Beiträge von Plejaden

    Was Kaffee angeht bin ich geheilt. Hier ist mal das passiert, was es beim Alk nie gegeben hat: Strafe folgte auf den Fuß. Kaum hatte ich den letzten Schluck getrunken, habe ich ziemlich zeitnah Magenschmerzen bekommen. Habe mich vor zwei Wochen entschieden: Kaffee schmeckt nicht sooo gut, als dass ich mir deswegen den Magen verderben werde ;) . Ist also gestrichen.

    Womit ich noch ein bisschen Ärger habe ist Süßkram :oops: . Aber wie Karsten ein paar Beiträge vorher sagte: Am Besten sollte ich nach dem Leben süchtig sein. Bis alles so funktioniert wie es sollte, sehe ich die verschiedenen Hjipers die mich packen als Krücke. Alles besser als wieder zu saufen. Aber hin und wieder versuche ich das ein oder andere wegzulassen und schaue, ob mir was fehlt. Den Kaffee bin ich dann schonmal los ;) . Der Rest kommt auch noch.

    So, da bin ich wieder. Schreibe mal, wie es denn heute weiter gegangen ist nach dem turbulenten Morgen ;) .

    Ich bin um 9 Uhr an der Uni aufgeschlagen und hab dort über zwei Stunden gelernt. Bin dann zum Mittagessen gegangen und hab danach für den Doktor das Präsentationsequipment. Dabei stellte ich fest, dass ein wichtiges Zubehörteil des institutseigenen Notebooks fehlte! Ich hab die ganze Sache zwar doch irgendwie zum Laufen gebracht, aber so konnte es nicht bleiben. Hab danach mit einem Professor eine halbe Stunde lang überall danach gesucht, dann habe ich mich durchgesetzt und klar gemacht, dass ich für meine Prüfung lernen muss und nicht länger bei der Suche helfen kann. Dafür hatte er Verständnis, hat mich noch gebeten eine Kollegin zu informieren und danach konnte ich meiner Wege gehen.
    Eine halbe Stunde später als geplant konnte ich mich also erst auf den Weg machen zu einer Uni in der Nachbarstadt, wo ich zwei Bücher für die Prüfung lesen musste. Natürlich habe ich die S-Bahn um 3 Minuten verpasst und musste warten, alles zog sich hin (u.a. ist die komplette Bereichsbibliothek wo ich hin musste unbekannt verzogen (!!), die musste ich erstmal suchen) und ich kam letztendlich nur eine Stunde zum Lesen :( . Was für ein verkorkster Tag... Danach ging es zurück zu "meiner" Uni um noch eine Vorlesung zu besuchen. Anschließend ging es heim.

    Ich denke, morgen werde ich das Joggen ausfallen lassen, um die verpassten Stunden von heute wieder reinzukriegen. Ich hab ja auch immer noch ein bisschen Scherereien mit den oberen Atemwegen, dann kann das wenigstens abklingen...

    Ich möchte noch etwas zu den Genuss-Gedanken von gestern nachtragen: Das Thema ist mir so wichtig, weil Alkohol als Mittel zu schnellem, unkomplizierten Holzhammergenuss einen wichtigen Teil der Einflüsterungen meines Suchtgedächtnisses stellt. Ich möchte derzeit herausfinden was der Alkohol mir vordergründig alles "Gutes" gegeben hat und versuche, es durch eine trockene, nachhaltige Alternative zu ersetzen. Versteht ihr, was ich meine :? ? Z.B. den entspannenden Aspekt des Saufens durch AT ersetzen, den Spaß (bzw. die hysterische Fröhlichkeit des Betrunkenen) durch allgemein mehr Lebensfreude etc. Ich denke, ich kann nicht einfach den Alk weglassen und das Loch, das dadurch gerissen wird, ungefüllt lassen. Ich habe als Missbräuchlerin angefangen wie fast jede/r hier auch, und ich möchte herausfinden, was mir gefehlt hat. Was ich ihm Alkohol gesucht habe. Diesen Mangel, den kann ich selbst füllen. Dafür brauche ich die Alternative Alkohol nicht. Und wenn ich es alleine nicht schaffe, muss ich mir eben Hilfe dabei suchen ;) .

    JoeDoe : Mh ja, ich weiß, TV macht dumm :oops: . Es lief eigentlich nur, damit ich mich über das Befinden von Herrn Schell informieren konnte, da ich hierin eine Gefahr für meine geplante Bahnreise am Nachmittag sah.

    Mh, Ananas. Das mit dem Strünken funktioniert tatsächlich, allerdings tragen die Dinger hierzulande so weit ich weiß keine Früchte. Es sei denn, du schaffst tropische Verhältnisse ;) . Und wenn, dann tragen sie EINE Frucht pro Pflanze, da ihr zwei Strünke habt, werdet ihr in einigen Monaten stolze Besitzer von ZWEI Ananasfrüchten sein.
    Um sie zum Blühen zu bewegen, sollte man die Pflanzen übrigens einer Behandlung mit irgendeinem Gas unterziehen, dieses Gas entströmt u.a. faulenden Äpfeln. Falls dein Herzblatt das noch nicht weiß, kannst du dir ja lange und gründlich überlegen, ob du ihr diese Information überbringst oder nicht ;) .

