Beiträge von Plejaden

    So, ein Teilerfolg: Ich hab es zwar nicht geschafft an meiner Hausarbeit weiter zu arbeiten (ich saß wie Hein Blöd vor dem Computer und hab nur ein paar Zeilen zustande gebracht), war aber dann 1 1/2 Stunden spazieren und haben einen Film mit Naturaufnahmen verknipst 8) .
    Davor habe ich noch ne halbe Stunde lang aufgeräumt, und noch ne halbe Stunde mit einem Tee gemütlich im Wohnzimmer gesessen und an einer Geschichte weitergeschrieben.

    Das alles hat mir viel gegeben, ich fühle mich viel ausgeglichener und zufriedener. Warum nicht immer so? Vielleicht muss ich erst meine Gewohnheiten ändern, lernen, dass diese Lebensführung viel angenehmer ist. Das wurde bei der Suchtberatung auch angesprochen - das neue Leben wird anstrengender aber erfüllender sein. Das stimmt - spazieren zu gehen, aufzuräumen, Sachen regeln, Geschichten schreiben, malen/zeichnen/fotografieren ist anstrengender als einfach nur vorm TV zu hängen und sich berieseln zu lassen.

    Vielleicht muss ich mir einfach mehr Zeit geben. Das Problem hatte ich in Vergangenheit öfters - ich hatte tolle Zeiten, wo ich zwei Dutzend neue Dinge anpackte. Das ging dann zwei Wochen lang gut, dann war ich total überfordert und hab alles wieder sein gelassen und alles war wie zuvor. Ich sollte mir einen Plan ausdenken, was ich wie als Nächstes umsetze...

    LG
    Plejaden

    Hallo,

    Zitat

    ...warum lässt DU das zu? Schalt ab!

    Das ist eine sehr gute Frage. Wenn ich abschalte sitze ich da und weiß nichts mit mir anzufangen. Meist beginne ich dann mich irgendwie anders zu beschäftigen (aufräumen, lesen...), kann mich darauf dann aber nicht wirklich konzentrieren. Nach einer halben Stunde ist die Glotze dann wieder an.

    Ich muss wie gesagt noch einmal schauen, woran das liegt. Früher ging es ja auch ohne TV. Falls mir Erkenntnisse kommen, vermelde ich sie.

    Zitat

    Da gibt es sicher noch mehr, was Dir gut tut, sieh hin. Eine Baustelle nach der anderen.

    Natürlich gibt es noch mehr, die ganze Bude müsste entrümpelt werden hinsichtlich des Umzugs. Leider gehört vieles von dem Zeugs meinem Freund, und der gehört wiederum zur Gattung "Jäger und Sammler" - was einmal in die Wohnung hineingekommen ist, darf nie sie wieder verlassen. Das wird ein harter Kampf. Aus allen Ecken und Winkeln quillt es mir entgegen, aber weg darf davon nichts... Man "könnte" es ja nochmal gebrauchen.

    Wie dem auch sei, meine Tagesplanung für heute sieht vor, jetzt noch etwas an meinen Hausarbeiten zu schaffen und dann mit meiner Kamera draußen spazieren zu gehen und ein paar Fotos zu schießen. So ein schönes Wetter :D .

    Gestern war es wieder mal nicht so toll. Mein Vater hat mir schon wieder ein Bier zum Grillen anbieten wollen ("Eins kannst du doch... gehört doch dazu..."). Ich habs aufgegeben, meinen Teller geschnappt und bin wortlos in meine Wohnung gegangen, gefolgt von dem Rufen meiner Mutter "Wo willst du hin, komm wieder her, wir essen doch immer zusammen!!" Yeah yeah, aber zu meinen Bedingungen. Und die sind doch weiß Gott nicht so schwer zu begreifen...

    LG
    Plejaden

    Puh, ich dachte schon heute könnte ich gar nicht mehr schreiben, mein Computer ist abgekratzt :shock: . Zum Glück hat mein Freund den wieder zum Laufen gekriegt (sehr professionell - er hat sich davor gehockt und stupide auf die Ein/Aus-Taste gedrückt, bis er irgendwann angegangen ist). Jetzt ist erstmal Datensicherung angesagt...

    kommal : Die Uni hatte ich auch schon ein paar Mal in Erwägung gezogen. Das doofe ist nur, viele Angebote sind spät abends und mein letzter Bus nach Hause fährt schon um 19 Uhr (wohne in einem Kaff in der Nähe der Uni). Ich achte jedoch darauf, dass sich das durch den Umzug verändert. Ich will unbedingt in die Nähe der Uni ziehen oder irgendwo hin, wo die Verbindungen des ÖPNV besser sind.

    Ich habe mir schon einige Sachen ausgesucht, Uni-Sport und andere Freizeit-Angebote. Für eine Sache werde ich mich anmelden trotz der späten Zeit anmelden, und ich werde auch meine Berechtigung für das Fotolabor wieder auffrischen.

