Beiträge von Liesele

    guten morgen karsten,

    ja, da hast du recht. mitleid ist total falsch. ich leide mit, obwohl´s mich nichts angeht.

    mitgefühl (ohne selber zu leiden) hört sich besser an.

    danke für den satz (den ich schon oft selber benutzt habe) jeder hat es in der hand, wie er leben möchte. und auch die lebensumstände schafft man sich selber.

    dir einen schönen samstag
    liesele

    hallo lütte,

    kann mir sehr gut vorstellen, wie´s dir geht. und ich denke, du hast das bedürfnis und den wunsch innerlich ruhig und frei zu sein. das ist sehr schwer, wenn man jemand um sich rum hat, dessen erwartungen man erfüllen möchte - gerade daß wieder frieden einkehrt.

    vielleicht kannst du dich emotional etwas abgrenzen. auch wenn ihr zu zweit in der wohnung seid. beschäftige dich einfach mit dir und deinen gedanken.

    ganz liebe grüße
    liesele

    hallo nancy,

    ja, ab und an kamen die schlechten gefühle - bis ich ihm verzeihen konnte.
    vielleicht wird die stimmung zwischen dir und deiner tochter besser, wenn du sie einfach so nimmst, wie sie ist? ich weiss, ist schwer, wenn man den kindern was beizubringen versucht :D
    wünsch euch auf jeden fall nen schönen, unbeschwerten urlaub und kommt gesund wieder!

    grüßle
    liesele

    ... es war bei mir genau so. ein satz vom xy und meine laune war dahin. nicht nur das. zittern, herzklopfen, schlechtes gewissen usw.

    bis mir bewusst wurde, wie fremd gesteuert ich doch bin. außerdem waren es nur dinge, die ihn betrafen, seine probleme die ich anscheinend verursacht habe - was ein schwachsinn!

    nicht, dass ich böse auf ihn bin. er ist mir heute völlig egal. samt seiner probleme :)

    schicke dir auch ein päckchen kraft - du schaffst das!

    grüßle
    liesele

    Liebe Linda,

    ich glaube auch, dass du hier richtig bist. Schon das Lesen hilft viel weiter.

    Vielleicht macht es dir die Sache einfacher, wenn du dir immer wieder vor Augen hälst, daß du für das Verhalten deiner Mutter nichts kannst. Sie ist sicherlich nicht abgenervt weil du Zeit mit ihr verbringen willst, sondern weil sie an sich unzufrieden mit sich ist. Es ist dann besser, sie einfach zu lassen. Laß sie wissen, dass du für sie da bist, wenn sie dich braucht und nutze deine Zeit für dich. Ihre Probleme muß sie selber lösen - dabei kannst du ihr nicht helfen.

    Liebe Grüße
    Liesele

    ... da hast du recht karsten.

    Selbst als ich erkannt habe, dass es um mein Leben geht, wäre ich noch bereit gewesen dieses eine Leben für ihn zu geben. Wie dämlich und krank ist das denn??

    Oft nützt ein ordentlicher "Anschiss", um in die Spur zu kommen, den Einstieg zu finden und etwas zu ändern.

    Wenn ich mich genau erinnere, wollte ich Mitleid. Er schlecht, ich bedauernswert - aber das bringt ja nichts.

    Gut, dass mich niemand wirklich bemitleiden wollte :)

    Ja Linde, Eigenverantwortung ist das Stichwort!

    Als ich mich hier vor ein paar Jahren hier angemeldet habe, war ich völlig ratlos. Ich, die liebe, verständnisvolle, leidgeplagte Partnerin eines Alkoholikers konnte "ihm" nicht helfen - es wurde immer schlimmer, ich konnte es nicht mehr aushalten und bin gegangen. Nicht aus Überzeugung, mein Selbsterhaltungstrieb hat mich dazu "gezwungen".

    Natürlich war ich geneigt, erstmal mein Leid zu klagen und wollte bemitleidet, an der Hand genommen und getröstet werden ....

    Durch das Lesen der vielen Rumeier-Freds hab ich aber langsam begriffen, dass ich so nicht weiterkomme. Bis zu einem gewissen Maß haben mir diese Beiträge geholfen zu verstehen. Zu verstehen, dass dieser Mensch nicht wegen oder trotz mir trinkt, dass es sein Leben ist, für das er selber verantwortlich ist. Und dass ich ihm auf keinen Fall helfen kann, auch wenn ich es noch so gerne tun würde.

    Deshalb finde ich, einen oder zwei Jammerbeiträge sollte man jedem Neuankömmling zugestehen.

    Mir z. B. war es gar nicht bewusst, dass ich am jammern bin - bis ich drauf hingewiesen wurde. War natürlich erstmal ordentlich beleidigt, aber heute bin ich sehr froh drum :)

    Euch allen einen schönen Sonntag.

    Grüße
    Liesele

    Guten Morgen, Broti

    ich hätte keine Lust, zu diesem Termin mitzugehen. Mach in der Zeit lieber etwas, das dir gut tut. XY kann ja anschließend berichten. Schließlich geht´s um seine Belange, die er regeln muß.

    Oder anders gefragt - was erwartest du von diesem Gespräch?

    Grüßle
    Liesele

    Dir auch eine gute Zeit, Antigone :) .

