Beiträge von JoeDoe

    Hallo Eric,

    nach fast einem Jahr der Abstinenz gehöre ich zwar wahrlich nicht zu denjenigen, die sich als Langzeittrocken bezeichnen können, aber ich mag Dir trotzdem kurz meine Sicht zu Deiner Frage schildern:

    Als ich mich dazu entschlossen habe, meinem Trinken ein Ende zu setzen, habe ich noch relativ viele Dinge gut auf die Reihe bekommen. Auch meine Gesundheit hatte noch keine signifikanten Schäden bekommen und auch aus meinem Umfeld, welches nur in Maßen Alkohol konsumiert, hatte sich noch niemand abgewandt. Dennoch war ich mir meiner Alkoholsucht bewusst und mir auch darüber im Klaren, das mein Weg sich seinerzeit immer weiter in eine Sackgasse fortsetzte.

    An diesem Punkt galt es für mich zu begreifen, dass mein Trinken eben doch weit mehr anrichtet, als ich es zuvor geglaubt habe. Ein Beispiel dafür sei der den ganzen Tag vorhandene Gedanke an das erste Bier zum Feierabend. Wie sehr mir dieser die Konzentration raubte und wie wenig normal er eigentlich ist, konnte ich am Anfang meiner Abstinenz gar nicht glauben. Erst über die Zeit und vor Allem mit der notwendigen Reflexion habe ich darüber Klarheit gewonnen und bin heute froh, diesen Unterschied wahrnehmen zu können. Aber: Das hat mich eben nicht angeflogen, das habe ich mir erarbeitet. Dies ist freilich nur ein Beispiel von vielen, aber es verdeutlicht ganz gut, dass Empfindungen und Einschätzungen über die Erleichterung eines trockenen Lebens am Anfang gar nicht so nachvollzogen werden können. Mir ging es jedenfalls so :wink: .

    Insofern finde ich es völlig in Ordnung, wenn man Frischlingen auch mit auf den Weg gibt, dass neben der Aufgabe des Trinkens auch noch ein bisschen mehr Arbeit an sich selbst auf dem Programm steht. Nur nicht trinken reicht ja bekanntlich nicht, aber ob man von einem harten und steinigen Weg sprechen muss, weiß ich auch nicht. Eine ehrliche Ansage sollte man jedoch schon erwarten dürfen.

    Ich empfinde meinen Weg übrigens ähnlich wie Du den Deinen: Eine Herausforderung (keine sportliche), mein Leben auf einer neuen, alkoholfreien Bahn in Zufriedenheit weiterzuführen.

    Soweit mal.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo zusammen,

    wieder ein langes und stressiges (positiv) Wochenende hinter mich gebracht.

    Leider wurden die Tage allerdings durch die Tatsache getrübt, dass meine Schwiegermutter ins KH gekommen ist und sich ihr Zustand zurzeit nicht besonders gut entwickelt. Grundsätzlich besteht zwar keine Lebensgefahr, aber man behält sich von Seiten des KH auch die Verlegung auf die Intensivstation zur besseren Überwachung vor. Also eben auch kein kleiner Husten mehr :cry: .

    Das sind dann doch die Situationen, die sich bei allem Bemühen der eigenen Kontrolle völlig entziehen und die man nur als stummer Zuschauer erlebt. Die aktive Einflussnahme beschränkt sich auf die Gespräche und das Bangen im Familienkreis. Wenn ich mir jedoch vorstelle, dass ich vor noch gar nicht so langer Zeit abends trotzdem meine ‚Portion’ getrunken hätte und dann schnarchend neben meiner Partnerin geschlafen hätte, dann erscheint mir mein altes Verhalten mehr als respektlos.

    Trotz der schlechten Neuigkeit ist es schön, dass ich heute anders handele.

    Liebe Grüße

    J. // 10

    Hallo Blizzard,

    da hast Du aber einen für meine Begriffe doch sehr weiten Bogen von der Über- bzw. Unterforderung hin zur allgemeinen Sinnsuche geschlagen. Ich muss allerdings zugeben, dass diese gedankliche Brücke tatsächlich ein sehr anregender Gedankenanstoß ist.