    Ansonsten habe ich mir heute nochmal Gedanken wegen der Schuldgefühle gemacht. Wie gesagt, ich habe schon mein ganzes Leben Schuldgefühle, aber wie bin ich früher damit umgegangen? Da ist mir einiges klar geworden:
    1. Früher hatte ich gar kein TV.
    2. Resultierend aus ersterem habe ich von mir aus negative Gefühle mit Dingen kompensiert, die mir Spaß gemacht haben (malen/zeichenen, lesen, Geschichten schreiben...).

    Diese Dinge machen mir wie gesagt EIGENTLICH auch heute noch Spaß und erfüllen mich, aber ich hab einfach keine Lust darauf. Woher diese Unlust kommt, kann ich im Moment noch nicht herausfinden. Es kommt mir fast so vor, als sauge der Fernseher meine Seele auf...

    Auf jeden Fall hab ich heute eine weiter Schuldgefühl-Quelle beseitigt - den unbearbeiteten Poststapel in der dunklen Ecke. Ihr mögt es glauben oder nicht, aber seit 2003 habe ich meine Post nicht mehr gemacht! Das hat mich schon erschüttert... ich war drei Stunden damit beschäftigt. Aber jetzt ist mir wohler.

    LG
    Plejaden

    Danke für die Antwort caro :D . Ja, ich muss mir immer wieder sagen, dass ich mich von meinem Umfeld nicht beirren lassen darf. Ich werde versuchen, mir das immer vor Augen zu halten...

    Was meine Position so schwierig macht ist die Tatsache, dass ich objektiv gesehen tatsächlich "wenig" Alkohol getrunken habe. Alle hielten meinen Konsum für unproblematisch. Natürlich - ich hab mir auch nur ein paar Mal die Birne weggeknallt, so dass ich einen Filmriss hatte. Das schwächt jetzt meine Position vor allen (und wirklich vor allen!) Leuten, die ich kenne.

    Was mich zum nächsten Punkt führt: Kriegen eigentlich 90 % der Alkohol konsumierenden Bevölkerung eine Prämie von führenden Suchtmittelherstellern, wenn sie stolz die Überredung eines "Neukunden" angeben können?
    Das ist der Hammer, mit welcher Vehemenz meine Eltern versuchen mich wieder ins heimische Alki-Boot zurück zu zerren. Dass einige Leute, vor denen ich mich geoutet habe mir sagen "Aber in ein paar Jahren kannst du schon hin und wieder mal ein Gläschen Sekt oder Wein trinken, oder?" (und immer diese Verniedlichungen, Fläschen, Gläschen, Schnäpschen...)
    Ich habe das Gefühl, dass ich mich überall dafür rechtfertigen muss, dass ich keinen Alkohol mehr trinken will! Sofort dieses "ein Gläschen kannst du aber doch....". Das war schon früher so schlimm, als ich noch keinen Alk getrunken hab, weil er mir nicht schmeckte und ich ihn ekelig fand. Dass erst Ruhe gegeben wird, wenn man es zum dritten Mal sagt oder nachgibt.

    Ich will es zum dritten Mal sagen. Und zum vierten Mal, wenn es sein muss. Und zuvorderst gar nicht erst in solche Situationen kommen, wo ich so bedrängt werde. Das habe ich aber zumeist selbst in der Hand.

    Das musste ich mir mal von der Seele schreiben :? .

    Ansonsten geht es mir gut. Habe heute gearbeitet, mir Bücher für meine Hausarbeiten ausgeliehen und (das Wichtigste) drei Vermieter kontaktiert. Aus den vorherigen Mietangeboten ist leider nichts geworden, aber ich gebe die Suche nicht auf.

    Noch etwas: Ich mache mir gerade Gedanken wegen des Beitrags im Ursachen-Thread. Wegen der Schuldgefühle. Ich habe festgestellt, dass sich die Situation nicht wirklich verbessert hat, in all den Jahren nicht. Ich tue in meiner Freizeit nur Dinge, die mich nicht zufriedenstellen (meist TV gucken... nur TV gucken), auf all meine anderen Interessen, die ich mal hatte, habe ich keine Lust mehr. Ist das Faulheit? Selbstzerstörung? Auf jeden Fall hat es das Potential, mich wieder zum Saufen zu kriegen wenn ich es nicht ändere.
    Darüber muss ich nochmal nachdenken...

    LG
    Plejaden

    Ich hoffe, niemand denkt, dass ich spammen würde, weil ich einfach schreibe obwohl mir keiner antwortet :oops: ? Wenn doch, dann tut es mir leid...

    Ich habe mich heute dafür entschieden, den ersten Tag meiner Trockenheit in meine Signatur zu schreiben. Bisher hatte ich vermieden auch nur daran zu denken, denn auch das war ein Trinkanlass für mich. Es war gefährlich, mich daran zu erinnern, wie lange ich schon keinen Alkohol mehr getrunken habe. Dann kamen sofort Gedanken wie "So lange schon nichts mehr, dann kannst du dir ja mal was gönnen..."
    Die schlimmsten Exzesse hatte ich nach längeren Trinkpausen. Die dauerten meist fünf Tage. Also die Trinkpausen. Trinkpausen waren für mich also nichts weiter als neue Trinkanlässe.

