Beiträge von Plejaden

    Guten Abend,

    gestern hab ich es nicht mehr geschafft zu schreiben, mein Freund und ich sind ziemlich früh ins Bett gegangen. Hat richtig gut getan :) .

    Heute war auch ein langer Tag: Bin um 6 Uhr aufgestanden wie immer und bin erst um 10 Uhr zur Uni; dort dann zwei Stunden arbeiten, danach eine Vorlesung, anschließend eine nette Unterhaltung mit zwei Kommilitonen und einem Dozenten, danach Bibliothek und dann wieder ein Vortrag - wie ab jetzt jeden Donnerstag *urks* . Anschließend ging es dann um 20 Uhr nach Hause.

    Die Atmosphäre war extrem seltsam, als ich dann vom Bus hierhin gelaufen bin: Die erste Minute des Fussballspiels waren schon angebrochen und die Straßen sind wie leer gefegt. Dafür dringt eine eindeutige Geräuschkulisse aus mehreren Wohnzimmern. Ich bin froh, nicht in einer von diesen Kneipen, in einem Stadion oder bei Großleinwand-Fussball zu sein. Hier ist es gemütlich und alkfrei.

    Gestern hatte ich noch einen Test gemacht, mein Freund musste herhalten. Er wollte, dass ich mit einer Bekannten zusammen auf einem Fussballturnier Kuchen und Getränke verkaufe.
    Mal abgesehen davon, dass das per se nichts für mich ist, habe ich die letzten Wochen gemerkt wie sehr ich das Wochenende (noch) für mich brauche. Ich hatte jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder ich sage ab mit der Ausrede, etwas für die Uni tuen zu müssen (=Arbeit haben). Das habe ich bisher immer getan und dafür Mitgefühl und Verständnis geerntet. Heute habe ich aber abgesagt, weil ich Zeit für mich haben will (= für mich, Eigenverantwortung). Und natürlich wurde das keineswegs so positiv aufgenommen. Ich hatte aber nur kurz ein schlechtes Gewissen, jetzt überwiegt die Freude: ich habe etwas für mich getan! Mich für mich eingesetzt. Es geht weiter Schritt für Schritt.

    JoeDoe : Ich finde es ist immer gut die Sache mit dem Zwang wirklich sehr wörtlich zu nehmen, dann fällt auch das Nicht-Wollen in sich zusammen. Meiner Meinung nach ist da das Bild bei den Co's: "Schiebst du deinem Angehörigen den Trichter in den Mund und kippst Alk rein?" sehr eindrücklich. Das hat natürlich nie jemand getan. Ich habe es gewollt.

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    heute war noch ein Krankheitstag. Mir war zwar nicht mehr schlecht aber ich hatte noch Bauchschmerzen, ziemlich fies. Bin aber trotzdem normal aufgestanden, um 8 Uhr zur Uni; dort eine Stunde in der Bibliothek gearbeitet, dann ein Seminar besucht und anschließend noch eine Stunde "richtig" gearbeitet.
    Danach ging es nach Hause, ein wenig Mittagessen gegessen und dann ein bisschen auf der Couch ausgeruht. Hab wieder diese Zoo-Sendungen geguckt, die ich früher so gemocht habe 8) . Anschließend hab ich ein wenig WoW gespielt, und nun schreibe ich hier.

    Nochmal zu Sonntag: Wollen oder nicht wollen? Ich war mir damals ziemlich sicher, nicht trinken zu wollen - dann habe ich es aber doch getan. Dahinter steckte einfach ein fieser Selbstbetrug. Es gab mal eine Zeit, als der Alkohol für mich "positiv" war. Im Klartext (mit klarem Kopf sozusagen ;) ) bedeutet das, dass ich meine negativen Gefühle weggespült habe und Teile meiner Persönlichkeit auch. Ich wollte nicht so sein, wie ich bin! Natürlich macht der Alk es auch nicht besser.... so wie er nie irgendetwas besser macht.
    Irgendwann ließen diese "positiven" Effekte nach, das Trinken und der Rausch an sich trat in den Vordergrund - ich musste trinken um des Trinkens willen. Trotzdem lebte ich noch in einer Illusion, lange lange Zeit: Ich wollte, dass es wieder so wie früher wird mit dem Trinken. Genauso "schön" (genauso ausgelöscht). Aber das ist nur noch selten passiert. Trotzdem saß dieses Ding in meinem Kopf fest - diesmal KÖNNTE es ja wieder was werden, also musste ich es ja wieder versuchen.

