Beiträge von Steffi1301

    Hallo!

    HÖ? Aber die Marina hat doch geschrieben, ich wär in ihrer Stadt gewesen?! Aaaalso DAS versteh ich jetzt nicht. Oder Ingolstadt? Da ist es auch schön... Ich weiß gar nicht, ob Juli aus Siegen kommt... Ehrlich gesagt find ich die ja auch ganz gut, aber das darf ich nicht zu laut sagen, Juli und Silbermond werden hier landläufig oft in eine Schublade gesteckt und die sind halt doof. Die muss man doof finden. Aber für mich hat sich auch nach ner Zeit rauskristallisiert, dass Juli schon noch bessere Musik macht. Aber die kommen aus Siegen? Das ist ja der Wahnsinn... Guck ich grad mal nach... Hm, bei Wikipedia steht, die kommen aus Gießen. Wenn sie aus Siegen kämen, wüsst ich das vielleicht auch. Naja, wie auch immer. Aber gut sind sie schon. Live hab ich sie aber noch nie gesehen. Die waren hier glaub ich auch noch nie in der Gegend.

    Ja, Alk trinken obwohl es nicht schmeckt, ist schon komisch. Genau wie die Leute, die sich einen Schnaps nach dem anderen reinzimmern und dann das Gesicht verziehen. Da geht's doch wirklich nur um den Rausch... Das brauch ich nicht.

    Mandy, ich glaub es ist schon wichtig zu sehen, dass wir uns wenigstens Gedanken darüber machen, ob wir dieses Bier jetzt trinken sollten oder nicht. Wir sind da vielleicht einfach ein bisschen vorsichtiger und denken mehr drüber nach. Die anderen machen es sich halt auf. Die Lust drauf zu haben ist noch was anderes, als der Lust dann nachzugeben. Denke ich.

    Also, außer Sport hab ich eigentlich nicht viel gemacht. Und selbst das ist momentan mal wieder eingeschlafen, wegen Ferien und Bayern. Mal sehen, wo ich das dann jetzt noch unterbringe, wollte das eigentlich schon weitermachen. Aber gut, wenn das nichts für dich ist. Bis um zwölf schlafen ist für dich wenig? Okay, ich glaub, da solltest du schon mal anfangen. Es ist viel besser, wenn man den Tag für was Wirkliches nutzen kann und nicht nur die ganze Zeit schläft. Also, im Normalfall hätt ich in den Ferien auch immer bis 11 oder so geschlafen, aber dann hab ich mir immer nen Wecker gestellt und bin meist um 9, ALLERspätestens aber um 10 aufgestanden. Dann schön frühstücken und dann hab ich irgendwas in die Hand genommen, irgendwas geplant. Ich hab meine ganzen CDs sortiert, mit Covern versehen, Playlistst erstellt, so was eben. Es gibt so viele Sache, die sich mit der Zeit sammeln, wo man anfangen kann, abzuarbeiten. Das hält einen am Arbeiten, man fällt nicht so leicht zurück in die Lethargie und hinterher fühlt man sich gut, weil man was geschafft hat. Briefe und irgendwelche Akten abheften, Frühjahrsputz, Zimmer/Wohnung ausmisten, vor allem Kleiderschrank oder so was. Es gibt immer irgendwas, was man finden kann. Aber da muss man sich dann auch wirklich dransetzen, sich Ziele setzen. Was will ich erreichen? Und wenn man dann im Geiste eine Liste abhaken kann, dann geht's einem echt besser. Ich schreib mir auch oft Sachen auf, die ich noch machen will oder muss. Und irgendwann kann ich die Zettel dann wegschmeißen. Also, auf jeden Fall raus aus dem Bett und ran ans Werk ;-)!

    Ein schönes Wochenende noch. Ich hoffe, bei euch ist es wärmer als bei mir hier. Sonne scheint, aber der Wiiiiind....

    Hui... Das hört sich doch wirklich gut an. Wer den Schritt wagt, der wird wohl tatsächlich was an sich ändern wollen.

    Gut, summerdream hat schon Recht, zu viel Hoffnung sollte man nicht reinsetzen und du solltest zusehen, dass dir das nicht zu viel wird. Aber da freu ich mich doch erst mal für dich mit. Das läuft doch bisher alles ganz gut.

    Drück dir die Daumen, dass das auch so bleibt!

    Hey anna!

    Ist richtig so, dass du ihn auch so offen merken lässt, dass ihr jetzt wirklich vorhabt, auszuziehen. Und das ist nich nur richtig in Bezug auf deinen Vater sondern auch für dich. Dass die emotionale Distanz nicht gleichzeitig mit der räumlichen Distanz kommt, kann ich mir schon vorstellen. Aber ich glaube, die räumliche Distanz gibt einem vielleicht mal das Gefühl, endlich mal ausatmen zu können. So würd ich es jetzt beschreiben. Weil in einem Alkoholikerhaushalt ist doch immer alles so angespannt, dass man irgendwie immer ein bisschen die Luft anhält. Und ich glaube, in der eigenen Wohnung, die dann nicht im Haus der Eltern ist, kann man einfach mal ausatmen, da ist nichts, was einen bedrückt. Ansonsten denke ich so wie summerdream. Ich glaube nicht, dass es richtig wäre, das Problem anschließend von sich wegzuschieben, so zu tun, als gäbe es da gar keins. Er ist nun mal dein Vater, es ist ein Stück deiner Vergangenheit und hat sich schon irgendwo eingebrannt. Aber es liegt an uns, was wir daraus machen. Und ich glaube, je mehr man sich dann immer wieder mit dem Thema auseinandersetzt, sich informiert, es vielleicht irgendwann als "normal" ansieht, umso leichter wird es dann. Das soll sich jetzt allerdings nich so anhören, als ob man fanatisch nach allem suchen sollt, was mit dem Thema zu tun hat. Schließlich ist bei dir demnächst wohl einiges mehr an Stress angesagt ;-).

