Beiträge von JoeDoe

    Hi doro,

    Du hast es erkannt: eine Frage der Klientel :wink:.

    Ich bin selbstverständlich auch kein Gegner einer Kennzeichnungspflicht … da wäre ich sicher der letzte. Ich Prinzip wollte ich ja auch nur auf drei kleine Punkte aufmerksam machen:

    1. Für meine Gesundheit bin ich selbst verantwortlich – Ob Alkoholiker oder Allergiker.
    2. Die öffentliche Wahrnehmung (Vermarktung) von Alkoholismus und Allergien ist unterschiedlich.
    3. Der auf Industrie und Politik ausgeübte Druck für eine Kennzeichnungspflicht ist nicht vorhanden.

    Ich glaube auch, dass man ohne große Probleme kennzeichnen könnte, wenn man wollte. Bevor man aber will, muss erst ein für die gesamte Öffentlichkeit nachvollziehbarer Leidensdruck entstehen. Letzteres gelingt in meinen Augen allerdings nur sehr schwer, wenn von vornherein mit Sätzen wie ‚Das hat Methode’, ‚Das ist eine bewusste (vorsätzliche) Täuschung’ oder ‚Die Gesetze der Politiker sind Mist’ gearbeitet wird.

    Mann muss schon mit den Wölfen heulen … nur eben ein wenig lauter :wink:!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo doro,

    da hast Du natürlich Recht (habe ich gerade an einer Dose Macadamia überprüft :wink:).

    Unterschiede gibt es jedoch trotzdem:

    Erdnüsse haben ein sehr hohes Allergiepotential. Alkohol hat aber (auch auf die Gefahr eines Riesenaufschreis hin) ein auf die biochemischen Prozesse bezogen eher geringes Suchtpotential. Anders gesagt: Von einem Glas Bier ist noch niemand süchtig geworden, auch nicht von einer Fertigpizza. Eine einzige Erdnuss hingegen kann bei einem Allergiker fatale Folgen haben. Ein weiterer Unterschied ist sicher der Betroffenenkreis: Die meisten Alkoholiker sind bereits erwachsen, wenn sie die Ernsthaftigkeit ihres Problems/ihrer Erkrankung begriffen haben. Erdnüsse hingegen können bereits kleine Kinder ins Koma auf die Intensivstation befördern. Welches Thema erscheint ansprechender für das mittägliche Bügel-TV und die Boulevardpresse? (eine Frage der Lobby/des Interessenkreises).

    Zum Hinweis selbst: Auch dieser muss erst gelesen werden und im Restaurant wird man auch nicht um das Fragen herum kommen. Das gilt bei Alkohol genau so wie bei Erdnüssen. Ein ‚guter’ Erdnussallergiker wird sich auch darüber informieren, wo und in welchen Produkten er auf den Allergiestoff treffen kann. Die rechtliche Absicherung durch den Hinweis tue ich daher in die gleiche Schublade, wie denjenigen, den man bei Mikrowellen findet und der besagt, dass man doch bitte keine lebenden Tiere in diesem Gerät trocknen sollte (so geschehen, Hersteller verklagt, Recht und Schadensersatz bekommen, Hinweis jetzt immer zu finden).

    Grundsätzlich finde ich eine Kennzeichnungspflicht auch nicht verkehrt, aber mir mangelt es einfach am Glauben, diese politisch durchsetzen zu können. Denn dafür sind wir Alkis doch ein paar zu wenig und der Alkohol an sich in unserer Gesellschaft zu beliebt!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Blizzard,

    Zitat

    Ach übrigens: Ich fühle mich gerade großartig!


    Na, so soll es doch sein! :D

    Schön, dass es bei Dir weiterhin Richtung Zufriedenheit läuft. Dann wünsche ich Dir mal einen guten Start in München und viel Spaß (und gutes Wetter) an der Ostsee.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo miteinander!

    Ein kleiner Nachtrag zum Thema Handwerker noch:

    In den ersten Wochen und Monaten meiner Trockenheit (wir können es gerne die Krabbelphase nennen :wink:) war ich neben der Stabilisierung meiner Abstinenz vor Allem auch mit einer Angstproblematik beschäftigt, die ich selbst in die Ecke einer sozialen Phobie gestellt habe. Das Aufeinandertreffen mit mir unbekannten Personen bereitete mir große Schwierigkeiten und meine Stimme wurde dünn und zittrig, wenn es dann sogar noch zu einem Gespräch gekommen ist. Das mich dominierende Gefühl war dabei der innige Wunsch, die Situation beenden zu können. So wirklich fassen konnte ich die Ängste nicht, auch nicht beschreiben, welche konkreten Gedanken mein Hirn blockierten. Aber das ist ja auch ein Merkmal von Ängsten an sich: Sie sind ein wenig diffus.