    Ich wollte trinken. So einfach war das.

    kommal : Das mit dem Hinarbeiten auf den Rückfall war mir bisher nur theoretisch klar. Ich habe mir einige Gedanken darüber gemacht. Aber erst seitdem ich einige Rückfälle quasi "live" miterlebt habe wird mir erst richtig klar was alles dahinter steckt. Ich lerne von Tag zu Tag mehr.

    Dagmar : Auf sich zu achten ist sehr wichtig, ja. Und alles Schlechte schleicht sich meist langsam ein, denn würde es plötzlich kommen, würden wir es wohl eher bemerken. Hier mehr (zuviel) Arbeit, nicht auf sich achten...

    Ich arbeite seit meinem ersten Tag der Trockenheit daran mich besser kennen zu lernen. Damit ich in mich hineinhören kann und weiß, wie es sich anhören SOLLTE und wo Dissonanzen sind.

    LG
    Plejaden

    Guten Abend zusammen,

    heute ging es mir nicht gut, ich hab mir irgendwie den Magen verdorben :? . Bin um 7 Uhr aufgestanden, kann nicht schlafen wenn mir schlecht ist. Hab mich dann auf die Couch gelegt und ein wenig TV geguckt, bis es mir etwas besser ging, dann bin ich für zwei Stunden zur Uni arbeiten. Anschließend wieder nach Hause, ein wenig Mittagessen reingedrückt und wieder auf die Couch. Dort schön warm eingekuschelt und ein Nickerchen gemacht, dann noch TV geguckt. Ein Krankheitstag eben. Jetzt geht es mir besser 8) .

    Meinen Beitrag möchte ich auf morgen verschieben, weil ich schauen möchte ob jemand im Chat ist. Außerdem bin ich nicht dazu gekommen mir Gedanken darüber zu machen. Hab heute eher gegrübelt was ich gegessen haben könnte, dass mir so schlecht ist :? .

    Bis morgen, dann auch Antworten auf eure Beiträge! Danke schonmal auf jeden Fall.

    LG
    Plejaden

    Ach ja, nicht erschrecken - die Sache mit dem "Trinken, obwohl ich nicht trinken wollte" ist natürlich auf meine nasse Zeit gemünzt. Damals wollte ich ja auch ein paar Mal (sehr oft...) nichts trinken ("Diesmal schaffe ich es") und habe es dann doch getan. Wollte ich wirklich nicht?

    Guten Abend,

    so das Wochenende ist fast rum. War kurzweilig und ohne Langeweile ;) . Ich bin um 10 Uhr aufgestanden, hab in Ruhe gefrühstückt und dann WoW gespielt. Aber auch hier finde ich etwas positives: Ich lerne noch besser "Nein" zu sagen. Dann hab ich mich richtig gemütlich geduscht, mit kompletten Körperpflegeprogramm und Gesichtsmaske ;) , danach ein Nickerchen, ein bisschen aufräumen und lesen. Dann gab es schon Abendessen und nun schreibe ich hier.

    Ich habe mal ein wenig über "Wollen" nachgedacht. Ich habe hier öfters gelesen, dass ein Rückfall daher gekommen sei, dass jemand einfach so getrunken hat ohne es zu wollen. Das hat mir immer große Angst gemacht, ich hab echt gedacht irgendwann stratze ich mal wie ferngesteuert los und kaufe mir was :( .

