Hey Marya!
Ja, sind auch noch ein paar Schnitzel übrig. Die werden gleich erst verputzt :D. Aber heute kocht Muttern, da hab ich nix mit am Hut.
Äh ja... Ich bekenne mich schuldig. Ich hab's gestern leider nicht geschafft. Also, mir ging's ehrlich gut und ich hab mir einen Film angeschaut, den ich schon ewig gucken wollte, mich dabei ab und zu gefragt, wann Freund endlich anruft, aber es ging mir gut.
Als wir dann telefoniert haben, ging's dann leider gar nicht mehr. Ich hab ihn dann nur noch vor meinem geistigen Auge gesehen, wie er einen riesen Spaß mit den anderen - insbesondere dem Geburtstagskind - hatte und dann hat das Gedankenkarussell angefangen. Er verbringt den Abend ja eh lieber mit denen als mit mir, wäre eh lieber mit dem Mädchen zusammen als mit mir blablablabla. Ich bin ja so klein und hässlich und unattraktiv. Dödö. Ja, dann ist es aus mir rausgeplatzt und ich konnte einfach nichts dagegen tun. Ich war unfair - allerdings mehr gegen mich selbst als gegen meinen Freund. Da hatte ich mich relativ schnell wieder im Griff. Aber meine gedanklichen und emotionalen Schnitzer, die trag ich auch heute noch mit mir.
Ich neige dazu, die ganze Geschichte, zumindest das übertriebene Ausmaß, auf gewisse weibliche körperliche Aktivitäten zurückzuführen (könnte ich es noch mehr umschreiben????). Hormone und so, da dreh ich schon mal eher am Rad als sonst. Das hat sich insgesamt gebessert, aber der Tropfen und das Fass...
Naja, jedenfalls werd ich mich deshalb jetzt nicht auch noch fertig machen, sondern ich bin eigentlich froh, dass ich das ganze Wochenende über sehr, sehr ruhig war und eben nicht dran gedacht habe und den kleinen Ausbruch auch relativ schnell wieder unter Kontrolle hatte.
Heute bin ich schon irrsinnig früh (dafür, dass ich frei hatte...) aufgestanden, hab mir im Internet ein neues Kleid gekauft (hihi), Sport gemacht, intensive Körperpflege betrieben und nicht zuletzt auch gelernt... Muss ja sein.
Ach ja, außerdem hab ich meiner Schwester noch einen Brief geschrieben und ihr zwei Bücher über EKAs und Suchtfamilien ausgeliehen. Sie hat ja jetzt scheinbar so was wie ihre erste ernsthafte Familie und gestern hab ich gemerkt, dass sie geweint hat und gefragt, was los ist. Ihr geht's in letzter Zeit wieder nicht besonders, hat wieder mehr Kopfschmerzen und in der Beziehung die gleichen Probleme, mit denen ich auch schon zu kämpfen hatte. Sie wird wütend, wenn der Freund mal was trinkt, bzw. irgendne läppische Bemerkung über Alk macht etc. Kenn ich ja alles. Gestern Abend wusste ich dann erst mal gar nicht so recht, was ich sagen soll. Deshalb hab ich ihr vorhin einen Brief geschrieben. Dass ich mir vorstellen kann, wie sie sich fühlt, dass wir EKAs nun mal den einen oder anderen Knacks haben, dass da vielleicht noch mehr Krisen kommen werden und dass sie, wenn sie mag, mal die Bücher lesen soll. Ich wollte ihr zumindest ein bisschen Hilfestellung leisten, durch den Rest muss sie allein durch. Aber ich bin da relativ zuversichtlich. Sie ist von vornherein schon viel weiter als ich es war, hat auch direkt schon wieder einen Termin bei der Beratungsstelle gemacht, wo sie schon mal war etc.
Ja, sonst gibt's nichts Neues. Nur noch drei Tage Uni, morgen letzte Klausur, Mittwoch und Donnerstag jeweils eine Veranstaltung. Ach ja, ich freu mich schon wieder auf Ferien. Nur vorm Praktikum hab ich noch ein bissl Angst...
Ich wünsch euch eine schöne Woche!!