Beiträge von Plejaden

    Hallo du,

    Zitat von Zeppeline

    Kapitulation wiederum heißt Annehmen und Akzeptieren der Tatsache, dem Alkohol gegenüber schwächer zu sein; und genau da scheint es bei mir noch zu haken. Ich habe zwar erkannt, daß ich schwächer bin und mir der Konfrontationskurs demzufolge nichts bringt, aaaber: ich empfinde weiterhin Schuld- oder besser Schamgefühle, weil ich schwächer bin. Ich würde zwar gerne etwas anderes behaupten, aber es wäre unehrlich.


    Ich finde es super, dass du diese Tatsache eingestehen kannst, vor allem vor dir selbst! Unehrlichkeit mir selbst gegenüber war eines der Dinge, die mir meine nasse Zeit zur Hölle gemacht haben. Habe ich mich doch an allen Ecken und Enden selbst belogen.
    Die Sache mit der Schwäche, da wird der Groschen eines Tages schon noch fallen. Bei mir hat es auch einige Zeit gedauert, es stand meiner kompletten Kapitulation zunächst im Weg. Du bist ein Mensch und nicht Gott (hoffe ich doch mal :shock: ), du darfst schwach sein. Es macht dich als Mensch aus. Ich weiß, das wird in unserer Gesellschaft verurteilt, gerade die Schwäche dem Alk gegenüber. Du solltest dir immer wieder sagen: Wayne? Ich bin inzwischen fast schon stolz auf meine Schwächen (naja, auch nur fast ;) ), sie machen mich als Individuum aus.

    Zitat von Zeppeline

    mein Freund fährt mit seinem Sohn für eine Woche weg, ich bleibe zuhause. Das mag erstmal skurril wirken, aber ich bin zur Zeit ziemlich fertig mit den Nerven – das Jahr war hinsichtlich Abstinenzentscheidung und Trockenheit großartig, aber es gab auch eine Menge außergewöhnlicher Belastungen, deren Folgen ich gerade richtig zu spüren bekomme.


    Du hast für dich die richtige Entscheidung getroffen. Was hälst du davon, wenn du dir jetzt schonmal überlegst, was du gerne mit der viiiielen freien Zeit anfangen möchtest? Aber ich denke, ein Tag rumliegen und faul sein muss auch drin sein ;) .

    Zitat von Zeppeline

    Sollte ich es so machen und zuhause bleiben, so bitte ich euch schon jetzt, mir bei gelegentlichen Anwandlungen von Selbstmitleid – buhuh, ich muß alleine zuhause bleiben, während die anderen Urlaub machen – ordentlich eins auf den Kopf zu geben.


    Klar, wenn das IaS-Monster kommt, gibt's eins auf den Deckel. Uga 8) !

    LG
    Plejaden

    Hallo JoeDoe,

    Zitat

    Dabei stelle ich jetzt auch fest, dass Weihnachten eigentlich in den letzten Jahren immer die Zeit gewesen ist, in der ich die mir selbst gesetzten Trinkgrenzen voller Freude als nicht mehr beachtenswert eingestuft habe. Ist ja auch Weihnachtszeit, da darf man das...


    *Nick* Ja, irgendwie total paradox, die meisten nutzen gerade die Adventszeit zu Besinnlichkeit und geistigen Einstimmung auf das Fest, und nicht um sich die Rübe wegzutrinken. Quasi dem Gegenteil von Besinnlichkeit, dem Weihnachtsgedanken, Familienleben und allem eigentlich. Besoffen ist man allein.

    Ich merke, dass ich auch in vielen Dingen wieder fünf gerade sein lasse - ist ja fast Weihnachten - von daher haben mir deine Zeilen ein bissi den Kopf gewaschen ;) . Ich werde nochmal zum Endspurt ansetzen, ab dem 22. Dezember ist Weihnachtspause mit zwangsverordneten Urlaub vom 24.-28. Bis dahin kann ich ja noch was schaffen...