    Zu deiner Frage bezüglich deiner Schwester... Puh... Das war wirklich etwas durcheinander, ich muss das gerade erst mal für mich selbst ordnen. Aaaaalos... rekapitulier ich doch einfach mal. Deine Schwester beschäftigt sich am liebsten nicht mit deinem Vater und seiner Krankheit, weil es sie dann fertig macht, überlässt lieber euch die Verantwortung. Aber sie gibt ihre Tochter gern zu euren Eltern, insbesondere zu eurer Mutter. Euer Vater soll die Kleine aber nicht haben dürfen, wenn er getrunken hat. Trotzdem lässt sie sie da, wenn er getrunken hat, dann muss halt deine Mutter sehen, wie sie damit klarkommt. Ich hoffe, ich hab das jetzt richtig widergegeben. Hm... Das ist echt schwierig. Also, im Prinzip bringt es ja nichts, immer wieder mit eurem Vater zu reden, zu sagen "aha, du hast schon wieder...", das weiß er ja selbst. Ihm allerdings die Konsequenzen klarzumachen, wäre nicht mehr als richtig. Nur deine Mutter sollte halt nicht darunter leiden müssen. Puh... Das ist echt ganz schön verzwickt. Ich würd's vielleicht so sagen, dass sie die Kleine immer noch bei euren Eltern lässt, solang sie da kein schlechtes Gefühl hat, wenn euer Vater betrunken ist. Aber sie kann ihm dann ja direkt sagen "du weißt, dass du sie heut nicht haben kannst, ja?!". Er muss halt schon sehen, dass es Konsequenzen gibt und dass die auch eingehalten werden. Allerdings ist da auch wieder die Frage, sollte sie die Kleine dann überhaupt auch bei deiner Mutter lassen? Ich glaub einfach, das muss sie selbst am besten wissen. Du kannst ja auch deiner Schwester nicht helfen. Ich mein, ist schon hart, dass sie dann deiner Mutter den schwarzen Peter zuschiebt, aber trotzdem kannst du da ja eigentlich nichts dran machen. Ich versteh schon deine Bedenken, aber im Endeffekt bringt es alles nichts. Vor allem weil deine Schwester da ja überhaupt keinen richtigen Zugang zu haben scheint...

    Ich hoffe, die Wohnung, die du dir angesehen hast, war in Ordnung. Ich kann mir vorstellen, wie stressig das werden kann, mit Wohnungssuche, Umzug und das alles wo du auch noch schwanger bist. Aber ihr seid wenigstens konsequent, ihr zieht es wenigstens durch, das ist richtig!

    Hallo Loti!

    Zitat

    du glaubst doch nicht, dass du deinen alten Vater noch ändern kannst.

    Noch eine Gemeinsamkeit ;-). Mein Vater sagt immer "Einer 54-jährigen Ziege bringt man das Meckern auch nicht mehr bei". HA HA HA. Trottel.

    Ja, der Teppichbau zu Babel, an das Bild musst ich ehrlich gesagt auch denken. Lustig, lustig.

    Ach, ich hasse diese typischen Szenarien, wenn der Vater mal wieder getrunken hat. Mutter völlig co und am Ausrasten. Weil sie sich ja andauernd wieder Hoffnungen macht und jedes Mal wieder verletzt ist. Ich bekam immer voll Hass, musste dann irgendwelche kleinen verbalen Giftpfeilchen losschießen... Ach, das kann ich auch zu gut. Ist wahrscheinlich auch noch so ein Überbleibsel. Wenn mich jemand anderes verletzt schieße ich tausendfach zurück. Oder ich schieße lieber zuerst, bevor mein Gegenüber überhaupt erst dazu kommt, mich zu verletzen.

    Das mit dem schüchternen Typ ist ja auch mal wieder in die Hose gegangen? Hatte er die Freundin denn schon länger, oder wie? Wie lang "lief" das denn jetzt mit euch? Also, ich mein, wann habt ihr euch denn kennengelernt? Weil es hört sich tatsächlich ein bisschen schnell an, dass er auf einmal eine andere hat. Komisch. Aber gut, wir senden wahrscheinlich auch oft einfach falsche Signale aus. Mimen die Unnahbare, zeigen kein Interesse etc. Einfach aus Angst vor Nähe und vor Verletzungen. Aber das weiß der andere ja nun mal nicht. Ach, das ist echt eine Krux! Und er hat nicht mal auf eine SMS geantwortet. Ich glaube, dann kann wirklich sagen, er war es einfach nicht wert.

    Aber ich kann dann bei Männern auch oft nicht "Nein" sagen. Neulich hab ich jemanden kennengelernt und er war ganz in Ordnung, freundschaftlich halt. Dann wollt er meine Handy-Nr. haben und ich hab sie ihm gegeben. Hinterher meinten dann alle "Warum hast du das denn gemacht blablabla?". Keine Ahnung. Warum sollt ich mir gleich einbilden, er will meine Handy-Nummer, weil er an mir interessiert ist auf mehr als nur freundschaftlicher Basis. Tja... und dann zu sagen "nö, ich hab nen freund" und dann sagt er "ja, und?! ist mir doch egal...". ARGH! Aber er wollt dann doch mehr als nur Freundschaft und dann musst ich ihn doch abwimmeln und kam mir wieder vor wie ein riesengroßes A...loch, weil ich ihm ja meine Nummer gegeben hab. Mann, das ist echt verzwickt mit uns.

    Wann geht denn eigentlich dein Semester wieder los? Oder bist du schon wieder dran?

    Jetzt hab ich schon wieder so viel geschrieben und dann auch mal wieder so viel von mir... Aber hier seh ich auch mal wieder so viele Gemeinsamkeiten. Werd mich demnächst bremsen, versprochen ;-)!

    Hey Joghurt!

    Auch von mir erst mal ein herzliches Willkommen hier im Forum! Mir hat es wirklich sehr gut getan, hier drin zu schreiben und zu lesen, ich verwend hier auch täglich einige Zeit dran und hoffe, dass ich das auch demnächst noch weiterhin kann.

