Beiträge von Plejaden

    Guten Abend,

    der Tag heute war sehr schön. Ich bin wieder um 7.30 Uhr aufgestanden, hab in aller Ruhe hier im Forum gelesen und gefrühstückt, dann ein wenig WoW gespielt; irgendwann hat es mich dann gepackt und ich hab tatsächlich Staub gewischt. Ich bin gut. Gegen Mittag bin ich dann joggen gegangen, war sehr schön wegen dem angenehmen Wetter. Leider war auch gerade deswegen sehr viel los auf dem Wanderweg :roll: aber das war irgendwie klar. Danach schön geduscht und ein kleines Wellnessprogramm eingelegt, dazu noch ein Schläfchen am späten Nachmittag. Dann gab es schon Abendessen, es wurd wieder gegrillt. Meine Eltern haben mich eingeladen bei ihnen unten Fussball zu gucken mit den Nachbarn, ich habe dankend abgelehnt, das sei mir zu Bierschwanger. Sie haben versucht mich zu überreden, ich bin hart geblieben.

    Ist schon allein für meine gute Laune besser so, da unten herrscht bei dem Spielstand jetzt wohl Grabesstimmung :lol: .

    LG
    Plejaden

    Das eigentliche Problem mit Mundspülungen ist (mal abgesehen von dem alkoholfreien Umfeld), dass du bereits über deine Mundschleimhaut Alkohol aufnimmst, und das sind nicht nur ein paar Moleküle. Dein Körper registriert sofort geringste Spuren von Alkohol in deinem Blut, und auch gleich im Gehirn - Alkohol ist eines der wenigen Nervengifte, die die Blut-Hirn-Schranke ungehindert passieren können. Die Tatsache, das Mundspülungen dazu noch eine gewisse Zeit im Mund verbleiben müssen (halbe Minute?) verstärkt diesen Effekt noch.

    Du hast viele Ängste; aber du wirst dich ihnen eines Tages stellen müssen, denn die Rückzugsmöglichkeit "Alkohol" ist für dich hoffentlich keine Alternative mehr. Im Gegensatz zum Alkohol ist gezielte Konfrontation und Exposition bei Ängsten wirksam und heilsam. Nur du musst irgendwo damit anfangen.

    LG
    Plejaden (die seit ihrem 11 Lebensjahr an Ängsten leidet und sie nun fast los ist)

    Hallo brit,

    ich weiß zwar nicht was passiert ist, aber ich habe dasselbe Problem. Ich versuche auch eigenverantwortlicher zu werden, selbstbestimmter, und habe auf diesem Weg auch mehr Gegenwind bekommen als Zustimmung erfahren. Trotzdem bin ich hartnäckig geblieben und jetzt zahlt es sich so langsam aus.

    Weißt du, oft merkt dein Gegenüber es sofort wenn du unsicher wirkst, einige haben dann sofort einen Fuß in der Tür und setzen nach. Das kannst du nur durch Üben vermeiden.

    Das schlechte Gewissen wurde bei mir mit der Zeit besser. Mit dem jetzt vorhandenen Abstand wird mir so richtig klar was die Leute da zum Teil "mal eben" von mir verlangt haben!

    LG
    Plejaden

    Guten Abend,

    ich schreibe mal rasch zwischen zwei DVDs ;) . Aus dem Griesbrei heute morgen ist nichts geworden, meine Eltern sind nicht gefahren, schade eigentlich. Dafür bin ich um 7.30 Uhr aus dem Bett gefallen (ich liebe es früh aufzustehen) und bin Brötchen holen gegangen. Hab gemütlich gefrühstückt und hier im Forum gelesen. Dann ein wenig WoW gespielt und anschließend hat mich der Aufräumfimmel gepackt ;) . Ich hab tatsächlich gesaugt, gespült und ein wenig aufgeräumt. Morgen werde ich Staubwischen. Danach habe ich gemütlich Kaffee getrunken, aus dem Fenster geschaut, Musik gehört, geträumt. War sehr entspannt. Abends hab ich dann Lust auf DVD gekriegt und nun tippe ich hier.