    Inzwischen habe ich mich jedoch intensiv mit Selbstbestimmtheit beschäftigt; früher fühlte ich mich sehr sehr oft fremdbestimmt, d.h. andere "machen etwas mit mir" und ich "muss auf eine bestimmte Weise reagieren".
    Mit der Zeit merke ich jedoch, wie ich ein bestimmtes Maß an Selbstbestimmtheit erreiche. Auf Deutsch - ich fange an, die Binsenweisheit "das einzige was man im Leben tun MUSS ist Steuern zahlen und sterben" zu leben. Das meiste in meinem Leben passiert, weil ich es so will. Damit will ich mir keine Schuld geben und keinen Selbsthass. Diese Erkenntnis gibt mir selbst im Gegenteil viel Macht über mein Leben, Macht, etwas zum Positiven verändern zu können.

    Ich tue nur das, was ich tuen will . Selbst wenn es im ersten Moment so erscheint als würde ich ferngesteuert gegen meinen Willen handeln, gegen meinen Willen trinken - mit ein wenig Abstand, mit dem zunehmenden klarer werdenden Kopf erkenne ich immer mehr, wie oft ich etwas getan hab, von dem ich erst dachte: Das wollte ich nicht.

    Ich führe das morgen mal weiter. Was mich interessiert: Wie konnte ich glauben, dass ich etwas nicht tun wollte, obwohl ich ja in Wirklichkeit doch wollte? Selbstbetrug ist keine feine Sache...

    LG
    Fußball-Plejaden

    Hallo Oliver,

    schwerer finde ich es eigentlich nicht, nur anders. Letztendlich ist es derselbe Erwartungsdruck nur in anderer Verpackung. Der einzige Unterschied ist vielleicht, dass die Werbung eindeutig auf jüngere Menschen abzielt.

    Ansonsten, wenn ich mich zurückerinnere, sehe ich keinen Unterschied zwischen den Besäufnissen, die ich auf irgendwelchen Jungend-Parties erlebt habe und denn alljährlichen Besäufnissen, die zu den Geburtstagen meiner Eltern stattfinden. Da kreist der Kräuterlikör "hopp, noch einen!" und das Bier wird literweise aus dem Keller hochgeschafft, das alles legitimiert durch zotige Trinksprüche. Und genauso wie bei den Jugendparties wird der als arme Sau betrachtet und bemitleidet, der nicht mittrinken kann - z.B. die Nachbarin, als sie ADs genommen hat.

    Es ist imho anders nicht schwerer.

    LG
    Plejaden

    Guten Abend alle miteinander!

    Heute war ein ruhiger Tag, hat richtig gut getan! Hab bis halb neun geschlafen, dann in Ruhe gefrühstückt und ein wenig hier im Forum gesurft. Anschließend ging es zum Einkaufen, meine Eltern hatten gestern noch was vergessen :lol: . Anschließend habe ich ein wenig WoW gespielt bis es Mittagessen gab, dann ein Nickerchen gemacht und anschließend versucht ein italienisches Buch gelesen. Hab ich mir in Rom gekauft, war doch etwas mühsam, hat die grauen Zellen gefordert. Dann war schon Zeit für Fussball und nun schreibe ich hier.

    Heute ist mir wieder klar geworden, was ich für einem Selbstbetrug mit dem Alkohol aufgesessen habe. Ich habe eigentlich schon recht früh gemerkt, dass ich in einer Sackgasse gesteckt habe - wollte nicht mehr trinken, aber gleichzeitig doch auch irgendwie. Besser gesagt: Ich wollte einfach kontrolliert trinken können. Es war mir völlig unvorstellbar ohne Alkohol leben zu können, ich hatte das Gefühl, nur der Alk würde mich im Leben noch glücklich machen. Ansonst sei alles grau und schwarz und nicht mehr lebenswert.
    Das ist natürlich nur logisch: Durch den Alkoholmissbrauch ist mein gesamter Hirnstoffwechsel zum Teufel gegangen, es wurde (wie bei jedem Alkoholiker) kaum mehr Dopamin produziert, denn - wieso muss sich der Körper anstrengen und die Glücklichmacher selbst zu produzieren, wenn er es durch den Alk regelmäßig zugeführt bekommt? Ein simpler Trick.