    Nur zu der ‚materiellen Überversorgung’ (Überflussgesellschaft) mag ich noch ein zwei Worte verlieren. Zunächst einmal ganz platt: Die Alternative zur Überflussgesellschaft ist eine Gesellschaft (oder Wirtschaft), die von Warenknappheit und Mangel geprägt ist. Diesen scharfen Grat zu treffen, der Produktion und Konsum in einer exakten Waage hält, erscheint mir utopisch und somit verbleiben eben nur Überfluss und Mangel. Ich persönlich tendiere dazu, lieber in Ersterem mein Dasein zu fristen. Nicht zuletzt hat der Zusammenbruch der Zentralverwaltungswirtschaften im Osten auch gezeigt, dass diese ‚Lebensart’ auch kein Mehr an Lebenssinn und -freude gebracht hat. Aber ich denke, damit betreten wir ein weites Feld, also belasse ich es auch bei diesem Statement :wink:. Denn ich werde die Welt nicht verändern! Ich kann nur mein eigenes Handeln beeinflussen und hoffen, dass mein Tun, sofern es anderen als Vorbild genügt, auch andere zu einem bedachten Umgang in Konsumfragen animiert. (Kurzaussage des ganzen Absatzes: Nicht so böse auf die Gesellschaft / Wirtschaft blicken, sondern eigenverantwortlich bessere Wege beschreiten :wink:).

    Ansonsten aber meine volle Zustimmung zu Deinen Worten.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lori,

    auch wenn es schön ist, auf dem Weg in die Abstinenz neue Freunde zu finden, die sogar dieses fast schon intime ‚Problem’ mit einem gemein haben, so solltest Du darauf achten, Dich nicht durch solche Rückfallgeschehen selbst in Gefahr zu bringen. Im Alkoholismus sind wir alle für uns allein. Die Entscheidung, sich wirklich dauerhaft vom Suchtmittel lösen zu wollen, muss jeder von uns ganz allein für sich treffen. Nur unter dieser Bedingung hat Hilfe einen Sinn. Und Hilfestellung können an einem solchen Punkt nur Menschen leisten, die selbst nicht von dieser Erkrankung betroffen sind, oder eben bereits die notwendige Sicherheit in der Konfrontation mit einem solchen Geschehen gewonnen haben. Ich jedenfalls würde es mir nach fast einem Jahr ohne Alkohol nicht zumuten wollen. Allein um mich zu schützen.

    Gib auf Dich acht.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lütze,

    Vielleicht mal ein kleiner Ansatz zum Nachdenken. Nicht viel, aber von einem wirklich erfahrenen Liebeskummerer:

    Sie wird nie wieder die gleiche sein,
    Sie wird sich nicht verändern,

    Du wirst nie wieder der gleiche sein,
    Du wirst Dich nicht verändern,

    Es braucht eben seine Zeit!
    (Anm. an die Red: Das ist kein Zitat, sondern eine freie Übersetzung).

    Die Welt ist groß und Du bist ein Teil von ihr. Also gib mal Gummi und schau Dich um: Da gibt es viele Menschen, die vielleicht mal einen Lütze-Fan-Club aufmachen und kleine Fähnchen mit Deinem Konterfei schwenken möchten. Das machen die aber nur, wenn der gute Lütze auch gedanklich bei ihnen ist, und sich nicht immer und immer wieder um eine nicht mehr existierende Achse dreht.

    Alles Gute und Liebe Grüße

    J. (der 14 Monate auf einem toten Gaul geritten ist, bevor er die Sinnfreiheit dieses Unterfangens endlich einsah)

    Hallo Gotti,

    keine Sorge, gute Bilder macht man mit dem Auge und nicht mit der Kamera … Das ist wie beim Autofahren: Mit einem teuren Wagen fährt man auch nicht zwangsläufig sicherer oder besser … aber Spaß machen tut es eben trotzdem :wink:. Wünsche Deiner Tochter viel Erfolg bei ihrer Ausbildung!