    Wenn du deinem Vater Dinge sagen möchtest, aber nicht weißt wie, oder zu feige ist, dann finde ich es immer recht hilfreich einen Brief zu schreiben. Ich weiß gar nicht, ob wir das deiner Schwester nicht auch schon mal vorgeschlagen haben, ich kann mich da noch dunkel an etwas erinnern. Problem ist dann nur, dass Briefe oftmals nicht gelesen werden. Oder sie werden gelesen, aber der Inhalt wird unter den Teppich gekehrt, wie bei uns daheim. Dann wird eben wieder nicht drüber gesprochen, aber das ist halt falsch. Deshalb hilft es dir vielleicht erst mal deine Gedanken zu sammeln und Formulierungen zu finden, wenn du einen Brief schreibst. Außerdem kannst du ihn deinem Vater dann vorlesen. Dann erübrigen sich Dinge wie Formulierungen finden, nicht die richtigen Worte nutzen, Beschimpfungen etc. Das hatte schon mal jemand anderes hier im Forum vorgeschlagen, ich weiß gar nicht mehr genau wer, aber das fand ich echt eine geniale Idee. Das ist leichter als frei zu reden, aber trotzdem muss dein Vater dann irgendwie darauf reagieren, er muss antworten, er kann den Brief nicht einfach wegschmeißen und so tun, als wäre nichts gewesen.

    Ich find es super, dass du direkt in die SHG gegangen bist, da folgen ja direkt Taten! Bei uns gibt es so etwas leider nicht. Ich wünsch dir auf jeden Fall ganz viel Kraft. Wir wissen wohl alle, wie schwer es ist, wenn man auf einmal begreift, dass der eigene Vater oder die eigene Mutter ein Alkoholproblem hat. Das wirft alles um, stellt alles in Frage, was bisher gewesen ist. Aber deshalb sollte man sich wirklich dransetzen und das aufarbeiten, weil es nun mal wirklich sehr schwerwiegend ist und weil wahrscheinlich niemand von uns wirklich Lust hat, das alles sein ganzes Leben mitzuschleppen, oder?!

    Falls du mit deinem Vater sprichst wünsche ich dir auf jeden Fall alles Gute!

    Hallo Danni!

    Also, was deinen Vater angeht. Ich denke immer, dass das erste Anzeichen für Alkoholabhängigkeit ist, wenn die Angehörigen es merken. Ich glaube einfach nicht, dass wir uns da täuschen können. Als Angehöriger stellt man sich doch eh so lang blind und belügt sich selbst bis es halt einfach nicht mehr geht. Deshalb denke ich, dass wir da schon sehr genau beurteilen können, ob es stimmt oder nicht. Also mach dir darüber mal keine Gedanken! Ich glaub wirklich nicht, dass du deinem Vater Unrecht getan hast oder tust.

    Hui!

    Da stellt man mal eine brisante Frage und schon tummeln sich hier alle ;-)!

    Aaaalso... Da fang ich mal vorne an. Alkohol als Problemlöser sollte wirklich nicht sein. Also, ganz ehrlich, wenn mir gerade mal wieder alles auf den Keks geht, hab ich manchmal schon Lust, einfach eine Flasche Bier zu trinken und eine zu Rauchen. Ich beschränk mich dann aufs Rauchen, das ist scheinbar meine eigene Sucht, aber lass dafür die Flasche Bier weg. Ich sag mir dann auch selbst, dass dadurch die Probleme nicht kleiner werden und da wir eh kein Bier mehr im Haus haben, ist es auch egal. Dann trink ich halt nen Tee. Naja, aber da bin ich froh, dass ihr das genau so seht. Ich trink, wie Marina, auch gern mal einen Wein, einfach weil er schmeckt. Ich würd ja auch nicht irgend so ein Essigwasser trinken, einfach um mich zu betrinken. Vielleicht unterscheidet uns das noch von Alkoholikern. Ich mag mich selbst auch nicht sonderlich, wenn ich betrunken bin. Man sieht immer total schlimm aus, am nächsten Tag geht's einem total mies und dann denkt man über den letzten Abend nach und schämt sich. Nee, das muss dann auch nicht sein.

    Marina, dass du in München wohnst, wusste ich ja gar nicht. Dann fühl dich mal schwer beneidet. Will da ja nicht wegen dem Oktoberfest wohnen *lol*, wohl eher im Gegenteil, aber ich liebe die Stadt. Wenn's nicht so teuer wär...

    Dass Franken und Bayern definitiv nicht das Gleiche sind, hab ich auch schon gelernt ;-). Genau wie bei uns. Wir grenzen uns allein schon von unserem Kreis ab. Sehr lustig. Aber naja. So, damit könnt ich auch schon Mandys Frage beantworten. Also, ich wohn in NRW, in der Nähe von Köln. Naja, Nähe ist auch schon wieder zu viel gesagt, von Köln trennen mich auch immerhin noch 1 1/2 Stunden. Falls du Siegen kennst?! Das ist dann schon wirklich "Nähe".

    Loti, hab vorhin auch in deinem Thread gelesen und was geschrieben. Das mit dem Buch ist halt so eine Sache. Mittlerweile geht's mir ganz gut damit, vor allem, da es nun Leute gibt, denen es gefällt ;-). Aber dadurch, dass ich keinen richtigen Verlag hab, kommt's nicht wirklich an die Zielgruppe. Klar, ist es auch wichtig, dass es Freunde und Familie lesen, aber ich fänd's wichtiger, wenn es Menschen lesen würden, denen es so geht wie mir. Die vielleicht noch nicht in ein solches Forum gefunden haben, die sich nicht so recht aus ihrem Schneckenhaus raustrauen. Also, wenn du das machen willst... Prinzipiell kann ich's nur empfehlen, weil ich durch das Buch viel über mich gelernt hab und endlich gemerkt hab, dass ich etwas tun muss. Aber anfangs ging's mir halt noch recht schlecht dabei, das "Outing", Angst vor Kritik. Aber du schreibst ja auch gern, wenn's dir schlecht geht und ich glaub auch, dass das wichtig für uns ist. Und selbst wenn es kein Mensch auf der Welt liest.

    So, viel Neues gibt es sonst eigentlich nicht zu berichten. Meine Familie nervt mich heut irgendwie insgesamt. Hab den ganzen Morgen hier nur geackert und sauber gemacht, während meine Geschwister vorm Computer saßen und dafür wurd ich dann auch noch mit schlechtgelaunten Antworten und Kommentaren belohnt. Wow. Naja, sollen sie mich halt mal. Ich bin froh, dass es jetzt wieder schön sauber ist :lol: .

