Beiträge von Plejaden

    Huhu dirk,

    Zitat

    es gab natürlich auch die fragerei: "warum und wieso, soviel trinkst du doch gar nicht, dann müssten wir ja alle ein alkoholproblem haben, willst du vieleicht ein alkoholfreies haben?..."

    Dahinter steckt oft keine böse Absicht, sondern schiere Uninformiertheit. Alkoholismus ist hier in Deutschland ein riesiges Tabuthema, aus den unterschiedlichsten Gründen.
    Da hilft nur das Gespräch suchen und ein wenig aufklären. Allerdings wirst du immer wieder die Unverbesserlichen treffen, die es einfach nicht lernen wollen und auch nie aufgeben werden deine Trockenheit (und somit im Grunde dich und deine eigene Wahrnehmung) in Frage zu stellen. Auf Dauer heißt es bei diesen Menschen leider nur, Abstand nehmen, auch wenn es in einigen Fällen schmerzt.

    Ich sage dazu immer nur: Eigentlich bräuchte die Alkoholindustrie gar keine Geld mehr in Werbung zu stecken, die Konsumenten bewerben und vermarkten das Produkt von ganz allein. Und das zuweilen mit einer Aufdringlichkeit und Elan, als würden sie dafür 5.000 Euro Provision im Monat erhalten.

    Übrigens, ich habe auch nie wirklich viel getrunken. Nichts desto weniger war ich süchtig nach dem Zeug, und das ist für mich inzwischen alles was zählt.

    LG
    Plejaden[/code]

    nabend,

    ich möchte heute nur ein kurzes Resümee zum diesjährigen Osterfest ziehen, meinem dritten trockenen Ostern nun inzwischen. Es war ruhig und besinnlich, ich habe viel über mich und alles andere nachgedacht. Die Gläubigen unter uns glauben ja, dass in den heutigen Tagen der Herr Jesus Christus von den Toten wieder auferstanden ist. Und, ohne irgendwie blasphemisch wirken zu wollen, genauso fühle ich mich auch derzeit. Mehr noch - ich fühle mich erlöst. Ohne das näher beschreiben zu können.

    Endlich frei.

    Huhu kommal, an sich wäre es früher kein Problem gewesen ihn tatsächlich über die Uni zu finden. Die Universität benutzt standartisierte Email-Adresse, ich hätte ihn einfach auf gut Glück anschreiben können. Leider studiert er schon länger nicht mehr, und demnach ist sein Postfach gelöscht. Mir ist heute Nachmittag eingefallen, dass ich es über seine Eltern versuchen könnte. Die wohnen immer noch im selben Haus nehme ich an, weil es ihnen gehört :lol: . Mal sehen, ob sie sich noch an mich erinnern ;)

    Ich wünsche noch einen beschaulichen Restabend
    Plejaden

    Hallo hasenpfote,

    Sklaven sind wir, aber nur wenn wir zulassen, dass das Gift in unseren Körper gelangt. Dein freier Wille konzentriert sich auf eine Sache: Das erste Glas stehen lassen.

    Du solltest dir diese Situation gut merken, sie eventuell sogar notieren. Ein gehöriger Teil deiner Trockenarbeit für die ersten Monate besteht darin, Situationen zu vermeiden die Suchtdruck auslösen. Es gilt für dich herauszufinden welche Situationen das sind, und ihnen dann aus dem Weg zu gehen. Mit zunehmender Erfahrung wirst du dann aus der passiven Rolle herauskommen und Situationen voraussehen können, in denen du wahrscheinlich Suchtdruck bekommen wirst.

    Eins darfst du auch nie vergessen. Nachdem du den Entzug abgeschlossen hast, braucht dein Körper den Alkohol nicht mehr um zu funktionieren. Alles weitere an Suchtdruck passiert dann allein in deinem Kopf. Dann ist es dein Suchtgedächtnis, dass dir einredet, du würdest den Alkohol unbedingt brauchen. Aber es ist nur ein Gespenst. Und darum nochmal: Lass das erste Glas stehen. Dann werden keine weiteren folgen.

    Guten Abend zusammen,

    den ersten Osterfeiertag hab ich ohne größere Höhen und Tiefen hinter mich gebracht. Heut morgen war ich wieder spazieren, diesmal eine längere Route. Ich wäre fast sogar noch weiter gelaufen als ich an sich geplant hatte, habe mich aber selbst gebremst von dem Wissen getrieben: Du, da ist auch noch der Rückweg :lol: . Zu Hause angekommen war ich dann auch extrem froh nicht weiter gegangen zu sein, das wäre echt zuviel gewesen.

    Ich hatte gestern ja bei hasenpfote geschrieben, dass ich gerade auch meine Kreativität wiederzuentdecken beginne. Das geht allerdings nur langsam voran, am Besten kann ich derzeit nachdenken wenn ich nachts im Bett liege und einschlafen will. Hat den Nachteil, dass ich dann meine ganzen Ideen und Gedankengänge nicht aufschreiben kann :roll: . Im Moment plagen mich ohnehin wieder schlimme Einschlafstörungen, als Nachbeben der schweren depressiven Episode von vor ein paar Tagen. Da will ich die ganze Sache nicht noch dadurch erschweren, dass ich aufspringe, das Licht anschalte, und was zu schreiben suche :lol: .