    Ach ja, an der Gesellschaftsfront tut sich auch was: ich hab heute eine Email an die Mädels geschrieben, mit denen ich in Rom auf einem Zimmer war - wir hatten mal so angerissen in Indiana Jones zu gehen, uns aber vorher zu treffen und alle drei Filme nochmal zu gucken. Das ist ein wenig eingeschlafen, aber nicht mit mir ;) . Ich bin sehr gespannt ob daraus was wird und was sie antworten werden, drückt mir die Daumen :D .

    So, nun ist es Zeit für den zweiten Film, sonst schlaf ich am Ende noch vor dem Fernseher ein. Einen schönen Abend noch!

    LG
    Plejaden

    Hallo Lütze, ich wollte dir rasch antworten. Deine Zeilen bewegen mich gerade sehr; ich habe das Gefühl, dass es bei dir *Klick* gemacht hat.

    Ich habe mehrere solcher *Klicks* hinter mir; sie erschüttern Welten. Plötzlich hatte ich die Irrwege gesehen, von außen, von oben, statt mich darin zu verlaufen. Kennst du den Film "Die Matrix"? Das ist so ähnlich: Als ich die Illusion (den Selbstbetrug) einmal durchschaut hatte, konnte ich nicht mehr in sie zurückkehren. Das war mit meinen Ängsten so; das war mit meiner Partnerschaft so; das war mit dem Alkohol so.

    Loszulassen ist schwer, aber es ist möglich. Du musst dein Ziel ins Auge fassen und dich darauf konzentrieren. Andere Gefühle sind legitim. Registriere sie. Gefühle sind immer echt, immer wahr, haben immer eine Bedeutung. Aber gehe deinen Weg weiter. Du bist das Ziel.

    LG
    Plejaden

    Guten Abend,

    heute war ein (geistig) anstrengender Tag. Ich bin zwar erst um 7 Uhr aufgestanden, aber dann ging es los. Mein Freund ist heute nach Berlin gefahren, will dort am Sonntag Fussball gucken. Hab ihm schon angekündigt wenn er das nächste Mal fährt und ich keine Uni habe, dann komme ich mit. Werde dann den ganzen Tag Museumsinsel gucken ;)

    Wie dem auch sei, ich bin dann um 9 Uhr los, der Umsteigebus ist mir vor der Nase weggefahren und ich stand ne Viertelstunde auf einem zugigen Acker herum bevor es dann weiterging. An der Uni angekommen gab es erstmal ein Seminar und dann musste ich vier Stunden auf die Wochenend-Ausleihe warten. Die Zeit ging relativ schnell rum, ich musste gegen meine Planung in die Universitätsbibliothek, die überraschenderweise nächste Woche geschlossen hat - das ist ungut, übernächste Woche wäre mein Referat :shock: . Also schnell ein paar Kopien gemacht, dann zurück und - drei Stunden italienischen Text lesen. Argh! Aber ich bin ganz zufrieden mit mir, ich kam schnell voran und hab viel auf Anhieb verstanden. Sprachen lernen könnte noch ein neues Hobby werden 8) .
    Um vier Uhr gab es dann endlich Ausleihe, ich bin dann sofort in den Bus und heim. An der Haltestelle hat mich mein Vater überraschenderweise abgeholt, ob ich denn mit einkaufen kommen wolle? Klar wollte ich, hab mich erstmal mit frischem Gemüse eingedeckt :lol: .

    Zu Hause angekommen habe ich ein wenig WoW gespielt (ja ja......) und habe danach ein bisschen mit den Musterentwürfen rumprobiert, die ich letztens entworfen habe. Ich werd mal schauen was schöner aussieht, wenn ich sie digital coloriere oder per Hand. Bin mal gespannt auf das Ergebnis :lol: .

    Für morgen früh habe ich direkt ein Projekt: Wenn meine Eltern zum Walken fahren sollten werde ich mir wieder Griesbrei kochen. Ich liebe das Zeug 8) .