    Doch jetzt hat sich etwas verändert. Es ist schwer zu beschreiben; als habe ich einen "Point of no return" durchbrochen. Auch wenn das blöd ausgedrückt ist (ein Zurück zum Saufen gibt es ja leider immer und manchmal schneller als einem lieb ist...), aber das trifft es am besten. Ich bin nun über einen Monat trocken, und das Gefühl "Sich einen Gönnen zu können" hat sich in sein Gegenteil gekehrt. Ich kann es nicht beschreiben, es gibt kein Wort dafür.

    Noch etwas ist in den letzten Tagen anders geworden; nachdem ich mir immer wieder die negativen Gefühle bewusst gemacht habe, die ein erneuter Alkoholkonsum mit sich bringen würde, scheint nun auch das schwindelig-rauschige an einem Vollrausch nicht mehr erstrebenswert. Das sind alte Gefühle aus der Zeit, als ich Alkohol nicht gerne getrunken hab (ist ja nur sieben Jahre her). Vor ein paar Wochen fand ich genau das an einem Rausch so toll, dieses Schwindelige, Losgelöste, doch jetzt will ich das nicht mehr. So wie früher. Ob das falsch ist? Ich weiß es nicht. Vielleicht entwickelt es sich in die falsche Richtung.

    Was meine Eltern angeht, bin ich einen Schritt vorwärts gekommen, nur um wieder zurückzufallen. Mein Vater wollte mir gestern wieder Wein andrehen, darauf habe ich noch einmal nachdrücklich klar gemacht, dass ich bereits gesagt habe, ich will keinen Alkohol mehr trinken, für den Rest meines Lebens. Gut, wie ich nun merken musste dachte er sich, ein Gläschen hin und wieder würde ich doch mal trinken dürfen... Jetzt denkt er, ich würde wieder anfangen Alkohol zu trinken, wenn meine Diät vorbei ist. Es ist mir egal. Er will es nicht verstehen und ich gebe es auf Erklärungen abzugeben und um Verständnis zu ringen, dass ich eh nicht bekommen werde...

    LG
    Plejaden

    Danke für die Antworten :) . Da bin ich ja beruhigt, wenn es nicht nach Bier schmeckt, ist es ok. Werde mir dann mal so einen Tee kaufen. Vielleicht werde ich mir auch mal einen Tee nach dorotheas Rezept zusammenstellen lassen, hört sich klasse an und ist auch eine super Übung wegen der Sozialen Phobie!

    Vaan : Ich komme tatsächlich auch immer mehr auf den Dreh, mir Tee möglichst pur und unaromatisiert zu besorgen. Damit fallen dann schon die meisten Sorten der namhaften Hersteller weg, da findet sich ja fast immer der Zusatz "Aroma" auf der Packung...
    Tatsächlich puscht mich Schwarzer und Grüner Tee ein bisschen auf, egal wie lange ich den ziehen lasse (wenn auch nicht ganz so stark wie Kaffee), deshalb kann ich da pro Tag nicht so viel von trinken. Und Abends lieber gar nicht, sonst liege ich nachts im Bett und höre es in meinem Brustkorb pochen...

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    ich wollte mir gerade einen Guten-Abend-Tee kaufen. Allerdings hab ich bei ALLEN Teesorten, die ich gefunden hab, auf der Zutatenliste Hopfenblüten oder Hopfen lesen müssen.

    Meine Frage: Wirkt sich das geschmacklich aus in dem Sinne, dass der Tee einen bierähnlichen Geschmack haben könnte? Oder sehe ich Gespenster? Es ist wichtig für mich, weil Bier mein "Alkohol der Wahl" war. Ich möchte nichts mehr zu mir nehmen, das auch nur ansatzweise danach schmeckt, es ist mir zu riskant...
    Getrunken habe ich einen solchen Tee bisher noch nicht, deshalb weiß ich es selbst nicht.

    LG
    Plejaden

    ... komme ich auch mal wieder zum Schreiben. Vorweg: Ich muss grad an fünf Hausarbeiten tippen, von denen ich drei fertig gekriegt hab und bin tatsächlich froh um jede Minute, die ich nicht vor dem Monitor verbringen muss. Jetzt habe ich aber endlich wieder mehr Luft, zwei Hausarbeiten in drei Wochen sind überschaubar 8) .