    Auch mache ich mir im Moment konkrete Vorstellungen, wie es nach Ostern weitergehen soll. Auf jeden Fall möchte ich mich wieder auf die Suche nach einer SHG begeben. Mir ist auch noch ein Freund eingefallen, den ich anrufen könnte. Über den würde ich dann auch wieder Kontakte zu anderen alten Freundinnen kriegen. Ich habe diesen Freund zuletzt beim Auszug meines Ex gesehen, und da meinte er sehr ausdrücklich, dass auch ich bei ihm willkommen wäre. Ich habe dieses Angebot jedoch bis heute nicht wahrgenommen. Einziges Problem, ich werde meinen Ex wohl nach seiner Telefonnummer fragen müssen :roll: , was dumm ist, weil mein Ex nicht einfach so Dinge erledigen kann wie z.b. einfach eine SMS zurückschreiben. Das hat viel zuwenig Drama und unterstreicht seine außergewöhnliche und wichtige Persönlichkeit zu wenig. Naja, da muss ich wohl durch.

    Wenn ich körperlich wieder halbwegs auf dem Damm bin möchte ich auch mal in ein, zwei örtliche Tierheime gehen, und mich dort als ehrenamtliche Gassigeherin melden/bewerben/whatever. Ich wollte schon immer etwas mit Tieren machen, und höre auch ständig von allen möglichen Leuten dass ich sehr gut mit Tieren umgehen kann. Das geht sogar so weit, dass mein Bruder erstaunt war, dass meine Wellensittiche nach zwei Monaten in meiner Obhut noch nicht durch Reifen springen und mir Bällchen apportieren :lol:

    Huhu Antilope,

    deine Zeilen machen mir wirklich viel Mut auch wieder rauszugehen. Ich bin zwar nicht frisch getrennt (meine Trennung liegt ziemlich genau zwei Jahre zurück), aber ich hatte bis jetzt schwere Depressionen (resultierend aus der Trennung) und war deshalb nicht in der Lage mein unbekanntes "Single-Leben" anzufassen.
    Man merkt in deinen Zeilen richtig wie du aufblühst, das ist wirklich ansteckend ;) ich lese das gerne.

    Die Sache mit dem Ausziehen kenne ich übrigens zu gut von meinem Ex. Wir hatten uns damals im April im Guten getrennt, und ich hatte in gebeten dann schnellstmöglich auszuziehen. Nun ja, was soll ich sagen... er blieb dann erstmal völligst dreist nen halbes Jahr weiter bei mir wohnen, und machte überhaupt keine Anstalten auszuziehen :shock: . Ich musste ihn dann regelrecht rauswerfen und er ist tierisch ausgeflippt und wurde sehr aggressiv. Nach einem weiteren Monat war er dann endlich weg.

    Natürlich war ich ihm gegenüber in einer stärkeren Position als du es im Moment mit deinem Ex bist, weil er mit mir zusammen im Haus meiner Eltern wohnte. Ich hoffe wirklich für dich, dass er bald wirklich endgültig auszieht und du deine Ruhe hast. Ich habe die Erfahrung gemacht, als mein Ex dann wirklich ausgezogen war, die erste Nacht wirklich wirklich allein - das war dann nochmal ein anderes Lebensgefühl.

    Wie dem auch sei, ich lese gerne wieder bei dir rein :lol:

    Mir ist noch etwas eingefallen:

    "Und durch einen Mann (Exmann)habe ich das trinken angefangen,habe mir meine Ehe schön getrunken,10 Jahre lang."

    Bei mir ging der ganze Spaß ja 12 Jahre lang. Wir dürfen keine Sekunde lang daran glauben, dass uns diese langen Jahre unberührt gelassen haben. Niemals der landläufigen Meinung glauben "Ach der ist jetzt weg, nun wird alles gut". Diese langen Jahre haben unser Gefühl, unser Bild von Beziehung und Partnerschaft verdreht und verbogen, in meinem Falle sogar regelrecht pervertiert.

    Und ich habe jetzt wieder an mir gemerkt, an meinen jüngsten Erfahrungen, dass ich einfach ganz plump auf das Schema F wieder hereinfalle. Solange das so ist, bleibe ich allein, denn: Der Schmerz keinen Partner zu haben ist nicht so schlimm wie das Elend, was kommt, wenn ich wieder in einer destruktiven Beziehung strande...

    Huhu Lori, du bist niemals allein. Wenn ich eins feststellen musste dann dass, dass man nie allein mit einem Problem ist. Mag es noch so exotisch, selten oder verrückt erscheinen.

    Es gibt sicher sehr viele Menschen, denen es so geht wie uns. Gerade Depressionen sind ein fürchterliches Loch, ich kenns ja nur zu gut: Theoretisch weiß man, ich müsste dies das und jenes tun damit es mir besser geht, aber man kriegt es einfach nicht hin. Letztendlich bleibt man doch bei seinem alten Trott, weil sogar die kleinste Veränderung Angst macht, oder man jegliche Hoffnung in dem grauen Sumpf verloren hat.

    Und die Enttäuschung ist fürchtlich. Es kam mir die letzten Tage so vor, als würde mir jemand bei lebendigen Leib das Herz herausreißen, immer und immer wieder. Ich hätte am liebsten die ganze Zeit geschrien und geheult, damit dieser Schmerz endlich aufhört. Der Schmerz, der aus der Seele kommt, und gegen den kein Medikament hilft.

    Ich drücke dir die Daumen, dass dein Tag kommen wird, an dem sich alles ändert. Besser wird. Du bist nie allein, das habe ich die letzten Tage wieder gelernt.

    Huhu hasenpfote,

    ich hab grad erfreut gelesen, dass ich dich mit einem meiner Gedankengänge angesprochen habe. Nun hab ich daraufhin mal deinen Thread aufgeblättert und dabei auch etwas für mich entdeckt:

    Zitat

    ein mann sagte mir einmal: geh im leben nie zurück! ich finde das dumm, ich ging zurück in mein nüchternes leben, so wie ich geboren wurde.