    Nun denn. Gestern jedoch konnte ich nichts mehr von diesen alten Ängsten verspüren. Im Gegenteil: Ich konnte nicht nur die Anwesenheit einer unbekannten Person ertragen, sondern nebenbei auch prima die Hunde managen (die auch Vorbehalte haben, allerdings nicht aus Angst :wink:) und sogar das Gespräch aktiv gestalten. Diese gut dreistündige ‚Konfrontation’ hat mir nicht im Ansatz Unbehagen bereitet, während ich früher bereits nach einer überlebten 10-Minuten-Aktion das unglaubliche Gefühl bekommen habe, mich für meine Tapferkeit sofort mit einem Bier belohnen zu müssen.

    Schöne Sache! Den Titel Professor Doktor Selbstbewusst würde ich zwar doch noch zu Unrecht tragen (vor Allem Situationen, in denen ich meine Fähigkeiten einer Bewertung ausgesetzt sehe, empfinde ich noch als etwas gewöhnungsbedürftig), aber ich sehe dies für mich schon als einen großen Schritt, als eine sehr positive Entwicklung.

    Liebe Grüße

    J. // 01

    Hallo live2008,

    ich selbst habe zwar keine Kinder, aber selbst wenn, dann könnte ich Dir keinen Rat geben, ohne die Geschichte von Dir und Deinem Sohn wirklich gut zu kennen. Was mir vor Allem dabei fehlen würde, wäre der Blick auf die momentane Situation aus der Sicht Deines Sohnes. Da Dir so ein wenig die Selbstsicherheit fehlt (bitte sieh das nicht als Vorwurf), wäre es vielleicht nicht die schlechteste Idee, hier auch professionelle Hilfe in Form einer vermittelnden Person in Anspruch zu nehmen. Ich würde beim Jugendamt ruhig einmal anrufen und nach solchen Vermittlungsmöglichkeiten fragen. Daneben gibt es ja auch noch andere Stellen, bei denen man Familienhilfe bekommen kann.

    Eines kann ich Dir allerdings schon mit auf den Weg geben: Ein Zauberwort in Erziehungs- und auch anderen Entwicklungsfragen ist Konsequenz! Wenn Du Dich mit dieser Situation überforderst, weil Du keine Hilfe in Anspruch nehmen möchtest, und darüber am Ende sogar rückfällig wirst, dann wird Dir auch niemand mehr Hilfe in dieser Richtung anbieten, weil dann das Problem Alkohol bei Dir für alle offensichtlich Vorrang haben wird.

    Ich wünsch Dir die notwendige Kraft.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Karsten,

    erneut stimme ich Dir zu, allerdings wird der geringe Alkoholgehalt in den sog. alkoholfreien Produkten ja doch erst dann zum Thema, wenn durch den Konsum etwas negatives passiert – und das ist in der Regel bei Alkoholikern der Fall :wink:.

    Was das Politische an dieser Geschichte angeht (an einem ganz anderen Beispiel):
    Warum wird von Seiten der Politik massives Werben für das Nichtrauchertum betrieben, aber gleichzeitig Milliarden von Euro ungebunden durch die Besteuerung von Tabak eingenommen. Würden alle deutschen Raucher auf einen Schlag ihre Kippe aus der Hand legen, dann ließe eine Haushaltskrisensitzung im Bundestag nicht lange auf sich warten. Mal abgesehen davon würden die Rentenkassen stöhnen und einer Schweizer Studie zufolge wäre es sogar für die Krankenkassen finanziell keine Verbesserung der Situation. Nun, die Gesundheit ist immer ein willkommenes Thema, aber Steuer- oder Beitragserhöhungen? Also auch eine Täuschung?