    LG
    Plejaden

    Guten Morgen,

    nein hast du nicht :lol: . Tatsächlich habe ich mich schon vor einigen Wochen intensiv mit dem Problem Online-Sucht und Sucht nach Spielen wie WoW auseinander gesetzt - nur um relativ erschrocken festzustellen, dass es darüber fast gar nichts zu lesen gibt. Das Problem ist in der Wissenschaftswelt scheinbar noch nicht angekommen.

    Letztendlich sind es drei Faktoren, die den Suchtfaktor ausmachen:
    1. Das Spiel hat kein Ende. Der Spieler muss selbst entscheiden, wann genug ist. Etwas Neues, Besseres kriegen kann man jedoch immer, was viele Leute kein Ende finden lässt.
    2. Das Spiel geht weiter, auch wenn der Computer aus ist. Das spricht die menschliche Angst an "etwas zu verpassen".
    3. Der soziale Druck durch andere Spieler. Wer nicht regelmäßig online ist, der bringt es zu nichts. Das ist auch mein Kritikpunkt an den Spielemachern: Nur wer tatsächlich süchtig spielt, d.h. sein RL zugunsten z.B. von Verabredungen zu großen Schlachtzügen regelmäßig hintenan stellt (regelmäßig = täglich, jeden Abend!) bringt es zur bestmöglichen Ausrüstung und erntet dafür in der Community die höchste Anerkennung. Wer diese Ausrüstung nicht hat erntet dagegen nicht selten Spott.

    Ich habe für mich alle diese Dinge ausgehebelt. Bin kürzlich aus einer Gilde ausgetreten, weil ich ungefragt zum Gildenmeister ernannt worden bin und plötzlich Stunden damit zubringen sollte neue Mitglieder zu werben :shock: . Mache nur Quests, weil man die machen kann wann man will und so schnell wie man will. An Gruppen nehme ich nur teil, wenn ich Zeit dafür habe - auch wenn ich dann tatsächlich oft den oben genannten sozialen Druck ausgehalten muss ("Ach komm, wir machen das schnell, dann schaffst du's noch zur Uni..."), woran ich aber letztendlich auch wachse. Nein heißt Nein.

    Letztendlich ist es, wie ich es gesagt habe - es ist alles hohl und nicht echt, wenn der Computer aus ist, ist alles Gold, Ruhm und Reichtum im Datennirvana verschwunden. Aber bei vielen Büchern oder Filmen ist es ja auch nicht anders ;) . Wenn ich ein Buch zu Ende gelesen habe, wenn ich die letzte Seite umschlage und die Deckel schließe, schließe ich auch die Welt, die ich für einige kurzweilige Stunden betreten habe. Sie löst sich dann auf, denn sie hat nur in meinem Kopf existiert.

    So, ist länger geworden als ich dachte, aber ich wollte das alles für mich selbst noch einmal präzisieren. Ich bin tatsächlich anfällig dafür in "Welten" zu versinken, das betrifft jedoch Kinofilme und Bücher genauso. Ich war z.B. mal wochenlang verrückt danach alles über die Hintergründe des Films "Donnie Darko" herauszufinden ;) , oder alles zu dem Buch "Eragon" zu erfahren.

    So Uni jetzt hier, wird ein längerer Tag.

    LG
    Plejaden

    Hallo Koko,

    Süchte entwickelt niemand "einfach so". Von Magersucht weiß ich (wegen einer Freundin :( ) dass dahinter Wunsch steckt immer beherrscht zu sein, sich unter Kontrolle zu haben, oder auch nicht erwachsen zu werden, kindlich zu bleiben.

    Meistens liegt ein tiefergehendes psychisches Problem vor, das durch die Sucht kompensiert werden soll. Es kann aber auch an etwas anderem liegen wie etwa Überforderung im Beruf (aus der man keinen Ausweg sieht), langanhaltende Probleme/Überforderung bei der Kindererziehung... Irgendetwas, was einen unglücklich werden lässt, man fühlt sich selbst Nicht-Ok. Solange dieses Problem besteht, kann auch keine wirkliche Suchtfreiheit erlangt werden.