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    ich hatte einen schönen 2. Advent :) . Hab bis 8.44 Uhr geschlafen, dann den Tisch für's Frühstück gedeckt und ein bisschen fern gesehen, bis mein Freund aufgewacht ist.
    Nach dem Frühstück hab ich noch Biathlon zu Ende geguckt, danach habe ich gespült. Anschließend war's Zeit für's Joggen. Ich hab an meiner Ausrüstung etwas verändert und diesmal die Schuhe nicht so fest zugeschnürt. Und siehe - die Schmerzen in den Füßen sind fast nicht existent. Anscheinend bringen die Einlagen ja doch was...
    Wieder daheim habe ich geduscht und mich ein bisschen um mich gekümmert (eincremen, Gesichtsmaske, Nägel einpinseln etc.). Danach war dann die Biathlon-Staffel der Damen dran. Mal ernsthaft: Sport gucken macht doppelt soviel Spaß, wenn man selbst aktiv gewesen ist, man denkt dann nicht "die machen da Sport und ich Couch-Potatoe..." Danach hab ich etwas Morrowind gespielt, meine Tagesplanung für morgen gemacht und dann war Chat-Zeit.

    Aus dem Chat habe ich einiges mitnehmen können. Einige eigene Gedanken zum Thema noch: Bei mir schwang immer etwas pathetisch-heroisches mit, "Entweder der Alk bringt mich um oder ich bekämpfe ihn!". Das mag damit zusammen hängen, dass der Kampf gesellschaftlich anerkannter ist ist als Schwächen zugeben - es ruft Unverständnis hervor. Häufig kommen einem dann Sätze unter wie "Du kannst doch nicht ewig weglaufen!" oder "Du musst dich dem stellen!".
    Auch ist es zunächst schmerzhaft, die Abhängigkeit als Teil meiner Persönlichkeit anzuerkennen. Sie ist gesellschaftlich stigmatisiert und wird allgemein als "Willensschwäche" ausgelegt. Also ist der erste Impuls, sie zu bekämpfen, als sie zu akzeptieren.

    Die Kapitulation bringt Erleichterung: Ich muss nicht mehr kämpfen! Ich muss mir nicht mehr ständig beweisen, wie stark ich bin. Ich darf schwach sein, und bin trotzdem ein wertvoller Mensch, mit all meinen Schwächen.

    Ich denke, darin liegt der Hauptpunkt um Kapitulation abzulehnen: Dieses Zugeben der eigenen Schwäche ist schwer.

    panther :

    Zitat

    die schwelle wann man dann abhängig wurde ist kaum erkennbar/spürbar. irgendwann kontrolliert einen der alkohol und nicht mehr derjenige. irgendwann kann man nicht mehr kontrolliert trinken.


    Das stimmt. DEN einen Punkt kann ich niemals herausfinden. Einzig das Ergebnis ist bekannt, und das gilt es anzugehen.

    Ich wünsche noch einen schönen zweiten Advent und einen guten Start in die nächste Woche!

    LG
    Plejaden

    Hoppala, schon etwas spät. Ich schreib trotzdem noch, wie es heute war ;) .

    Ich hatte zuerst meine dritte Reise auf dem "neuen" Fahrrad unternommen, auch wenn sie mich zunächst nur zum Bäcker führte. Nach dem Frühstück bin ich in die Stadt einkaufen gefahren (diesmal mit dem Bus, etwas weit mit dem Fahrrad), danach habe ich hier aufgeräumt und das angesprochene CD-Imperium in Angriff genommen. Gesaugt habe ich auch noch. Anschließend noch ein bisschen gezockt, bis es um 20 Uhr hieß Licht aus! Habe die fünf Minuten bei Kerzenschein (war wirklich schön!) zur Besinnung genutzt, etwas per Hand geschrieben bei Kerzenschein, eine neue, schöne Erfahrung :)
    Danach war ich in einem Selbsthilfechat (nicht zum Thema Alkohol), war sehr fruchtbar. Und nun schreibe ich noch diese Zeilen hier.

