So, da bin ich wieder. Gestern hab ich noch über meine unaufhörlichen Gedanken bezüglich der Abschlussarbeit gejammert, doch inzwischen ist dieser Dauerbrenner durch das Pfeiffer-Fieber abgelöst. Ich konnte gestern Nacht super schlafen, hab nur kurz gedacht "Ach Mist, wegen dem Fieber darfste die nächsten Wochen keinen Sport mehr machen." und schwupps, weg war ich. Schön. Ist der Pfeiffer doch zu was zu gebrauchen.
Heute wollte ich mal schauen, was ich mache. Ich fühle mich - wie eigentlich schon seit zwei Wochen - den ganzen Tag irgendwie müde und abgeschlafft, was aber an der Krankheit liegt. Es wird dringend empfohlen möglichst Ruhe einkehren zu lassen und den Körper dadurch Kraft zu geben gegen die Krankheit zu kämpfen. Deshalb bin ich heute erst um 9 Uhr zur Uni, habe vorher kurz einige Termine im Internet nachgeschlagen. Wann bestimmte Sekretariate aufhaben, wo ich noch Stempel abholen muss. War dann zwei Stunden arbeiten und bin danach sofort wieder heim und hab mir hier einen ruhigen Tag gemacht. Zwischendurch ein wenig aufgeräumt, langsam und gemütlich, zwischendrin immer wieder hingelegt.
Ich werde am Donnerstag einen Termin bei einem Dozenten machen wegen eines Essays, das ich bis Ende März eigentlich abgeben muss, und um Verlängerung bitten. Meine Gesundheit ist mir jetzt wichtiger. Ich werde mich auch mal erkundigen, wie das so mit Krankenscheinen läuft. Wenn es geht, werde ich die letzte Woche der Semesterferien komplett frei machen und mich erholen. Mal sehen.
Des weiteren möchte ich mich bedanken; ich habe hier wieder etwas lesen dürfen, das ein Hintertürchen geschlossen hat, an das ich vor einigen Monaten hin und wieder auch gedacht habe:
Wenn es mir wirklich wirklich schlecht geht, dann kann ich mir ja mal einen genehmigen, damit ich es besser ertragen kann. Ist ja nur alle Jubeljahre und dann auch nur einmal. Was soll das schon schaden? Ich höre ja sofort wieder auf.
Böse böse böse Falle.
1. Ich muss alles tun, um gar nicht in so eine Situation zu kommen.
2. Gibt es zum Alkohol ungefähr zehntausend Alternativen, die allesamt besser sind.
3. Sobald ich diese Option einmal wahrgenommen habe, werde ich in der Folgezeit immer öfter entscheiden "jetzt ist es wieder soweit". Und irgendwann bin ich dann wieder da, wo ich hergekommen bin.
Zu 3. konnte der geneigte Geist nun behaupten, das weiß ich doch gar nicht. Zumindest nicht solange ich es ausprobiert habe. Aber inzwischen bin ich weiter gegangen. Ich habe hier gelesen, ich habe gesehen was Alkohol anrichtet wenn man ihm freien Lauf lässt. Und diese Folgen, diese tödlichen Folgen sind mir sehr wohl bewusst. Wieso sollte ich also dieses Risiko auf mich nehmen, wenn es ungefähr zehntausend Alternativen gibt, die allesamt besser sind?
Problem: Ich muss mir die zehntausend Alternativen erst erarbeiten. Und das kostet Kraft und Nerven. Doch inzwischen will ich das, ich will mir das erarbeiten, weil ich weiß, das Ergebnis, der Gewinn und Ertrag, kommt aus mir selbst. Ich kann meine eigenen Lösungen ganz individuell auf mich anpassen, ausprobieren und bei Bedarf etwas neues entwickeln. Ich bin nicht passiv auf eine Droge angewiesen, die mich überdies tötet.
So, ich werde mich mal auf mein Sofa zurückziehen. Schreibe grad an einer Geschichte, das ist sehr spannend
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LG
Plejaden