    Und muss Uni so nervig sein? Mann, ich wollt mir heut mal meinen Stundenplan zu Gemüte führen, aber ich raff hier gar nichts. Grauenhaft! Mein "empfohlener Studienverlauf" klappt nicht so wie er soll, manche Vorlesungen stehen noch gar nicht im Verzeichnist (ist zumindest so mein Gefühl),also eigentlich nervt alles. Naja. Dann warte ich halt die Einführungs-Woche ab, vielleicht bin ich dann schlauer. Hoffentlich. Ja, ab Montag geht's los. Bin schon gespannt. Ein neuer Lebensabschnitt *philosophisch-werd*.

    So, ich wünsch euch allen noch einen wunderschönen Tag und hoffe, dass bei euch die Sonne auch so schön scheint.

    Hallo!

    Ach, blödes Landleben. Ich werd hier ständig so deppert angeguckt (mann, jetzt gewöhn ich mir schon bayerische Begriffe an - chr!). Bin halt nicht ganz so stillos wie der Rest hier. Pfff!

    Den seelischen Mülleimer spielen wir wohl alle gern. Manchmal denk ich auch, es gibt Menschen, die melden sich nur, wenn sie ein Problem haben. Meiner Freundin muss ich immer bei ihren Männergschichten helfen, weil sie meint, ich wär die beste Paartherapeutin, ich hätt da Ahnung von. Hab ich gar nicht. Aber ich will ihr ja auch helfen. Das ist echt murksig. "Du kannst so gut zuhören" hör ich dann auch immer und denk "zuhören ist ja auch keine Leistung", aber scheinbar hör ich wohl besonders zu ;-).

    Ich pack meine Tage auch gern voll, aber irgendwann sollte man auch einfach mal fünfe gerade sein lassen, sich vor den Fernseher setzen, Sex and the City (oder irgendwas anderes) schauen und sich dabei die Fingernägel machen. Das hab ich gern. Aber natürlich kümmer ich mich vorher auch um mein Zimmer, die Pflanzen (will auch ne Orchidee...), die Uni (bis ich da mal durchblicke... :roll: ) etc. etc. Aber irgendwann reicht's auch mal. Aber gut, wenn du täglich allein drei Stunden Fahrt hast, da geht dann auch einiges an Zeit bei drauf. Fährst du dann mit dem Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln? Bei mir wird's nämlich demnächst ähnlich, ab Montag Uni, da fahr ich auch 1 1/4 Stunde hin und wieder zurück. Aber im Zug kann ich dann auch schon ein paar Sachen erledigen, die ich für die Uni machen muss oder so. Das ist dann wieder praktisch.

    Aber wie summerdream schon gesagt hat, da muss man wirklich Prioritäten setzen. Und unseren allseits beliebten Perfektionismus abschaffen ;-).

    Hallo loti!

    Erst mal hallo und willkommen von mir. Als ich gerade deinen Thread durchgelesen hab, ist mir aufgefallen, dass wir - ähnlich wie bei nelly - sehr viel gemeinsam haben. Mein Vater ist auch Alkoholiker, meine Mutter co. Immer gut in der Schule, immer klasse Noten, klar, war ja normal bei mir. Jetzt fang ich an mit dem Studium. Ja, tu ich halt. Ist ja nichts Besonderes. Probleme und Konflikte werden bei uns auch nicht mit all ihren Konsequenzen ausgetragen, na, das wird dann alles irgendwann wieder unter den Teppich gekehrt, und der dürfte mittlerweile schon irgendwo im Weltall hängen, so hoch ist der aufgekehrte Berg.

    Dass du sehr misstrauisch bist im Bezug auf Männer kann ich verstehen. Ich hab früher schon ein paar Beziehungsversuche gestartet. Aber das war irgendwie alles zu viel. Klar, ich fand die Typen schon nett und Gefühle waren anfangs auch da, aber auf einmal wurd alles so erdrückend, und nach spätestens einer Woche hab ich dann ganz schnell wieder zurückgerudert und stand da als die blöde Kuh, die alle verarscht. Stimmte zwar nicht, mir tat das ja auch alles leid, aber was sollte ich schon machen, ich konnt es einfach nicht ertragen! Ja, und dann kam irgendwann einer daher, der war so schüchtern und so ehrlich an mir interessiert und weil ich auch so unsicher und misstrauisch war, hat diese Kennenlernphase ewig gedauert. Und zwar so lang, bis ich ihm wirklich vertrauen konnte. Immer ein kleines Stückchen mehr. Und dann hat es endlich hingehauen mit der Beziehung. Die ersten drei Monate waren zwar noch hart, weil ich mich immer noch ein wenig überfordert fühlte, ich hab ihn auf Distanz gehalten, aber irgendwann konnt ich mich nicht mehr wehren und nun sind wir seit 3 1/2 Jahren zusammen und ich bin verdammt glücklich damit.

    Naja, ich wollt jetzt nicht so viel von mir erzählen, nur zeigen, dass es auch klappen kann. Man MUSS doch nicht unbedingt so schnell auf die Männerwelt zustürzen. Es gibt auch Menschen, die einfach schüchtern sind. Bei denen dürfte es doch ähnlich sein, wie bei uns Misstrauischen. Sich Zeit zu lassen zum Kennenlernen ist doch sehr wichtig. Aber klar sollten wir das auch nicht übertreiben. Irgendwann müssen wir schon lernen, dem anderen auch mal zu vertrauen. Alles andere tut uns ja selbst nicht gut. Aber ich glaube, wenn man sich erst mal freundschaftlich kennenlernt (vielleicht mit dem Beziehungs-Hintergedanken), dann kommt das Vertrauen irgendwann und dann kann man auch eine Beziehung anfangen. Hui, jetzt hab ich wieder viel geschwafelt.

    Meine Freunde wissen mittlerweile eigentlich alle von der Alkoholabhängigkeit meines Vaters. Anfangs wussten es nur die engsten Freunde, die, denen ich wirklich vertraut habe. Aber ich hab die Sache mit dem Buch dann tatsächlich wahr gemacht - und mich furchtbar schlecht dabei gefühlt - und jetzt weiß es meine komplette Jahrgangsstufe und noch einige mehr. Und es ist ja auch nicht schlimm. So muss ich niemandem meine Geschichte aufzwingen, jeder, der sie wissen will, kann sie halt selbst lesen. Und mich besser verstehen.