    Liebe Grüße

    J. // 13

    Hallo Gotti,

    jupp, mit einem solchen Hobby kann man schon mal den ein oder anderen Euro ausgeben ... allerdings ist 'Will haben!' ja auch noch nicht gleich 'Kann kaufen!' :wink: . Na ja, aber ich verdiene damit gelegentlich einige Euros zurück, das macht es dann auch wieder wett, also mal gucken (Die D700 ist übrigens eine N. und keine C.).

    Aber mal etwas anderes (bevor ich noch eine Abmahnung wegen fortgesetztem Off-Topic bekomme :wink:):

    Habe heute nach Massageprodukten für Füße geschaut und tatsächlich bei vielen Alkohol als Bestandteil festgestellt. Da ich keine Lust habe, die Füße meiner Partnerin in einer Kneipenduftwolke zu massieren, habe ich mich kurzerhand in einer Apotheke beraten lassen und auch etwas Alkoholfreies bekommen. Tatsächlich war bei den vorher betrachteten Produkten sogar eines dabei, welches den Alkohol nicht klein in der Liste der Inhaltsstoffe aufführte, sondern am Ende der Anwendungsbeschreibung in fetter Schrift (also fast schon plakativ) mit dem Satz: Enthält Alkohol! auf diesen speziellen Inhalt aufmerksam machte. Sehr löblich.

    Nun, das war auch schon meine kleine alkoholische Berührung für heute.

    Den Rest der heutigen Ereignisse (sehr spannend – aber eben völlig weg von unserem Thema) fasse ich mal in den nächsten Tagen zusammen. Bin jedenfalls von tiefer Fassungslosigkeit bewegt (allerdings auf einer abstrakten und mich in meinen Emotionen nicht erschütternden Weise :wink:).

    Soweit mal bis hier.

    Liebe Grüße

    J. // 13

    Hallo miteinander!

    So, langsam habe ich mich wieder beruhigt und kann meinen Alltag wieder ganz normal bestreiten. So ganz ohne die neu geweckten Sehnsüchte (… wobei mir das gestrige Gewitter doch wieder Appetit auf einen rauschärmeren Chip im KB-Format gemacht hat :wink:).

    Nun ja, ansonsten läuft bei mir alles im grünen Bereich: Solange noch keine Festanstellung für meiner einer in Aussicht ist, halte ich mich weiter mit kleineren Projekten über Wasser. Ist zudem auch etwas, was ich wieder auf meine Referenzliste werfen kann. Darüber hinaus bin ich weiterhin guter Dinge, auch wenn sich die Finanzlage (gerade auch wegen oben angerissener Thematik :wink:) immer noch als verbesserungswürdig erweist. Auf der anderen Seite habe ich so aber etwas mehr Zeit für meinen Hund und der soll / ich will / wir möchten in knapp 3 Monaten erfolgreich zur Prüfung antreten. Auch da läuft alles nach Plan *freu*.

    So, Essen machen steht jetzt auf dem Programm!

    Liebe Grüße

    J. // 14

    Hallo Lori,

    zum Thema Zahnarzt kann/will/muss ich Dir ja nichts mehr sagen, weil einfach schon alles dazu gesagt worden ist. Nur so am Rande: Ich könnte mir vorstellen, dass ein Zahnarzt wegen Körperverletzung verurteilt werden kann, wenn er einen trockenen Alkoholiker mit alkoholischen Mitteln behandelt. Wenn die Erkrankung jedoch vom Patienten verschwiegen wird, dann liegt die Verantwortung für einen eventuellen Rückfall ganz allein beim Patienten selbst … in Deinem Fall eben bei Dir!

    Nun ja!

    Zu Deiner neuen Bekanntschaft und den Ängsten, die Du dabei hast:

    Zitat von Lori

    Mein einzigstes Problem im Moment ist,ich habe mich verliebt,er weiß von meiner Krankheit und trinkt auch nichts mehr in meiner Anwesenheit.

