Freunde
Manchmal muss man weit zurück gehen um sich wieder selber zu finden.
Jahre sind vergangen habe immer wieder gleich reagiert. Fehler gemacht wie ich heute weiß.
Man kann die Uhr nicht zurück drehen, kann nicht alles anders machen was vergangen ist.
Ich weiß.
Abhängigkeit ist das mittelbare Bedürfnis irgend was immer wieder zu bekommen egal ob es gut oder schlecht für einen ist.
Ich bin abhängig von vielen Dingen, abgesehen von meinen Grundbedürfnissen, ist das Gefühl des gebraucht werden, ein wichtiges für mich.
Ich bin die letzten Wochen so rum geeiert, habe Gefühle in Richtungen entwickelt von den ich vorher nicht wusste das ich sie überhaupt entwickeln kann. Nichts fühlt sich wie früher an.
-Es war immer ganz einfach, sie war voll, ich war sauer. Sie war nüchtern, ich war froh gelaunt. Ende
Bei allem ärger, über das saufe, das verhalten, hatte ich immer das Gefühl der zusammen Gehörigkeit. Ihr wohl, wog schwerer für mich als mein eigenes. Ich dachte das ist normal. So muß es sein. Dieses Gefühl, das ich nicht genau beschreiben kann, verflüchtigt sich nun, wird weniger, versickert. Ich hatte mich eingerichtet, in einer Symbiose aus gegenseitiger Abhängigkeit.
Da ist es wieder dieses Wort. Abhängigkeit.
Gebraucht werden, unerlässlich sein. Seinen Wert zu bestimmen, über das gebraucht werden. Na ja.
Ich habe mich vor etwa 4 Monaten zum ersten mal in diese Forum begeben. Menschen hier kennen gelernt; den es genau so er geht wie mir. Manchen fühlt man sich sofort verbunden, anderen weniger. Wir sind suchende. Ich bin ein Suchender. Suche mich selber in diesem Labyrinth von Gefühlen, alten Verhaltensweisen. Ich kann meinen Gefühlen nicht mehr trauen, er fühle mir alte Wünsche. Reise an Orte die ich schon immer besuchen wollte. Mache, was mir Spaß macht, aber es erfühlt mich nicht.
Ich habe nicht den Eindruck, dass ich unglücklich bin. Einsam. Manchmal vielleicht.
Die Welt ist für mich schwieriger geworden, verworrener.
Viele hier sagten, du musst sie verlassen, weg, neu anfangen. Okay.
Aber ich glaube nicht mehr das es so einfach ist.
Ich war in einer SHG der Al-anon. Doch mit der Gott Geschichte, kann ich nichts anfangen. Mit ihm es oder wie auch immer, hätte ich zu viele Rechnungen offen. Auf einen Gott zu vertrauen ist mir zu wenig. Es ist zu passiv, lau.
Strich drunter und schauen was ist zutun.
Um die Zukunft zu bewältigen, freie Entscheidungen zu treffen. Reicht das nicht. Ich werde mir helfen lassen. Will mein Verhalten, meine Gedanken verstehen, meinen Gefühlen wieder trauen.
Ich weiß heute nicht, was es bringen wird. Einem Psychologischen Psychotherapeuten mein Seelenleben auf die Nase zu binden. Mich zu entkleiden, Panzer ab zu legen, Schichten frei zu legen.
In meiner Vergangenheit bis hin zu meiner Kindheit zu öffnen, mich neu zu erinnern. Aber ich glaube es ist eine Möglichkeit. Jetzt will ich alles wissen. Will wissen wer ich bin.
Bin bereit mich, neu zu erfinden.
Ich steh in der Biologischen Mitte meines Lebens. Es wird Zeit das System neu zu Booten. Die Reseattaste drücken und los. Was habe ich zu verlieren?
Danke fürs lesen.
Innocent