    Nicht umsonst wird Suchtverlagerung als so ein großes Problem gesehen.

    Herausfinden was nicht stimmt kannst du alleine, mit Hilfe des Forums oder (sehr empfehlenswert) mit professioneller Unterstützung.

    LG
    Plejaden

    Hallo Lütze,

    loslassen ist eine schwierige Sache, die ich vor einigen Jahren auch hinter mich bringen musste. Ich musste aus der klammernden, destruktiven Beziehung eine "normale" Beziehung machen oder sie gar beenden. Ich habe lange probiert und versucht; loslassen ist unendlich schwierig.
    Der Durchbruch war geschafft als ich es geschafft hatte den Fokus auf etwas anderes zu richten. Ein neues Ziel etablieren, aber das Alte erst mal da bleiben lassen. Eine Zeitlang existierten beide Ziele nebeneinander, ich blieb hartnäckig, schließlich hat das neue Ziel "gewonnen".

    Das neue Ziel war ich selbst.

    Wachsen tue ich auch, werde souveräner, lasse mich zwar noch einschüchtern, aber es braucht immer mehr dazu. Ich bin wer! Und du auch.
    Ich probiere mich auch aus, baue Kartenhäuser. Was wichtig ist - die Kartenhäuser testen, durch Handeln und Taten. Hält es vielleicht mehr aus, als du dachtest? Ist es vielleicht doch aus Stein? Ich habe schon einige solcher Häuser gefunden, und es werden immer mehr werden.

    LG
    Plejaden

    Guten Abend zusammen,

    heute war wieder ein langer Tag, also schreibe ich jetzt erst. Weil er eben so lang war, bin ich erst um 8 Uhr aufgestanden, hab gefrühstückt und dann hier im Forum geschmökert und dann - das Bad sauber gemacht! Unglaublich ;) . Danach ging es dann aber zur Uni, dort war zwei Stunden arbeiten angesagt, dann eine Vorlesung und anschließend zwei Stunden Bibliotheksarbeit. Danach kam dann ein Vortrag dran - und der Typ fand einfach kein Ende :? . Hätte der ganze Spaß auch nur eine Minute länger gedauert, hätte ich meinen Bus verpasst. Danach wollte der Dozent uns noch einladen bei einem "netten" Umtrunk das Fussballspiel zu gucken, darauf habe ich natürlich dankend verzichtet.

    Zum morgendlichen Badputzen: Das war gut. Daran kann ich mich gewöhnen, morgens direkt für Ordnung zu sorgen. Mir kam gestern eine Idee: ich mache einen Wochenplan, jeden Tag erledige ich eine andere Kleinigkeit, welche, das entscheide ich spontan nach Tagesform. Ich habe einige Wochen lang früher mal versucht es wie meine Mutter zu machen und einmal pro Woche einen "Putztag" zu veranstalten, aber das geht gar nicht. Ich bin kein Putztagtyp ;) .

    JoeDoe : Solche Fälle kenne ich tatsächlich auch. Darunter ein Familienvater, der Frau und kleines Töchterchen verlassen hat weil sie ihn beim Spielen genervt haben. Das Problem entsteht erst, wenn die Leute dem Druck nachgeben im Spiel mehr erreichen zu wollen als im RL; und um in diesem Spiel etwas zu erreichen zu können, muss man zwangsläufig sein RL vernachlässigen. Aber letztendlich ist alles, was man in diesem Spiel erreichen kann irgendwie... hohl. Leer. Bedeutungslos. Ein Zeitvertreib eben.