    Gedanken über den Alkohol habe ich mir trotzdem gemacht. Zum einen ist es jetzt endlich so, dass ich stabiler geworden bin. Zwar nicht so stabil, dass ich große Freudensprünge wage (das werde ich erst in einigen Jahren tun), aber ich fühle mich viel wohler. Ich merke, wie sich mein Körper regeneriert, wie viele Zipperlein verschinden, die ich vorher auf mein fortgeschrittenes Alter zurückgeführt habe (ulkig, nicht? ich erkläre mich mit Ende 20 lieber für verrostet als zu erkennen, dass es an meinem Alkkonsum lag).

    Über zwei Dinge habe ich mir verstärkt Gedanken gemacht:
    1. habe ich ziemlich oft von jüngst trocken gewordenen Menschen gelesen, dass sie eine Meidung des Alkohols mit dem Verlust jeglicher Geselligkeit gleichsetzen. Dies will ich nicht werten (es steht mir auch gar nicht zu), aber ich habe mich gefragt, wie sehe ich das eigentlich?
    Nun, es ist für mich tatsächlich aufgrund meines bisherigen Lebensstils eigentlich kein großes Problem. Ich habe Feste und andere Gelegenheiten, auf denen ordentlich gebechert wird, von mir aus gemieden. Was jetzt ein bisschen ziept ist die Tatsache, dass ich eigentlich auf solche Festivitäten gehen wollte, um mal aus meinem Schneckenhaus rauszukommen. Vor allem, dass ich nun nicht zu den Rollenspielgruppen in meinem Bekanntenkreis gehen kann, wurmt mich etwas (da wird gezecht ohne Ende).
    Aber ich denke, da wird sich was anderes finden lassen.

    2. Als ich noch Alkohol getrunken habe und mich mit dem Aufhören beschäftigt habe (damals ein sehr erschreckender Gedanke, der Panik auslöste), war ein "Argument": "Du kannst doch nicht für den Rest deines Lebens nur Wasser trinken! Du musst doch auch mal was anderes trinken!"
    Doch, ich kann. Das habe ich jetzt bemerkt, und ich kann es sehr gut. Der Trick heißt Tee. Schwarzer Tee, grüner Tee, Früchtetee, Kräutertee... Ich habe eine Kanne Früchtetee oder Kräutertee inzwischen abends zum Pflichtprogramm gemacht, weil ich abends immer besonders gefährdet bin etwas zu trinken. Der Suchtberater meinte, ich müsse versuchen die Zeit, die ich mit trinken zugebracht habe, mit etwas anderem zu füllen. Das tue ich jetzt. Dadurch, dass ich tagsüber mehr Dinge anpacke und mache, bin ich abends zufriedener und kann ohne Schuldgefühle entspannen. Und Tee zu kochen ist ein größerer Aufwand als nur eine Flasche Wasser aufzudrehen.

    Übrigens beginnt sich mein Geschmackssinn zu verfeinern. Ich hätte nie gedacht, dass alkoholische Getränke so einen penetranten Geschmack haben, dass sie einem regelrecht die Knospen aus der Zunge hauen, aber es scheint so zu sein.

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen!

    So, das Gröbste liegt also hinter mir. Wie geplant habe ich den Tag auf meinem Zimmer verbracht und war nur kurz zum Kaffee-Trinken und Abendessen unten bei der Festgesellschaft. Vor allem das Abendessen war kritisch, mir wurde von meinen Eltern wieder mal freimütig alles nur erdenkliche angeboten, so als habe ich nie etwas von Abstinez gesagt :evil: . Naja, sei's drum. Ich habe abgelehnt und damit war's auch gut.

    Eine interessante Beobachtung am Rande: Meine Verwandten haben anscheinend gar nicht mitgekriegt, dass ich zwischendurch überhaupt mal was getrunken habe! Mein Onkel gröhlte jedenfalls nur "Ach, die trinkt doch nur Wasser!" als mein Vater mir einen Wein und einen Schnaps angeboten hat. Irgendwie strange, wenn man die Leute so selten sieht...

    Jedenfalls geht es mir gut, ich bin stolz den Tag so gut herumgekriegt zu haben. Bis Weihnachten habe ich nun nichts mehr zu befürchten, was alkohollastige Parties hier im Hause betrifft. Werde mir jetzt einen Tee machen und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    heute geht es mir schon besser. Denke mal, ich hatte die letzten Tage einen Tiefpunkt, den ich ernst nehme. Daraus hätte bei entsprechender Versuchung ein Rückfall erwachsen können, da bin ich mir ziemlich sicher.

    Zitat

    ein großes Problem ist häufig, meinen Mitmenschen klarzumachen, dass ich nicht "nichts trinke", sondern trocken lebe. Die Dimension ist eine ganz andere.

    Ja, das Problem habe ich mit meinen Eltern auch. Dabei habe ich extra darauf geachtet, ihnen klar zu machen, dass ich NIE wieder Alkohol trinken will (und dass, obwohl es mir noch selbst schwer fällt, das zu begreifen/zu verinnerlichen). Ich habe sogar bewusst alle relativierenden Worte wie z.B. "eigentlich" und alle Konjunktive wegzulassen. Begreifen wollen sie es trotzdem nicht. Das war aber abzusehen. Ich werde versuchen, es in Zukunft nicht mehr so an mich ranzulassen, es ist ihr Problem wenn sie es nicht verstehen (wollen). Wichtig ist, dass ICH die Dimension begreife.