    Beim Zähneputzen hatte ich übrigens wieder einen Erinnerungsplopp, diesmal einen Wichtigen. Betreffend das Thema, wie bin ich in die Sucht geraten? Ich kann mich deutlich erinnern, dass ich vor einiger Zeit den Rausch gesucht habe. Ich habe extra schnell getrunken, um berauscht zu sein. Damals, das war vor etwa zweieinhalb Jahren, war ich aber definitiv noch nicht süchtig! Das Rauschtrinken später, als ich süchtig war, fühlte sich anders an. Vor zweieinhalb Jahren, war es noch ein Wollen und kein Müssen. Ich wollte den Rausch, musste ihn aber nicht haben. Ich habe ein gefährliches Spiel gespielt, ohne es zu wissen, mit den bekannten Konsequenzen.

    Damals begann mir die Kontrolle zu entgleiten. Ohne, dass ich es gemerkt habe.

    LG
    Plejaden

    Das Problem hab ich auch. Meistens sind es die, die selbst gut dabei sind. Mir wurde öfters gesagt, dass sei ein Spiegel-Problem: Du hälst ihnen einen Spiegel vor, und sie sehen sich selbst. Schlimmer: Du zeigst ihnen, wie es besser geht. Um diese unangenehme Sache zu beenden, wird anschließend versucht, dich durch ein "Stößken" wieder ins selige Boot des Alkohols zu ziehen.

    Was du jetzt tun sollst, mh, gute Frage. Du merkst zumindest, dass dir diese Menschen nicht gut tun, dich und deine Entscheidung nicht respektieren - vielleicht auch gar nicht an dir, an deinen Gefühlen, was dich bewegt, interessiert sind?

    Ich kann nur für mich sprechen: Inzwischen möchte ich nur von Menschen umgeben sein, die mir wichtig sind, und denen ich wichtig bin. Und Menschen, die nichtmal so eine einfach und fundamentale Tatsache wie "Ich trinke keinen Alkohol mehr, denn er wäre mein Tod!" akzeptieren können, die sind anscheinend an mir nicht sonderlich interessiert.

    Hallo Blizzard,

    ich hab die Tage auch irgendwie Schlafprobleme. Der Tipp, die Phase des mitternächtlichen Wachseins gelassen hinzunehmen, ist richtig gut! Werde ich mir fürs nächste Mal merken.

    Ich bin zeitweise richtiggehend wütend von wegen "Hey, ich trinke nicht mehr, jetzt musst ich auch gefälligst gut schlafen können!" Tja, geht eben nicht auf Knopfdruck ;) .

    Ich wünsche dir noch frohes Schaffen und einen schönen Sonntag!

    LG
    Plejaden

    Hallo kommal, schön, dass du wieder "da" bist ;) . Ich hoffe, ich kann kann in ein paar Wochen auch von so einem reibungslosen Umzug berichten!

    Ich wünsche dir viel Freude in deinen neuen vier Wänden, auf dass nur Gutes über deine Schwelle tritt ;) .

    Hallo Lütze,

    wir haben uns glaub ich auch noch nicht gelesen ;) . Den Zitronenspruch find ich übrigens super, den hab ich mir gleich abgepinnt.

    Zu deinem Wochenende: Das ist bei mir eigentlich auch eine kitzelige Sache, was Alk angeht. Vor allem die Abende. Ich versuche das zu bewältigen (und viele andere hier auch), indem ich mir einen möglichst detaillierten Plan mache, was ich heute so machen möchte. Möglichst jede Minute, aber zumindest grob der Tag sollte keinen Freiraum für "Dummheiten" bieten. Langeweile ist für mich der erste Schritt in den Rückfall.
    Bisher hat das super geklappt, die Wochenenden vergingen wie im Fluge, und ich konnte erholt in die Arbeitswoche starten.

    Ansonsten klingt alles doch super, mach weiter so :) .

    LG
    Plejaden

    "ich weine auch, wenn ich das Gefühl habe, keine Kraft mehr zu haben. Wenn ich glaube, nicht mehr zu können. Wenn ich Angst bekomme, ich könnte meinen Weg nicht bis zum Ende gehen."

    Ja, das kenne ich auch, wenn auch aus meinem Kampf gegen die soziale Phobie. Manchmal hatte ich das Gefühl, das Ziel nicht mehr zu sehen, dass alles ewig so bleiben würde. Ich konnte nicht mehr, hatte keine Kraft mehr nochmal aufzustehen. Wollte nicht mehr.

    Kann dich gut verstehen :( .