    Ach und noch etwas: Wer meine Beiträge der letzten Monate aufmerksam verfolgt wird feststellen, dass ich vor WoW fast täglich Viva Pinata, davor Oblivion und davor Morrowind gespielt habe ;) . Zwischendrin dann nochmal Devil May Cry, aber das habe ich ja nicht selbst gespielt, weil ich für dieses Rumhopsen zu ungeschickt bin. Gott sei dank 8)

    LG
    Plejaden

    Guten Morgen,

    ich denke ein großer Anteil, der dafür sorgt dass wir in destruktiven Verhältnissen stecken bleiben ist die Angst vor Veränderung. Diese Angst kann sehr sehr mächtig sein, du brauchst dich nur im Co-Bereich umzusehen. Selbst wenn das Leben zerstörerisch und quälend ist, so ist es doch bekannt, man weiß was passieren wird, man weiß was von einem erwartet wird etc.

    Dagegen beinhalten neue Verhaltensweisen und eine Änderung der Lebensverhältnisse Unsicherheiten: Was ist wenn ich scheitere? Wenn ich nicht trocken werde? Ohne Alkohol nicht zurecht komme? Ich es ohne meine/n Partner/in doch nicht schaffe? Mir das Geld ausgeht?

    Diese Ängste können so stark werden, dass sie sie uns in destruktiven Verhältnissen verharren lassen. Wie man diese Ängste überwindet, gute Frage. Mir hilft es immer, das angstbesetzte Ziel ins Auge zu fassen, mich jeden Tag ein wenig damit zu beschäftigen. Meistens verliert es dann seinen Schrecken nach einiger Zeit.

    Eine weitere Sache ist, dass viele Sachen die uns guttun zunächst einmal Energieeinsatz verlangen. Wir müssen etwas investieren um dann am Ende mehr herauszubekommen. Vor dem müden Wohlgefühl nach dem Sport steht die Überwindung, die Anstrengung. Vor der schönen sauberen Wohnung das leidige Aufräumen. Dagegen bieten einige Dinge scheinbares Wohlgefühl ohne vorherige Anstrengung: Lesen, Computer spielen, Fernsehen gucken... Jeder findet sicher so eine Beschäftigung in seinem Leben, und wenn man nicht aufpasst, dann tut man eben nur noch das. Allerdings tun diese Beschäftigungen nur in Maßen gut, denn vom TV-gucken wird man unsportlich und kriegt nach drei Treppenstufen Schnappatmung (= die Lebensqualität sinkt).

    Letztendlich ist eines am Wichtigesten: Nicht mit der Vergangenheit hadern. Das habe ich lange getan und es hat mich wertvolle Lebensenergie gekostet. Was geschehen ist, ist geschehen. Es sollte nur nicht wieder passieren.

    LG
    Plejaden

    Guten Abend,

    in der Halbzeitpause schreibe ich mal kurz ;) . Heute war wieder ein anstrengender Tag im geistigen Sinne, ich musste wieder zwei Vorlesungen nacheinander zu besuchen. Das mache ich auch nicht nochmal, wenn ich es verhindern kann. Davor und danach hab ich jeweils eine Stunde in der Bibliothek gelesen. Dann ging es nach Hause, dort ein wenig Mittagessen und ein Nickerchen. Noch ein wenig WoW gespielt und dann hab ich mit dem Zeichenprogramm am Computer so Muster entworfen, die ich immer gerne ausmale. Hab ich zum ersten Mal auf diese Weise versucht, hat nicht ganz so gut geklappt wie ich dachte, aber so schnell gebe ich nicht auf ;) .

    JoeDoe : Stimmt, das ist einfacher. Aber du weißt doch, ich kann mich nicht kurz und knapp ausdrücken ;) .

    So, ich schaue jetzt mal weiter ob sich die Bundesjogis nun von unseren türkischen Freunden die Butter vom Brot nehmen lassen ;) .

    LG
    Plejaden

    Kleines Postscriptum: Mir ging es so, vielleicht geht es anderen ähnlich - ich hatte am Anfang Probleme Vorsatzformeln und Leitsätze positiv zu formulieren, weil der Satz auf diese Weise positiv besetzte Wörter enthielt die auch noch mich bezeichneten :shock: .