    Ich hab auch eine Verhaltenstherapie angefangen. Ich hatte erst zwei Sitzungen, aber ich glaub, dass das wirklich helfen kann. Zusätzlich les ich dabei noch "Gefühle verstehen, Probleme bewältigen". So hab ich auch rausgefunden, dass ich unter Depressionen leide etc. Minderwertigkeitsgefühle hab ich ja eh schon ewig, aber die muss ich ja nicht behalten ;-). Da kann man halt ein paar praktische Dinge lernen und vorankommen. Es ist zwar irrsinnig viel Arbeit, aber ich WILL da raus!

    Wie du glaub ich am Anfang schon gesagt hast, im Kopf haben wir mittlerweile schon klar, dass manche Dinge nicht so sind, wie wir immer denken. Dass wir nicht minderwertig sind, dass wir nicht immer für alle verantwortlich sein müssen, dass wir nicht immer alles perfekt machen müssen, ABER das Gefühl stimmt noch nicht. So ist es bei mir auch. Diese schlechten Gefühle kommen immer wieder und es ist unglaublich hart dagegen anzugehen, aber wir müssen es versuchen! Und ich glaub, dieses Forum und eine Therapie sind der richtige Weg.

    So, jetzt aber Schluss. Sonst brauchst du eine ganze Kanne Tee oder Kaffee zum Lesen ;-).

    Hey chocolat!

    Die anderen haben eigentlich schon alles gesagt, aber ich wollt dich auch hier willkommen heißen.

    Es wird hier bestimmt niemand über dich urteilen. Ich kenne die Angst davor, blöd angeguckt zu werden oder so was, aber im Endeffekt: Was kannst du für deine Eltern? Niemand kann sich seine Familie aussuchen. Man kann doch immer nur versuchen, das Beste aus seinem eigenen Leben zu machen. Jeder halbwegs vernünftige Mensch wird dich nicht aufgrund deiner Herkunft beurteilen, sondern aufgrund dessen, was DU bist. Also kannst du auch ruhig den Mut haben, dich anderen Menschen zu öffnen. Manchmal wirst du vielleicht enttäuscht werden, aber oft wirst du wahrscheinlich auch überrascht werden, welche positiven Reaktionen kommen. Und es gibt viel mehr von uns Kindern von Alkoholikern als man anfangs vermutet. Vielleicht entdeckst du dann auch den ein oder anderen in deinem Bekanntenkreis, dem es genau so geht.

    Hier bist du jedenfalls richtig aufgehoben. Schreib hier alles rein, was dich bedrückt. Ich kann verstehen, dass du jetzt am Boden bist, wo du deine einzige Vertrauensperson verloren hast. Aber deshalb solltest du anfangen, dir mehr Leute zu suchen, denen du vertraust, Dinge anvertraust und mit denen du reden kannst. Das ist ganz wichtig. Aber wie gesagt, das Forum ist definitv der richtige Schritt. Du wirst sehen, wie sehr es helfen kann, sich hier auszutauschen.

    Alles Liebe!

    Hallo!

    So, nun bin ich wieder zurück, um einige Stunden Autobahnfahrt reicher und um die Erkenntnis, dass es in Süddeutschland tatsächlich viiiiieel wärmer ist als bei uns. Ich will auch nach Bayern ziehen.

    Meinen Vater hab ich seit Sonntag nicht mehr gesehen. Da war er sogar oben und hat mit meiner Mutter fern gesehen, das macht er sonst nie. Er sitzt immer unten in seinem "Arbeitszimmer" und guckt Sport. Außerdem war er dann später sogar bei mir im Zimmer um sich zu verabschieden. Naja, er ist bisher noch nicht von der Arbeit gekommen und deshalb werd ich ihn vielleicht heut auch gar nicht mehr sehen. Gleich treff ich mich endlich mal wieder mit meiner besten Freundin ;-).

    Bei meinem Vater merkt man wirklich nicht, ob er getrunken hat. Zumindest bisher nicht wirklich. Seit der Therapie trinkt er halt nicht wirklich viel. Das sind dann mal ein, zwei Dosen Bier, die er auf der Fahrt trinkt, dann nimmt er ein Pfefferminz und reißt das Fenster beim Fahren auf. Dann ist manchmal nur noch ein Hauch da und man weiß gar nicht, ob man wirklich was gerochen hat. Aber Bier riecht man schon noch stärker als Schnaps. Und da hatten wir manchmal den Verdacht, dass er auch Schnaps trinkt, aber das weiß ja keiner. Wie gesagt, es ist nicht so viel, dass er wirklich betrunken ist, er braucht halt seinen Schluck, aber ich denk das wird auch wieder mehr, wenn er mal wieder richtig trinken sollte. Dann braucht er ja wahrscheinlich wieder mehr. Aber naja, bis dahin... werd ich's nicht wissen. Und das nervt mich manchmal. Wenn ich wenigstens die Gewissheit hätte, ja, er trinkt wieder. Das wär schon beruhigender, so blöd das klingt. Aber naja, wenigstens hab ich die letzten Tage sehr genossen und kaum dran gedacht.

    Ich hab mich auch voll lang mit meinem Onkel unterhalten. Und der ist halt echt toll. Führt eine tolle Ehe, ist ein guter Vater, hat einen tollen Job, reist um die ganze Welt und erzählt natürlich auch immer viel davon. Und dann denk ich mir auch wieder "warum kann er nicht MEIN Vater sein?". Mit ihm kann man sich so gut unterhalten und er tut so viel für seine Kinder, das ist schon toll. Aber gut, man kann nicht alles haben. Dafür ist er halt mein Onkel. Auch wenn ich ihn gar nicht so oft seh. Wir haben dann auch über meinen Vater geredet und mein Onkel und ich sehen auch immer viele gleiche Fehler bei meiner Mutter. Aber dann meinte er, sie sollte schon froh sein, wenn mein Vater kontrolliert trinken würde. Zumindest sinngemäß meinte er das so. Da hab ich dann versucht ihn aufzuklären, dass das nun mal nicht geht. Aber meine Tante und mein Onkel waren da schon immer der Ansicht. Die kennen das halt nicht so und ich glaub, die sind auch noch arg mit dem Thema überfordert. Die haben halt eine tolle Familie.