    So, heute bin ich wesentlich fitter! Ich hatte einen beschaulichen Tag, morgens um 8 Uhr auf zur Uni, dort drei Stunden in der Bibliothek gelesen. Anschließend heim. Eigentlich wollte ich heute joggen, aber ich war total müde und bin nach dem Mittagessen eingepennt und habe bis 16 Uhr geschlafen :? . Heute nacht ist meine Nachtruhe ja einige Mal durch starke Windböen gestört worden (wohne unter'm Dach, und da schepperts bei Sturm im Gebälk). Danach fühlte ich mich aber wieder frisch, hab das Bad geputzt und in der ganzen Wohnung Staub gesaugt.
    Ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich schon, wegen des Joggens. Andererseits hat sich mein Körper die Ruhe geholt, die er offensichtlich brauchte. Ich sollte nicht gegen das Haus arbeiten, in dem meine Seele wohnt...

    Für morgen und übermorgen muss ich noch einen detaillierten Plan erstellen, irgendwie muss da spülen, lesen (für die Uni), joggen, CD-Imperium sortieren und ausdünnen (riesig, Kaiser Trajan hätte Augen gemacht) und einige Unordnungsnester bereinigen.

    Ob der Glühwein-Attentate der letzten Tage bin ich heute auf der Rückfahrt auf einen weiteren Punkt gestoßen, der irgendwie in mir vor sich hin schmort. Mir kommt die Zeit, die ich besoffen zugebracht habe, am spaßigsten vor. Nichts anderes scheint so spaßig gewesen zu sein, wie der Rausch. Irgendwie hat das Suchtmonster den Rausch als "höchstes der Gefühle" hingestellt, an den nichts heranreicht. Vor dem Hintergrund verstehe ich es auch, wenn viele behaupten, ohne Alk mache eine Fete doch keinen Spaß und ein Leben fernab des Alks als spaßfreie Zone des Verzichts beschreiben.
    Entgegen der Behauptungen des Suchtmonsters empfinde ich das Leben im Augenblick als das schönste überhaupt. Der Spaß, die Freude sind ungetrübt, nicht überschattet von Schuldgefühlen, echt, nicht künstlich zur Hysterie hochgepusht. Mein Selbstwertgefühl und Stimmung befinden sich stabil im positiven Bereich, statt wie noch vor ein paar Monaten zwischen krassen positiven (Rausch) und negativen (Kater, Schuldgefühle) Zuständen hin und her zu schwanken.

    Mein Suchtmonster behauptet also, mehr Spaß als besoffen geht nicht. Dem kann ich nur heftig widersprechen ;) .

    LG
    Plejaden

    Hallo JoeDoe,

    da steckst du echt in einer Zwickemühle. Ich persönlich denke, etwas mitnehmen kann ich eigentlich immer dabei. Andererseits besteht vielliecht die Gefahr, wieder mit nassem Denken infiziert zu werden. Da hast du ja ein paar Beispiele genannt, mit dem Winzertraubensaft aus Rotweingläsern... Du musst für dich entscheiden, wie "kippelig" du bist ;) .

    Ansonsten freut es mich zu hören, dass es dir wieder besser geht (hoffe ich doch?). Mein Vater hatte übrigens letztens auch eine Attacke auf mich gestartet, wollte mich zu einem Glas Wein überreden. Ich musste volle fünf Mal verneinen, das Ganze wurde dann gekrönt von der Frage "Wieso denn nicht?" :? . Wie du geschrieben hast, versuchen kann man's ja immer mal wieder... Wie die Aasgeier, "na, kippt sie jetzt um?"

    LG
    Plejaden

    Hallo zilli,

    schön, dass du der Weihnachtsmarkt-Versuchung aus dem Weg gehen konntest und trotzdem einen schönen Nachmittag hattest. Ich hatte vor einigen Wochen auch eine recht "tränenreiche" Phase hinter mir. Ich hab zwar physisch nicht geweint, aber war innerlich sehr sehr traurig ob meiner Abstinenzentscheidung. Eigentlich verrückt, oder?

    Ich habe mit meinen Eltern ein ähnliches Prob wie du und verfahre nach der Methode "wo keine Einsicht, da kein Weg". Anders geht es zumindst für mich leider nicht :( . Ich wünsch dir viel Kraft, das alles durchzuhalten!