    Ich habe mir gestern immer wieder versucht auszumalen, was passieren würde, wenn ich wieder etwas trinken würde. Zuerst "ploppte" total hysterische Freude hoch :roll: , doch dann lenkte ich meine Gedanken davon weg - auf den Strudel aus Kampf, Schuldgefühlen, Gedankenkrieg, der den Rausch beherrschen würde, auf die peinlichen Sachen, die ich sagen und machen würde. Und auf den Kater/den Nebel im Kopf und die wahnsinnigen Schuldgefühle am morgen danach. Das ist es nicht wert. Nie im Leben.

    Allgemein habe ich den Eindruck, dass ich gut vorankomme, was die Umgestaltung meines Lebens angeht. Dadurch, dass ich weniger Sachen aufschiebe, habe ich einen größeren Grad an Zufriedenheit erreicht und kann Pausen besser genießen. Und was das Wichtigste ist: Weniger Schuldgefühle = weniger Saufdruck.

    Wenn es geht, werde ich morgen nochmal hier rein schauen. Ich denke, ich werde Positives zu vermelden haben.

    LG
    Plejaden

    Zitat von Hermann 65

    Ich habe dann irgendwann auch verstanden, was es heißt, für mich trocken zu bleiben, meine Trockenheit nicht von Anderen und deren Launen und Sichtweisen abhängig zu machen!

    Danke, das hat mich wieder etwas gerade gerichtet. Ich hatte zeitlebens nie gelernt, etwas "nur für mich" zu tun, das lerne ich gerade und vergesse es immer wieder mal :roll: .

    Der Mann von der Suchtberatung hat mich auch auf diesen heißen Tanz eingestimmt, der andauern wird solange ich noch hier zu Hause bei meiner Familie wohne. Es ist nur eine Sache zu sagen, ja klar, wird schwierig werden, weiß ich. Aber dann mitten drin zu stecken in "schwierig", ist schon ein anderes Kaliber.
    Aber ich werde es schaffen. Nur für mich tue ich das.

    Hallo zusammen,

    so, nun ist also ein Monat rum. Vier Wochen. Ich bin ziemlich stolz auf mich, auch wenn ich den Tag nicht wirklich gefeiert hab... ist wohl auch besser so :roll: . Ich muss nach vorne sehen.

    Am Wochenende lauert eine böse Falle: Mein Vater hält seine Geburtstagsfeier ab. Da er Sonntag hat, wird er reinfeiern. Diesen Tag habe ich auch mit dem Suchtberater durchgesprochen, ich habe mir folgenden Plan zurechtgelegt: Werde nur zum Kaffee-Trinken und Abendessen da unten auftauchen, ansonsten hier oben in meinem Zimmer bleiben. Da ich niemanden habe, den ich in einer akuten Krise anrufen könnte, habe ich mir schonmal die Nummer von der Telefonseelsorge zurechtgelegt. Falls die mich aus der Leitung schmeißen, komme ich hier halt ins Forum oder in den Chat.

    Ich hoffe, dass ich das hinkriege. Mein Problem ist, dass meine Entschlusskraft wirklich abstinent zu bleiben so wackelig ist wie nie zuvor. Keiner hier glaubt an mich, alle halten das nur für eine alberne Phase, und überhaupt, war doch nicht so schlimm. Komme mir allmählich vor wie der Abstinenz-Rambo, eine gegen alle.

    Ich werde es schaffen. Morgen kontaktiere ich drei weitere Vermieter. Ich muss hier raus, sonst werde ich noch wahnsinnig :? .

    LG
    Plejaden

    Ich möchte kurz berichten wie es mir in den letzten zwei Wochen ergangen ist.

    Was das Projekt "Umziehen" anbetrifft, habe ich jetzt tatsächlich die Initiative ergriffen und bei drei Vermietern angefragt. Von einem habe ich eine Absage bekommen, von zweien steht noch ein Rückruf aus. Allein das Gefühl, dass ich mich "kümmere" ist überwältigend.

    Ich merke auch von Tag zu Tag mehr, dass ich hier nicht bleiben kann. Bestandsaufnahme: Meine Familie denkt, ich würde mich nur anstellen und tut einiges, um mich wieder ins sichere Boot des Alkohols zurück zu holen. Meine Mutter meint immerzu "das schaffst du sowieso nicht" und findet meine Anwandlung albern, meine Wasserkästen aus dem Keller mit in meine kleine Wohnung nach oben zu schleppen.
    Mein Bruder meint, ich sei hysterisch, es gäb tausende die mehr trinken würden als ich und auch keine Alkis seien (inzwischen zweifele ich derartige Aussagen stark an - was ist noch normal?).
    Mein Vater lässt keine Gelegenheit aus mir aufzuzählen was er alles getrunken habe und wie gut es doch geschmeckt habe :roll: . Gehe ich abends runter um irgendwas zu holen ist mir der Kommentar sicher "Möchtest du was trinken? Ich hab drei Bierchen in den Kühlschrank gestellt." Mache ich ihn darauf aufmerksam, entschuldigt er sich - und macht es einen Tag später wieder. Altersdemenz?
    Andererseits: Mein Freund hält zu mir. Des weiteren habe ich den Ratschlag des Suchtberaters befolgt und wärme alte Freundschaften wieder auf. Die meisten finden meine Abstinenz super, vor allem weil sie selbst kaum was trinken.

