Hallo Lydia, Apfel und Speedy und all die lieben anderen !
Lief gestern gar nicht so schlecht unser Gespräch. Ich habe ihm auf den Kopf zugesagt, dass er zuviel trinkt bzw. wirklich ein Alkoholproblem hat.
Statt an die Decke zu gehen, hat er tatsächlich gesagt: Hast Recht, ich sauf viel zu viel.
Die letzten wahnwitzigen Aktionen, die er unter alkoholeinfluss gebracht hat, haben ihn wirklich erschreckt.
Hat auch eingesehen, dass meine Freunde nicht "komisch" sind, sondern teilweise auch einfach nur keine Lust auf einen Spritkopf haben, der sich im betrunkenen Zustand ständig mit seinem ach so tollen Job brüstet.
Auch habe ich ihm vor Augen geführt, dass seine Gespräche mit seinen Kumpels von früher (wohnen ja in einer anderen Stadt) sich fast nur ums Thema "saufen" drehen und ob das wohl nicht ein bißchen langweilig ist auf Dauer.
Komischerweise war er sehr einsichtig.
Das er sich oft manisch in Dinge hereinsteigert und Flucht im Alkohol sucht, hat auch sicher was mit seine Depressionen zu tun (dagegen nimmt er Medikamente) Das ist keine Entschuldigung, doch zumindest eine Erklärung für das Maßlose, den Größenwahn und den Hunger nach Aufmerksamkeit.
Ich weiß von den Foren hier, dass den Konsum einschränken usw. bei einem Alki ohnehin nichts bringt, dennoch will ich mal abwarten wie es sich jetzt entwickelt, da ich ja auch zum ersten Mal meinen Standpunkt klar gemacht habe.
Er will unter der Woche keinen Alkohol trinken, es wird nichts mehr für Zuhause gekauft, ich versuche mit dem Rauchen aufzuhören. und 3 mal die Woche wird jetzt Sport gemacht um auch mal einen mentalen Ausgleich zum Job zu haben.(alles seine Vorschläge)
Da er, wie ich bereits geschrieben habe, Antidepressiva nimmt (seit 10 Jahren schon) und er darauf wohl nicht verzichten kann, muß er einfach auf anderen Ebenen an sich arbeiten, wenn er denn mit mir zusammenbleiben will und auch mal Familie haben möchte.
Mal schauen. Danke zumindest für Eure Tipps.
Ja speedy - mit der Liebe : Aus Bequemlichkeit ist er sicher nicht mit mir zusammen. Habe ihm auch gesagt, er könne gerne ausziehen (so eine große finanzielle Hürde wäre das nun auch nicht für ihn) und dann ist er die "nörgelnde Zicke" los, die dauernd seinen Alkoholkonsum kritisiert. Dann könnte er so viel trinken, wie er möchte, Geld ausgeben soviel er will und den Leuten, die er kennenlernt auch erzählen, dass er Doctor ist.
Vielleicht ist Liebe sowieso ein Begriff, den man unterschiedlich definieren kann, denke ich.
Ich fände es traurig, ihn in letzter Konsequenz "in Liebe gehenlassen" zu müssen, damit es mir selbst besser geht.
Wenns aber nicht anders geht, bin ich zumindest dazu bereit.
DANK EUCH übrigens.
Erstmal alles Gute.
Eure Emma