    LG
    Plejaden

    Yeah, die Woche ist fast rum. Morgen habe ich keine Veranstaltungen oder Arbeit, ich werd einfach so zur Uni fahren und mich danach um den Haushalt kümmern.

    Heute war ein normaler Tag, ohne Höhen und Tiefen. Bin um 9 Uhr zur Uni gefahren, hab dort zwei Stunden in der Bibliothek gelesen. Danach war ich eine Stunde Arbeiten, anschließend zu einem Seminar, dann gings nach Hause.

    Tut irgendwie gut. Kein besonderer Tag. Früher war entweder hysterische Freude angesagt, weil es abends laut "Plan" wieder was zu trinken gab. Oder ein Kater war zu überstehen. Und wenn kein Kater zu überstehen war, dann standen Schuldgefühle wegen Tagen wie Nr. 1 und Nr. 2. im Vordergrund. Die waren natürlich auch an Katertagen da, aber da erforderte das aufrechterhalten der Fassade und die Kontrolle des Mageninhalts und des Gleichgewichts mehr Aufmerksamkeit...

    Ich bin irgendwie müde. Drum wünsche ich eine gute Nacht, bis morgen!

    LG
    Plejaden

    Heute war erfreulicherweise ein glühweinfreier Tag. Offenbar hatte die selbsternannte Bespaßungsgarde keine Lust, bei Regen und Sturm ihr Getränk feilzubieten...

    Wie dem auch sei, ich hab gestern nacht nicht wirklich gut geschlafen und weiß auch grad nicht warum. Bin erst so gegen 0.30 Uhr eingeschlafen und war um 6.30 Uhr wieder wach. Das ist zwar an sich genug Schlaf, trotzdem bin ich in der ersten Vorlesung fast eingepennt :roll: . Danach ging es aber. War noch ne Stunde arbeiten, danach Essen in der Mensa. Da war das Gericht gerade aus, das ich mir gütlich tun wollte und ich musste in einer längeren Schlange ne gute Viertelstunde warten. Arghs.
    Naja, danach habe ich zwei Stunden in der Bibliothek gelesen, um zum Abschluss des Tages noch ein Seminar zu besuchen. Danach gings heim.

    Im Übrigen ist mir ein Umweg eingefallen, auf dem ich ohne größeren Zeitverlust alle Glühweinstände umgehen kann. Ich muss nur morgen im Hellen nochmal gucken, ob da nicht eine von den nervigen Baustellen meinen Weg blockieren würde. Hab keine Lust, im Dunkeln in so einen Bauzaun zu scheppern :lol:

    Anlässlich meiner zwei Tippreihen, die ich gestern erstanden habe (die für die Katz waren - keine einzige Zahl war richtig :cry: ), habe ich mir Gedanken ob eines möglichen Gewinns gemacht. Ist ja Blizzards Frage mit dem Weltuntergang, nur positivistisch formuliert: Würde ich einen trinken, wenn ich die 43 Mio. gewonnen hätte? Gute Frage. Bis heute nachmittag hätte ich noch gesagt: Nein, auf keinen Fall. Aber heute Abend, so gegen 20 Uhr, hatte ich so ein Gefühl: "Auf den schönen Tag ein Bierchen." Mmmmh... Es ist trotzdem wichtig für mich: Was würde es mir bringen, wenn ich meinen Lottogewinn begießen würde? Ich wäre weg vom Fenster, benebelt, irgendwo anders aber nicht bei mir. Vielleicht würde ich es nicht mehr schaffen zu mir zu kommen, und würde im Suff das Geld für irgendeinen Sch... ausgeben. Vielleicht wäre es dann sogar mein geringstes Problem, wenn ich mich vorher tot saufen würde...
    Es wäre besser, wesentlich besser, diesen schönen Tag klar zu begehen, den Gewinn klar zu genießen. Mehr noch: Es wäre das RICHTIGE.