    Nun hat sich alles wieder normalisiert und ich fühle mich besser als je zuvor. Und kann nur den Kopf darüber schütteln, wie ich früher drauf war. Trotzdem habe ich verständnis für mich; ich verdamme mich nicht dafür. Es war ok, ich war ok, auch damals.

    kommal : Ich bin mal gespannt wie weit mich das radieren noch führen wird ;) . Vielleicht will ich auch wieder zu schnell zuviel. Wenn ich überlege, dass ich die letzten 15 Jahre Stubenhockerin war... und dass es mir erst seit sechs Monaten stabil gut geht, zum ersten Mal seit vielen vielen Jahren...

    Immer einen Schritt nach dem anderen ;)

    LG
    Plejaden

    Hallo JoeDoe,

    ich habe tatsächlich auch schon öfters über solche Personen nachgedacht. Begegnet bin ich ihnen oft genug, jetzt keine Tierschützer, aber in anderen Bereichen, in denen man sich so "engagieren" kann. Mich hat auch immer der absolute, unerschütterliche Glauben an das, was sie tun, sehr beeindruckt - auch wenn mir der eklatante Mangel an (Selbst)Reflexion immer abgeschreckt hat ;) .

    Ich persönlich habe gerade mit meiner Selbstreflexion ein Problem: Ich behalte mir vor, grundsätzlich alles was ich tue in Frage stellen zu lassen, weil ich eben nicht so "fanatisch" werden will. Ich halte das an sich für eine gute Eigenschaft, allerdings (wie alle guten Dinge) im Übermaß für schädlich.

    Auf meiner Reise mich selbst kennen zu lernen suche ich im Augenblick auch nach Bereichen und Themen, wo es bei mir keine Diskussion gibt. Eins habe ich (wie du und wir alle hier) gefunden: Der Alkohol. Da gibt es keine Diskussion.

    Und überhaupt: Mir tut es mal gut, einfach so "Nein, das ist jetzt so und damit basta" sagen zu können ;) . Muss ich noch lernen.

    LG
    Plejaden

    Guten morgen Koko,

    und auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. Wir haben uns noch nicht geschrieben glaube ich ;) .

    Zitat

    Soweit fuer heute, mal sehen, wie das Wochenende wird, irgendwie nervoes bin ich schon.


    Ich persönlich gehörte zu den mühsam gesteuerten Quartalstrinkerinnen (oder sollte man es eher Wochenend-Trinkerin nennen :? ). Ich habe mich meistens am Wochenende betrunken. So war es für mich vor allem am Anfang der Trockenheit wichtig, das Wochenende genau zu verplanen, mit allen Details: Schlafen solange ich möchte, dann frühstück, dann spazieren gehen (egal welches Wetter), fotografieren, Computerspielen, lesen, Sport treiben... Ich wusste immer genau, wie mein Samstag und Sonntag aussehen würde, denn Langeweile und Leerläufe waren für mich am Anfang der Trockenheit echt gefährlich.

    Vielleicht solltest du auch nicht "mal schauen wie es wird" sondern handeln, machen, dir was ausdenken, dir einen Plan machen. Das hat mir sehr geholfen.

    Dieses Treiben-lassen und in Langeweile versinken hatte ich die letzten Jahre ja schließlich genug - es sollte nur ganz schnell abend werden, damit ich trinken kann.

    LG
    Plejaden

    Guten Abend,

    so endlich mal ein ruhiger Tag und dazu liegt noch ein ereignisloses WoEn vor mir. Ich bin heute früh aufgestanden, um 8 Uhr zur Uni und hab mich dort auf ein Referat vorbereitet, das ich eigentlich hätte halten sollen. Nun, vor mir war noch jemand anders dran, die Dozentin quatschte sich fest, ergo bin ich erst nächste Woche dran :roll: . Naja, sowas bin ich inzwischen ja schon gewohnt...