    Also zunächst einmal: Das geht ja schnell bei Dir mit dem verliebt sein. Ich erinnere mich daran, dass Du erst kürzlich davon gesprochen hast, jemanden kennen gelernt zu haben. Nun soll das überhaupt keine negative Sicht werden, aber nach zwei, drei Wochen ist die Möglichkeit doch noch sehr groß, dass man eines Tages auch wieder getrennte Wege geht. Wie gesagt: Ich wünsche Dir nur das Beste, aber plane Deine Zukunft nicht zu sehr auf einer Beziehung, die noch so frisch und ungefestigt ist.

    Sollte es doch eines Tages zerbrechen, kann ich mich kommal nur anschließen:

    Zitat von kommal

    KEIN Mensch ist es wert, dass ich seinetwegen wieder trinke.


    Noch vor einigen Jahren, als ich noch trank, hatte ich auch einen sehr schweren Fall von Liebeskummer. Es wurde die mit Abstand heftigste Zeit meines Alkoholismus und dauerte 14 Monate! Niemand sollte sich selbst so wenig wert sein, und sich selbst in ein solches Loch stoßen.

    Ich glaube, du solltest hier dran:

    Zitat von Lori

    Ich gebe zu,ich mache auch nicht sehr viel für mich.


    etwas arbeiten.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Plejaden,

    ich sag nur: Überspannungsschutz in der Netzleiste :wink: .

    Bei Bekannten ist vor einigen Jahren tatsächlich der Blitz eingeschlagen. Die Schäden waren sogar beträchtlich, allerdings haben beide Computer den Vorfall unbeschadet (und ohne Schutz) überstanden. Allerdings hast Du natürlich auch Recht: Wer fordert schon gerne die Mutter der Porzellankiste heraus :wink:

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Fantasy,

    schade, dass Du noch nicht auf den rechten Dreh gekommen bist :cry:.

    Wie Du ja selbst aus den vielen, vielen Erfahrungen, die es hier zu lesen gibt, weißt, wird eine Trockenheit mit der Faust in der Tasche auf Dauer keinen Erfolg haben.

    Zitat von Fantasy40

    Das Problem ist, dass ich die Trockenheit nicht für mich will, sondern für andere und aus diversen Gründen

    Wenn Du keine Trockenheit möchtest, dann wird es sehr, sehr schwer, aber ich glaube, dass weißt Du selbst.

    Ich wünsche Dir, dass Du schon bald den Wunsch aus Dir heraus verspürst.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo zusammen,

    spannende Frage! Eine wirkliche Definition kann ich leider nicht bieten, aber zumindest habe ich eine grobe Idee.

    Ich persönlich empfand meine ersten abstinenten Tage und auch Wochen teilweise sehr positiv -stellenweise sogar euphorisch- durch die Tatsache, dass ich eben nichts mehr trinke. Allein aus dieser Tatsache heraus hat sich ein positives Erleben gebildet. Also ein gutes Gefühl (Rausch) durch nicht trinken (trocken).

    Das ist jetzt allerdings auch schon einige Tage her und meine Abstinenz erzeugt keine solchen ‚Freudentänze’ mehr in meinem Kopf, weil sie einfach schon zu einem guten Stück Normalität geworden ist.

    Möglicherweise käme es wieder, wenn ich auch solche Dinge tun würde:

    Zitat von Elocin

    Das er sich an einem Unmöglichen Ort für einen Trockenen Alkoholiker befand wusste ich, 3-Tage Saufparty mit Freunden ohne Rückzugsmöglichkeiten, na ja halt nichts gelernt.


    Aber das möchte ich eigentlich gar nicht ausprobieren :wink: .

    Nach diesem Verständnis ist der Trockenrausch zwar keine Vorstufe eines echten Rückfalls, aber doch ein gutes Zeichen dafür, dass man sich in seinem Denken noch nicht ausreichend vom Alkohol gelöst hat. Und das erhöht zumindest das Risiko für einen Rückfall.

    Kann aber auch alles Blödsinn sein, was ich da jetzt geschrieben habe, also freue ich mich auch auf weitere Meinungen :wink:.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Blizzard,

    eine sehr spannende Frage, und ich komme nicht umhin, sie doch wieder mit diesem so häufig kritisierten Wörtchen zu beantworten: Das ist wohl ganz individuell :wink: .