    JoeDoe : Mir wird von dem Zeug auch übel. Mein Magen reagiert recht empfindlich auf Säuren, und Glühwein ist ja besonders aggressiv. Was mir zu schaffen macht, ist dieses Klack! Mein Magen sagt "Geh fort mit dem Zeug, ich merk' jetzt schon wie mir das Sodbrennen wallt!" aber das Suchtmonster wird einfach nur rattig...

    Nicht reich werden? Dann zumindest die Weltherrschaft ;) . Quark halte ich für besser, weil ich drei Jahre damit gearbeitet habe. Es ist weniger... umständlich.
    Und wieviel 3ds kostet, will ich gar nicht wissen. Wenn auf der Webseite schon kein Preis steht, ist das ein gaaanz schlechtes Zeichen...

    LG
    Plejaden

    Hallo Zeppeline,

    ich hatte ein Stagnationsproblem, das bezog sich jedoch auf meine Therapie. Ich bin dort ein gutes dreiviertel Jahr auf der Stelle getreten und kam nicht mehr weiter. Ich denke heute, dass daran auch der Alkohol schuld war. Der hat bewirkt, dass mein ganzes Denken nur noch um ihn kreisten. Für andere Dinge war dann kein Platz mehr. Also kann ich diese These schon verstehen...

    Die Was-wäre-wenn-Versuchung packt mich auch immer seltener, zumal ich ja den Gedanken "Ich will keinen Alkohol mehr trinken, selbst wenn ich könnte" habe. Der ist, wie ich früher mal geschildert habe, aus tiefsten Herzen und ehrlich gemeint.
    Elvis ward seit gestern übrigens nicht mehr gesehen. Die Hirngespinste scheint er gleich mitgenommen zu haben 8) .

    LG
    Plejaden

    Hallo JoeDoe,

    ein Zelt auf dem Mond, das ist schon verwegen :wink: . Glaubt man den Ausführungen mancher Verschwörungstheoretiker, dann ist die Verwegenheit jedoch dahin, da sich der Mond ja in einem geheimen Fernsehstudio der NASA befindet, von dem aus die ganze Welt genatzt worden ist. Ähm. Auch egal.

    Ich finde es super, dass dir kein Gedanke an Trinken gekommen ist. Würde auch irgendwie nicht mit dem Indianer zusammenpassen: Erst keine Schmerztabletten nehmen, aber sich dann herzhaft benebeln? Neee...
    Dieses abwehrende Gefühl hatte ich auch schon ein paar Mal, fühlt sich gut an! Und dass dich selbst die innere Unruhe nicht umreißen kann, ist auch ein gutes Zeichen!

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    heute hat mein Bild vom "alkfreien Raum Uni" doch einen herben Rückschlag erhalten :? . Ich bin heute morgen ja um 9 Uhr dort aufgeschlagen, da war die Welt noch in Ordnung. Bin in die Bibliothek lesen, habe mit einem der Doktoren geflaxt, dann zwei Stunden arbeiten. Anschließend wollte ich wieder heim - und geriet in den Glühwein-Spießrutenlauf. Die ersten zwei Gallonen waren direkt am Ein-/Ausgang des Gebäudes stationiert, in dem ich täglich verkehre (an dieser Stelle nochmal Munchs "Der Schrei" - aaaaaaaaaah! :shock: ). Der ganze Bereich hat nach dem Zeug gestunken, und ich glaube so ziemlich jeder, der dort zum Paffen herum stand hatte einen Becher in der Hand... Ich nur noch durchmarschiert, weitergegangen, irgendwann war es dann vorbei - dachte ich. Denn auf dem weiteren Weg zum Bus war auch schon der nächste Stand aufgebaut, das Geruchserlebnis wegen des starken Windes jedoch nicht vorhanden.
    Memo an mich: Morgen werde ich mich nach Schleichwegen erkunden. Ich muss irgendwie durch die Tiefgarage gehen, wo ich mich aber nicht auskenne, weil ich ja mit dem ÖPNV anreise :roll: . Locker bleiben. Noch drei Wochen bis zur Weihnachtspause *heul*.
    Nach der Uni hab ich noch ne Stunde am Rechner gearbeitet, danach war ich joggen. Ging recht gut mit den Einlagen, leider habe ich mir eine Blase an einer unmöglichen Stelle gelaufen (irgendwie unter dem Fußgewölbe). Autsch. Fühle mich jetzt auf jeden Fall sportlich-kaputt, wie ich es mag 8) .