    Resümee: Mein Weg wird mich weg von meiner Familie führen in einen neuen Freundeskreis - der gerade im Entstehen begriffen ist.

    Ich versuche meinen Tag stärker durchzustrukturieren. Das Ergebnis ist, dass ich mehr geschafft kriege und deshalb zufriedener bin. Schuldgefühle haben dem Saufdruck bisher viel Angriffsfläche geboten, dadurch, dass ich sie reduziere geht es mir viel besser.

    Dennoch ist er immer da. Es sind keine Anfälle von Saufdruck - mehr ein Zipen und Zerren an meinen Nerven. Ständigs Flüstern in meinem Kopf.
    "So schlimm war es doch gar nicht, andere trinken mehr. Du kannst das. Stell dich nicht so an."
    "Ein Radler ist ja gar kein Alkohol. Ein Radler schadet nichts."
    "Jetzt kann deine Masche aber mal wieder vorbei sein. Ohne Alkohol ist das Leben doch doof, oder? Wäre doch viel schöner mit Alkohol."
    Klar, diese Gedanken kommen von dem "veralkten" Haus in dem ich lebe. Das hatte mir der Suchtberater schon prognostiziert. Ich bin froh, wenn ich hier weg bin.

    Noch eine Merkwürdigkeit: Gestern hatte ich das starke Gefühl, mir würde es so gut gehen, weil ich es geschafft habe nur eine Flasche Bier zu trinken :shock: . Ich musste mir immer wieder sagen "Es geht mir so gut, weil ich keinen Alkohol getrunken habe und GAR KEINEN Alk mehr trinke werde und will!" Trotzdem ließ sich das Gefühl nicht abschütteln. In der Nacht hatte ich einen Rückfall-Traum, in dem ich ein großes Glas Wein gekippt habe. Man, war ich froh als ich aufgewacht bin :roll: .

    Ich muss echt auf der Hut sein. Jede Minute. Diese Gedanken sind fürchterlich.

    Immerhin habe ich ein neues Ziel: Ich habe hier in der Nähe ein suchtmittelfreies Cafe ausfindig gemacht, in dem regelmäßig SHGs offene Infoveranstaltungen abhalten. Mein Ziel ist es, diese Woche dort hin zu gehen. Ich bin sehr gespannt, aber auch ein bisschen ängstlich...

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    ich fühle mich im Moment sehr motiviert mein Leben neu zu ordnen 8) . Die letzten Tage ging es mir gesundheitlich zwar nicht so gut (leichte Erkältung), aber jetzt ist es schon wieder besser. Ich mache mehr im Haushalt, gehe meine Aufgaben für die Uni aktiv an und bin schon auf einige Leute zugegangen um näheren Kontakt aufzubauen. Ich habe nur Angst, dass wieder eine Phase kommen wird, in der ich mich wieder zurückziehe und dann alles für die Katz ist. Diese Phasen kamen früher alle paar Wochen und haben mir nach und nach alle Freundschaften kaputt gemacht :( . Ich hoffe ich erreiche jetzt endlich ein gewisses Maß an Stabilität.

    Ich habe mich jetzt auch daran gemacht eine Wohnung zu suchen. Eigentlich wollte mein Freund das machen, weil er viele Leute kennt (arbeitet für ein Bauunternehmen), aber irgendwie ist da seit zwei Wochen nichts passiert. Also suche ich jetzt auch mal. Ich möchte spätestens Anfang November hier raus sein, eher kann meine richtige Trockenheitsarbeit nicht beginnen.

    Zitat

    Ein trinkendes Umfeld lässt auch bei mir Verzichtsgedanken aufkommen aus denen ein Druck entsteht dem ich früher oder später nicht mehr aushalten würde.

    Das sehe ich auch so, deshalb wäre es schön wenn ich bald den Absprung von daheim bald schaffe.

    sweety : Die Aufzählung ist auch gut, hab sie gleich zu meiner anderen hinzugefügt. Punkt 4. habe ich entsprechend abgewandelt "stimmt, wenn ich mich selbst ersäufe habe ich keine Langeweile mehr". Sanitäter-Action ist mir ja (zum Glück) bisher erspart geblieben.