    Politik ist eine Interessen- und Lobbyvertretung, aber kein Wächter über die Einhaltung von Begriffsdefinitionen. Ich denke, wenn man sich das vor Augen hält, dann sieht man darüber etwas gelassener hinweg. Bei mir funktioniert das jedenfalls ganz gut :wink:.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Karsten,

    prinzipiell bin ich da auch Deiner Meinung, nur die Verwendung von Ausdrücken wie ‚Das ist eine bewusste Täuschung’ oder ‚Das hat Methode’ finde ich etwas kritisch. Nicht zuletzt könnte es dem einen oder anderen als gefällige Ausrede für einen Rückfall dienen. Frei nach dem Motto: Die wollen uns doch sowieso nur wieder zurück an die Buddel bringen!

    Warum unter dem Begriff ‚Alkoholfrei’ auch Produkte zu finden sind, die geringe (aber eben für unsereins gefährliche) Mengen Alkohol enthalten, ist sicher eine nicht ganz unkomplizierte Frage (und hängt sicher auch mit der Tatsache zusammen, dass Alkohol eben doch ein ziemliches Feld-, Wald- und Wiesenmolekül ist). Aber mir ist das auch gar nicht so wichtig. Wichtig für mich und meine Trockenheit ist doch nur die Information, dass ich mich über das Lesen solcher Deklarationen eben nicht genügend absichern kann.

    (Am Rande: Ich glaube auch, dass ein freiwilliges ‚Gütesiegel’, das wirklich 100%ige Alkoholfreiheit garantiert, auch keinen Massenmarkt erreichen wird. Mit der Aufschrift: ‚Auch für Alkoholiker geeignet’ macht man keine Werbung.)

    Liebe Grüße

    J.

    So, denn mal etwas ausführlicher heute:

    Die Schneisen, die ich für den Handwerker in unsere Wohnung geschlagen habe, erwiesen sich doch als äußerst nützlich. Um jetzt keine allzu wilden Spekulationen aufflammen zu lassen: Es geht um die Elektrik, bzw. die notwendige Modernisierung derselben. Immerhin hat hier schon mal die ein oder andere Steckdose leichte Schmorwölkchen produziert und das kann/darf natürlich kein Dauerzustand sein. Heute war dann auch erst mal die Beseitigung einiger dringender Mängel, nächste Woche beginnt dann die Verfrachtung unseres Heims in das 21 Jahrhundert der Elektrik :wink: … Was bin ich froh, zur Miete zu wohnen :wink: .

    Ansonsten schlümmert der Sommer so ein wenig mit seinen wechselhaften Launen über mich hinweg. Ich muss zugeben, dass sich an schönen und warmen Abenden manchmal so ein wenig die Erinnerungen an die Grillgewohnheiten von früher gemeldet haben: Ein gutes Stück Fleisch, knackiger Salat und eben auch das Bier in der Hand. Das gehört wohl zu diesen positiven Momenten, die mir in grauer Vorzeit einmal den Weg in die Sucht bereitet haben. Ganz, ganz früher eben. Tja, aber noch schöner ist das Gefühl, aus dieser Erinnerung heraus keinen Suchtdruck, keinen ‚Schmacht’ mehr zu entwickeln. Trotz dieser aufblitzenden ‚Romantik’ erschien mir im gleichen Moment die Vorstellung, jetzt wirklich ein Bier zu trinken, völlig abstrus. Gutes Gefühl!

    Leider gibt’s aus dem KH keine so guten Neuigkeiten: Meine Schwiegermutter ist jetzt verlegt worden und mittlerweile auch operiert. Genaue Aussichten über den Heilungsverlauf kann man nicht machen, also heißt es weiter abwarten und das Beste hoffen. Ärgerlich ist jedenfalls, dass die jetzt notwendige Operation nur aufgrund mangelnder Hygiene im ersten KH durchgeführt werden musste. Ich bin und bleibe aber optimistisch – alles andere ergibt auch keinen Sinn!

    Soweit.

    Liebe Grüße

    J. // 02

    Hallo zusammen,

    Hmmm, … ‚bewusste Täuschung’, ‚Methode’ … Ich weiß nicht, ob man das so sagen sollte. Irgendwie impliziert das für mich so ein wenig den Vorwurf der vorsätzlichen Alkoholisierung und Versuchtung (gibt’s dieses Wort überhaupt?).