    Ich habe gerade noch etwas zur Was-wäre-wenn-Frage geschrieben, in einem anderen Thread. Ich muss gestehen (mich selbst belügen ist ja nicht mehr ;) ), dass trotz meines vorläufigen Sieges vor einigen Wochen die Thematik zeitweise immer noch an mir zerrt. Hin und wieder kommen Gedanken "Probier's doch nochmal, mal gucken wie es so ist!" oder "Vielleicht klappt es ja jetzt wieder...". Ich gebe dann kontra, so wie ich es mir erarbeitet habe und habe dann wieder meine Ruhe. Allerdings zeigt es mir, wie dünn das Eis noch ist, auf dem ich wandele. Dass mich die ein oder andere Situation gut und gerne noch umhauen könnte. Also heißt es: Weitermachen!

    JoeDoe : Ich habe mich in der finalen Phase meiner nassen Zeit ziemlich selbst besch...., deshalb diese schrägen Antworten auf die Testfragen. Richtig finster, es zeigt mir, was der Alk mit mir anstellt wenn ich ihn wieder konsumiere :( .

    Zitat

    Wobei: Corel? Geht ja gar nich


    :roll: Folgendes ist mein Plan: Ich werde reich werden (irgendwann) und werde mir dann einen tollen Computer kaufen, nebst einem SW-Paket, dass mir die Ohren schlackern. Ich müsste nur rausfinden, was besser ist: QuarkXPress oder Indesign? Ich tendiere gerade zu ersterem. *seuuuuufzzzz*

    LG
    Plejaden

    Hallo Zeppeline,

    das ist wohl wahr, das Suchtgedächtnis lügt. Es gaukelt uns nur die positiven Effekte des Rausches vor, und unterschlägt uns die negativen. Irgendwie ist es für mich auch schön, dass grad mal die negativen Erinnerungen "hervorploppen": So kriegt das Suchtmonster mal kontra ;) .

    Leider hilft das nicht gegen die Was-wäre-wenn-Versuchung: Was wäre, wenn ich wundersamerweise nun, nach monatelanger Abstinenz, doch plötzlich wieder mit Alkohol umgehen könnte? Ich bin so toll, ich bin besonders, ganz anders als all die Millionen (!!) Menschen, die das vor mir auch dachten und überhaupt: Wunder geschehen (lief da nicht grad Elvis durch mein Zimmer?).
    Dagegen habe ich zum Glück ein probates Mittel gefunden (hoffe ich). Und wer zur Hölle ist Elvis?

    LG
    Plejaden

    Guten Abend,

    so, der Montag ist rum! Habe ihn langsam angehen lassen, um halb acht aufgestanden, erstmal geduscht, danach ein bisschen am Computer gearbeitet und um 10 Uhr zur Uni gefahren. Dort wieder für einen Professor das Präsentationsequipment aufgebaut, anschließend in die Bibliothek zum Lesen. Zwischendurch bin ich dann noch was essen gegangen, und zum Abschluss des wieder mal langen Tages in eine Vorlesung.

    Da ist mir dann etwas aufgefallen - irgendwie verbinde ich Vorlesungsräume inzwischen mit einem Kater/Entzugserscheinungen. Das hat mich zunächst ziemlich befremdet, ich konnte mich plötzlich überdeutlich erinnern, wie ich mit einem dicken Kopf, Sehstörungen und Schwindelanfällen sowie Übelkeit in diesen Bankreihen gesessen habe. Irgendwann ist dann der Groschen gefallen: Ich habe nicht so oft in der Woche getrunken, später dann immer mehr natürlich. Aber wenn überhaupt, dann eigentlich nur an Tagen wo ich Vormittags eine Vorlesung hatte - da musste ich einfach nur da sitzen und mein Leid erdulden.
    Die Erkenntnis hat mich schon ziemlich geschockt. Es kamen noch andere unangenehme Erinnerungen hoch: Wie ich mir einen Donnerstag abend die Kante gegeben hatte, Freitags hundselend zur Vorlesung um 10 Uhr geeiert bin, es dann geschafft habe an eben jenem Freitag mal KEINEN Alk zu trinken, nur um mir gleich am Samstag wieder die Kante zu geben.