    So, jetzt gucke ich, ob ich das Leitungswasser an der Uni zur Teebereitung nutzen kann oder mir dabei eine mittelschwere Bleivergiftung zuziehen würde...

    LG
    Plejaden

    Ob der Berater nun kompetent war oder nicht, kann ich auch nicht so recht entscheiden. Über meinen Konsum, Gefühle usw. habe ich ihn zumindest nicht angelogen. Ich werde mir auf jeden Fall eine SHG suchen, denn ich hab grad kaum einen Schimmer was ich gegen dieses "nasse Denken" tun soll.

    Aktuell hab ich das Problem, dass mir der innere Teufel immer wieder zuflüstert, ich solle mich doch bitte noch einmal richtig besaufen, und dann könne doch für immer Schluss sein. Sein "Hauptargument": Als ich vor zwei Wochen meine zwei letzten Bierflaschen geleert hatte, wusste ich noch gar nicht, dass es meine Letzten sein würden. Das sei alles so unabgeschlossen.
    "Also trink dir nochmal richtig einen, und dann kannst du anfangen mit deiner blöden Abstinenz..."

    Ich hab jetzt einfach mal aufgeschrieben, was mir Teufel vom Rausch so verspricht:
    1. die Ängste werden fort sein
    2. ich werde mich locker und lustig fühlen
    3. es fühlt sich einfach toll an einen Rausch zu haben
    4. die Langeweile ist fort

    Dagegen sage ich: 1. Ich habe gelernt, dass ich meine Ängste aushalten kann und habe verschiedene Strategien entwickelt um sie zu hinterfragen und so verschwinden zu lassen (Worst-Case-Szenario etc.). Ich brauche keinen Alkohol um meine Ängste loszuwerden.
    2. Es haben mir schon viele Menschen gesagt, dass ich lustig sei und man gerne mit mir zusammen ist. Im Gegenteil, mit Alkohol rede ich häufig peinliche Sachen und mache schräge Dinge. Ich brauche also keinen Alkohol um lustig und locker zu sein.
    3. Vordergründig fühlt es sich toll an. Aber im Hintergrund spielt sich ein Drama aus Schuldgefühlen und inneren Machtkämpfen ab, um jede Flasche Bier wird gerungen, und am Ende bleibt nur die Enttäuschung darüber, dass "es" (das Betrinken) schon vorbei sein soll. Es gibt nicht genug Alkohol, um diese Gier zu stillen, sie will immer nur mehr mehr mehr. Nein, der Rausch ist nicht schön.
    4. Ich habe begonnen, Maßnahmen gegen die Langeweile zu ergreifen. Stückchen für Stückchen wird sie aus meinem Leben verschwinden. Ich brauche den Alkohol nicht, um die Langeweile zu bekämpfen.

    So, das schreibe ich nochmal handschriftlich auf, dann wirkt es besser. Ist zumindest mein Eindruck.
    Heute abend grillen meine Eltern wieder, und es wird wohl reichlich "Stoff" fließen. Ich werde mir das Essen kurz abholen gehen und dann drinnen essen, ich glaube ich werde sogar hoch in meine eigenen vier Wände watscheln. Ist besser so.

    LG
    Plejaden[/list]

    Hallo zusammen,

    habe zwei weitere Punkte abgehakt, hab meine Hausarbeit fertig geschrieben, die bis Montag fertig sein musste und fühle mich jetzt irgendwie erleichtert. Dann war ich gestern noch bei der Suchtberatung. Der Herr war sehr freundlich, ist nachdem ich von mir erzählt hab mit mir eine Liste mit den Stadien der Sucht durchgegangen und meinte, ich würde irgendwie zwischen Missbrauch und beginnender Sucht liegen. Weil ich so früh "zur Einsicht" gekommen sei, gibt er mir allerdings gute Prognosen und meint, eigentlich bräuchte ich keine weiteren Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen.

    Ich soll mir jetzt bis Ende des Jahres meine Trinkgelegenheiten genau unter die Lupe nehmen und genau festhalten, warum ich in bestimmten Situationen trinken würde. Das alles am besten schriftlich. Dann soll ich mich Anfang kommenden Jahres wieder melden und schildern wie ich zurecht gekommen bin. Er meint auch, dass der Auszug von daheim sehr belastend sein könnte, und wenn ich damit Probleme bekäme solle ich mich sofort melden.

    Ich persönlich würde jedoch gerne in eine SHG gehen, vor allem weil ich starke Verzichtsgedanken habe. Klar ändert sich das nicht von heute auf morgen, aber ich hab so gar keinen Schimmer was ich dagegen tun kann. Ich kann mir vorstellen, das ändert sich nicht einfach im Laufe der Zeit (so nach dem Motto "die Zeit heilt alle Wunden"), daran muss ich arbeiten...