    So, ich gelobe morgen kein Frühstücksfernsehen mehr zu gucken :lol: und werde mich nun auf die Couch lümmeln. Schönen Abend noch!

    LG
    Plejaden

    Ich nochmal... wollte mich kurz über den verkorksten Mentalcoach im Frühstücksfernsehen aufreagieren. Da hatte eine Zuschauerin eine Frage gestellt "Was tun gegen Prüfungsangst?" Ich hab natürlich aufgehorcht! Was meint der Typ da (Kurzform)?
    "Die hatte wohl mal eine Prüfung vergeigt, deshalb ist sie traumatisiert und sollte sich in professionelle Behandlung begeben."

    Hääää? Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie eine wichtige Prüfung vergeigt (sei es Abi, Berufsausbildung, Führerschein, Latinum...) und hab trotzdem Angst... Naja, der Typ ist halt ein Mentalcoach und kein Psychologe. Ist das auch so ein Beruf den jeder ohne Ausbildung ergreifen kann der meint, er sei dazu berufen? Na egal... Bis heute abend.

    Wollte nur eben schreiben, der Professor hat mir gestern Nacht (!) geantwortet, eine Änderung des Prüfungsthemas ist kein Problem. Boa, als ich die Email im Postfach gesehen habe hatte ich erstmal nen Blutdruck von 200 zu 190...

    Jetzt ist mir leichter ums Herz. Ich fahre gleich zur Uni...

    Hallo Zeppeline, schön mal wieder von dir zu hören ;) .

    Zitat von Zeppeline

    Laß Dich von niemandem beirren, was Deine Beschäftigung mit Deiner Krankheit angeht, Du machst das vollkommen richtig so.


    Merci, so nen kleinen Stupser brauche ich hin und wieder :oops: . Ich finde es einfach nur sehr irritierend, wie wenig Gedanken mein Freund sich macht. Vielleicht muss es auch für den Partner einen Tiefpunkt geben? Das wäre hart, aber irgendwie kommt es mir bei ihm so vor... Dabei bin ich erleichtert (im Nachhinein), dass ich ihm indirekt durch meine frühe Abstinenzentscheidung die fürchterliche Co-Achterbahnfahrt erspart habe. Natürlich habe ich nicht deswegen aufgehört, also wegen ihm, sondern wegen mir. Argh, du verstehst, was ich meine ;) ?

    So, der heute Tag war ereignislos. Bin um 8.30 Uhr aufgestanden, hab meinen Tee getrunken und bin dann ans Lernen gegangen. Mein Freund ist diesmal schon um 10 Uhr aufgestanden, wir haben gefrühstückt, dann ist er zum Fußball und ich habe weiter gelernt. Um 12.50 Uhr kam Biathlon, da ich mit dem Lernen so weit gekommen bin wie ich mir vorgenommen hatte, habe ich da auch Schluss gemacht. Hab das Rennen geguckt und bin dann ein wenig spazieren gegangen, bis zum nächsten Rennen. Danach habe ich eine neue alte Leidenschaft wieder ausgegraben: Das Origami! Mein Freund brauchte für so Schnapspralinen, die er geschenkt bekommen hat aber nicht selbst essen will, eine Schachtel (keine Sorge, die Dinger lagern im Auto). Also hab ich so eine Trickschachtel-Faltanleitung rausgesucht. Das Teil ist relativ einfach zu falten und man sieht erst auf den zweiten Blick wo sie aufgeht ;) . Leider waren meine bisherigen Exemplare zu klein, probiere es dann gleich nochmal und gebe danach bis morgen auf.
    Danach habe ich auf jeden Fall noch Oblivion gespielt bis es Abendessen gab, danach haben wir Skispringen geguckt und ich war noch im Chat.

    Ich habe mir heute, auch wegen des Chats, einige Gedanken über meine Familie, mich und den Alkohol gemacht. Ich bin da mit Hilfe der Suchtfibel um einiges weiter gekommen. Ich habe mich gefragt: Inwiefern hat meine Familie meine Einstellung zum Alkohol beeinflusst? Ich bin recht schnell auf das Thema "Genuss" gekommen (wobei dieses Thema nur eines von vielen ist, ich greife es mal heraus, weil es mich heute beschäftigt hat).
    Nicht, dass ich genussfeindlich erzogen worden wäre. Das nicht. Aber meine Eltern haben mich immer spüren lassen, dass die Realität hart und kein Spaß ist. Alles musste wissenschaftlich fundiert, zusammengenommen/-gerissen, Spässken nur in Maßen sein. Der einzige ausgelassene Spaß und Genuss lag im Alkohol. So richtig ausgelassen und entspannt habe ich meine Eltern nur im Rausch erlebt. Das geht auch aus Äußerungen hervor, die sie dazu in letzter Zeit getätigt haben, z.B. "Lass uns doch diesen einzigen Spaß, wir haben doch sonst nichts mehr im Leben." etc. Alkohol ist legaler und erlaubter Genuss auf Knopfdruck, ihm wird gehuldigt und er wird verniedlicht, bagatellisiert, verharmlost.
    Das erklärt auch meine Verzweiflung, als ich ans Aufhören dachte: Es stand mir scheinbar ein Leben ohne Genuss, ohne die "Befreiung" des Alkohols von Alltagszwängen und -normen bevor! Natürlich war mir das so nie klar, zu diesem Zeitpunkt; ich glaubte tatsächlich steif und fest, Bier würde mir so gut schmecken, dass ich nicht mehr darauf verzichten könne. Ein Leben ohne den frischen Biergeschmack, undenkbar!