    Unter der Deklaration ‚Alkoholfrei’ sollte man einfach das verstehen, was damit zum Ausdruck gebracht werden soll: ‚Macht Dich nicht besoffen’. Die Tatsache, dass für uns Alkoholiker auch Mengen gefährlich werden, die weit darunter liegen, wird damit nicht berücksichtigt, aber da gilt natürlich auch der Grundsatz, dass wir für uns und unsere Gesundheit schon selbst verantwortlich sind.

    Im Rahmen einer ernsthaften Loslösung vom Alkohol sollte die Beschäftigung mit Lebensmitteln eine wichtige Rolle spielen, aber das sollte nicht in der finsteren Sicht enden, in der an jeder Ecke ein heimtückischer Lebensmittelchemiker mit blutunterlaufenen Augen Alkohol in unsere Nahrungsmittel panscht.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Claudia (liebe Reaktivierungsbeauftragte :wink:),

    ganz in Kürze, weil immer noch viel zu tun (Handwerker wollen das Haus stürmen und um das Chaos in Grenzen zu halten, errichte ich gerade breite Zugangsschneisen … und finde dabei allerlei Zeug, welches längst verloren geglaubt :wink:).

    Aber weiter geradeaus auf Kurs! Morgen mehr.

    Liebe Grüße

    J. // 03

    Hallo ollic,

    das Thema Werbung für alkoholische Produkte ist natürlich ein weites Feld. Hier in Köln ist am Samstag eine Großveranstaltung, zu der mehrere 100.000 Leute erwartet werden. Das ansässige Verkehrsunternehmen versucht Ruhe in das Abreisechaos zu bringen, in dem es mit Laufbändern etwa wie folgt wirbt: ‚… danach erst mal in Ruhe ein Bierchen trinken und dann promillesicher mit Bussen und Bahnen nach Hause reisen …’. Hmmm?

    Lass Dich von Werbung nicht in die emotionale Irre führen, denn dazu ist sie da. Stell Dir doch mal vor, ein guter Freund von Dir hätte einen schweren Autounfall in einem Auto der Marke X gehabt und säße seitdem im Rollstuhl. Wenn Du dann eine Werbung dieser Automarke zu Gesicht bekommst, in der die außerordentlichen Sicherheitsmerkmale dieser Fahrzeuge angepriesen werden, dann wirst Du Dir sicher auch Deinen Teil dazu denken. Und genau so solltest Du auch an Alkoholwerbung herangehen: Du sitzt jetzt zwar nicht im Rollstuhl, aber Dein blaues Auge hast Du Dir wohl schon abgeholt. Deine Erfahrung zählt mehr als jede Werbung!

    Ach so: Und gut, dass Du offen mit Deiner Frau gesprochen hast.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo zusammen,

    Gotti : Jupp, ein Lichtblick ist es sicher, allerdings entzieht sich der Genesungsprozess natürlich völlig meiner/unserer Kontrolle. Gleiche gilt leider auch für ‚das Leid der Welt’. In diesem Zusammenhang bleibe ich lieber (sicherheitshalber) erst einmal bei mir und meinen Problemen :wink: .

    Ansonsten wenig Berichteswertes von hier: Der Hund, den wir vor einiger Zeit aus den Fängen der Tierschutzszene (muss man leider echt schon so mafiös umschreiben) befreien wollten, ist jetzt tatsächlich vermittelt worden und wie es der Zufall so will, sogar in unseren entfernten Dunstkreis. Tja, und unser negativer Eindruck von den Vermittlern wurde offenbar noch mal um einiges getoppt. Details erspare ich Euch mal, aber es sei doch bemerkt, dass uns tiefe Fassungslosigkeit beim Hören der Geschichte ergriffen hat. Die Welt ist manchmal ziemlich klein (und ziemlich fies).

    Nun ja, langsam geht es Richtung Wochenende und da gibt es wieder viel Programm (und auch noch einiges vorzubereiten). Werde mich mal so langsam ans Werk machen.

    Liebe Grüße

    J. // 07

    Hallo ollic,

    Zitat

    ich kann ja nicht verlangen das sie auch keinen alkohol trinkt.


    Das hast Du ganz richtig erkannt. Du kannst lediglich die Wichtigkeit Deiner eigenen Trockenheit bewerten und Dir bei einer solchen Situation die Frage stellen, wie sehr Dich dieses Geschehen in Deiner Nüchternheit negativ beeinflusst. Das ist jetzt zwar ganz allgemein ausgedrückt, aber Du solltest Dir immer ins Gedächtnis rufen, dass trinkende Menschen in Deiner Umgebung eine Gefahr für Dich darstellen können – und zwar völlig unabhängig davon, ob Du diese Menschen liebst und ihnen deshalb ein Mehr an Verhaltensmöglichkeiten erlaubst.