    Mein "Trinkplan" war irgendwie schon ganz schön unterlaufen. Oben hing, als verrostetes, einsames Schild im Wind "nur am Wochenende trinken!". De facto schlich sich heimlich die Regel ein: "Immer einen Tag zwischen den Besäufnissen lassen, dann passt das schon!" Oh Hilfe :oops: .

    Noch mehr Erinnerungen: Wenn ich mir dann abends Alkohol zugestanden habe, konnte ich es kaum erwarten, dass es endlich Abend wird. Hab den ganzen Tag daran gedacht "noch drei Stunden, dann gibt's endlich dein Bierchen." Auch eine Frage, die ich auf den Alk-Tests im Brustton der Überzeugung mit "Nein" angekreuzt hab - nein, ich denke nicht an Alkohol. So schlimm ist es doch nicht. Ja ja.

    Allmählich kommen die Erinnerungen scheibchenweise hoch. Ich bin mal gespannt, wann es an's "Eingemachte" geht...

    LG
    Plejaden

    Was für ein mieses Wetter... Heute war der erste Tag seit langem, an dem ich gar nicht draußen war. Schon ein seltsames Gefühl. Aber dafür habe ich den Tag gut ausgefüllt, und die Beschäftigung hat mir keine Mühe bereitet. Zuerst hab ich ein bisschen Biathlon geguckt, dann mit meinem Freund gefrühstückt, anschließend ein bisschen gedaddelt. Dann kam mein großer Auftritt: Zum ersten Mal einen Adventskranz selber basteln! Das Prozedere zog sich zwei Stunden (!) hin, aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ein kleiner, schlichter Kranz mit viel frischem Grün. Gefällt mir richtig gut. Danach ausgiebig geduscht, und dann kam schon Besuch. Langeweile hatte ich zu keiner Zeit.

    Mir fällt auf: Das war früher anders. Früher habe ich versucht die Tage am WoEn irgendwie so schnell wie möglich rumzukriegen, damit ich abends endlich saufen konnte. Habe die 18 Uhr-Marke geradezu herbei gesehnt. Bzw. ich war so verkatert, dass ich kaum aktiv werden konnte. Beides lief auf's gleiche hinaus, ich hab mich fürchterlich gelangweilt und konnte aus den Ruhetagen auch keine Kraft schöpfen, weil ich genau wusste, an den anderen Tagen bin ich auch nicht fleißiger und schiebe Dinge auf, die dringend gemacht werden mussten. So waren die "geruhsamen Tage" fast noch eine größere Qual als hektische Tage. Auch habe ich stereotype Dinge getan wie z.B. den ganzen Tag gedaddelt obwohl es mich nach einigen Stunden gelangweilt hat. Aber ich wusste einfach nichts anderes mit mir anzufangen, und wollte, dass der Tag möglichst schnell rum geht.

    Ich habe auch, angeregt durch den Thread von Blizzard, mir Gedanken über eine Form von Verzicht gemacht. Von vielen Leuten habe ich schon gehört, dass sie angesichts eines Menschen, der ein gesundes Leben führt (nicht rauchen, nicht trinken, Sport treiben, gesund ernähren etc.) sagen: "Und was macht der, wenn er morgen tot gefahren wird? Dann war alles umsonst. Keinen Spaß gehabt und so." Ich war umgeben von Menschen, die so denken. Sie können nicht verstehen, dass so ein Leben Freude macht und nicht Verzicht bedeutet. Ich selbst war lange Zeit unschlüssig, aber inzwischen habe ich gemerkt, dass mir das gesunde Leben besser gefällt - ich komme Treppen hoch, ohne danach unter ein handelsübliches Sauerstoffzelt zu müssen, erlebe jeden Tag klar und kann mir die Schuhe zubinden ohne mich hinsetzen zu müssen. Ich habe nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Ich habe soviel getrunken und faul herumgelegen, Süßes und Fettiges in mich reingestopft, dass es für's ganze Leben reicht.

    In diesem Sinne wünsche ich einen guten Start in die neue Woche!

    LG
    Plejaden