    Was lerne ich daraus? Ich möchte für Genuss in meinem Leben sorgen. Mein Problem: Ich bin ein sehr zusammengenommener und kontrollierter Mensch, das steht dem Genussempfinden empfindlich im Wege. Genuss bedeutet für mich sich auf etwas einlassen, sich fallen lassen, nicht mehr an die Etikette denken. Das fällt mir sehr sehr schwer. Aber der Genuss auf Knopfdruck mit dem Holzhammer, der Alkohol, ist keine Alternative.

    Ich werde mal was ausklamüsern. Im Moment habe ich noch keinen Plan außer den, bestimmte Dinge mal alleine, nur für sich zu machen, wahrzunehmen und zu genießen. Die morgendliche Tasse Tee etwa. Mal sehen.

    Oh mann, das war jetzt etwas wirr. Heute beim Spaziergang klang das noch sooo logisch :lol: . Ich hoffe ihr versteht, was ich meine.

    LG
    Plejaden

    Heute geht es mir etwas besser. Es hat mich gestern noch bis 22 Uhr vor dem TV gehalten, ich hab noch die Herren-Staffel mitbekommen (Mensch... der Michi Greis... :? ) und hab mich dann in die Kiste gehauen. Wirklich gut geschlafen habe ich nicht, aber bin erst um 9.30 Uhr aufgestanden und hab mich halbwegs erholt gefühlt. Kopfweh war weg, Gliederschmerzen auch, das war schonmal was wert! Bin dann aber zu dem Schluss gekommen, dass ich heute das Haus nicht verlasse und statt dessen TV gucke und lerne.

    Gesagt getan, hab von 10-12 Uhr gelernt, dann die Biathlon-Damen geguckt, hab nur ganz bewusst das gemacht. Dann nochmal eine Stunde gelernt, anschließend war es mit meiner Konzentration wegen Hals- und Ohrenweh auch vorbei. Immerhin, ein Buch hab ich durchbekommen. Hab dann noch die Herren geguckt und ein bisschen Oblivion gespielt, bis mir die Xbox wieder mal abgestürzt ist. Natürlich total frustriert, hab mir dann die Suchtfibel zur Hand genommen und ein bisschen geschmökert. Einziger Kommentar meines Freundes zu dem Buch: "Du übertreibst langsam damit." Mh mh, ja ja. Dann gab es Abendessen und jetzt tippe ich hier, während mein Freund ein Fußballspiel spielt.

    Aus der Suchtfibel konnte ich schon einige Gedanken mitnehmen. Ich persönlich würde mich zu den leistungsorientierten Menschen zählen, die viel Wert auf ihre Selbstkontrolle legen. Deshalb lag mein Tiefpunkt auch "so weit oben" - es war für mich völlig überraschend, dass ich meinen Alkkonsum nicht kontrollieren konnte. Bisher hatte ich alles kontrollieren können, von meinen sozialen Ängsten und Depressionen hat kaum jemand etwas mitgekriegt. Ich hab mich all die Jahre durchgebissen und durchgekämpft, durch meinen unmenschlichen (oder noch radikaler: menschenverachtenden, mich selbst verachtenden) Willen schwierige Situationen gemeistert.
    Doch die Sache mit der Kontrolle des Konsums: Die ging in die Hose. Wieso ist mir jetzt, heute, natürlich klar. Aber damals nicht. Wenn ich meine ersten Einträge aus dem Vorstellungsbereich lese dann wird daraus deutlich wie fertig mich das gemacht hat. Mein Willen, auf den ich mich bisher selbst in den fürchterlichsten Situationen immer verlassen konnte, hatte ultimativ versagt.

    Aber wie sagt man so schön: Es fällt mir wie Schuppen aus den Haaren :roll: .

    LG
    Plejaden

    Mh, ich kenne ein paar Leute, die darauf schwören Weihnachten in fernen, warmen Gestaden zu verbringen. Ist also keine so eine schlechte Idee, zumal dich mit dem Fest ohnehin nicht soviel verbindet ;) .

    Drum auch von mir für dich:

    Gute Besserung!!!

    LG
    Plejaden

    P.S.: Ja, ich weiß... multiple exclamationmarks are a sure sign of a diseased mind. Aber wenn's deiner Gesundheit hilft :lol:

    Hallo zusammen,

    ich bin jetzt 29 Jahre alt. Vor drei Jahren war ich alle zwei Wochen betrunken. Vor einem Jahr einmal die Woche. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich meine Krankheit gestoppt habe, an zwei bis drei Tagen die Woche.

