Beiträge von Liesele

    Hallo, liebe Co-Maus,

    Kopf hoch! Du hast überhaupt nix falsch gemacht. Im Gegenteil! Es fällt dir sehr schwer zu verstehen, ich weiss das nur zu gut.

    Genauso war´s bei mir und meinem Ex-Mann. Um mich zu schützen musste ich das Umfeld informieren und es ist völlig egal wie du das gemacht hast. Übertreibungen deinerseits gibt es in diesem Fall nicht! Seine Art zu reagieren soll dich fertig machen, damit er sich wieder gut fühlt. Er fürchtet um seinen "guten Ruf" den es schon lang nicht mehr gibt.

    Mein Ex-Mann hat mich auf die gleiche Art und Weise abgeschossen und ich muss sagen GOTT SEI DANK. Ich wär nicht von alleine gegangen und das Leid hätte kein Ende genommen. Auch er hat gesagt aufgrund meines Geschwätzes gibt es kein Zurück. Ich war sehr verzweifelt und hab mich gerechtfertigt, angerufen, mich entschuldigt ... . Ihn hab ich in seiner Meinung damit nur bestärkt und er hat feste weiter auf mir rumgehackt. Unglaublich!

    Bleib stark, du machst das gut und richtig.

    Guten Morgen Apfel,

    wir haben heute wohl ähnliche Gedanken :), wobei mich meine nicht in Angst und Schrecken versetzen sondern in kleinen Schritten vorwärts bringen.
    Heute hab ich zum Beispiel verstanden, dass - egal ob Anerkennung oder nicht, ich mir wichtig bin. Und dass ich unabhängig (von anderer Leutes Meinung oder Manipulationen) leben will.
    Ich hasse das Gefühl klein und gutmütig sein zu müssen und den Anforderungen Anderer entsprechen zu müssen/wollen.

    Wünsche dir einen schönen Sonntag.

    Guten Morgen Rebekka,

    hab gerade deine Geschichte gelesen, hatte vor ein paar Jahren das gleiche Drama - auf Fuertevenura :roll: . Auch das ganze "Drumrum" war sehr ähnlich, übelste seelische Verletzungen, die unverständlichsten Reaktionen - kurzum ein Horrortrip.

    Alle hatten mich vor diesem Mann gewarnt, er war vorher schon Alkoholiker aber "stark" wie ich war, dachte ich - wir schaffen das zusammen. Weit gefehlt. Er hat mich schleichend in seine kaputte Welt gezogen bis zur völligen Co-Abhänigkeit. Ich war nicht bereit ihn zu verlassen obwohl ich ihn manchmal dermassen gehasst hab, dass ich´s gar nicht beschreiben kann. Mehr noch war ich bestürzt, dass ich so hilflos war, körperlich uns seelisch total am Ende und völlig verzweifelt. Leider hatte ich niemand mit dem ich reden konnte - bis heute nicht wirklich kann, weil es niemand versteht der das nicht selbst erlebt hat.

    Hab mich hier angemeldet um die "Reste" zu verarbeiten, die wohl doch noch nach 6 Jahren vorhanden sind und mich hin und wieder beschäftigen. Zudem hab ich ihn vor ein paar Wochen gesehen und mir wurde klar, dass ich viel verdrängt hatte was mich betrifft.

    Du bist auf einem sehr guten Weg, hier bekommst du die Unterstützung die du brauchst. Bücher hab ich mir auch viele gekauft und verschlungen. Hat mir sehr geholfen.

    Kann auch dein Gefühl gut nachvollziehen, dass du froh bist, dass er in "Verwahrung" ist. War bei mir auch so als der Ex im Krankenhaus war. Ich hab´s nicht geschafft, ihn nicht zu besuchen bin aber sehr widerwillig hingefahren - hätte ich mir auch sparen können und die Zeit sinnvoller für mich nutzen können.

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft und die Erkenntnis, dass das Leben viel schöner ist, wenn man sich nicht dauernd Sorgen um den Partern machen MUSS. Man muss es nämlich gar nicht, weil die schon selber gross sind :wink: .

    Guten Morgen,

    meine Freundin hat mich am Samstagabend angerufen (nicht nüchtern) und gesagt, sie bringt sich um weil ihr Mann ständig am trinken ist. Obwohl ich sehr geschockt und aufgeregt war, bin ich nicht hingefahren (das hab ich schon ein paar Mal gemacht und gemerkt, dass es einfach nix bringt :cry: ).

    Natürlich denk ich dauernd dran und bin unruhig - das stört mich und ich möchte das abstellen weil ich vermutlich nicht wirklich helfen kann. Trotzdem belastet es mich sehr. Hab mir überlegt, ihr einen Brief zu schreiben - unter der Woche ist sie nicht so oft betrunken - und ihr zu erklären, warum ich mich zurückziehe und dass ich mir Sorgen mache. So direkt hab ich ihr das noch nicht gesagt. Oder soll ich einfach gar nix machen? Ich WILL da nicht dauernd dran denken!