    LG
    Plejaden

    Ich bin gestern nochmal in mich gegangen und hab mich gefragt, warum ich eigentlich ausgerechnet dieses Jahr vorhabe auf dieses Stadtfest zu gehen. Ich war vor zwei Jahren zum ersten Mal dort und sonst nie. Und siehe da - es war ein Hintertürchen. Natürlich ist so ein Fest bislang keine Trinkgelegenheit für mich gewesen, aber zumindest auf dem letzten Fest, wo ich war (das war Ende Juli gewesen) habe ich schon den starken Drang verspürt, an einem Bierstand ganz entgegen meiner Gewohnheit einen zu bechern. Gemacht habe ich es dann nicht weil ich einen Kater hatte und dann eigentlich nicht an Alkohol denken kann. Sieh an, sieh an... also kein Stadtfest.

    Zitat

    Dort kannst Du ALLE Probleme ("Phobie- Denken") ansprechen und kommst aus deiner Isolation -auch im Kopf- heraus!

    Ich denke vor allem die Isolation ist ein entscheidender Punkt. Ich habe alle Freunde verloren und lebe nun in totaler Isolation (meine Eltern sind zwar da, aber kein altersgerechter Umgang, und mein Freund ist berufstätig und deshalb auch nicht immer da). Das hat mich früher nicht gestört, weil ich Angst hatte das Haus zu verlassen. Und ohne Freunde musste ich nicht raus. So einfach war das. Aber jetzt beginnt es mich zu stören. Eine SHG kann für mich ein erster Schritt hinaus ins Leben sein. Und ich kann dort meine Probleme besprechen.

    Zum Ausziehen: Ich würde schon mit meinem Freund zusammenziehen. Der ist, wie oben erwähnt, jedoch nicht immer da. Es ist eine Entscheidung zwischen Not und Elend. Wobei meine eigene Wohnung natürlich alkoholfrei sein würde und ich endlich gezwungen wäre das Leben und seine Härten anzupacken. Hier lebe ich nur in einer Traumwelt und grübele den ganzen Tag vor mich hin. Das kann es nicht sein.
    Meine Eltern zwingen mich nicht zum Mittrinken, aber sie versuchen mich ständig und sehr penetrant zu überreden. Vor allem mein Vater hat meinen steigenden Alkoholkonsum in den letzten Jahren eher mit Wohlwollen als mit Sorge betrachtet, er machte so den Eindruck von wegen "endlich ist meine Tochter auf dem richtigen Weg!".

    Ich werde mich jetzt mal wegen einer SHG erkundigen und danach an meinen Hausarbeiten weiterschreiben.

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    nach meinem Thread im Vorstellungsbereich, in dem ich mich logischerweise vorgestellt hatte, ich möchte diesen Thread vorrangig nutzen um mir meine Ziele für die nächsten Wochen klar zu werden.

    Die erste Etappe ist die Suchtberatung diesen Freitag, danach mir eine SHG zu suchen, wo ich auch mit dem ÖPNV gut hin komme. Da drängt sich allerdings schon ein Konflikt mit dem nächsten Ziel auf: Ich will (besser: ich muss!) von zu Hause ausziehen. Ich wohne noch bei meinen Eltern (mit 28 :roll: ) und die sind alkoholmäßig gut dabei. Solange ich hier wohnen bleibe, werde ich keine räumliche Distanz zum Alkohol gewinnen können. Außerdem sind WoEn-Abende mit meinen Eltern meine Trinkgelegenheit Nr. 1, und Trinkgelegenheiten gilt es auszumerzen.
    Da drängt sich mir die Frage auf: Ist es sinnvoll mir eine SHG zu suchen, obwohl ich weiß, dass ich in eine andere Stadt ziehen werde? Sollte ich das beim ersten Besuch dort ansprechen?

    Was hier in der Gegend auch in nächster Zeit ansteht, ist ein Stadtfest. Die Frage ist für mich, hingehen oder nicht hingehen? Auf der Pro-Seite steht, dass ich endlich mehr aus dem Haus rausgehen muss (ich leide an Sozialer Phobie und verbringe meine Tage meistens alleine), alleine zu Hause zu hocken ist nämlich Trinkgelegenheit Nr. 2. Dagegen sprechen natürlich die >3 Bierzelte, die dort aufgebaut sein werden. Zwar waren solche Feste nie eine Trinkgelegenheit für mich, aber ich habe keine Ahnung wie es jetzt ist. Ich tendiere eher dazu, nicht hinzugehen.

    Soviel erstmal. Ich bin sehr unsicher, meinen Zustand könnte man am Besten mit "entschlossen aber ahnungslos" beschreiben. Ich weiß nicht genau was ich tun soll, und der bevorstehende Auszug macht mir Angst. Angst vor gerissenen Vermietern, die mir für horrende Preise Bruchbuden vermieten wollen, Nachbarschaftskriegen, dass ich es nicht packe (den Umzug als auch, überhaupt den Absprung zu schaffen). Diese ganze Phobi-Denke eben :roll: . Deswegen bitte ich es mir nachzusehen, wenn sich alles etwas wirr und unstrukturiert liest...

    LG
    Plejaden