    Natürlich, ich kann mir einreden, ich sei anders, Alkoholiker light, und deshalb muss man mich besonders behandeln und sollte doch nicht so streng mit mir sein. Ich bin kein so schwerer Fall, und deshalb kann ich viele der Grundbausteine der Trockenheit außer acht lassen. Aber damit würde ich mich selbst belügen. Ich habe es selbst gespürt, wie zum Schluss jeden Tag das Verlangen größer wurde und meine Kontrolle weniger. Wohin der Weg gegangen wäre. Irgendwann jeden Tag besoffen. Absturz.

    Wieso sitze ich über den ganzen Selbsthilfebüchern und nicke und sage "Ja, stimmt genau, so hab ich mich auf gefühlt, das trifft auf mich zu"? Weil ich etwas besonderes bin, ein besonderer Alkoholiker light? Nein, weil ich genauso bin wie alle anderen Alkoholiker auch, weil ich an genau derselben Krankheit leide. Und mit jedem Tag längerer Gefangenschaft in dieser Krankheit hätte ich bei immer mehr Fakten und Aussagen in den Büchern genickt.

    Der Alkohol reduziert den Menschen zusehends, dampft ihn auf ein Thema zusammen: Alkohol. Es ist egal woher der Mensch kommt, aus welcher Richtung, er landet früher oder später in der Singularität "Alkohol" und büßt auf dem Weg dahin seine Außergewöhnlichkeit ein. Manchmal irreversibel.

    Am Anfang dachte ich auch, na, ich muss ja nicht alle Grundsteine berücksichtigen. Heute merke ich, wieviel einfacher das Leben nach den Bausteinen ist. Die einzigen, die ein Problem damit haben, sind die Leute aus meinem Umfeld. Aber ich bin nicht mein Umfeld.

    Ich hoffe, es ist verständlich, was ich meine ;) .

    LG
    Plejaden

    Guten Tag von der Krankenstation,

    nun hat es mich doch erwischt :? . Heute morgen ging es noch gut, ich hab mir wie gewohnt Frühstück gemacht, bin dann zeitig zur Uni gefahren und hab drei Stunden gut gelernt. Danach bin ich noch in die Universitätsbibliothek geflitzt und hab mir ein Buch ausgeliehen, eine Autobiografie, die ich lesen muss. Ich muss sagen, es macht Spaß sie zu lesen, der Mann schreibt sehr eingängig und kurzweilig, das ist schon fast eine Bettlektüre :lol: .

    Wie dem auch sei, gegen Mittag bin ich wieder heim und kaum war ich zu Hause wurde das Halsweh schlimmer. Ich hab mich noch umgezogen, Mittag gegessen und mir eine Teezeit Pause gegönnt. Es wurde immer schlimmer und schlimmer, Halsweh, Ohrenschmerzen... Naja, schließlich hab ich mich heroisch noch auf die Couch geflätzt und noch drei Stunden gelernt, es hilft alles nix, in weniger als drei Wochen ist Stichtag :( . Danach habe ich noch ein bisschen gedaddelt, hab aber gemerkt, dass Oblivion meinem Kopf nicht gut tut und hab mich dann entschieden hier noch ein bisschen zu schreiben und mich dann auf der Couch einzumümmeln. Vielleicht erwische ich ja noch eine Wiederholung der heutigen Biathlon-Wettbewerbe 8) .

    Der Saufdruck ist jetzt erstmal weg, da ist auch dieses Krankheitsgefühl nicht ganz unschuldig dran. Als ich noch drauf war hätte ich mir trotzdem einen reingezogen (da war mir alles egal), aber jetzt kann ich mir das beim besten Willen nicht mehr vorstellen. Ich hab meine Psyche auch mit der Aussicht auf AT und das Lernen beruhigt. Je mehr ich lerne, desto ruhiger werde ich, einfach weil ich anfange mich sicherer zu fühlen. Mal sehen, wie das WoEn wird...

    Zitat von kommal

    Dir darf auch mal "langweilig" sein! Ich meine nicht diese nervige und gefährliche Langeweile, sondern die, die ich zulasse um einfach mal nix zu tun.


    Du wirst lachen, darüber habe ich auch schonmal nachgedacht. Vielleicht einfach mal ne Viertelstunde einfach da sitzen/liegen und nichts tun (auch nicht schlafen ;) ), einfach entschleunigen und die Zeit langsamer verstreichen lassen. Ich werde mal versuchen, das vor oder nach dem AT zu machen, mal sehen was besser ist.

    So, ich flätze mich mal hin. Wenn mir jemand die Biathlon-Ergebnisse mitteilt, dann setzt es was 8) !

    LG
    Plejaden

    Ach so, ich vergaß zu schreiben, ich wollte mir auch erst die AAs angucken, hab mich jedoch vorher deren 12 Schritte runtergeladen und durchgelesen. Da stand dann, glaub ich, schon als dritter Schritt irgendwas von höherer Macht und/oder Gott, was sich durch den weiteren Text nahtlos durchzog. Da habe ich mir direkt gesagt "Ne, besser nicht."

    Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei deiner SHG-Suche ;) .

    So, hab die Email an den Professor grad abgeschickt. Bin voll am Zittern, ich hoffe das klappt :( . Gestern abend/nacht hatte ich noch Suchtdruck bekommen, da hatte ich den Computer allerdings schon aus und in den Chat komme ich ja eh nicht. Allmählich bekomme ich soviel Angst vor der Prüfung, dass ich mich abends nicht mehr entspannen kann, genau da hat das Suchtmonster angesetzt: "Ein Bier, dann geht es dir besser, davon kriegst du auch keinen Kater...". Ich habe die Gedanken damit klein gekriegt, dass ich mir gesagt hab "Toll, dann hab ich also zur Angst auch noch Schuldgefühle. Morgen ginge es mir nicht gut damit." Aber ich denke, das wird nicht die einzige Anwandlung bleiben. Die Prüfung ist erst in drei Wochen...

    Irgendjemand in der SHG meinte, wenn ich Probs mit Prüfungsangst bekomme sollte, solle ich zum Arzt gehen und mir Beruhigungsmittel verschreiben lassen; Medis zu nehmen sei allemal besser als wieder zum Alk zu greifen. Ich werde es erstmal mit AT versuchen.

    Gehe jetzt erstmal zur Uni. Das beste Mittel gegen Prüfungsangst ist immer noch lernen, lernen, lernen...

    Hallo JoeDoe, schön mal wieder von dir zu lesen :D . Es freut mich, dass du den Urlaub genießen konntest.

    Ich habe gemerkt, dass der ganze Weihnachtswahnsinn gar nicht so schlimm ist, wenn man ihn nicht an sich ranlässt. Ich möchte für dieses Jahr Weihnachten mal ein paar neue Rituale ausprobieren, damit ich das Fest so begehen kann wie ich es möchte. Meinem Freund ist das irgendwie egal, also kann ich auch machen was ich will ;) .

    Sylvester hat mich auch kurz etwas gepackt, ich hab eine Fernsehübertragung vom Brandenburger Tor gesehen und hatte plötzlich den Geruch von Bier in der Nase :? . Hab sofort umgeschaltet. Danach hatte ich am Neujahrsabend das unspezifische Gefühl, mir etwas "besonderes" gönnen zu wollen (hab ich ja auch in meinem Thread geschrieben).

    Das mit der "kleinen Belohnung zwischendurch" ist ein wahres Wort, ich hab da auch noch keine wirkliche Lösung gefunden. Ich arbeite aber dran. Vielleicht einer meiner Denkanstöße, die ich verfolge: Sich an dem unverstärkten Gefühl an sich erfreuen und nicht noch "eins drauf setzen" wollen. Ich muss das mal irgendwann weiterführen.

    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass du dieses Jahr alle deine nassen, flutschigen Dinge in schön flauschiges Flanell gewickelt kriegst. Das Nasseste von allen hast du ja schon eingewickelt ;)

    LG
    Plejaden

    Vorweg: Ich bin nicht krank geworden, noch nicht zumindest. Ich sehe zuversichtlich in die Zukunft, dass das auch so bleiben wird! Hab vorsorglich noch Zink eingeschmissen und halte mich immer schön warm, wenn ich daheim bin.

    Ansonsten bin ich um 9 Uhr zur Uni und hab bis 13 Uhr in der Bibliothek gelesen. Leider muss ich meinem Prof eine Email schreiben und ihn bitten das Prüfungsthema teilweise zu ändern, weil ich zu dem Thema was ich ausgesucht habe kaum an Literatur komme. Hab total Bammel, dass er das falsch auffasst oder sauer wird oder sagt es geht nicht - dann habe ich ein Problem. Hätte das am Liebsten heute persönlich mit ihm besprochen, aber die Sprechstunde ist wegen Ferien ausgefallen. So ein Sch....
    Naja, jedenfalls war ich noch eine Stunde arbeiten, leider hab ich da einen Studi am Hals gehabt den ich fast nicht mehr losgeworden bin und deshalb kam ich nach der Arbeit nur ne halbe Stunde zur Bibliotheksarbeit, bevor ich dann gefahren bin. Hmpf!
    Naja, hab mich dann mit meinem Freund getroffen. Er hatte den Tag über kein Auto (war in der Werkstatt) und ist sage und schreibe ca. 20-30 Kilometer zu Fuß durch die Gegend gelaufen, weil ihm nichts besseres eingefallen ist, wie er sonst von A nach B kommt :roll: . So ohne Auto. Wir sind dann zur Werkstatt gelaufen (damit hatte ich auch ein Pensum von 5 km weg :lol: ), auf dem Weg dorthin hat mir mein Freund eine Wohnung gezeigt, in die wir eventuell einziehen könnten. Er muss sich da noch schlau machen :D , hat den Tipp von einem Bekannten.
    Jedenfalls, in der Werkstatt angekommen hat er seinen fahrbaren Untersatz zurück bekommen und wir sind heim. Dort hab ich endlich meine bestellten Bücher vorgefunden, habe jetzt angefangen Lieber schlau als blau zu lesen, danach die Suchtfibel. Das Videospiel "Viva Pinata" werde ich erst NACH den Prüfungen auspacken, alles andere wäre... dumm.

