Hi und hallo,
heute war wieder ein ruhiger Tag. Ich bin um 9 Uhr aufgestanden, hab mir wieder mein Müsli gemacht und anschließend eine Stunde gelesen, für die Uni. Danach ging es in die Stadt, die Fotos holen. Die sind total schön geworden, obwohl ich beim nächsten Mal noch einiges besser machen könnte. Hab jedenfalls noch ein paar runtergesetzte Geschenkbänder abgestaubt und bin dann wieder heim. Dort hab ich weiter gelesen, bis Ski-Langlauf im TV kam, da hab ich mir nen Tee gemacht und eine Pause gegönnt. Anschließend habe ich zum ersten Mal seit Wochen wieder Krafttraining gemacht. Um mich nicht zu überfordern, fange ich erstmal mit dem an, was mir am Wichtigesten ist, Training für die Rumpfmuskeln um meinen Rücken zu stärken. Danach habe ich noch ein wenig gelesen, habe das eine Buch durchbekommen. Anschließend habe ich im Internet recherchiert, ich wollte eine andere SHG ausprobieren (aus Gründen, die ich hier im offenen Bereich nicht nennen möchte). Ich bin bei den Guttemplern hängen geblieben, die bieten zwei Gruppen hier in der Nähe an. Ich werde mal schauen
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Danach habe ich ein bisschen Sumo geguckt, das ich mir vorgestern Nacht aufgenommen habe, und jetzt tippsele ich hier.
Ich habe mir in diesen Tagen einige Threads durchgelesen und bin da immer wieder auf das Thema "Konfrontation mit Betrunkenen" gestoßen. Inzwischen, spätestens seit Heiligabend, habe ich keine Lust mehr darauf. In meinen Anfängen habe ich mir eingeredet, das würde mir nichts ausmachen, ich könne problemlos daneben sitzen während sich z.B. mein Vater genüsslich seufzend ein Bier nach dem anderen reingepfiffen hat. Es hat mir was ausgemacht, das habe ich nur verdrängt, wollte die innere Stimme nicht hören. Selbstbetrug. So wie ich die innere Stimme "du trinkst zuviel, du musst es sein lassen" nicht hören wollte.
Eine andere Sache: Wieder die Rechtfertigungskiste. Ich weiß von früher, dass man als sauertöpfisch und ewig frustriert bezeichnet wird, wenn man nichts trinkt. Spaßbremse und so. Ich denke, wenn ich in Zukunft die Aufgabe "alkfreies Umfeld" forcierter angehe, werde ich auch in einige dieser Diskussionen geraten. Ich möchte bis dahin diesen Rechtfertigungsdrang loswerden. Wenn ich einem aus Leidenschaft alkoholkonsumierenden Menschen sage, dass das Leben ohne Alk viel schöner ist, dann glaubt er mir sowieso nicht. Zumindest früher wurde behauptet, ich würde mir das nur einreden. In Wirklichkeit sei ich totunglücklich, weil alle um mich herum Spaß haben und ich nichts trinken will (und deshalb keinen Spaß habe).
Meine Lösung bisher: Mein Rechtfertigungszwang entsteht daraus, dass ich möchte, das der andere mich versteht und deshalb nicht schlecht von mir denkt. Ich will nicht, dass jemand denkt, ich sei sauertöpfisch und eine Spaßbremse. Aber das ist falsch. Es ist völlig egal was die anderen von mir denken. Sollen sie doch meinen, mit mir sei nichts mehr los seit ich nicht mehr trinke. Sollen sie meinen, ich sitze alle meine Tage mit meinem Wasser daheim und vergieße bittere Alkoholiker-"ich arme Sau darf nichts mehr trinken"-Krokodilstränen. Wer so von mir denkt, der kennt mich nicht.
Ich habe nicht verlernt ohne Alkohol Spaß zu haben.
So. Morgen werde ich wieder ein paar flotte Striche auf's Papier bringen. Ich will mich an die Rustica-Schrift rantrauen. Sah nicht einfach aus...
LG
Plejaden