    Im Grunde verstehe und teile ich Deine Ansichten. Was mich an Deinem Beispiel mit dem Marathonläufer jedoch ein wenig stört, ist die Tatsache, dass dieser sich doch in einer sehr einfachen, geradezu einseitigen Situation befindet: Er läuft eben. Und auch wenn Du in Deinem Bildnis vom ‚Marathon des Lebens’ sprichst, so finde ich es doch etwas schwierig, diesen Vergleich so annehmen zu können. Immerhin könnte es ja sein, dass Dein Läufer auch ohne seinen Rucksack mit einem Handicap zu kämpfen hat: Vielleicht ist er blind, oder hat nur ein Bein? So würde er auch dem Feld hinterherlaufen und die Frage, ob sein Tun einen Sinn hat, würde ihn auch früher oder später ereilen. Wieder zurück auf das echte Leben projiziert möchte ich damit sagen, dass es sicher auch viele Menschen gibt, die nach der Aufgabe ihrer Trinkerei erst einmal mit diversesten Problemen konfrontiert werden. All die Sorgen und Nöte, die sich einst im wohlig verklärenden Nebel des Rausches verborgen haben, liegen nun offen und klar wie ein riesiger Berg auf dem eigenen Weg. Und ein Aufstieg mit Bedacht ist allemal besser, als sich im wilden Gipfelsturm zu überschätzen und dann den Halt zu verlieren.

    Meine (und sicher auch Deine) Ausgangslage beim Beginn der Abstinenz war mehr als ideal: Eine funktionierende Partnerschaft, ein offenes und nichttrinkendes Umfeld, genügend Interessen neben der Trinkerei etc. Diese Freiheit von Sorgen ist nicht jedermann vergönnt, für eine positive Sicht in die Zukunft aber von unschätzbarem Wert.

    In jedem Falle denke ich jedoch, dass man nie stehen bleiben sollte, wenn man noch das Gefühl von Unzufriedenheit in sich spürt. Denn in der Zufriedenheit mit sich selbst findet man auch die Balance zwischen Über- und Unterforderung.

    Soweit meine Gedanken.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Caruso,

    so ein wenig juveniler Enthusiasmus gehört natürlich schon dazu :wink:.
    (Wobei ich natürlich nachvollziehen kann, dass Dir als ‚Canonese’ eine solche Meldung überhaupt nicht schmecken kann :P / *Spaß*.)

    Aber im Ernst: Das ist doch auch ein wichtiger Teil der eigenen Trockenheitsarbeit: Etwas zu finden, was einem über das blanke Leben hinaus Spaß und Freude bereitet. Für mich gilt dabei zwar, dass dieses Hobby schon etwas länger existiert, aber auch, dass ich mich diesem jetzt doch viel intensiver und ‚erfolgreicher’ widmen kann.

    So, muss mich jetzt mal bemühen, bis zum Ende des Monats etwas Geld aufzutreiben … 2.600,- sind ja doch eine Menge Flocken ... Na ja, vielleicht wird es auch August oder September ... oder vielleicht doch erst nächstes Jahr ... mal gucken ... der ‚Will Haben!’-Effekt ist jedenfalls jetzt schon enorm :wink:

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lori,

    na, da hast Du ja schon wieder einen spannenden Tanz auf das Parkett gelegt :roll: .

    Wie geht es jetzt weiter? Mit Deinem Zahnarzt, Deiner Bekanntschaft und vor allem mit Dir?

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo zusammen,

    eigentlich wollte ich mir heute mal wieder ein wenig Zeit nehmen und ausführlich hier im Forum stöbern, nachdem ich das Wochenende und den gestrigen Tag nicht dazu gekommen bin, aaaaber: Schon wieder komme ich nicht dazu. Der Grund sei auch kurz erwähnt: Aus Japan ertönt nach langem Munkeln nun auch offiziell die frohe Kunde, dass der gelbe(!) Knipsenhersteller ein neues Produkt auf den Markt wirft. Dreistellig und eine ‚7’ im Namen tragend erfreut mir diese Neuigkeit den Tag und raubt mir auch so ein wenig die Zeit für unser Forum hier. Bin jetzt doch arg damit beschäftigt, die Sabberfäden aus meinen Mundwinkeln zu wischen :wink: .

