder? Du solltest dich eher um dein Studium kümmern als um die Firma deines Vaters.

    Solche Familienstreitigkeiten sind natürlich auch übel. So was kenn ich halt in der Form gar nicht und ich wüsste auch nicht, was ich dir anderes raten könnte, als dich da weitestgehend rauszuhalten und dir Scheuklappen anzuschaffen und die Ohren auf Durchzug zu schalten. Ich glaub, großartig was anderes kannst du da einfach nicht machen. Und du solltest dich auch nicht immer als schlichter sehen. Ich hab früher auch immer zwischen meinen Eltern versucht zu vermitteln. Aber im Endeffekt hat mein Vater dann Dinge nur mir zu Liebe getan und nicht wegen meiner Mutter. Das ist dann auch Unsinn und bringt mal wieder nichts als Ärger. Wir sollten aufhören, die Probleme anderer Leute - und stehen sie uns auch noch so nah - zu unseren eigenen zu machen. Klar kann ich das alles nachvollziehen, weil ich oft genau so bin, aber ich glaub, das müssen wir einfach irgendwie versuchen abzustellen.

    Und was das Erbe betrifft. Ich glaube, man kann seine Kinder schon wirklich enterben, aber da braucht man auch einen driftigen Grund für. Grober Undank oder so nennt sich das glaub ich. Aber ich kenn mich da auch nicht so wirklich aus. Im Normalfall hat summerdream aber Recht, da bleibt einem schon noch der Mindestanteil. Aber ist schon heftig, dass das um so viele Ecken gehen kann und man einen dann so ausnehmen kann. Bah, das ist echt zu viel.

    Ich hoffe jedenfalls, dass du schnell wieder aus diesem Loch rauskommst, noch mehr schöne Stunden mit deinem Hund und deinem Freund erlebst, und dich auf das Wesentliche in deinem Leben konzentrierst. Deine Familie kannst du nun mal leider nicht ändern. Aber das bedeutet natürlich auch mal wieder verdammt viel Arbeit für dich... Aber ich bin mir sicher, dass du auch das hinbekommst!

    Alles Gute, Nelly!!!!

    Hui!

    Ich wusste gar nicht, dass Wir sind Helden so ein gutes Lied haben. Ich werd mich gleich mal auf die Suche nach diesem kleinen Schatz begeben. Das hört sich wirklich recht gut an. Und vor allem so passend! Genial... Bin ja ganz begeistert.

    Stimmt, Briefe schreiben ist nichts für jedermann, war auch nur ein Vorschlag, weil mir das eben immer viel leichter fällt. Problem ist nur, dass mein Vater die Briefe entweder nicht liest, oder den Inhalt mal wieder schöntrinkt oder unter den schon viel zitierten Teppich kehrt.

    Aber ich denke, es ist absolut richtig von dir, wenn du sagst, du willst das nächste Telefonat mit deinem Vater so kurz wie möglich halten. Vorwürfe ist scheinbar noch das einzige, was unsere Eltern richtig machen können. Immer sind die anderen Schuld, hauptsache nicht an die eigene Nase fassen. Naja, da muss man die Ohren einfach auf Durchzug schalten. Auch wenn das gar nicht so leicht ist, ich geh da auch noch viel zu schnell an die Decke. Ich hasse Ungerechtigkeiten eben.
    Du musst ja eigentlich nicht mit deinem Vater telefonieren, wenn du nicht willst. Dann regelst du eben das Nötigste mit ihm und Tschüß! Das ist wahrscheinlich erst mal das Einfachste und das Beste. Erst mal komplett auf Abstand gehen und verarbeiten.

    Hey Loti!

    Das ist natürlich dann echt bescheuert von dem Typ, dass er sich nicht mal melden kann oder auf SMS antworten. Er war doch hinter dir her und nicht andersrum. Dass er jetzt eine Freundin hat, heißt ja nicht, dass er sich bei dir nicht mehr melden sollte oder DARF. Männer. Eine Freundin von mir hat jetzt noch gesagt: Alle in einen Sack und mit dem Knüppel druff! Recht hat sie. Zumindest manchmal.

    Man müsste halt mal seine Seite hören. Warum er aufgegeben hat bei dir, warum er sich nicht mehr meldet. Dann könnte man viel eher sehen, was man auch falsch macht, welche Signale man wirklich sendet, bzw. wie sie beim Gegenüber ankommen. Weil eigentlich hast ihm ja schon gesagt, dass du keine Beziehung willst. Da spricht dann eigentlich nichts dagegen, dass er irgendwann aufgibt und sich jemand anderen sucht. So ein Mädchen mit glatten Haaren, das immer lieb und völlig unkompliziert ist ;-). Ach je, das ist aber auch schwer mit uns. Als wenn wir Frauen nicht eh schon kompliziert genug wären... Nein, bei uns Kindern von Alkoholikern muss alles noch viel schlimmer sein. Also, ich glaube, der Mann, der uns wirklich versteht, der muss erst noch erfunden werden. Leider.

    Ja, am 15. ist bei uns auch Vorlesungsbeginn. Aber meine ESE-Woche fängt morgen schon an. Dann hab ich wahrscheinlich auch erst mal gar nicht die Zeit, hier solche Romane zu schreiben ;-). Viel eher muss ich mal durch den ganzen Unsinn durchblicken.

    Ach, Chips sind was Feines. Hab ich mir gestern Abend auch noch gegönnt. Riffels naturell. Das sind die Besten ;-).

    Einen schönen Sonntag noch!!!

    Hey anna!

    Ja, da hast du Recht. Mit der eigenen Wohnung entflieht man dieser angespannten Stimmung erst mal. Das meinte ich auch mit durchatmen können. Mit daheim verbind ich doch auch immer so ein bisschen Anspannung, schlechte Laune, egal wie es gerade mit meinem Vater aussieht. Aber sobald ich in sein Auto steig, bin ich angespannt, weil ich rieche, ob er getrunken hat, etc. etc. Und wenn man dann zumindest schon mal den räumlichen abstand hat, dann kann man das ja alles gar nicht mehr. Man kann nichts mehr riechen, man ist einfach erst mal weg. Und ich glaub, das erleichtert einem das Erlangen der emotionalen Distanz ungemein.

    Ich hab auch manchmal Angst, dass irgendwer - seien es meine Geschwister, meine Freunde, ich selbst - alkoholabhängig wird. Gerade weil wir Kinder ja besonders anfällig dafür sind. Und sich auch viele Töchter von Alkoholikern einen suchtmittelabhängigen Partner suchen. Das ist halt schon bedenklich. Aber ich glaube, wir sollten da erst mal den Teufel nicht an die Wand malen. Schließlich tun wir ja etwas für uns. Wir haben hier das Forum , wir arbeiten an uns selbst und ich glaube, das ist gerade sehr wichtig dafür, dass wir auch selbst gesund bleiben und uns keine kranken Beziehungen aussuchen. Also, erst mal keine Gedanken über ungelegte Eier machen.

    Habt ihr denn schon eine neue Wohnung gefunden? Wie lang hast du eigentlich noch bis zu deinem Termin?

    Und wenn du mal mit deiner Schwester geredet hast, da bin ich gespannt, was sie so dazu sagt. Wahrscheinlich macht sie sich da keine Gedanken drüber. Zumindest nicht bewusst. Unbewusst beschäftigt sie das wahrscheinlich doch noch eine ganze Menge.