    Ich finde das extrem interessant, denn seit gestern befinde ich mich auch wieder in eine Reise in die Vergangenheit. Nach dem Motto (das wiederum hat ein Freund mal zu mir gesagt) "es ist schließlich nicht alles Scheiße gewesen" durchsuche ich meine Vergangenheit nach Dingen, die mir wertvoll waren, und die irgendwie verloren gegangen sind. Wichtig ist mir bei dieser Suche, dass ich die Dinge auch wieder reaktivieren kann. Es bringt mir nichts Sachen nachzutrauern, die unwiederbringlich vorbei, weg, aus oder zerstört sind.

    Meine Kreativität ist so etwas. Ich habe auch mal gemalt. Ich habe an mehreren Geschichten geschrieben. Das mag jetzt etwas merkwürdig klingen aber, mir ist z.B. gestern Nacht klar geworden, dass die Charaktere aus diesen Geschichten, die Welt in der sie leben, ein Teil meines Herzens waren, und immer noch sind. Wer selbst Geschichten schreibt versteht das vielleicht 8) .

    In diesem Sinne - back to the roots muss nicht immer negativ sein!

    Huhu Lütze,

    ich möchte auch mal wieder bei dir reinschauen :) . Ich hatte deine Episode mit der ignoranten Verwandschaft gelesen. Das erinnert mich sehr an meine Situation hier. Ich löse das für mich, indem ich bei solchen Familienfestivitäten nur noch zum Kaffeetrinken erscheine, da steht nämlich noch kein Alk auf dem Tisch. Denn hier ist es genauso: Ich habe zwar schon tausendmal erzählt, dass ich alkoholkrank bin und keinen Alkohol mehr trinken oder sonstwie zu mir nehmen werde, aber das verstehen sie einfach nicht. Sie sind der Meinung, wenn ich mich "ein bisschen zusammenreiße" kann ich doch mal ein Gläschen trinken. Oder ob ich denn nicht wenigstens ein alkoholfreies Bierchen mittrinken könnte( man beachte diese Verniedlichungen).
    Soviel Ignoranz macht mich wütend, von daher gibts den Plejadenstern nur noch zum Kaffeetrinken :twisted: .

    Wie dem auch sei, gegrillt wird heute auch. Da trinken meine Eltern inzwischen seit ca. einem Jahr keinen Alkohol mehr, und sie sind der Meinung, dass es ihnen auch gut tut. Von daher kann ich das Grillen auch genießen ;) .

    Viel spaß wünsch ich dir jedenfalls beim Einräuchern der Nachbarschaft :lol:

    Hallo zusammen,

    heut morgen war ich wieder ein paar Zweige schneiden. Positiv ist, ich bin inzwischen weniger fertig wenn ich draußen unterwegs gewesen bin. Das erleichtert mich echt, weil mir das unheimlich gewesen ist.

    Gestern habe ich mir einen schönen Abend gemacht, hab versucht WALL-E zu gucken. Leider sind meine Wellis bei der Hälfte des Films quengelig geworden, es war schon Schlafenszeit für die beiden. Also habe ich den Rest des Films ins Schlafzimmer und somit auf den Computer verlegt, was wieder einen kleineren Kampf mit der Technik zur Folge hatte :roll: . Letztendlich hatte es dann aber doch funktioniert :) .

    An solchen Sachen merke ich übrigens, dass ich im Moment das Leben ohne Partner genießen kann. Wegen den beiden Flauschies kann ich eben das Wohnzimmer nach spätestens 21 Uhr nicht benutzen, weil sie dann eben schlafen möchten. Das ist schon eine kleine Einschränkung meiner Freiheit, die ich für die beiden natürlich gern in Kauf nehme :D . Aber wenn ich mir vorstelle, dass da evtl. ein Mensch wäre... noch mehr Einschränkungen, Kompromisse...

    Ich muss dazu sagen, dass ich in den 12 Jahren meiner Beziehung die ganze Zeit nach der Pfeife meines Ex getanzt habe. Lauter Dinge habe ich ihm zuliebe getan, die ich eigentlich gar nicht tun wollte. Z.B. stundenlang in diesen Fussball-Hallen ausgeharrt (ich meine die Dinger mit Kunstrasen drinne und wie Käfige eingezäunte Spielfelder), wo ich dann nichtmal was lesen oder mich anderweitig beschäftigen "durfte". Das macht ja einen schlechten Eindruck! Von anderen Dingen ganz zu schweigen - ich hatte es zu akzeptieren, dass ich ihn immer mit anderen Frauen teilen musste. Das er eine Lebensführung hatte, mit der ich gar nicht konform ging. Immer wurde gefordert, dass ich das alles zu akzeptieren habe. Und ich habe es alles akzeptiert, auch wenn es mich kaputt gemacht und mich letztendlich zur Alkoholkrankheit gebracht hat.

    Also, im Moment mag ich mein Leben ohne Partner. Ich muss mich vor niemanden mehr rechtfertigen.
    Dazu passt natürlich nicht, dass ich mir Hoffnungen mit diesem Typen gemacht habe. Mir ist heute dazu aufgefallen, dass es weeeenn es was geworden wäre, eine Fernbeziehung geworden wäre, denn er wohnt sehr weit weg von mir. Das hätte die Sache von dieser Warte aus natürlich anders aussehen lassen. Das größte Problem war wohl, dass ich einfach nicht loslassen konnte, als die Zeit dafür gekommen war. Ich hatte in meinem vorherigen Thread vor langer Zeit mal geschrieben, dass ich das Gefühl hatte auf etwas zu warten. Ich wüsste nur nicht, auf was. Nun ist es mir klar - auf ihn habe ich gewartet. Was daraus geworden ist, sehe ich jetzt.