    Um 12 Uhr bin ich dann jedenfalls Richtung Heimat aufgebrochen. Dort habe ich Mittag gegessen, und bin dann mit meinen Eltern einkaufen gegangen. Anschließend hab ich ein kleines Nickerchen gemacht, Tee getrunken und ein wenig WoW gespielt. Und nun schreibe ich hier.

    Ich kann nun eine erste Bilanz ziehen: In den letzten Wochen war ich nun ziemlich oft von zu Hause weg. Wenn ich zurückdenke, mich zurückfühle überwiegt die (Über)Anstrengung, es war zuviel. Das ist gut zu wissen, aber lässt mich auch etwas ratlos: werde ich für den Rest meines Lebens den größten Teil meiner Freizeit zu Hause verbringen, weil mir Aktivitäten außerhalb zu anstrengend sind?
    Ich weiß, dass diese Anstrengung zum Teil mit meinen Ängsten zusammenhingen. Wenn man ständig "unter Strom" steht dann ist es anstrengender draußen herumzulaufen. Allerdings haben meine Ängste sich gebessert - ich hatte gehofft, dass ich dann leichter rauskommen kann.
    Gut, ich akzeptiere das erstmal so. Plejaden bleibt eine Stubenhockerin 8) . Trotzdem hat das alles ein Gutes: Ich habe meinen Aktionsradius erweitert. Früher war es mir undenkbar "mein Revier" im Umkreis von 20 km um meinen Wohnort herum zu verlassen. Jetzt habe ich erlebt, dass es nicht schlimm ist unbekannte Pfade zu gehen. Das ist gut so :) .

    summerdream : Das mit dem direkten Nein kann ich nur zu 100 % bestätigen. Viele Menschen sind sehr geschickt im Manipulieren, sobald man auch nur eine kleine Lücke in seiner Deckung lässt, greifen sie zu. Dabei lässe zumindest ich diese Lücke nicht weil ich mir meines Neins unsicher bin, sondern weil ich nicht forsch und unhöflich erscheinen will. Aber scheinbar geht es ja nicht anders 8) .
    Und gut, dass ich eine Fussball-Seelenverwandte gefunden hab ;)

    LG
    Plejaden

    P.S.: Mit "rauskommen" oder "weggehen" meine ich nicht Party machen oder in Discos zischen, sondern Museen besuchen, Städte erkunden etc. Kultur erleben halt.

    Hallo zusammen,

    ich melde mich heute nur kurz, weil ich bis jetzt grad Uni hatte und irgendwie merke, dass eine Erkältung im Anflug ist - also schnell unter die warme Decke ;) .

    Es könnte übrigens für den Rest aller Tage jeden Abend Fussball kommen - das ist so schön einschläfernd. Der grüne Rasen, der Geräuschteppich der Zuschauer, das Gebrabbel des Kommentators... irgendwie schlafe ich dabei gut ein. Aber ich glaub den Gefallen tut mir keiner ;) . Und außerdem muss ich mich dann immer von der Couch hieven und ins Bett schleppen.

    Wie dem auch sei, heute morgen habe ich an einem Referat gearbeitet, danach ging es dann gegen Mittag zur Uni. Dort hab ich zwei Stunden gearbeitet, dann eine Vorlesung besucht und anschließend was zu Essen geholt. Dabei bin ich voll in so ne tiefe Pfütze gelatscht und meine Füße waren fortan nass :( . Wie ich sowas hasse... Wie dem auch sei, jedenfalls gings dann um 18 Uhr (ja..... um 18 Uhr) zu einem Vortrag, es waren jedoch noch recht viele andere Leute anwesend.
    Auf dem Nachhauseweg bin ich dank der Leistung der Bundesyogis von aufgedrehten Fußballanhängern verschont geblieben, es gab nur ein paar deprimierte Diskussionen, wie man denn die Endrunde doch noch erreichen könnte...

