Hallo Claudia..ich musste unbedingt reagieren...
Zitat von claudia72
Er erzählte von sich aus das er vor einem Jahr für 2 Wochen zu einem Entzug war, anschließend 6 Wochen Gesprächstherapie.
Soweit so gut, nur jetzt wirds für mich unglaubwürdig. Die Therapeutin meinte das er kein typischer Spiegeltrinker sei, eher Richtung Quartalssäufer (als wenn das besser ist) und das er das ja sowieso nicht nötig hät.
Genauso ist es bei meinem Noch.. er ist quartalsmäßiger Spiegeltrinker..Das gibt es auch ABER, auch dies Alkoholiker trinken sich im Laufe der zeit hoch.. meinr liegt im akuten Stadium bei ca 2 Flaschen Schnaps am tag.. also wirklich finger weg, so lang es noch geht.. Man verlängert beider Leiden ..
Zitat von claudia72
Er hätte vorher auch immer und jederzeit aufhören können. Es ihn zwar erschrecke, es aber normal sei wie sein Körper reagiere. Nach 5 Wochen dauersaufen. Er langsam runterkommen muß.
Das glaube ich aber NICHT! Und ich weiß das es typische Ausreden sind.
Darin liegt auch , so was wie der raucher, der sagt:"Ich kann jederzeit aufhören, hab ich schon 120 mal geschafft!" Also, irgendwie hört sich das nur nach Platz bei dir sichern wollen an..
Zitat von claudia72
So wie er ansonsten redete muß er sich schon sehr mit dem Thema Alkoholismus auseinandergesetzt haben.
Auch das zeigt, dass er sich durchaus bewußt ist, wo er steht, es aber immer noch nicht richtig klick gemacht hat.. es sind eben quartalasmäßige trinkpausen...leider nur das..nicht mehr...
Zitat von claudia72
Einerseits denke ich, ich hätte ihm am Telefon sofort "Stop" entgegenbrüllen müssen. Andererseits denk ich das wäre zuviel gewesen.
Symptome, Klassifizierungen...alles kann man nachlesen. Aber den richtigen Umgang. Tja jeder ist anders, da gibts leider kein Allgemeinrezept. Schade, sehr schade!
der richtige Umgang, ist an DICH zu denken..denn er denkt auch nur an seinen Alk..so ist es leider.. er wird dich vereinnahmen ohne Rücksicht zu nehmen...
Zitat von claudia72
Komischerweise, gestern abend als wir zusammensaßen, er sich und mir etwas eingoß, ich habs nicht runterbekommen. Ja, ich trinke auch mal gerne etwas und es schmeckt mir. Aber eben nur hin und wieder. Ich habe ihn gesehen wie er scheinbar "nüchtern " war und es nicht runterbekommen.
Genauso fing es bei mir vor Jahren an..ich habe eigentlich nie wieder Alkohol getrunken.. Dr Kolitzus beschreibt es im symstemischen Denkansatz als Ausgleich..wenn man die Beziehungg als Mobile betrachtet.. Er trinkt zu viel und du gleichst aus, indem du gar nicht mehr trinkst...
Zitat von claudia72
Ich denke es wäre zuviel wenn ich von ihm erwarte SOFORT damit Schluß zu machen. Das wäre utopisch. Aber einfach nur zusehen kann ich auch nicht.
Er kennt meine Meinung nun, deutlich habe ich ihm zu verstehen gegeben das ich ihn auch sehr mag aber wenn keine Veränderungen sind ich irgendwann umkippe. Dann gehe ich ohne umzukehren.
Das ist der richtige Ansatz, aber man sollte ihn auch durchziehen..ich hab jahrelang nur geredet und nicht gehandelt...Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Kraft und Standhaftigkeit...
LG Tihaso