    Ich bemerke übrigens, wie ich mich mehr zu stabilisieren beginne. Seit Sylvester hatte ich so ein unbestimmtes "Was mache ich hier eigentlich?"-Gefühl, das nun langsam wieder verschwindet. Das kam vor allem durch das Gefühl, über die Weihnachtstage in meiner Abstinenz isoliert zu sein. Ich war die einzige, die nichts getrunken hat, und ich musste mich zudem von meiner Familie abgrenzen, um nicht selbst in tödliche Gefahr zu geraten. Irgendwann kam dann dieses "Was mache ich hier eigentlich?". Da jetzt wieder Normalität eingekehrt ist, haben sich auch meine Beziehungen wieder stabilisiert. Ich möchte jedoch für das nächste Weihnachten darauf hinarbeiten, ein stabiles, trockenes Umfeld zu haben, um dieser Isolation zu sein. Es ist nicht gut, die einzige nichttrinkende Exotin zu sein.
    Das ist auch so eine Sache, die in dem Buch beschrieben wurde: Wenn ich nicht trinke, falle ich weeesentlich mehr auf als wenn ich mittrinke. Darin hab ich mich 100%ig wiedergefunden, genauso ist es. Das muss ich ändern indem ich mir ein Umfeld schaffe, in dem das Nichttrinken normal ist.

    Plejaden

    Hallo zusammen,

    bin grad erst nach Hause gekommen und mir ist irre kalt. Aber später mehr dazu.

    Tja ja, der erste "normale" Tag wieder. War so durchwachsen. Bin erfreulicherweise von selbst um viertel vor acht aufgewacht, dann auch gleich aufgestanden. Hab mir Frühstück gemacht und wollte eigentlich noch was aus den Büchern lesen, bevor ich sie wieder zurück geben musste. Konnte mich aber beim besten Willen nicht konzentrieren, musste jeden Satz zweimal lesen. Total ätzend. So hab ichs dann irgendwann gelassen, mir meinen neuen Kalender geschnappt und einen Schlachtplan für die nächsten Wochen erstellt. Alles relativ straff durchorganisiert, aber ich hab jeden Tag ab spätestens 19 Uhr Freizeit. So sollte es gehen.

    Bin dann um 11 Uhr zur Uni, hab den ersten Schwung Bücher abgegeben und zu meiner großen Verwunderung festgestellt, dass ich die Hälfte noch eine Woche behalten darf :shock: . Das macht die Sache natürlich leichter, was das Lernen angeht :lol: . Hab dann zwei Stunden gearbeitet, war dann Mittag essen und bin dann wieder drei Stunden in die Bibliothek gegangen. Diesmal klappte es besser mit der Konzentration, und ich hab extra darauf geachtet keine Zeit zu verschwenden.
    Irgendwann ging es dann auf zur SHG. Die war nach den Feiertagen ziemlich gerupft. Einer hat es nicht geschafft. Er war nur zwei Monate länger trocken als ich :( . Die Gespräche waren aber sehr aufschlussreich, besonders gut gefiel mir der Vorschlag, meinem Vater einen Brief zu schreiben. Besonders zu betonen empfahl man mir, dass ich Alkohol als Belastung empfinde und den Kontakt damit als sehr belastend, weil er für mich ein tödliches Gift ist. Dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als gar keinen Kontakt dazu zu haben. Fand ich gut. Werde da mal was austüfteln...

    Naja, danach ging es früher als geplant zum Bahnhof - und damit begann die Odysee der Kälte. Ich kam in einem Nachbarkaff an (mein regulärer Bus war weg und der nächste wäre erst in einer Stunde gefahren) und musste feststellen, dass der Bus, den ich eigentlich nehmen wollte, gar nicht mehr fuhr um diese Uhrzeit :shock: . Da mich auch sonst keiner abholen konnte, stand ich eine halbe Stunde schlotternd in der Kälte herum. Irgendwann kam endlich der Bus und es ging heimwärts. Auf dem Weg zum Haus bin ich dann nochmal fast erfroren. Ich kann immer noch nicht so wirklich gut tippen, aber langsam taue ich auf. Jetzt habe ich nur Angst krank zu werden, das wäre in Anbetracht meiner Situation die pure Katastrophe :( . Hab mir vorsorglich schonmal Zink reingepfiffen und kuschele mich in warme Decken. Und so wünsche ich allen einen schönen Abend ;) und zufriedene trockene 24h.

    LG
    Plejaden

    Soo, ich stoße das Türchen auf für 2008. Heute habe ich es nochmal ruhig angehen lassen, mir ist klar geworden, was in den nächsten Wochen auf mich zu kommen wird. Der ungünstige Fall ist eingetreten, ich muss gleichzeitig eine Wohnung finden und mich auf meine Abschlussprüfungen vorbereiten. Ich muss versuchen stark zu sein, Ende Februar wird das Schlimmste überstanden sein.