    Und nun bin ich zu Hause und kuschele mich warm ein!

    JoeDoe : Dieses Aussortieren ist für mich auch ein wichtiger Punkt. Ich lerne mich erst jetzt so richtig kennen, weiß aber schon, dass ich früher zu vielen Dingen gesagt habe "darauf hab ich keine Lust, deshalb mache ich das nicht" - obwohl ich in Wirklichkeit Angst davor hatte. Ich habe mich da sehr fein selbst belogen und möchte nun nicht mehr so oft... (Tor für Polen) ...in diese Falle tappen.
    Ein gutes Auswahlkriterium hast du geschildert: Wie wichtig ist die jeweilige Tätigkeit oder Situation/Konfrontation für mein tägliches Leben? Fussball, ob auf Großleinwand oder Stadion, tangiert mich da eher peripher ;) . Auf der Couch ist es sowieso gemütlicher.

    LG
    Plejaden

    Hallo Lütze,

    na du machst im Augenblick ja wieder ein Auf und Ab durch... Dass es dir jetzt wieder gut geht, freut mich :) .

    Ich war auch etwas erschrocken, als ich von deiner Therapie gelesen haben. Ich hoffe, es gibt da noch ein Zurück falls du es brauchst? Und sei nicht zu stolz dir einzugestehen, wenn du wieder eine Stunde brauchst.

    Ich habe mit meiner Therapeutin gegen Ende der Therapie vereinbart, dass wir die Intervalle zwischen den Stunden größer werden lassen, dass ich nur noch alle drei Wochen komme. Das war eine gute Taktik und ich würde es immer wieder so machen.

    Pass auf dich auf!

    LG
    Plejaden

    Guten Abend zusammen,

    heute habe ich einiges geschafft. Bin um 6 Uhr aufgestanden, hab ein wenig hier im Forum gelesen und bin dann zur Uni. Dort war ich eine Stunde in der Bib recherchieren, danach hatte ich ein Seminar und dann noch eine Stunde arbeiten. Anschließend ging es nach Hause.
    Dort angekommen habe ich rasch gegessen, dann habe ich einige Texte über mein Thema am Freitag, die ich schon gestern zusammengestellt habe, auf den anderen Rechner übertragen und ausgedruckt. Anschließend bin ich in die Stadt um ein Medikament zu besorgen, auf dem Rückweg hab ich ein wenig sozialphobische Übungen gemacht und mich bei einem Küchengerät beraten lassen, ohne es zu kaufen. Ich werde es Donnerstag kaufen denke ich, ich hatte wirklich nicht genug Geld dabei. Dafür habe ich mich bemüht, der Verkäuferin wirklich zuzuhören. Fühl mich richtig gut 8) . Danach hab ich zwei Stunden WoW gespielt und dann Fußball geguckt.

    Die EM verkrafte ich bisher an sich ganz gut, mit einer gewissen Distanz. Ins Stadion oder zu Großleinwand-Fussball würde ich auch ohne meine Alkoholkrankheit nicht gehen, weil mir die Atmosphäre einfach zu aggressiv ist (sorry liebe Fussballfreunde :oops: ). Ich reagiere selbst auf kleinste Schwingungen sehr sensibel und kriege Angst. Da bin ich auf meiner Couch sicher, sowohl vorm Alkohol, als auch vor Aggressionen.

    Das ist übrigens auch so eine Sache, wo ich beim Erfahren meiner authentischen Empfindungen von meinem Freund bevormundet wurde (oder es wurde zumindest der Versuch unternommen mich zu bevormunden): Als ich ihm sagte, dass mir die Atmosphäre zu aggressiv ist meinte er nur "ach quatsch, das bildest du dir nur ein". Joa sicher. Ich empfinde das aber so und damit basta ;) . Inzwischen hat er es aufgegeben mir etwas einzureden.