    Ja, dann hab ich noch zwei gute Kritiken zu meinem Buch bekommen. So langsam fällt der Stein von meinem Herzen etwas. Zwei Mädels aus meiner Jahrgangsstufe haben sich gemeldet. Die eine meinte, sie hätt weinen müssen, das tät ihr ja alles so leid, obwohl sie ja wüsste, dass ich kein Mitleid wollte etc. Aber fand das Buch trotzdem klasse. Und die andere meinte, das Buch hätte es schon in sich, aber "grandiose schriftstellerische Leistung". Das tut schon gut, so was mal zu hören. Grad weil ich ja nun auch nicht so das größte Selbstbewusstsein besitze.

    Meine beste Freundin und ich haben uns letztes Wochenende mal was überlegt. Ob wir tatsächlich einfach so auf Alkohol verzichten könnten. Und wir sind irgendwie zu dem Ergebnis gekommen, wir könnten das nicht so leicht. Das find ich schon hart. Ich meine, ich könnt auch nicht leicht auf Orangensaft verzichten, aber naja... Als Alki-Kind macht man sich da ja doch schon so seine Gedanken. Ich weiß nicht, ist das ein schlechtes Zeichen oder so? Ich trink ja nun unter der Woche gar nichts und ich trink auch nicht jedes Wochenende, ich fahr ja auch oft und so. Aber ganz drauf verzichten wollt ich nun auch nicht. Ist das schon Suchtverhalten? Wo hört normaler Konsum auf und wo fängt Sucht an? Das ist eine sch... Frage. Aber ich denk, dass die meisten Menschen nicht einfach so auf Alkohol verzichten könnten. Gerade in unserem Alter, wo man noch so oft weg geht. Aber naja, ich mach mir halt trotzdem Gedanken. Was meint ihr? Ich kann eben nur hoffen, dass ich es früh genug merke, wenn es wirklich zu einer eigenen Sucht kommen sollte.

    Ich wünsch euch ein wunderschönes Wochenende. Hab diesmal keinen einzigen Zeitungstermin, das heißt, ich kann das Wochenende vor Studienanfang noch mal richtig genießen! Jippiiiieeee!

    Ich glaub, das wird heut mein Lieblingspost ;-). Da hab ich grad echt voll Lust zu. Klingt komisch, ist aber so.

    Aaaalso... Erst mal ist mir was aufgefallen. Kann das sein, dass scheinbar niemand von uns wirklich eine Tussi ist? Wie kommt denn so was? Ich dachte, die bevölkern immer die ganze Welt. Aber so wie es hier klingt, hatte jeder von uns schon immer so seinen eigenen Stil. Scheinbar hat hier echt jede immer ihr eigenes Ding gemacht. Das ist hammer! Und wenn man deshalb blöd angeschaut wird... Mann, da mach ich mir ja gar nichts mehr draus. Hier auf dem Dorf wird man eh blöd angeschaut, sobald man keine karierten Flanellhemden trägt. Ich hatte aber auch schon immer eher mit Leuten zu tun, die nicht aussahen wie der Durchschnitt. Meine Freundin, mit der ich immer schwimmen gehe, ist so ein Durchschnittstyp. Und obwohl ich sie schon seit der fünften Klasse kenne, fühle ich mich oft unwohl, wenn ich mit ihr allein bin, weil ich einfach nicht weiß, was ich mit ihr reden soll.

    So! Und lavendel hat da nen tollen Post gemacht. Weil, irgendwie seid ihr hier echt meine Lieblingsmenschen. Jeder einzelne von euch. Wirklich, manchmal wünscht ich mir, wir würden alle beinander wohnen (also, zumindest in der Nähe), und IHR würdet die Clique sein, die ich mir schon immer gewünscht hab. Wo man sich trifft und REDET und nicht hirnlos in der Gegend rumscharwenzelt, überflüssige, inhaltslose Gespräche führt und sich selbst vormacht, man wäre von alldem gar nicht frustriert. Ja. Hier bei euch ist es wirklich schön.

    So, und Marina... Ich weiß, bei mir denk ich ja auch immer, warum mögen die mich, blablablabla, aber dir kann ich sagen: HALT DIE KLAPPE! Schau in den Spiegel und sieh dir mal den wundervollen Mensch an, der du bist! Jawoll! Und schau nicht nur auf das, was du äußerlich nicht an dir magst, das ist Schwachsinn. DU bist ein toller Mensch! Punkt, aus, Ende! Und die Nelly auch, und die Dani, und die Caro und ALLE! SO!

    Ich sag ja... Wird mein Lieblingspost :lol: .

    Aber Tage sollten echt mal mehr Stunden haben. Das wäre viel effektiver. Dann könnt ich neben all dem Müll, den ich momentan machen muss noch viel mehr Dinge tun, die ich tun will. Aber ja, hals dir nicht zu viel auf, da hat die Nelly schon Recht.

    Hallo anna!

    Mann, ich kann nur zu gut nachempfinden, wie es dir jetzt gerade geht. Als mein Vater aus der Therapie kam, war alles super, ich hab mein ganzes Vertrauen in ihn gesetzt und war total happy. Bis zu dem Tag als mir beim Autofahren die Bierdose zwischen die Füße rollte. Naja, ich war wohl auch zu naiv. Du warst wenigstens schon mal so weit zu sagen, du bleibst auf der Hut und lässt dir nix vormachen etc. Da warst du schon mal nicht ganz so "blöd" wie ich.

    Es bringt wirklich nichts mit dem Alkoholiker zu reden, das kenn wir wohl alle aus eigener Erfahrung. Mein Vater würde wohl auch gern kontrolliert trinken können, aber das zeigt doch wieder mal, dass unsere Väter einfach nicht auf den Alkohol verzichten können oder wollen. Wer verzichten kann oder will, der braucht auch nicht kontrolliert zu trinken, oder? Naja, jedenfalls glaub ich, dass unsere Väter einfach noch nicht so weit sind. Wir sollten sie einfach damit in Ruhe lassen. Den Kontakt zu ihnen in einem Maß halten, das für uns das Beste ist und ansonsten mit ihrer Sucht nichts zu tun haben wollen.

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft für die nächsten Tage. Konzentrier dich auf dich und deinen Kleinen. Da hast du mehr von.

    Hey Caro!