    Aber nun mal ein Ende mit der kryptischen Faselei (die ohnehin nur beim Fotografiebegeisterten einen Sinn ergibt): Was ich sagen will: Es geht mir gut! Und Warum? Weil es eben mehr gibt, als das Trinken, als den Suff. Weil es eben auch andere Dinge gibt, die einen mit Freude erfüllen und den Tag versüßen können. (Auch wenn die mich bewegende News eher in den ‚Konsum’-Bereich fällt: Es ist eben mein Hobby und damit auch wichtig).

    Ich mach hier für heute Schluss, wünsche Allen trockene 24 und verziehe mich zum Diskutieren und ‚Hecheln’ über oben Angesprochenes auf eine andere (fachspezifische :wink:) Plattform.

    Liebe Grüße

    J.

    Vaan :

    Dachte immer, REM sei die leichtere Traumphase und eben nicht der Tiefschlaf *wunder*. Naja, aber gestört ist der Schlaf beim Trinkenden so oder so :wink: !

    @Catti:
    Jupp, genau das mit der inneren Mitte meinte ich! Entspannt und konstruktiv an die Probleme herangehen.

    Na, dann bin ich mal gespannt auf Deine Berichte.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Catti,

    erstmal schön, dass Du den Abend gestern gut hinter Dich gebracht hast!

    Ich kann Deine Gedanken und Sorgen gut nachempfinden. Vor einigen Monaten war ich in einer ähnlichen Situation und dachte, dass jetzt -ohne den Alkohol- doch alles automatisch steil bergauf gehen muss. Leider ist das aber ausgeblieben: Keine Glückwunschtelegramme von der Bundeskanzlerin, keine Ehrenmedaille von der WHO und selbstverständlich auch keine Firmenchefs, die bei mir die Bude eingerannt haben, um meine Gunst zu erlangen :wink: .

    Ich habe mich seinerzeit dann doch erst einmal darauf beschränkt, mich um mich und mein Alkoholproblem zu kümmern. Immerhin ist mir klar geworden, dass ich doch ein wenig mehr unternehmen muss, wenn ich eine wirklich umfassende Zufriedenheit erlagen möchte. Aber ich habe dabei natürlich auch die Gefahren (Stress/Ablehnung etc.) gesehen, die auf diesem Weg warteten und daher war mir die Stabilisierung meiner Trockenheit zunächst wichtiger.

    Nun sind bereits einige Monate vergangen und manche meiner Baustellen sind immer noch nicht zufrieden stellend bearbeitet, aber zumindest mündet die daraus resultierende Belastung nicht mehr in dem Wunsch, mich für einige Stunden mithilfe einiger Drinks auszuklinken. Das halte ich für einen wichtigen Punkt: Stress, Unwohlsein und Zukunftsängste ertragen zu können und zu lernen, hier konstruktiv gegenzusteuern. Aber das geht natürlich nicht über Nacht und wichtig ist dabei natürlich, dass dies hier:

    Zitat

    Und doch erscheint mir das Leben ohne ihn komisch!


    nicht mehr in Deinem Kopf herumspukt!

    Liebe Grüße

    J.

    PS: Du kannst / solltest ruhig in (D)einem Thread bleiben – also nicht ein neues Thema beginnen

    Hallo Elke,

    das war ja auch nur ein Beispiel mit der Pubertät :wink:.

    Wichtig finde ich nur, dass Du vor Allem für Dich trocken lebst, denn nur so kannst Du dauerhaft zufrieden leben und den Anforderungen, die das Leben an Dich stellt, auch gerecht werden. Das schließt Deine Kinder selbstverständlich mit ein, geht aber noch ein kleines Stückchen darüber hinaus!

    Tja zum Rauchen: Ich wollte das auch aufgeben, aber dann war die Abstinenz doch wichtiger und ich hänge da wieder drin. Bei Dir ist das allerdings mit der Schwangerschaft natürlich etwas dringender. Drücke Dir mal fest die Daumen!

    LG

    J.