    Biene : Ne, er hat sich die Massage entgehen lassen weil er sich noch ins Bett geschleppt hat. Und zum Gewicht, ich merke zumindest beim Sport dass es weniger sein könnte. Meine Hausärztin wäre über ein paar Kilo weniger auch glücklich, weil mein Knie seit dem 12. Lebensjahr angeschlagen ist - nicht schlimm, aber es würde helfen ;) .

    LG
    Plejaden

    Guten morgen zusammen,

    gestern im Chat ists spät geworden, deshalb schreib ich heute morgen. Kleiner Nachtrag zum Chat: Ich wollte schreiben was aus meinem Freund geworden ist. Der ist vor dem Fernseher im Sessel eingeschlafen und ich wollte ihn dort eigentlich schlafen lassen, er ist jedoch aufgewacht als der Fernseher und das Licht aus waren :roll: .
    Er ist im Moment wieder in einer wackeligen Phase, es geht im psychisch nicht gut, er muss wieder beweisen (sich und anderen) dass er "wer ist". Deshalb ist er wieder auf drei Hochzeiten gleichzeitig unterwegs und immer sehr erschöpft. Bald wird wieder ein Zusammenbruch kommen, ab dem es dann wieder etwas ruhiger werden wird. Ich kann ihm nicht helfen und will es auch nicht. Habe ihm mal vor längerer Zeit die Möglichkeiten aufgezeigt, die er hat, aber er will nichts ändern, da kann ich auch nichts machen. Ich bin froh, dass ich selbst aus diesem Kreislauf raus bin.

    Ansonsten war ich gestern erst um 10 Uhr an der Uni, weil mir das halbe Wochenende noch in den Knochen steckte. Dort hab ich ein bisschen gelesen und recherchiert, zwei Stunden gearbeitet und bin danach heim. Dort hab ich ein wenig WoW gespielt und dann hier zu Hause weiter recherchiert. Viele Infos zu meinem Thema sind nur über das Internet zugänglich, es gibt keine Fassung in Papierform. Weiß nicht, ob mir das besser gefällt...
    Jedenfalls hab ich dann Fußball geguckt und war ab 20 Uhr im Chat.

    Bei WoW hab ich im Augenblick eine kleine Krise - ist aber auch gut so, wie ich finde. Ich habe gestern mehr durch Zufall erfahren was man alles tun muss um an die gaaanz krasse Ausrüstung zu kommen. Man muss dafür u.a. sog. Raiddungeons ausräumen, also Gebiete, die man nur mit 20 Spielern oder mehr packen kann. Um in Gruppen reinzukommen, die solche Gebiete packen, muss man mitunter regelrechte Vorstellungsgespräche führen. Bei vielen wird "aktive Teilnahme" erwartet, auf deutsch, wenn das RL wichtiger ist, fliegt man wieder raus. Muah, ne, bitteschön, das kann's ja wohl nicht sein...
    Dazu hab ich noch eine Studie gelesen, die vor einiger Zeit in puncto Spielzeit, Verteilung der gesellschaftlichen Schichten etc. angeht. Als "Normalspieler" werden Leute bezeichnet, die bis zu 29 Stunden/Woche spielen. 29 Stunden! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, das ist ein Nebenjob! Muaaaah...
    Mein Fazit (ich beschäftige mich ja nun selten mit irgendetwas ohne eine Quintessenz für mich und mein künftiges Handeln herauszuziehen): Ich werds mal locker angehen lassen. Und ich werde es wohl nicht zum krassen Supercharakter in dem Spiel bringen. Aber das ist mir egal, schließlich ist es nur ein Spiel und soll vor allem Spaß machen.

    Gestern im Bett kam mir noch ein Gedanke: Mit meiner Einstellung werde ich es im Spiel wohl zu nichts bringen - aber dafür im RL. Für viele Menschen läuft es genau umgekehrt.