    Was für mich letztendlich am Wichtigsten ist, das ist, dass ich trocken geblieben bin. Ich habe eine schwere Zeit hinter mir, und wahrscheinlich noch vor mir. Das Wichtigste ist, dass ich alle Stürme trocken überstehe. Das Meer darf mich ruhig klatschnass spritzen, das ist mir egal. Der Wind kann mir den Regen um den Körper peitschen, dass ich keinen trockenen Fleck mehr am Leibe habe. Aber mein Herz, innen drin - das wird trocken bleiben. Und wenn es das Letzte is, für das ich sorge.

    Aaaalso, soweit ich weiß darf man nur Kleintiere immer halten. Dazu zählen z.B. Kaninchen, Meerschweinchen, Ziervögel etc. in haushaltsüblichen Mengen. Katzen und Hunde darf der Vermieter jedoch verbieten. Grenzwertig sind Tiere, die Ekelgefühle bei den Nachbarn auslösen können oder viel Lärm machen, wie z.B. Ratten, Schlangen, Spinnen, große Papageien etc.

    Als Beleg könnte ich eine Webseite zu Mietrechturteilen einfügen, allerdings sind Links nicht erlaubt. Hier jedenfalls das Urteil was die Katzenhaltung betrifft: LG Braunschweig 6 S 458/99 (107)

    Und schon schleiche ich mich wieder raus aus dem Thread... ;)

    So, der Spaziergang hat mir gut getan. Ich hab mich danach echt gestärkt gefühlt, ein bisschen lebendiger.

    Eine Sache ist mir nicht aus dem Kopf gegangen:

    Zitat

    Vielleicht geht es, die gemachten Erfahrungen für sich selber zu nutzen und wenn in Zukunft die Alarmglocken läuten, sofort aktiv zu werden, sprich: selber zu gehen.


    Nun, darauf hat mich meine Therapie auch vorbereitet. Allerdings wird mir, nach längerem Nachdenken klar - der Typ hatte diesselbe Masche drauf wie mein Ex. Ich bin auf denselben Mist wieder reingefallen. Gott sei dank ist daraus keine Beziehung geworden.

    Klar, er ist natürlich anders als mein Ex. Er ist eine gefestigte Persönlichkeit, hat wesentlich mehr Selbstwertgefühl und (sorry Ex-Freund) ist dazu nicht total abgedreht in der Birne. Wie meine Freundin und ich gestern fast gleichzeitig sagten, "im Vergleich mit Ex erscheinen alle Menschen normal" :lol: .
    Aber er hatte eben diesselbe Masche drauf wie mein Ex. Hohe soziale Intelligenz, solang der Mensch "interessant" hören sich auch beide geduldig alle Sorgen und Probleme an. Sind immer für einen da, stehen auf der Seite der leidenden Kreatur und haben natürlich vollstes Verständnis. Bis sie dann ihr Ziel erreicht haben, die Frau hängt an der Angel.

    Wie ist es dann heute? Thema Achtlosigkeit: Wenn ich heute von meinen Problemen berichte krieg ich nur noch lapidare Antworten wie "das ist natürlich schlecht" und dann Funkstille. Klar, ich bin auch nicht mehr interessant. Das ist nun eine andere.

    Was sagt mir das? Ich bin definitiv noch nicht bereit für eine neue Beziehung, weil ich einfach noch nicht zu mir selbst gefunden habe. Ich kenne meinen Platz im Leben noch nicht, ich stehe nicht fest auf eigenen Beinen. Statt dessen versuche ich ständig jemanden zu finden, der mich stützt. Wie in dem Fall diesen Mann.

    Nun gibts Essen. Sorry für meine komischen, wirren Beiträge im Moment, ich muss mich irgendwie sortieren :roll:

    Huhu Linde, danke für deine schnelle Antwort.

    Zitat

    Tu ich mir sowas jemals noch einmal monatelang an, daß mich jemand mißachtet? Nein, ich kann aus der Warte- und Hoffen-Ecke herauskommen und selber handeln - und gehen.

    Das trifft es echt auf den Punkt. Wir waren zwar nicht zusammen oder irgendwie liiert, aber trotzdem hatte ich mir Hoffnungen gemacht. Die nun natürlich völlig zerstört sind.

    Demnach hätte ich mich schon viel früher von ihm abgrenzen müssen. Ich habe bei mir den Eindruck (auch nach meinen Erfahrungen mit meinem Ex) dass es mich irgendwie reizt um jemanden zu kämpfen. Wenn ich merke, der Kontakt geht langsam verloren, dann will ich das Alte zurückgewinnen. Nun, wie du schon sagtest, das funktioniert nicht. Hat bei meinem Ex nicht geklappt. Hat bei dem Typen nicht geklappt. Wird nie klappen.

    Danke auch für deinen Buchtipp, ich habe schon einige Bücher von Doris Wolf gelesen und mag sie alle sehr. Ich werde es mir beizeiten mal zulegen, denn es spricht genau das Problem an, das ich offensichtlich habe.

    So, nun gehe ich ein bisschen spazieren :)

    So, ich hab das Ganze nun mal zwei Nächte und einen Tag sacken lassen. Ich hatte nun erstmal den Weg gewählt ihm ein paar "Löschbriefe" zu schreiben (das habe ich früher gern gemacht, Briefe schreiben, die ich anschließend lösche ohne sie nochmal zu lesen). Und etwas zu Feuervogels Beitrag nochmal:

    Zitat

    Aber wenn von 10 ehemaligen Freunden dich 2 mit offenen Armen wieder aufnehmen, nachdem du ihnen deine Situation erklärt hast, das wäre doch für dich schon mal eine Verbesserung deiner jetzigen Situation um 200 %, oder?