    Hallo ihr Lieben,

    war heute wieder den Freund in der Psychatrie besuchen hab mich aber entschlossen nicht mehr hin zu gehen. Er will raus und trinken und denkt, ich helf ihm dabei. Mir ist jetzt noch ganz schlecht und ich kann nicht schlafen. Ein schlechtes Gewissen hab ich auch.

    Guten Morgen,

    hab hier in den letzten Tagen viel gelesen, wohl um meine Vergangenheit vollends aufzuarbeiten.

    War 4 Jahre lang mit einem Alkoholiker zusammen - einer der krassen Sorte, der oft verbal und körperlich gewalttätig wurde und von dem ich mich übelst manipulieren ließ - bis hin zur Hochzeit.

    Er sah gut aus, war äußerst charmant und witzig und machte einen auf unverstandenen Ehemann (er war noch verheiratet, als ich ihn kennen lernte angeblich aber getrennt lebend), hat 4 erwachsene Mädchen und ist 15 Jahre älter als ich.

    Wir machten uns mit einem Ausflugslokal mit Fremdenzimmern selbständig, natürlich mit meinem Geld (wie günstig für ihn, immer Alkohol im Haus). Ihr könnt euch sicher vorstellen, was dort los war. Komischerweise hat niemand mitgekriegt, dass er ständig unter Strom stand - ich umso mehr. Während dieser Zeit hat er 5 Entgiftungskuren in einer Privatklinik gemacht, die mehr gekostet haben als wir verdient haben. Danach hat´s nicht lang gedauert und es war wieder so weit. Ich wusste damals nicht viel über diese Krankheit, wusste nicht, dass ich co abhängig war und hab alles falsch gemacht. Für mich und für ihn.

    Bin wirklich erst geflüchtet, als ich Angst um mein Leben hatte (in der Unterhose und blutend) und hab bei einem Freund Unterschlupf gesucht. Hätten nicht all meine Freunde auf mich eingeredet, mich fast eingesperrt, wär ich wieder zurück.

    Das liegt jetzt 6 Jahre zurück und ich denk immer noch dran. Unglaublich wie man zu einem Nichts werden kann. Und das war ich, hab mich nicht mehr gespürt, nicht mehr gewusst was richtig und was falsch ist. Heute würd ich sagen ich war ein Pflegefall für meine Eltern und meine Freunde. Die sind fast mit verzweifelt.

    Dieses Forum hätte mir sicher sehr geholfen.

    Bin jetzt wieder verheiratet, wir haben einen kleinen Hund und einen großen Garten. Leider ist im Bekanntenkreis Alkohol ein großes Thema, er fehlt bei keinem Anlass. Hin und wieder treffen wir uns im Sommer in unserem Garten und diesen Sommer ist mir aufgefallen dass meine Freundin wohl ein starkes Alkoholproblem hat. Sie trinkt schon eine Weile zuviel und ist immer die erste, die so betrunken ist, dass ihr die Gesichtszüge entgleisen, sie nur Müll redet und blöd wird. Erst dachte ich, dass das nur ab und zu am Wochenende der Fall ist hab aber jetzt von der Wirtin ihrer Stammkneipe gehört (ist meine Schulkammeradin), dass das auch unter der Woche der Fall ist. Ihr Mann trinkt ebenfalls, nach der Arbeit 2 bis 3 Biere und am Wochenende von Fr. bis So. Vollkanne.

    Ein langjähriger Freund meines Mannes ist aufgrund wochenlangem exzessiven Alkoholmissbauchs in der Psychatrie gelandet und hat wohl schon Hirnschäden. Hab ihn gestern besucht, er ist seit 2 Wochen dort - eigentlich ist er ganz normal wie immer nur verwirrt und erzählt Dinge, die so nicht waren oder sind.

    Ja, und vor 3 Jahren ist mein bester Freund an Leberzirrhose gestorben. Er hat sich bewusst totgetrunken weil er 15 Jahre lang seine MS kranke Frau gepflegt hat, die aufgrund eines Gehirntumors sehr böse und ungerecht war. Er hat das so liebevoll gemacht (sie sitzt im Rollstuhl, kann sich nicht mehr selber versorgen) und sich darüber vergessen. Er wollte es so, wir haben stundenlang geredet er war nie total betrunken hat sich aber immer betäubt.

    Im Moment ist mir alles zuviel und ich hab mich sehr zurück gezogen, da ich weiss wie schnell man in eine co Abhängigkeit gerät muss ich mich schützen. Bin froh, dass ich euch gefunden hab - ein bischen drüber sprechen, ein bischen was loswerden muss ich schon. Mein Mann sagt, er habe keine Zeit für so einen Schwachsinn, also ein absolut co-abhängig-ungefährdeter :) . Er meint das nicht böse, denkt dass Jeder selber für sich verantwortlich ist und er sagt, ich soll auf mich schauen. Er hat mich quasi "aufgesammelt" nach dem Drama mit dem Ex, er war damals schon ein langjähriger guter Freund und als ich wieder "gesund" war, hat´s gefunkt :-).

    Hoffe, ich hab nicht allzu durcheinander geschrieben, kann im Moment die Gedanken nicht richtig ordnen.