Ich noch mal. Ich habe gestern "Familienkrankheit Alkoholismus" fertiggelesen. Tolles Buch. Aber auf den letzten Seiten war so viel... Ich kann es gar nicht sagen. Ich kann so viele Dinge nicht zuordnen, manchmal habe ich das Gefühl, ich weiß gar nicht, wer ich wirklich bin. Was tue ich und was tut das Kind des Alkoholikers? Wer bin ich und wo fängt meine Fassade an? Ich verstehe das alles nicht und ich hasse das, wenn ich irgendwas nicht lösen kann ;-).
Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich ständig verkrampft bin. In der Zeit, wo mein Vater nicht getrunken hat, ging es einigermaßen. Aber sonst habe ich immer so ein Gefühl im Bauch, das ich auch mal wieder nicht zuordnen kann. Einfach verkrampft und ich werde es nicht los.
Manchmal habe ich das Gefühl, so was wie ein Heinzelmännchen zu sein. Ich bin einfach manchmal die gute Fee. Meine Mutter wollte schon länger den PC unten anders stellen, einen anderen Rechner anschließen etc. Also, hab ich mir gedacht... Ich habe Zeit, also mach ich meinen Leuten mal eine Freude und nehme das in die Hand. Ich mache das gerne. Aber ich weiß nicht, welcher Teil von mir das gerne macht. Argh!
Das ist alles viel zu kompliziert für mich. Mal abgesehen von dem tollen Schalter im Hirn hätte ich auch gerne noch jemanden, der mich psychisch röntgt, mir sagt "das und das ist dein Problem", mir eine Liste mit Problemen und Lösungen in die Hand drückt und ich mich einfach überarbeite. Schön wär's.
So, ich bin immer noch gespannt auf das tolle Gespräch... Hat nämlich noch nicht stattgefunden. Mein Vater war auch mal wieder 12 Stunden "arbeiten". Aber wenn er getrunken hat, rede ich nicht mit ihm, das kann er vergessen. Naja, werd mal runter gehen und schauen, was Phase ist.