    Nun, ich habe eine sehr gute Freundin angerufen, bei der ich mich 1 1/2 Jahre nicht mehr gemeldet hatte. Und sie war total begeistert wieder von mir zu hören :D . Es hat mir sehr gut getan mit ihr zu reden, sie hat eine unglaubliche Art Dinge auf den Punkt zu bringen und mich wieder ein bisschen "Einzunorden". Naja wir haben ein bisschen über meine Situation geredet, ein bisschen über sie, es war echt sehr schön.

    Sie hat auch auf den Punkt gebracht, dass mich an der ganzen Sache hier der Vertrauensmissbrauch so unglaublich anzeckt. Schon wieder. Dann dass der Kerl teilweise ein falsches Selbstbild hat, und mich damit teilweise gelinkt hat. Z.B. ist es mit seiner vielbeschworenen Ehrlichkeit, die ihm angeblich so unglaublich wichtig ist, nicht weit her. Das ist mir nun klar geworden.
    Jedem hier dürfte klar sein, dass Ehrlichkeit einer der Grundsäulen meiner Trockenheit ist. Ich habe lange Jahre mich selbst belogen, und ich wurde genauso lange von meinem Ex belogen und betrogen. Alles was ich will ist nun Ehrlichkeit, auch wenn die manchmal weh tut.

    Das habe ich ihm auch so gesagt, und er fand die Einstellung totaaal toll. Er wäre ja genauso drauf. Ja, Pustekuchen.

    Das was mich gerade zu runterzieht, ist also vor allen Dingen wieder die schwere Enttäuschung und die Verletzung. Wieder hat jemand mit meinem Vertrauen gespielt. Wieder ist jemanden das gemeinsam Erlebte plötzlich gleichgültig, und tut so als sei nie was gewesen.

    Am meisten verletzt mich die Beliebigkeit, mit der er mich behandelt hat. Das ist mir jetzt erst klar geworden, beim Briefeschreiben. Die letzten Monate ging der Kontakt nur noch selten von ihm aus, immer musste ich "anfangen". So Kleinigkeiten, wir hatten uns früher immer eine gute Nacht gewünscht, zwei Jahre lang, und plötzlich isser immer einfach weg ohne einen Ton zu sagen.
    Ich komme mir vor als sei ich ein nettes Spielzeug, wenn er grad Lust hat packt er mich aus und danach werde ich wieder weggestellt und hab dann gefälligst still zu sein. Wenn ich es doch wage mit ihm zu reden, dann folgt einfach Ignoranz. Keine Antwort und nur irgendwelcher einsilbige, lakonische Dreck ("Jop" - "kA" usw.).

    Jedenfalls werd ich erstmal bis nächste Woche keinen Kontakt mehr zu ihm haben. Ich habe auch gerade überhaupt keine LUST mehr etwas mit ihm zu tun zu haben. Ich bin mit mir selbst beschäftigt. An Tagen wie den vergangen beiden ist es einfach wichtig meinen Notfallkoffer auszupacken und mich am Inhalt trocken durch die Tage zu hangeln.

    So genug davon. Die wichtigere Frage ist im Moment: Was wird mit mir? Was kann ich mir Gutes tun? Nun, ein gutes habe ich schon getan, indem ich die Freundin angerufen hatte. Dann werde ich über die Ostertage versuchen mal rauszugehen. Spazieren, an die Sonne kommen.
    Wenn das Wetter wieder schlechter wird, möchte ich mit Walking anfangen. Warum dann? Weil das etwas wärmere Wetter grad meinen Kreislauf belastet, und ich eine sehr sonnenempfindliche Haut habe. Selbst mit Sonnencreme mit hohem LSF kann ich mich im Augenblick nur maximal eine halbe Stunde in der Sonne aufhalten. Und bei kühleren Temperaturen läuft es sich einfach besser. Also finde ich zumindest :)

    Ich muss übrigens ehrlich zugeben: Ich war vorgestern echt davor aufzugeben. Hatte keine Kraft und keine Lust mehr mich schon wieder von so einem heftigen Hieb ins Kreuz hochzuraffen. Das geht ja bei mir nun schon seit vielen Jahren so, es geht mir gut, ich bin glücklich, und dann Bamm! ein Schuss vor den Bug und ich bin am Boden. Und jedesmal lasse ich ein bisschen mehr Substanz auf dem Weg zurück nach oben.
    Diesmal habe ich die Kurve nochmal gekriegt, aber naja, wieder ist ein bisschen Substanz weggebröckelt. Ich hoffe das Leben hat in Zukunft ein Einsehen mit mir und verschont mich vor neuen Kreuzhieben...

    Huhu Holli,

    ich bin zwar vom anderen Ufer (trockene Alkoholikerin), aber die Geschichte mit deinem Mann erinnert mich so sehr an meine eigene, dass ich dir ein paar Zeilen schreiben möchte.

    Ich selbst steckte bis vor zwei Jahren in einer destruktiven Beziehung. Mein Freund ist zwar kein Alkoholiker, aber er hat andere psychische Probleme, die das Leben mit ihm schlussendlich zur Hölle für mich machten.

    Die Trennung habe ich aus denselben Gründen hinausgezögert wie du (mal abgesehen davon, dass ich keine Kinder habe): Er war früher doch mal anders. Ich wollte diesen tollen Kerl wieder haben, der er früher einmal war. Mit dem ich so glücklich war. In den ich mich verliebt hatte. Dieser Typ, der zum Schluss durch meine Wohnung stratzte, den hätte ich nie genommen.
    Auch ich gab mich der Hoffnung hin, dass er sich nochmal ändern würde, dass er wieder so werden könnte wie er früher einmal war. Ich müsste nur am Ball bleiben, dachte ich. Um ihn kämpfen, versuchen, ihn auf den richtigen Weg zu bringen. Das tat ich ganze sechs Jahre lang. Verschwendete sechs Jahre, wie ich heute weiß. Eine „Erbschaft“ dieser Jahre ist übrigens meine Alkoholkrankheit.