    Ich persönlich finde es wichtig, dass Du mit Deiner Frau über solche Dinge offen sprichst. Ich glaube, sie hat mehr davon, wenn sie Dich in Deiner Trockenheit unterstützt, als wenn sie aus einer Partylaune heraus einen Rückfall bei Dir provoziert. Und auch Du solltest ehrlich zu Dir selbst sein: Wenn Dir Deine Trockenheit wichtig ist, dann möchtest Du auf Dauer auch keine Frau an Deiner Seite haben, die mehr oder weniger häufig angetrunken ist.

    Thematisiere das alles mal mit Deiner Frau zusammen.

    Liebe Grüße

    J.

    Anja :

    Zitat von Anni73

    ... aber wenn ich mich nur mit Leuten austauschen würde, die annähernd meinen IQ hätten, hätte ich nicht viel zu erzählen.


    Ist er jetzt zu hoch, oder zu niedrig?

    T'schuldigung, aber der musste sein :wink: . Nix für Ungut.

    Aber Du hast natürlich Recht: Ruhig noch ein paar mal hingehen und schauen, wie sich die Chemie entwickelt. Auch die manchmal etwas derbe Sprache hat schon ihren Sinn - Ob wir nun ein edles Tröpfchen verköstigt haben oder eben doch nur gesoffen: Der Verlust der eigenen Kontrolle ist der wesentliche Punkt in der Geschichte.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Katharine,

    Ich weiß nicht, ob ich Dich wieder auf den Boden holen kann, aber ich kann Dir zumindest meine Erfahrungen mit auf den Weg geben :wink:

    Ich hatte neben unserem Forum hier bislang Kontakt zu vier verschiedenen Selbsthilfegruppen und habe in keiner dieser Gruppen das Gefühl bekommen, nicht angenommen oder mit meinem 'Problem' schief angeschaut zu werden. Das liegt einerseits sicher daran, dass ich grundsätzlich gewisse Anlaufschwierigkeiten mit mir unbekannten Personen habe und allein aus der erfolgreichen Präsentation meiner selbst einiges an positiver Energie gewinne, andererseits aber sicher auch an der Tatsache, dass ich über den Austausch über unsere gemeinsame Erkrankung hinaus keine besonderen Erwartungen an diese Zusammenkünfte stelle. Alles, was an positiven Seitengesprächen entsteht, betrachte ich sozusagen als Zugabe und eben nicht als zwingende Notwendigkeit. Einen Gewinn ziehe ich auch aus Abenden, an denen sich die Truppe mehr oder weniger schweigend wieder trennt – diesen Schuh (alle schweigen, weil ich dabei bin und mich keiner mag!) ziehe ich mir einfach nicht (mehr) an.

    Hoffe, das hilft Dir ein wenig.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Blizzard,

    da hast Du natürlich völlig Recht (und ich hatte dies letztlich auch so verstanden), aber ich denke, die tiefere Sinnfrage des Seins stellt sich ganz unabhängig vom gesellschaftlichen Kontext. Ein Mehr an Freiheit und Möglichkeit bedingt dabei selbstverständlich auch ein Mehr an Eigeninitiative, wenn man diese Sinnfrage für sich selbst zufrieden stellend beantworten möchte. Der von Dir (bzw. Frankl) aufgeführte Vergleich zum ‚Menschen von Gestern mit seinen Traditionen’ ist eben genau dadurch geprägt, dass die Freiheit des Denkens und Handelns in früheren Zeiten durch gesellschaftliche/wirtschaftliche/religiöse Konventionen stärker eingeschränkt war, als sie es eben heute ist.

    Somit verbleibt dem Fragenden nur die Suche in sich selbst :wink:.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Gotti,

    Dank Dir für Deinen Hoffnungsstupser :wink: .Wir waren gestern Abend noch einmal im KH und scheinbar stabilisiert sich meine Schwiegermutter wieder. Die Sache mit der Intensiv-Option ist jedenfalls erstmal vom Tisch (natürlich aber noch nicht 100%-ig ausgeschlossen). Ich bin auf alle Fälle sehr erleichtert.

    Liebe Grüße

    J. // 09