    Ein kleines Resümee nochmal, jetzt wo alle Feiertage (Gott sei dank :roll: ) vorbei sind: Es ist im Großen und Ganzen gut gelaufen, aber noch nicht gut genug. Ich rede nicht von übertriebenem Perfektionismus, sondern von Erfahrungen die ich in den letzten Tagen gemacht habe, und Verbesserungen, die realistisch zu verwirklichen sind. Für die nächste freie Zeit (Semesterferien als nächstes, dann die Pfingstpause im Frühsommer) muss ich den Tag besser strukturieren. Ich habe meine Tage zwar immer gut und erfüllend verplant, war immer zufrieden und hatte keine Langeweile. Aber es fehlte Struktur. Ein Rhythmus. Das muss nächstes Mal anders werden. Ich hab da auch schon ein paar Ideen ;) .

    Ansonsten möchte ich nicht mit zu positiven Erwartungen in 2008 gehen. Ich habe gelernt, gerade an Heiligabend, dass hoch gesteckte Erwartungen sehr sehr schnell enttäuscht werden können. Wie das Jahr wird, dass kann niemand vorher sehen. Es gibt genug Dinge, die sich meiner Einflussnahme entziehen. Aber die Dinge, auf die ich Einfluss habe - die werde ich mit allem Enthusiasmus, aller Kraft und allen Elan angehen. Ich habe Ziele, ich will mein Leben weiter zum Positiven wenden, und das kann das Jahr 2008 zu einem guten Jahr werden lassen :lol: .

    Zu heute noch ganz kurz: Ich habe mich gegen Mittag zu dem angekündigten Neujahrsspaziergang aufgemacht. Und obwohl ich recht spät dran war (11 Uhr :oops: ) hat die Welt immer noch geschlafen. Der Nebel war bezaubernd und ich hab mir in den A... gebissen, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte. Danach habe ich gefrühstückt, hab etwas für die Uni gelesen und bin dann joggen gegangen. Puls war wieder zu hoch, ich glaube das kommt von dem Abhängen der letzten Tage. Immerhin ist er immer schön brav um 30 Schläge/min. runtergekommen, mehr verlange ich nicht. Allerdings, ein gescheitertes Experiment: Ich wollte mal schauen wie das ist, wenn ich mit dem Bus heimfahre. War nicht gut. Mir ist beim Warten kalt geworden, der Bus selbst war überheizt und anschließend war es wieder kalt auf dem Heimweg. Das nächste Mal laufe ich wieder zurück.
    Daheim habe ich mich rasch ziemlich heiß geduscht und mich dann auf das Sofa geflätzt und in eine Decke eingekuschelt. Plötzlich kam von irgendwo her ein Gefühl: Heute gönne ich mir etwas besonderes. Was das besondere war, das wurde nicht explizit erwähnt, aber irgendwo ganz tief drin war ein Bier gemeint, da besteht kein Zweifel. Weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Kein richtiger Suchtdruck, aber trotzdem alamierend. Ein Tribut der letzten Tage?

    Gut, ich hab das Gefühl beim Wort genommen: Ich habe ein paar Kerzen angezündet, mir einen leckeren Tee gemacht, hab mich in meine Decke gewickelt und bin chatten gegangen :D . Das Gefühl verflog bald wieder ohne eine Spur zu hinterlassen. Hoffe ich zumindest.

    So, ich werde mich dann ins Bett trollen. Es war ein schöner, sonniger Neujahrstag, wie ich ihn mir seit Jahren gewünscht habe.

    LG
    Plejaden

    Da ich nicht weiß, ob ich später noch dazu kommen werde etwas zu schreiben, möchte ich diesen Thread für 2007 jetzt schon abschließen.

    Ein Fazit habe ich gestern schon gezogen - unbeabsichtigt ;) . Einige kurze Worte noch: Dieses Jahr hat sich mein Leben radikal geändert. Es ist mir das gelungen, was ich mein ganzes Leben lang: Meine Träume zu leben, Schritt für Schritt raus auf der Warteschleife. Der Wechsel vom Konjunktiv in den Indikativ.

    Ohne meinen Schritt in die Abstinenz wäre das nicht gelungen. Ich muss nicht auf "bessere Tage" warten - ich kann sie mir selbst schaffen.

    Ich wünsche allen Forenteilnehmern einen guten Rutsch. Auf 2008!

    LG
    Plejaden

    Mh, ich kann dir nur sagen, wie es bei Pferden ist: Wenn man den Hengst zu spät kastriert (ergo nach der Pubertät) bleibt er häufig ein Leben lang hengstig. Wie es bei Katzen ist... eventuell muss sich der Hormonspiegel neu einpegeln?
    Der Kater einer Freundin hat nach der Kastration für den Rest seines Lebens immer "angetäuscht" (sich mit hochgestelltem Schwanz in die Ecken gestellt, aber nicht gepinkelt).
    Auch komisch, dass der TA dir keine Hinweise gegeben hat...