    Ich will seine Geschichte hier nicht in allen Details ausbreiten, weil er sich nicht wehren kann. Er liest hier ja nicht. Nur soviel, er hatte durch seine schlechte Kindheit – genau wie ich – ein sehr schwaches Selbstwertgefühl. Während ich versuchte an mir zu arbeiten, Therapien machte, versank er in einer narzistischen Persönlichkeitsstörung. Später kam noch ein ausgeprägter, krankhafter Hang zum Lügen hinzu. Die Wahrheit, und er selber war ihm nie spektakulär und gut genug. Also musste er hinzuerfinden, und an seiner eigenen Legende feilen. Es war für sein Selbstbild auch zwingend notwendig, mich dauerhaft klein zu halten, mich gefügig zu halten. Nein, geschlagen hat er mich nie. Er hat mich statt dessen mit Worten geohrfeigt.
    Dazu gehörten auch andere Frauen, viele andere Frauen. Das machte mich besonders fertig. Das Gefühl, alleine nicht gut genug zu sein, dass da immer eine andere sein musste.

    Als dann die letzte Frau vor der Türe stand, war für mich klar – das Rad dreht sich immer weiter. Er ändert sich nicht, warum auch? Trotz aller Schwüre und Beteuerungen, für ihn läuft doch alles prima.

    Genau an dem Punkt ist dein Mann jetzt auch. Wieso sollte er etwas ändern? IHM geht es klasse. Er hat eine neue Liebe, und das ist der Alkohol. Daneben ist alles zweitrangig. Und sollte er doch einmal ein schlechtes Gewissen bekommen – der Alkohol wird’s richten.
    Die anderen haben echt schönes zum Thema „Für dich da sein“ und Energie geschrieben. Ich kann dem nur voll zustimmen! Denn eines sehe ich an meinem Ex: Wir haben uns vor zwei Jahren getrennt. Und bis heute hat er sich kein Stück verändert. Im Gegenteil, er ist noch schlimmer geworden in allen Belangen. Alles warten, alles verharren ist vergebens gewesen, das war ein Schwarzes Loch, das meine ganze Lebensenergie aufgesaugt hat.

    Ich weiß, was er dir antut, das tut höllisch weh. Die Zurückweisung schmerzt unendlich, ich kenne das von mir selber. Die Gedanken, habe ich etwas falsch gemacht, war ich nicht gut genug.
    Ich hoffe, dass du bald erkennen kannst: Es liegt nicht an dir. Du bist gut, so wie du bist. Er ist es, der sich verändert hat. Doch auch du kannst dich verändern.

    Ich persönlich kann abschließend nur von meinem Ex sagen (das Fazit nach 12 Jahren Beziehung, also mein halbes Leben): Ich bin froh, dass ich den Typen los bin. Und ich genieße jeden Tag ohne ihn.

    LG und trotz allem ein schönes friedliches Osterfest
    Plejaden

    P.S.:Hoffentlich war ich nicht fehl am Platze, wenn ja dann löscht den Beitrag einfach :oops: . Die Geschichte hatte mich einfach so angerührt, dass ich gerne etwas dazu schreiben wollte.

    So, ich hatte mich zwischenzeitlich mal hingelegt, aber naja nun sitze ich wieder hier. Ich hasse das Gefühl wenn die Zeit verrinnt, ich weiß, wenn ich nicht bald schlafen kann werd ich morgen wie gerädert sein und wieder den halben Tag auf der Couch liegen. Aber ich kann echt nicht schlafen, mein ganzer Metabolismus ist wie aufgepumpt. Also texte ich hier noch ein bisschen.

    Ich werd langsam aber sicher echt wütend - ich bin wieder dabei in die Depression zurück zu rutschen und das wieder wegen eines Mannes. Das kanns echt nicht sein! Nicht falsch verstehen, ich bin nicht sauer auf mich selbst. Ich bin so, wie ich bin, und ich bin gut und richtig. Vielmehr bin ich mit der Gesamtsituation unzufrieden, wie es mal jemand schön gesagt hatte.

    In mir ist das dringende Bedürfnis, das drängende Gefühl, dass ich so schnell wie möglich versuchen muss mich von ihm zu distanzieren, innerlich. Und es ist nie falsch auf den Bauch zu hören. Leider weiß ich grad nicht wie ich das anstellen soll. Ihm einen Brief schreiben und ihm all seine negativen Seiten aufzählen? Das jeden Tag? Ich hab echt keinen Schimmer. Ich spüre nur, dass es gerade WICHTIG ist sich zu distanzieren, sehr sehr wichtig.

    Jedenfalls habe ich noch etwas aufgespürt, was für meinen depressiven Schub verantwortlich ist. Wie ich bereits sagte, er ist einer meiner wenigen echten Sozialkontakte. Er ist mir sehr wichtig, weil wir auf einer Wellenlänge ticken und (bisher zumindest) über alles reden konnten. Nun wohnt die Bekannte, mit der er nun wohl zusammen ist, sehr weit weg von ihm. Sie können sich derzeit auch nur über diesen Chat sehen. Ich denke aber mal (so wie ich ihn kenne), dass er wohl schon Anstrengungen unternimmt in ihre Nähe zu ziehen. Dann wäre er weg aus dem Chat. Und ich quasi ganz allein.