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    heute hab ich mal einen seeehr ruhigen Tag gemacht angesichts der Tatsache, dass es der einzige freie Tag diese Woche war. Ich bin morgens erst um halb neun aufgestanden, hab ein wenig hier im Forum gelesen, hab ein wenig aufgeräumt und WoW gespielt. Am frühen Nachmittag bin ich dann zum Joggen aufgebrochen, danach noch WoW, dann hab ich mich zu meinen Eltern gesetzt und gegrillt. Anschließend kam schon mein Freund nach Hause und wir haben zusammen Fussball geguckt. Wir gucken es extra nicht bei meinen Eltern, weil dort natürlich wieder das Bier kreist... :roll:

    Tja und ich werde weniger, will sagen, ich nehme langsam aber sicher ab :lol: . Den ersten Schub in dieser Richtung hatte ich zu Beginn meiner Trockenheit, als die "Alkoholkalorien" plötzlich weggefallen sind. Das wurde jedoch ein wenig durch die Ersatzdroge Schoki gebremst, aber nun geht es an sich gut voran, bzw. runter mit dem Gewicht. Das ist für mich ein Wohlfühlfaktor. Ich glaube ich bin die einzige Frau auf diesem Planeten, die sich dünner vorkommt als sie wirklich ist :roll: . Immer wenn ich mich auf Fotos oder im Spiegel sehe denke ich "huch, so dick bin ich?" Ich komme mir von meinem Körpergefühl immer dünner vor... Naja, das wird schon werden :lol: .

    LG
    Plejaden

    Hallo Lori,

    ich war sog. Quartalstrinkerin, d.h. ich hab auch einige Tage ohne Alk ausgehalten ohne Entzugserscheinungen. Natürlich habe ich die ganze Zeit an Alk gedacht, wann ich das nächste Mal trinken werde, was, wieviel (das hatte ich nicht mehr unter Kontrolle, aber trotzdem hab ich mir darüber Gedanken gemacht). Um Alkoholiker zu sein muss man nicht jeden Tag trinken.

    Ich kann dir nur den Rat geben: Bleib bei dir. Wenn du ein bisschen hier liest wirst du feststellen, dass viele am Anfang ihrer Trockenheit den Drang zu Missionieren hatten. Das ist aber oft ein (unbewusster) Versuch von sich selbst abzulenken. Also bleib bei dir, schau erstmal, dass du deine eigene Trockenheit stabilisierst.

    Meine Eltern haben mich Anfangs auch belächelt, haben meine Trockenheit als "neuen Spleen" abgetan. Aber es war mir toternst und das haben sie irgendwann akzeptiert, ohne dass ich sie überzeugen musste. Weil ich mein Ding durchgezogen hab und zu meiner Krankheit stand.

    LG
    Plejaden

    Heute nur kurz, ich bin müde von der Exkursion und möchte den Abend nett ausklingen lassen. Ich bin zweieinhalb Stunden gefahren um zum Ort des Geschehens zu kommen, einem Museum. Dort sind wir dann bis 16 Uhr geblieben, es war wieder sehr informativ. Ich merke, wie ich allmählich einen Zugang zur zeitgenössischen Kunst bekomme :lol: .

    Jedenfalls, auf der Rückfahrt lief alles glatt, Fussballfans mussten wir erst zwei Stationen vor unserer Endhaltestelle über uns ergehen lassen. Die sind zu einem Großleinwand-Ereignis in der Nähe gefahren... Wenigestens haben sie richtig Musik gemacht, wenn auch Trompeten und Schlagzeug etwas zu laut für den Zug ist ;) .
    Kurz vor einem Umsteigepunkt (ich war zwischenzeitlich mit der Straßenbahn unterwegs) bin ich zwei Haltestellen vor Schluss aufgestiegen und gelaufen, weil ich zu früh dran war. War schön :lol:

    Ich bin jetzt platt und werde den Abend genießen.

    LG
    Plejaden