Hallo zusammen,
Zitat
Als ich vor ein paar Jahren mein Studium abgebrochen habe (soz.Phobie), habe ich mich gute zwei Jahre vor dem Fernseher verschanzt. ... Ich glaube, ohne den Alkohol wäre ich nach so langer Zeit einfach irre geworden
Das hätte glatt ich sein können, als ich das erste Mal arbeitslos geworden bin. Analog ist es beim 2. Mal arbeitslos ein Jahr später genauso gelaufen.
Ich habe mir immer eingebildet, meine freie Zeit sinnvoll nutzen zu können; ich wäre ja nicht so wie z.B. diese ganzen Rentner, die aus Langeweile und Frust die Nachbarschaft terrorisieren und nichts mit sich anzufangen wissen. Pustekuchen. Meine freie Zeit habe ich vor dem TV verbracht. Das mit dem Biertrinken, um dabei nicht wahnsinnig zu werden, kommt mir irgendwie bekannt vor...
Es ist mir klar, dass ich in der neuen Wohnung einsamer sein werde als hier. Ich ziehe zwar mit meinem Freund zusammen, aber der ist berufstätig und deshalb auch nicht immer da. Dafür habe ich heute erfolgreich Kontakt zu einem befreundeten Pärchen aufgenommen, bei denen ich mich ewig nicht mehr gemeldet habe. Die haben sich tierisch gefreut, dass es mich noch gibt. Und Alk trinken sie auch fast keinen
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Ich versuche mir also einen Freundeskreis aufzubauen, so langsam aber sicher...
Ich habe heute Karstens Geschichte hier auf der Webseite gefunden (auch schon... nennt mich Blitzbirne
), zwei Sachen stachen mir da sofort ins Auge - das neidische, hastige Trinken, die Angst, jemand könnte mir den Alk "klauen". Bei mir war das fast haargenau so. Wenn ich mit meinen Eltern gesoffen hatte, habe ich immer bange auf die Weinflasche geschielt, wieviel denn noch für mich übrig sein würde.
Und wenn ich gesehen habe, dass nur noch vier Bierflaschen im Kasten standen, habe ich mir drei davon geschnappt (eine ließ ich aus Anstand stehen... immerhin) damit sie mir bloß keiner wegsäuft. Und oben in meinem Kühlschrank gehortet, bis mein "Trinkplan" es mir erlaubte, sie zu vernichten.
Oh mann, das ist so übel einen Spiegel vorgehalten zu kriegen
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Das zweite war der Gedanke, dass ich vor dem Alkohol immer wie jemand sein werde, der erst den ersten Tag trocken ist. Das erste Glas kann mich immer erwischen, egal wo, egal wie lange ich schon trocken bin. Es gibt keine Garantie. Ich darf mich nie sicher fühlen.
Jeder Tag ist wie der erste Tag meiner Trockenheit.
So, habe heute Vermieter durchtelefoniert, erreicht habe ich leider keinen. Dazu stellt sich mein Freund jetzt plötzlich auch noch quer. Die Wohnungen entsprechen nicht seinen (utopischen) Ansprüchen. Verwöhntes Blag. Ich gucke mir das jetzt noch bis Ende der Woche an, wenn er sich dann nicht eingekriegt hat, setze ich ihm ein Ultimatum: Entweder ER liefert mir mal Vorschläge, die SEINEM Gusto entsprechen, oder ich suche mir alleine eine Wohnung. Basta.
Thema TV: Ich habe nun vor, nur noch gezielt bestimmte Programme zu schauen und dann auch nur das zu gucken und nichts nebenher zu machen. Dauerberieselung gibt es nicht mehr.
Bisher hat es gut geklappt, gestern habe ich drei Seiten geschrieben
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LG
Plejaden