    Abhilfe, Abhilfe... ich muss mir ein neues soziales Netz aufbauen, BEVOR das passiert. Und wenn dieses Netz nur aus einem oder zwei Leuten besteht.
    Da ist wieder dieser Druck, dieses "muss". Das ist Gift, ich weiß.

    Naja entschuldigt meine wirre Schreibe zu später Stunde, aber ich weiß grad nichts mit mir anzufangen. Normalerweise würde ich grad um die Uhrzeit schon schlafen. Ich könnte natürlich ein Buch lesen, oder irgendein Spiel spielen, aber ich weiß jetzt schon, dass ich mich darauf nicht konzentrieren kann. Und grübeln werde nebenher, bis das nebenher zum Hauptsächlichen wird.

    Ich glaub ich lese noch ein bisschen im Forum. Wahrscheinlich ist wieder der Punkt gekommen wo ich so lange wach bleiben muss, bis ich vor Müdigkeit fast die Tastatur als Kopfkissen wähle. Mal sehen.

    Huhu,

    ich schreib hier nochmal weil ich grad nicht schlafen kann. Ich würde zwar gerne, weil ich morgen wieder um spätestens halb acht aus den Federn falle, aber ich kann nicht. Ich zittere, ich bin völlig unter Strom, es geht mir seelisch schlecht. Hab Angst dass ich wieder in die Depression zurück rutsche. Damals hat es sich genauso angefühlt.

    Naja das gehört zum Trockensein dazu. Ich muss lernen mich selbst auszuhalten. Auch in Momenten wie diesen.

    Ich weiß gerade gar nicht warum mich das nun so fertig macht. Den Mann fand ich generell zwar schon sehr interessant und ich mag ihn wirklich sehr, aber ich bin nicht verknallt in ihn oder sowas. Ich denke es ist wieder diese Situation. Zurück gewiesen werden. Eventuell angelogen worden zu sein, damit die Bahn frei ist für ne andere. Das kenne ich wieder alles nur zu gut von meinem Ex. Dann hatte er mich über die Beziehung im Unklaren gelassen, obwohl er mir sonst alles sagt. Ich rieche wieder Verrat: Eventuell, damit ich warm gehalten werde? Falls es mit der einen nicht klappt? Kenne ich ja auch alles.
    Er ist zwar "nur" ein Chatfreund, aber derzeit einer meiner wenigen Sozialkontakte. Das kommt noch hinzu.

    Ich fühle mich hilflos, ausgeliefert, wehrlos. Das tut mir nicht gut, aber ich weiß im Moment nicht, wie ich die Situation so drehen kann dass ich wieder Oberwasser gewinne. Diese Hilflosigkeit tut mir aufgrund meiner jahrelangen Mobbingvergangenheit überhaupt nicht gut.

    Ich hoffe, dass ich bald schlafen kann. Hoffe, dass es mir morgen wieder besser geht, nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe.

    Huhu Linde danke für die Antwort :) . Die Bestandsaufnahme ist gut... ich werde mir Gedanken darüber machen. Sowas ist ja schließlich nichts was ich mal eben ankreuze und dann ein Ergebnis bekomme.

    Was Freundschaften angeht habe ich wenig Erfahrung. Klingt komisch, ist aber so ;) . Ich leide seit ca. dem 11. Lebensjahr an sozialer Angst, und mit 17 habe ich meinen Ex kennen gelernt. Wir waren dann eben 12 Jahre zusammen, und er war es, der dann die Freundschaften zu seinen Freunden gepflegt und mich mitgeschleppt hat. Das muss ich alles neu lernen, mit 32 Jahren. Aber danke für dein Beispiel, das zeigt mir wie es "auch" sein kann :) .

    Leider habe ich mein ganzes Leben über darunter leiden müssen bewertet zu werden. Schlecht bewertet zu werden vor allem. Dass ich jedem über alles Rechenschaft schuldig bin. Dass ich mich immer erklären muss und schämen muss, wenn ich nicht funktioniere. Rund laufe. Durch meine Therapie bin ich zwar ein Stück weit da raus gekommen, aber es ist ein weiter Weg. Und ich bin immer wieder froh, wenn mir jemand etwas aufzeigt, mir immer wieder sagt, schau, da machst du es schon wieder. Nur so kann ich lernen.

    Das "muss" habe ich von meinen Eltern. Aus mir "muss" ja mal was werden. Und im Augenblick bin ich eine null, aus deren Sicht. Sie verstehen zwar grad meine Situation und haben Verständnis, aber machen trotzdem Druck. Und genau das ist völlig Kontraproduktiv, weil mich Druck immer zurück wirft. Ich mache dann dicht, verzweifele.

    Ein Pfad den ich entdecken möchte wäre, etwas mit Tieren zu machen. Nicht weil ich sie (wie viele) für bessere Menschen halte, sondern einfach weil ich sie verstehe. Ich verstehe die Sprache, die sie sprechen.
    Nur was ich machen möchte? Keine Ahnung. Als ich vor einigen Jahren (glaub ich war Anfang 20) mal zu meinem ArGe-"Berater" gemeint habe, ich würde gerne Tierpflegerin werden, hat der mich nur verhöhnt und ausgelacht (ja, er hat gelacht). Seither habe ich in die Richtung nie wieder gedacht.

    Ich habe übrigens ganz profan Wellensittiche, ein Pärchen :) . Also ja, australische Sittiche ;) . Die habe ich besonders gerne, habe quasi mein Herz an sie verloren. Also an Wellis allgemein. Es sind fröhliche kleine Kobolde, irgendwie immer gut gelaunt, niedlich, und dennoch nicht dumm. Die Zweige wurden übrigens mit viel Elan in Angriff genommen :)

    Ich schreib dazu nacher noch weiter (also zu "Wo siehst du einen Pfad für dich, den du gerne entdecken möchtest?") sonst wird das hier zu lang.