    Es macht mir Spaß, mich mit mir selber zu beschäftigen, anstatt ständig drüber nachzudenken - was will er? was mach ich falsch? Ist mir mittlerweile wurscht - "Mann" kann jederzeit mit mir sprechen - ansonsten mach ich, was mir gefällt ohne zu überlegen, wie´s wohl ankommt. Und - ich bin eine Zicke geworden, worauf ich mächtig stolz bin :):)

    Hallo Antigone,

    lieb, dass du nachfragst - wollte auch gleich antworten, war aber aufgrund meiner wenigen beiteiligung im forum nicht mehr frei geschaltet.

    Mir geht es sehr gut - auf mich aufpassen muss ich aber nach wie vor - zu viele Co-Fallen lauern auch ohne Alki als Partner :) und ich kämpfe oft um meine innere Freiheit. Kämpfen im positiven Sinn - ich möchte mein Leben leben und mich nicht immer beeinflussen lassen. Zu schnell schleichen sich kleine Abhängikeiten ein, die ich nicht mehr möchte. Ich möchte meine Gefühlswelt einfach nicht von Taten oder Nicht-Taten (was ein Wort :) ) abhängig machen.

    Hab gelernt andere Menschen so sein zu lassen, wie sie sind - aber ich entscheide, ob ich sie an meinem Leben teilhaben lasse oder nicht. Viele meiner Bekannten und Freunde trinken viel - zu viel für meinen Geschmack. Aber das lässt mich mittlerweile kalt. Ich diskutiere nicht mehr, sondern ziehe mich zurück. Ist ein vernünftiges Gespräch möglich, bin ich gern bereit.

    Manchmal kann ich kaum glauben, dass ich es war, die sich so zerfressen hat. Es war einfach kein Leben.

    Ich lese viel und oft hier. Eine große Hilfe für mich nicht zu vergessen, wie schleichend dieser Prozess in die Co-Abhängigkeit vor sich geht. Anzeichen zu erkennen und gegen zu steuern.

    Wünsche euch allen einen schönen Abend und Vorfreude auf die schönen Dinge, die der morgige Tag uns bringt :)

    ... ich wusste einfach nicht was mit mir los ist - das schlechte Gewissen, ihm nicht geholfen zu haben. Hab mich als Versager auf der ganzen Linie gefühlt und eben weil ich versagt hab (seine Worte) hat er mich verlassen.

    Kann nicht beschreiben, wie schlecht ich mich gefühlt hab.

    Heut weiss ich, dass ich nicht helfen konnte und besser viel früher gegangen wäre. Aber ihr habt recht - ich bin daran gewachsen. Hab zwar noch oft Co-Gefühle, aber weiss jetzt damit umzugehen :D und geb den Gefühlen nicht mehr nach.

    Muss es auch nicht Jedem recht machen - nur mir selber :) .

    ... dass ich hier lesen darf.
    Möchte euch allen ein wunderschönes Jahr 2009 wünschen.

    War sehr lange Co und hab mir mit diesem Forum sehr viele Fragen beantworten können. Hätte ich es nur damals schon gehabt.
    Meine schwere Zeit ging 2002 zu Ende - mein Alki hat sich von mir getrennt - ich hätte es nicht fertig gebracht.
    Zurück blieb ein Häufchen Elend mit tausend offenen Fragen. Es hat sehr lang gedauert, bis ich wieder richtig lebensfähig war.
    Obwohl ich weiss, dass er an einer Krankheit leidet, würde ich ihn heut nicht mal mehr ansehen.
    Wir waren zusammen selbständig, auf meinen Namen. Gaststätte - den Rest könnt ihr euch sicher denken.

    Vielleicht schaff ich es nächstes Jahr, ein bischen mehr zu schreiben.
    In jeder Geschichte finde ich mich wieder - unglaublich. Damals dachte ich, ich bin ganz alleine ...

    Liebe Grüße
    Liesele

    Muss nun doch etwas schmunzeln, mein erster Ehemann (Alkoholiker) hat die Hochzeitsnacht woanders verbracht. Bin also ohne frischgebackenen Ehemann aufgewacht. Er hatte während der Feier (die ganz toll war, bis auf seine Eifersuchtsanfälle :roll: ) zuviel getrunken und hat dann (SEINE Erklärung) das Fest verlassen, befor er blöd wird!

    Mir war das furchtbar peinlich und ich weiss nicht mehr, was ich für Entschuldigungen zusammen gesucht hab. Bin gott sei dank seit 7 Jahren von diesem Mann wieder geschieden - hat nur ein halbes Jahr gedauert bis ich gemerkt hab, dass ICH blöd bin.

    Ist schon unglaublich, was man sich alles gefallen lässt. Bin froh, dass ich heute drüber lächeln kann aber die Situation damals war furchtbar für mich.

    Vielen Dank,

    ich übe überwiegend im Alltag - das ist gar nicht so einfach :wink: und finde dann Bücher, die mich bestätigen. Werd bestimmt was finden - gute Tipps.

    Ette, da hast recht - ich beziehe viel auf mich, das mich eigentlich gar nichts angeht und komm dann immer in´s schleudern. Wird aber immer besser :) .

    Vor allem höre ich meinem Gegenüber immer sehr genau zu und werte das dann aus :roll: - anstatt es einfach so anzunehmen.

    Ette, du sprichst mir mit deinem 1. Beitrag aus der Seele.

    Hab mir schon oft überlegt ob es ein Überbleibsel aus meiner Co-Zeit ist oder ob bei mir das Loslassen schon immer schlecht klappt.

    Depressionen bis zu Selbstmordgedanken hatte ich auch. Auch bei meinem Nicht-Alki Mann.

    Du schreibst so schön - dass du das "Loslassen" übst. Darf ich fragen, wie du das machst? Könnte in der Richtung schon noch Hilfe gebrauchen.