    Zum oberen Beispiel: Der Satz "ich bin nicht traurig" enthält immer noch das Adjektiv "traurig", das war bekannt und gewohnt. Aber "ich bin fröhlich"...

    Ich weiß, sehr verdreht. Ich war aber sehr depressiv, und da passieren solche Gedankengänge schnell. Dieser Mechanismus ist mir auch erst im Nachhinein klar geworden.

    Ganz kurz nur vor der Uni:

    Wenn man versucht sich durch Autosuggestion zu beeinflussen und dabei denkt "Ich bin nicht traurig" kann irgendein Teil des Gehirns (mir ist grade entfallen welcher) die Verneinung nicht verarbeiten und es kommt "Ich bin traurig" heraus. Also das Gegenteil dessen was man eigentlich erreichen wollte.
    Besser ist es alles positiv (im Sinne von Nicht-Verneinend ;) ) zu formulieren, in unserem Fall: "Ich bin fröhlich"

    Das ist ganz konkret für die Trockenheitsarbeit ganz wichtig. Wenn ich Suchtdruck bekomme und dann denke "ich will nicht trinken"... böse Falle. Lieber: "Ich bin trocken und ich bleibe trocken"

    Ob das mit der Verneinung wirklich stimmt kann ich jetzt wissenschaftlich nicht belegen. Solange ich mir nicht sicher bin formuliere ich eben alles positiv, auch AT-Vorsatzformeln. Sicher ist sicher ;)

    LG
    Plejaden

    So, gestern Abend war ja Chat, sehr aufschlussreich. Für alle Interessierten: Mein Freund hat meine SIM-Karte wiedergefunden und ist beim DVD-Gucken nicht eingeschlafen (oh-ho 8) ) dafür aber anschließend am Computer. Manchmal könnte er mir leid tun, wenn ich nicht wüsste, dass er selbst Schuld daran ist ;) .

    Wie dem auch sei, heute war unerwartet ein langer Tag. Ich bin um 8 Uhr auf zur Uni, hab gelesen, danach ein Seminar und anschließend eine Stunde arbeiten. Während der Arbeit hat mich eine Kommilitonin gefragt ob ich nicht heute Abend für sie zum Vortrag gehen könne. Sie muss da immer aufbauen helfen. Sie sah wirklich nicht gut aus, ganz blass und hat gezittert. Ich habe dann zugesagt, bin nochmal rasch nach Hause, Mittagessen und Umziehen, dann wieder zurück zur Uni. Dort noch ein wenig gelesen und dann den Vortrag bestritten. Der war super, der Referent war witzig und charmant, so vermittelt sich Wissen doch wesentlich besser. Um 20 Uhr ging es dann nach Hause.

    Noch in aller Kürze: ich habe heute morgen irgendwo im Forum einen Satz gelesen, der mich sehr beeindruckt hat. Sinngemäß lautete er: Ich bewege mich innerhalb meiner Möglichkeiten, wenn das jemandem nicht reicht, dann ist das sein Problem.
    Ich hatte früher immer das Problem, dass ich zugelassen habe, dass Leute mich über mein Limit gepusht haben. Ich habe dem Druck nachgegeben udn nacher ist dann alles in sich zusammengebrochen, weil ich die mir gestellte Aufgabe nicht geschafft habe. Wie auch, sie lag außerhalb meines Limits. Es ist jetzt mein Pflicht für mich einzustehen und mich selbst zu beschützen.

    JoeDoe : Diesen "Versuchungsgedanken" bin ich ja vor einiger Zeit entkommen, indem ich ganz objektiv geschaut hab, war es WIRKLICH so "schön" sich zu betrinken oder mit anderen zusammen "ein Bierchen zu heben"?
    Nein, es war nicht mehr "schön". Da war nur noch Gier, unstillbare Gier nach dem ersten Glas nach mehr mehr mehr, Angst, nicht genug abzubekommen, Flaschenzählen, Gedankenkarusselle ("Eigentlich reicht es für heute, ich bin schon total betrunken, es geht mich bereits schlecht, aber wenn ich jetzt aufhöre zu trinken ist der Abend "gelaufen".")
    Im Augenblick kann ich gar nicht in Worten ausdrücken, wie sehr ich das nicht mehr will. Sieht man allein schon daran, dass ich dazu keinen Satz finden konnte der keine Verneinung enthält ;) . Verneinungen können vom Gehirn nämlich nicht verarbeitet werden, sagt mir meine Therapeutin.