    Huhu Lütze, danke für deinen Beitrag, auch wenn ich dazu grad nicht viel schreiben kann. Es hat jedenfalls gut getan es zu lesen, es beruhigt mich tatsächlich ein bisschen.

    So ich schau mal was ich noch so treibe. Ich kann immer noch nicht schlafen....

    Huhu,

    naja seht ihr, das ist der Grund warum ich momentan keine Freunde habe... ich schaffs einfach nicht regelmäßig Kontakt zu halten. Ich weiß leider auch nicht woran das genau liegt. Ich genieße es einige Tage oder auch ein paar Wochen wieder von Menschen zu hören, aber dann beschäftigt mich irgendetwas anderes und schwupp! schon gehen die Wochen ins Land. Irgendwann kippt das ganze dann und ich traue mich nicht mehr mich zu melden weil ich mich schäme, dass ich es wieder hab einschlafen lassen :( . Das ist hier genauso wie im normalen Leben.

    Heute geht es mir extrem schlecht. Ich fand schon seit ein paar Monaten einen Mann interessant, der hatte mir aber letzten Spätsommer gesagt, dass er keine Freundin will. Er mag lieber frei sein. Das war ok für mich, mir gings ja ähnlich. Nun erfahre ich heute, relativ kurz nachdem er mir das gesagt hatte, ist er dann mit einer anderen Bekannten zusammen gekommen. Das war heute für mich wie ein Schlag ins Gesicht.

    Ich komme mir einfach absolut wertlos vor. Anscheinend bin ich für Männer jeglicher Art einfach nur ein netter kleiner Appetithappen zwischendurch, bis ne bessere Frau des Weges kommt. War bei meinem ersten Ex so. War bei dem zweiten so. Ist bei dem Mann nun auch so. Ich werde für den Rest meines Lebens alleine bleiben, weil ich keine Lust habe das noch ein drittes und viertes und xtes Mal zu erleben.

    Ich habe momentan die Nase einfach voll vom Leben. Ich bin jetzt fast 33, wohne noch bei meinen Eltern und lebe einfach in den Tag hinein. Ich bin, bis auf meine Familie, völlig allein. Ich habe außer über das Internet keinen Kontakt mehr zu anderen Menschen. Und an Tagen wie heute weiß ich, dass ist auch gut so.

    Ich weiß im Moment nicht wie ich hier jemals rauskommen soll. Ich weiß es wirklich nicht. Zu studieren schaffe ich im Moment nicht, weil ich immer noch Konzentrationsstörungen habe. Eine Stunde lang kann ich mich auf was konzentrieren, dann isses vorbei. Dazu bin ich einfach mega-schnell extrem erschöpft. Heute morgen war ich nur kurz raus (war eine dreiviertel Stunde unterwegs) um für meine Sittiche ein paar frische Zweige zu schneiden und Löwenzahn zu pflücken. Danach musste ich mich erstmal völlig müde eine Stunde schlafen schlafen legen.

    Klar, ich bin inzwischen dick geworden, und unsportlich. Ich sitze nur noch zu Hause herum und vertreibe mir irgendwie den Tag, bis ich dann Abends schlafen gehen kann. Ich fühle mich völlig unwohl, aber mit sportlichen Aktivitäten ist es wie mit allem anderen: ich halte es eine Woche durch, danach mache ich nix mehr.

    Ich weiß echt nicht mehr weiter. Das einzige was ich im Moment noch habe, ist meine Trockenheit. Die ist mir nach wie vor wichtiger als alles andere.

    @Feuervogel: Schön dich wieder zu lesen :D . Naja ich fühle mich einfach nicht in der Lage Kontakte zu halten. Man merkt es ja auch hier im Forum. Ich schaffe es einfach nicht. Und solange das so anhält möchte ich zu alten Freunden lieber keinen Kontakt aufnehmen, ich will ihnen dasselbe nicht nochmal zumuten.
    An Sport würde ich Power Walking machen, Nordic Walking hatte ich mal gemacht (sogar mit Kurs), aber irgendwie gefällt mir Powerwalking besser.

    @Linde: Bei der Schilddrüsenuntersuchung war ich noch nicht. Ich habe Angst, dass die Ärztin mich ansieht, sagt "Sie sind so schnell müde, weil Sie keinen Sport machen, zu dick sind und Depressionen haben" und mich einfach wieder weg schickt. Ich hab keine Ahnung ob ich überhaupt darauf bestehen kann, dass die Untersuchung gemacht wird :?

    Huhu Lütze, schön von dir zu lesen :D . Ich habe deine Geschichte auch immer aufmerksam verfolgt, aber das weißt du ja. Eine Besserung ist leider noch nicht eingetreten, ich hoffe ich bekomme es bald hin.

    Sorry für den langen Beitrag, aber ich musste mir mal was von der Seele schreiben. Und ja ich weiß - die einzige, die was ändern kann, bin ich selbst.

    Huhu,

    ja es geht mir nun zusehends besser. Danke der Nachfrage :oops: . Ich nehme im Moment den kommenden Frühling sehr bewusst wahr, gehe bei dem schönen Wetter raus. Das konnte ich z.B. letztes Jahr gar nicht - da ging es mir wegen der Depressionen so schlecht, dass es völlig egal war ob die Sonne schien und es schön war.

    Momentan schlag ich mich allerdings noch mit Tagesmüdigkeit herum, die mich ein bisschen behindert. Meine Therapeutin hat mir geraten deswegen mal zum HA zu gehen um die Schilddrüse abchecken zu lassen, nur um sicher zu gehen dass da keine Unterfunktion hinter steckt. WEnn nicht, sinds halt noch die Reste der Depression :?