    Also, ja, in Franken scheint es immer wärmer zu sein, als im Rest Deutschlands. War ja in den letzten Tagen auch in Süddeutschland und das war ja wie im Ausland ;-). Man konnt sogar im T-Shirt rumlaufen und ich hab voll geschwitzt und so. Und jetzt wieder im kalten NRW... Naja, die Sonne scheint, aber trotzdem ist es noch nicht zu vergleichen.

    So, Caro, nun zu dir. Also, erst mal bin ich klar auch froh für dich, dass dein Kleiner wieder gesund ist und der Wohnungskoller vorbei. Ich muss auch immer mindestens ein Mal am Tag draußen sein, sonst fällt mir die Decke auf den Kopf. Vor allem am Wochenende.

    Also, ich denk auch, dass du schon enorme Fortschritte gemacht hast. Wenn es auch immer nur ein kleiner Schritt ist, das Eichhörnchen ernährt sich nun mal mühsam, aber Schritt für Schritt merkt man bei dir schon immer mehr Willenskraft und auch die bessere Verfassung. Jedenfalls, dass du denkst, es könnte wieder irgendeine Zeitbombe irgendwo ticken, das ist doch auch typisch für Alki-Kinder. Also, ich persönlich kenn das jetzt nicht. Zumindest nicht bewusst, aber mein ständig verkrampfter Magen könnt auch ein Zeichen dafür sein. Aber bei mir geht's im Moment. Aber wir sollten lernen, positiv zu denken und nicht immer vom Schlechtesten ausgehen. Das heißt, was unsere Eltern angeht, sollten wir nicht zu blauäugig sein. Sie sind nun mal krank und das ist echt ne sch... Krankheit, aber daran können wir nichts machen. Das ist dir ja nun auch klar. Du solltest zwar freilich drauf gefasst sein, dass deine Mutter wieder trinkt, aber nicht in allen Lebensbereichen immer nur das Schlechte sehen. Das Leben ist zwar manchmal echt ein Blödmann, aber nicht immer. Und ja, du hast Recht, du kannst bestimmen wie du dich fühlst. Aber auch summerdream hat Recht, du bist eben auch nur ein Mensch und darfst Gefühle haben. Auch schlechte.

    Und ich persönlich bin nicht sauer, dass du nicht in meinem Thread schreibst. Aber ich hab auch schon mal was von dir gelesen und ich finde deine Beiträge auch gut. Außerdem sind das ja auch immer nur Meinungen und das ist demjenigen auch bewusst. Du kannst die Meinung haben, aber wenn der eine andere hat, dann ist auch nicht schlimm. Außerdem kannst wahrscheinlich auch dadurch mehr Selbstwertgefühl erlangen. Bei mir ist das schon komisch. Solang ich hierim Forum oder sonstwo im Internet bin, bin ich relativ sicher. Aber da sieht mich ja auch keiner. Naja, ich hoffe jedenfalls, demnächst mehr von dir zu lesen. Aber wenn nicht, dann ist glaub ich auch niemand böse.

    Hey Danni!

    Das ist es ja auch mal eben wieder. Wir Kinder haben doch selbst unsere Probleme. Jedes Leben ist schwer. Deshalb sollten wir uns um unser eigenes kümmern, das der anderen können wir eh nicht beeinflussen.

    Jedes von uns Kindern ist irgendwie von der Krankheit unserer Eltern beeinflusst worden, da hat Nelly schon recht. Was du da erzählt hast, kenn ich auch von mir. Kein Selbstbewusstsein, Perfektionismus, Depressionen, Ängste. Das ist meine Welt. Aber damit muss ich mich ja nicht abfinden. Ich will ja gar nicht, dass das meine Welt ist. Du scheinst schon recht weit zu sein, was die Arbeit an dir angeht und da werd ich mir mal ein Beispiel dran nehmen ;-). Und ich glaube, du hast einen ganz starken Willen und bist so eine starke Persönlichkeit, dass du auch das mit deinem Vater in den Griff bekommst. Du willst es und dann kannst du es auch schaffen. Es ist mit Sicherheit sehr schwer, aber irgendwann müssen wir lernen, dass sich Eltern nun mal nicht nur durch die DNA definieren. Nur weil sie uns gezeugt haben, heißt das noch lang nicht, dass wir sie auf ewig lieben und ihnen immer verpflichtet sein müssen. Klar wird immer eine Bindung da sein. Aber wenn die uns nicht guttut, dann können wir sie ja auf ein Mindestmaß reduzieren.

    Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Kraft für die Zukunft. Und was eben die angeht, da mal mal den Teufel nicht an die Wand. Solang dein Vater keine harten Aktionen bringt, solltest du auch nicht damit rechnen. Das bleibt dann immer irgendwo im Hinterstübchen. Und wenn man gerade nix anderes zum Grübeln hat, kommt es wieder zum Vorschein.

    Hallo Namensvetterin ;-)!

    Freut mich für dich, dass deine Mutter es jetzt schon zwei Monate geschafft hat. Da kann man nur hoffen, dass der Zustand anhält und sie es jetzt wirklich verstanden hat. Aber auch wieder nicht zu viel hoffen. Blöde Gratwanderung. Eigentlich sollte uns irgendwer sagen "Jetzt rafft sie's, du darfst wieder anfangen zu hoffen und zu vertrauen" oder "Nee, bleib mal lieber skeptisch". Naja, ich wünsch dir und deiner Mutter jedenfalls alles Gute!

    Lieben Gruß,

    Steffi

    Deutschland ist Frauenfußballweltmeister! Heftig... Guck mir hier gerade die Siegerehrung an. Dabei wusst ich bis gestern nicht mal, dass Frauenfußball-WM ist. Warum wird da denn nicht so ein Hype drum gemacht? Strange...

    Hm, gerade weiß ich gar nicht mal, ob mein Vater wirklich wieder trinkt, oder ob ich ihm da Unrecht getan habe. Meine Mutter war sich auch nicht sicher und Freitag hatte er sich wohl für länger arbeiten eingetragen und war deshalb bis um 5 im Büro. Vielleicht hab ich da mal wieder zu früh die Pferde scheu gemacht. Sagt man das so? Jetzt, wo ichs geschrieben hab, hört sichs irgendwie komisch an. Naja.

    Bei meinem Vater merkt mans halt net mehr direkt, wenn er getrunken hat. Höchstens am Verhalten und selbst da können wir uns nicht so sicher sein. Das ist schon komisch. Aber naja, soll er machen.