    Guten Tag zusammen,

    allmählich finde ich es bemerkenswert, dass mir die Tage seit meiner Abstinenzentscheidung überwiegend positiv vorkommen. So wie der heutige 8) . Bin relativ spät erst aufgewacht, nämlich um 10 Uhr. Voller Ungemach musste ich feststellen, dass ich mir vom gestrigen Krafttraining einen Muskelkater im Rücken (!) geholt habe. Yay... Habe auf jeden Fall gefrühstückt und dann eine Stunde für die Uni gelesen. Anschließend hab ich meinen Freund aus dem Bett geworfen und bin joggen gegangen. Wie zu erwarten war, hatte ich einen zu hohen Puls, aber das scheint Sonntags einfach so zu sein... Bei dem Sauwetter bin ich außer zwei unglücklich dreinschauenden Menschen samt Hund niemandem begegnet.
    Anschließend habe ich geduscht und zu Mittag gegessen, dann gings wieder ans Lesen für drei Stunden. Dann war schon abend und ich hab mich, wie versprochen ans Schreiben gemacht. Dafür habe ich nochmal umgeräumt, bin mit meinen Effekten nach drüben zum Computer umgezogen. Dort kann ich eine Lampe einstellen, so dass ich Licht von links habe. Hier in der Küche hat das keinen Wert mit der Lampe von rechts... Naja, bin dann ans Schreiben gegangen, hab mir jedoch die Bastarda vorgenommen und kam aus dem Fluchen nicht mehr heraus. Wer sich diese Schrift ausgedacht hat, muss ein Sadist sein, ein ästhetischer Sadist, aber nichts desto weniger ein Sadist... :shock: Nach vielen Strichen hatte ich die Sache jedoch halbwegs im Griff, werde morgen weiter daran üben. Anschließend ging es dann in den Chat.

    Tja, der Chat. Mir ist einiges klar geworden. Weniger wichtig ist es, sich mit den Tücken und Illusionen auseinander zu setzen. Wichtiger ist es, gar nicht erst in diese Situationen zu kommen.
    Ich habe bisher versucht, dem Suchtmonster immerzu Argumente entgegen zu setzen. Aber das ist nicht die Hauptarbeit, das habe ich nun erkannt. Trotzdem ist das wichtig für mich. Solange ich hier noch wohne, kann ich nicht entspannt meinen weiteren Weg gehen. Ich werde mich immer mit meinem Suchtmonster auseinander setzen müssen. Ich habe viel erreicht in den letzten Monaten: ich schleppe den Wasservorrat für zwei Wochen immer in meine Wohnung, damit ich nicht jeden Morgen in den Keller muss. Ich habe nach zähem Ringen erreicht, dass der Bereich hier oben alkfrei ist und mein Freund in meiner Gegenwart keinen Alk mehr trinkt. Ich halte mich von meinen Eltern fern, wenn sie saufen und gehe neuerdings morgens am WoEn erst sehr spät runter, wenn die Alkflaschen vom Vorabend verschwunden sind. Geoutet habe ich mich bei einem immer weiteren Personenkreis. Ich bin in eine RL-SHG gegangen und werde dabei bleiben.
    Trotzdem: Ich werde hier oft mit Alk konfrontiert. Deshalb ist es so wichtig für mich, mich mit den Tücken und Illusionen meines Suchtgedächtnisses auseinander zu setzen, weil mich das Monster (natürlich, wie sollte es anders sein?) noch oft anspringt. Es wird immer weniger, die Abstände werden größer und bemessen sich inzwischen in Wochen, aber es passiert immer wieder. Das ist quasi die erste Stufe. Ich stecke in den Anfängen fest. Mit der richtigen Trockenheitsarbeit kann ich erst beginnen, wenn ich hoffentlich bald in meiner eigenen Wohnung wohne. Erst dann werde ich mich auch im geschlossenen Bereich anmelden, weil ich jetzt, im Moment wie ich finde, dort nichts verloren habe. Ich mache eine Trinkpause, nichts weiter. Aber ich bin fest entschlossen, dass aus dieser Pause mehr wird, ein neues Leben. Es ist soviel Gutes passiert in den letzten Monaten, es hat sich soviel bewegt, ich habe ein Gift eingetauscht und meine Seele zurück bekommen. Das will ich nicht verlieren. Niemals.

    Dringende Agenda für 2008: Wohnung finden. Hier rauskommen. Weiterkommen.

    Mein Leben war noch nie so wundervoll wie im Moment.

    lumho : Das offene Denken musste ich auch erst lernen ;) . Ich war lange im Selbstbetrug der Sucht verstrickt, Gedanken und Gefühle mitzuteilen war ein Zeichen für Schwäche.
    Wenn du den Eindruck hast, dass du in deiner SHG nicht offen und frei sprechen kannst, warum suchst du dir keine andere? Oder gibt es in deiner Nähe nicht so viele? Auf jeden Fall wünsche ich dir auch gute und zufriedene 24 Stunden ;) .

    LG
    Plejaden