    LG
    Plejaden

    Guten Abend,

    heute war nochmal ein ruhiger Wochenend-Tag. Ich bin erst um 10 Uhr aufgestanden (uuuuiiiii...) und hab einen kurzen Morgenspaziergang gemacht, bevor ich meinen Freund geweckt hab. Wir haben gefrühstückt, dann hab ich WoW gespielt und er ist zum Fussball gefahren. Zwischendurch war ich noch duschen und hab die Betten neu bezogen. Ich liebe es in einem frisch bezogenem Bett zu schlafen :lol: könnte mich immer sooo reinkuscheln! Dann noch ein bisschen aufgeräumt.
    Abends haben wir gegrillt, meine Eltern hatten so ein "Kartonfass" Wein aufgemacht, da war mir der Alkohol zu nahe und ich habe drinnen gegessen.

    Heute bin ich hier irgendwo im Forum wieder über den Satz "nie wieder Alkohol" gestolpert. Ich weiß noch sehr genau, am Anfang meiner Trockenheit hat mir diese Aussicht sehr große Angst bereitet. Das war auch der Grund, warum ich so lange auf der Suche nach dem goldenen Mittelweg war - kontrolliert trinken, aber bloß nicht ohne Alkohol leben müssen!
    Inzwischen hat "nie wieder Alkohol" oder "ein Leben lang kein Alkohol" etwas Befreiendes, Erleichterndes für mich. Es ist wie ein Versprechen an eine schöne Zukunft, wie "ich sorge gut für mich, heute und für alle Tage".

    Ich bin sehr froh, dass ich es heute so sehen kann, nach monatelanger Arbeit an mir und meinen Gedanken. Und der Weg geht weiter.

    LG
    Plejaden

    Hallo Koko,

    ich hatte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie du. Aufgrund meines Selbsthasses habe ich mich früher sehr an meinen Partner geklammert, er sollte das "Fehlende" (die Selbst-Liebe) ersetzen. Auf einem Bein konnte ich nicht stehen, er sollte mein zweites Bein sein.

    Erst als ich vor mehr als zehn Monaten mit dem Trinken aufhörte setzte langsam ein Prozess ein. Erst kam die Selbstachtung - ich bin keine Versagerin, die nichts auf die Reihe kriegt, ich kann etwas bewegen, ich bin wer!

    Zum anderen war mein Selbsthass auf sehr verdrehte Weise fremdinduziert: Ich wurde seit frühester Kindheit an psychisch gequält, von vielen Seiten aus suggerierte man mir, dass ich ein krankes, ekeliges Nichts sei. Irgendwann glaubte ich das selbst und hasste mich selbst um allen zu zeigen: Ja, ihr habt ja Recht, ich bin ekelig und krank, pervers und verdreht, jemand wie mich gehört ausgerottet.

    Irgendwann im Laufe meiner Trockenheit kam erst die Überzeugung: Zu was ist all der Selbsthass gut? Was bringt er mir? Was hat er eigentlich für einen konkreten Nutzen? Verblüffend für mich kam das Ergebnis: Keinen. Also kann ich es doch gleich aufgeben.
    Später kam dann die Erkenntnis: Was andere Leute von mir denken, ob ich in ihren Augen verdreht, ekelig oder krank bin, kann mir egal sein. Ich muss nicht alles für mich annehmen, ich muss mich keiner opinio communis beugen, ich kann und darf von mir denken und halten was ich will.

    Irgendwann kam dann die Selbstliebe. Und erst jetzt erkenne ich, dass ich mir die letzten Jahre das Leben selbst zur Hölle gemacht habe - für nichts und wieder nichts. Selbsthass ist das Überflüssigste was es auf der Welt gibt.