    Der Typ, der mich da runtergemacht hat, hat heut schon wieder einen recht komischen Kommentar hinterlassen. Also, den Typ kapiere, wer will.
    Diesmal hat er dann geantwortet:
    "Hi! Mag Dich! Es war übrigens alles durchdacht aber trotzdem dreist.
    Deine Texte geben Kraft zum Kritisieren. "Kraft durch Treude" - mit diesem Titel löst deine Sendung im Jahr 2017 Frank Plassberg im Ersten ab. "

    Pfff. Hatte eigentlich mit nem heftigen Streit gerechnet, nicht mit so einer Zurückruderaktion, wobei ich mir auch noch nicht so ganz sicher bin, ob der Kommentar nicht vor Ironie trieft. Aber naja, kann er mich mal. Darüber red ich mich nun wirklich nicht mehr auf. Oh Gott, jetzt tanzen hier die alten Säcke vom Fußball mit den jungen Mädchen rum. Abartig.

    Jo Dani, mich hat Oktoberfest auch noch nie gereizt. Hab neulich erst mal wieder die Augen verdreht, als ich gelesen hab, dass die Jungs aus meiner Jgst extra nach München fahren wollen, wegen Oktoberfest. Das wäre absolut nichts für mich. Mir geht's auch darum, Tante und Onkel noch mal sehen, noch mal ins schöne Bayern (ist ja nun wirklich schön da), München ist auch noch meine Lieblingsstadt. Und wenn man dann schon mal da ist... ;-). Wahrscheinlich bleib ich eh nur fünf Minuten, mach ein Foto und geh dann wieder.

    So, ich wünsch euch dann ein paar schöne Tage, einen schönen Rest vom Sonntag und bis spätestens Donnerstag. Aber ich hab auch schon überlegt, mal bei Tante und Onkel ins Internet zu gehen.

    Hey Caro!

    Na, da versteh ich auch nicht, warum sich deine Mutter da aufregt... Ich meine, sie zieht doch keinen Nachteil daraus, oder? Komisch...

    Naja, dass es einem gut geht, solang Vater oder Mutter net trinken, das kenn ich auch. Bin auch mal gespannt, wie es wird, wenn mein Vater wieder anfängt, oder vielleicht hat er's auch schon. Das weiß ich nie so genau.

    Ja, ich bin aber auch froh, dass ich eigentlich recht selten krank werde. Deshalb seh ich auch meistens meinen Freund, selbst wenn er krank ist, weil ich das irgendwie eh nie übernehme. Nur von meinen Geschwistern bekomm ichs dann doch schon mal.

    So, ich wünsch dir auch noch einen schönen Sonntag, deinem Kleinen und dir gute Besserung. Bei uns scheint auch keine Sonne. Irgendwie so ein Mischmasch.

    Hallo Danni!

    Da muss ich Marina Recht geben. Da können die Ärzte, die Schwestern, die Angehörigen, die Nachbarn, die Freunde... da kann jeder reden und machen, was er will. Solang dein Vater es nicht einsieht, ist er ganz schnell wieder dabei.

    Und da ist dann wirklich das einzige, was ihr machen könnt, ihn allein zu lassen. Erst mal natürlich, weil es für dich besser ist, dich nicht mehr so sehr mit ihm zu beschäftigen und ihn gewissermaßen "machen zu lassen". Auf der anderen Seite ist das nun mal das einzige, das wir Kinder und Angehörigen tun können. Unsere Eltern allein lassen. Das ist die einzige Hilfe die wir ihnen geben können. Und wir müssen darauf achten, was für uns wichtig ist, was uns gut tut.

    Mir scheint's auch, als hätte dein Vater wirklich noch nichts begriffen. Aber auf den Punkt wart ich bei meinem Vater ja auch immer noch. Dass er mal wirklich alles in seiner ganzen Fülle sieht und einsieht und dann beginnt, sein Leben zu ändern und auch anfängt, sein Leben zu leben. Aber ich denk, da kann ich noch lang drauf warten. Und so viel Zeit hat er nicht mehr. Also, kümmere ich mich doch lieber darum, dass ICH mein Leben lebe.

    Hey Nelly!

    Na, das ist doch echt bescheuert mit deinem Bruder... Ehrlich gesagt weiß man bei unserem Kühlschrank auch net so genau, was da noch essbar ist und was nicht. Zumindest ist es häufig so, bah, kann ich net leiden. Aber deshalb reiß ich doch net sechs Milchtüten auf, da würd ich mich total schlecht fühlen und mir eher nen eigenen Kühlschrank zulegen! So ein Schwachsinn!

    Und so Beschimpfungen musst du dir allerdings auch nicht gefallen lassen, das kann doch nicht wahr sein! Ist das net auch so ein typisches Merkmal von uns Alki-Kindern? Dass wir nicht sonderlich kritikfähig sind. Vielleicht geht's ihm genau so, er nimmt dann gleich imemr alles persönlich und muss dann natürlich zurück persönlich werden und verletzen. Ich will ihn jetzt keinesfalls in Schutz nehmen, ich könnt's mir halt so erklären. Allerdings sollt er sich dann mal eher Hilfe holen und was dran ändern, dran arbeiten, anstatt, dass er einfach weiterbeleidigt. Er merkt doch gewiss auch, dass er sich da net gerade normal verhält. So was... Aber irgendwie erinnert mich das auch an meinen kleinen Bruder. Der ist gerade mal 14, aber der kann mich so elendig auf die Palme bringen. Und dann kritisiert man ihn mal irgendwie, sagt was, dann kommt gleich der Mittelfinger oder er fängt an mit irgendwelchen Beschimpfungen. Naja, aber das kann auch noch pubertäres Verhalten sein. Kann nur hoffen, dass das auch noch mal besser wird.

    Ach, aber summerdream wollt ich auch noch zustimmen, von wegen die anderen nicht hängen lassen. Das ist Schmarn! Erst mal solltest du dich nicht hängen lassen, all das machen, was du machen willst oder musst. Und wenn du DANN noch Zeit hast, dann kannst du dich mal wieder deinen - Verzeihung! - verqueren Familie widmen.

    Auch ich wünsch dir mal wieder ganz viel Kraft, hoffentlich hat das PLZ-Syndrom bald mal wieder ein Ende!