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    heute war der gemütliche Tag, den ich mir durch mein Nein-Sagen quasi "erarbeitet" habe 8) . Ich bin um acht Uhr aufgestanden, hab einen Tee getrunken und bin dann los Brötchen kaufen. Nach dem Frühstück hab ich WoW gespielt, und musste feststellen - mit dem Nein-Sagen ging es heute erst richtig los! Alle fünf Minuten wurde ich über den Chat in Instanzen eingeladen - das sind Gebiete, die man nur in Fünfer-Gruppen schafft, also sind immer einige Leute daran sich so eine Fünf-Mann-Gruppe zusammenzusammeln.
    Nachdem ich dann zum zehnten Mal Nein gesagt habe, habe ich dem Glück etwas auf die Sprünge geholfen und den Charakter in den DND-Modus versetzt (Do Not Disturb = Bitte nicht stören). Gut, ich weiß, das geht im wirklichen Leben nicht, aber Herrgott, es ist meine Freizeit :roll: :lol:

    Gegen frühen Nachmittag bin ich dann nochmal los und hab etwas eingekauft und weil meine Eltern weg waren hab ich mir was Feines gekocht, unter anderem leckeren Schoko-Griespudding. Jetzt bin ich papp-satt.

    Andi : Stimmt eigentlich, wie soll ich bloß erwachsen werden wenn ich immer von so einem Haufen umgeben bin :lol: . Aber es tut mir sehr gut.

    Lütze : Du schreibst mir aus der Seele. Ich habe früher meine Absagen immer begründet, um die Verletzung für den Anderen zu verringern; ich wollte also nur nett sein. Aber die haben es natürlich anders gesehen, nämlich dass ich unsicher bin oder noch zu überreden sei, und haben erst recht nachgebohrt. Seitdem ich stringent bin geht es gut.
    Und ja, ich fühle mich mit jedem Tag eigenverantwortlicher. Nicht mehr fremdbestimmt, als Spielball finsterer Mächte (ja ja, das war mal - nasser Pathos)

    LG
    Plejaden

    P.S.: Heute ist übrigens Mittsommernacht; genießt den längsten Tag des Jahres :lol:

    Guten Abend,

    so nun ist endlich Wochenende - und ich bin froh drum. Bin heute Morgen wie gewohnt aufgestanden und hab ein wenig im Forum geschmökert, danach ging es dann zur Uni. Dort hab ich ein wenig gelesen und bin dann zu einem Seminar, musste dort ein Referat halten. Ist gut gelaufen, die Dozentin ist zufrieden :) . Danach wollte ich eigentlich noch mehr lesen, doch ich musste arbeitstechnisch was machen, verschwundene Dinge suchen, die mein Kollege verlegt hat. Argh! Aber ich habe alles gefunden und bin dann heim. Das geht schon die ganze Woche so und deshalb hab ich mir gesagt: Stopp, jetzt ist mal gut.

    Daheim hab ich Mittag gegessen und dann die Zoosendung geguckt - ich mag das unglaublich gerne! Danach noch ein wenig WoW gespielt und gelesen, und nun schreibe ich hier.

    Ich kann inzwischen übrigens richtig gut Nein sagen! Ich hatte die letzten Wochen reichlich Gelegenheit zu üben, hauptsächlich auf der Arbeit aber auch ein wenig in der virtuellen Welt. Ich spüre, wie ich immer "authoritärer" werde (weiß nicht wie ich das anders ausdrücken soll :oops: , ich hoffe ihr versteht was ich meine?), ich kann immer bestimmter sagen "Nein, heißt nein und damit basta."
    Ich habe das Gefühl in den vergangen Monaten gewachsen zu sein. Ich wollte erst schreiben, erwachsen geworden - aber das bin ich nicht :lol: . Die meisten Kommilitoninnen halten mich für 5-8 Jahre jünger als ich wirklich bin. Das freut mich irgendwie.

    LG
    Plejaden