Beiträge von anna08

    :) :) :) Du hast auch immer Ideen...;-)

    War eben seit längerem mal wieder ein paar Minuten bei meinen Eltern unten. Papa war stocknüchtern!!! Er meinte er habe alle seine Voräte aufgetrunken und ist sei Schluß. Es wird nichts mehr gekauft.... Mal sehen... Ich persönlich fiebere erst mal dem Termin bei der Suchtberatung entgegen, der ist am Mittwoch.

    Hab mich gerade beim Schwangerschaftsschwimmen angemeldet :) Auch am Mittwoch, bin ja mal gespannt, auf so "Mutti`s" hab ich so gar keine Lust :-)... Immer diese Vorurteile... Wird bestimmt ganz lustig und hoffentlich ENTSPANNENED!!!!
    Liebe Grüsse Anna

    Sorry dass ich gestern so schnell beim Chat wieder verschwunden war und zudem auch noch viiiel zu spät kam- war doch etwas überfordert :) Übe fleißig und dann hoffentlich bis zum nächsten...
    Anna

    Na ja, über sein verkorkstes Leben denkt er schon nach. Wenn du mich fragst, viel zu viel. Schätze manches sollte man nach vielen Jahren einfach mal ruhen lassen, oder eben mit professioneller Hilfe aufarbeiten. Das tut, kann er aber nicht. Er grübelt immer über dieselben Dinge nach, (hab ich zumindest den Eindruck), ohne zu einem befriedigendem Ergebnis zu kommen. Wie auch wenn man nur eine Sichtweise akzeptiert und auch hat, weil man sich nicht mitteilt.
    Es ist in seinem Leben so viel verschiedenr Mist in immer wiederkehrenden Abständen passiert, da würde kaum jemand mit zurecht kommen. Aber man kann sich doch Hilfe holen um vielleicht irgendwann mal mit seiner Vergangenheit Frieden schließen zu können... Ich versteh das nicht!
    Würde gern noch mehr schreiben, bin aber leider bei der Arbeit! Vielleicht später.
    Liebe Grüße Anna

    Danke für deine ehrliche Antwort, Speedy!
    Sie schockt mich zwar, denn damit habe ich nicht wirklich gerechnet, wenn ich ehrlich bin. Dachte immer dass er dies selbst verantworten muß und oft kriege ich dies auch nicht mit...
    Anna

    Hab es heute geschafft mit meinem Vater zu sprechen. Ohne loszuheulen, ohne rumzuschreien!!!
    Er war zwar nicht wirklich nüchtern, aber ich kanns auch nicht ändern. Nen nüchternen Zeitpunkt abzupassen ist momentan ziemlich schwer...
    Jedenfalls hab ich ihm noch mal ganz klar meine Meinung gesagt und wie ich in Zukunft damit umzugehen gedenke. Natürlich hat er die Mitleids- und Verständnisnummer versucht, aber ich bin hart geblieben und habe mich nicht einlullen lassen. Ich war sogar ziemlich nüchtern und emotionslos, vielleicht ne Spur zu hart und zu kalt, aber gut...

    Mal ne praktische Frage: Ist man eigentlich als wissender Angehöriger mit verantwortlich wenn die betrunken am Strassenverkehr ( Auto, Roller...) teilnehmen? Muß man den Schlüssel wegnehmen? Klar dass man sich `nen Kopf macht macht wenn wirklich mal was passieren sollte, aber ich meine so im Vorfeld...???

    Liebe Grüße an alle,
    besonders an Steffi, die Sonne ist angekommen! Vielen Dank!

    Sorry Steffi, (bin gar nicht auf deine Drehbuchfrage eingegangen),
    das mit dem Drehbuch war einfach nur aus meiner miesen Laune heraus. Hatte die ganze Zeit so´n Theaterstück oder nen schlechten Film vor Augen und da kam mir das so spontan in den Sinn! Ist doch irgendwie immer und überall dasselbe, dass könnten doch glatt Drehbücher sein. (-> "Haben wir zufällig den gleichen Vater?" :-)) Mein elender Sarkasmus ;-)...!
    Das Buch kenn ich gar nicht. Lesenswert??? Obwohl manchmal denke ich, ich will gar nicht mehr (oder nur momentan?) soviel über die Sucht- und Familiendynamik wissen. Mir reichts fürs erste, hab ja so schon Schwierigkeiten mit all dem umzugehen :-)!!!
    Liebe Grüße Anna

    Ihr habt ja alle so recht. Das meine ich ernst und nicht ironisch oder so ;) Glaube mittlerweile selbst dass ich mehr Co bin als meine Mutter. Natürlich kommt sie nicht wirklich damit klar, aber wenigstens hat sie einen Weg gefunden auf dem es ihr relativ gut geht, mal mehr, mal weniger.
    Mit meinem Vater zu reden von wegen Distanz usw. war heute nicht möglich, vielleicht morgen.
    Ich habe dass starke Gefühl dass ich meinen Weg schon machen werde, nur ist das Band noch etwas zu dick. Aber es löst sich ganz langsam...
    Glaube auch dass ich eher an meiner Mutter festhänge als an meinem Vater. Habe immer dass dumme Gefühl sie im Stich zu lassen falls wir ausziehen, dass macht mir mehr Schuldgefühle als meinem Vater gegenüber. Habe ihr doch soviel zu verdanken... Wenn ich an sie und die allg. Situation denke werde ich immer ganz Gefühlsduselig- das tut mir nicht gut, ich lass es besser....
    Habe nächsten Mittwoch wieder einen Termin bei der Suchtberatung. Auf ein neues, hoffe es klappt diesmal.

    Der Krümel fordert mich auch immer mehr, zumindest tritt und boxt er mittlerweile ganz ordentlich. Ein komisches Gefühl... :) Auch er fordert seine Rechte ein! Dann will ich uns jetzt mal was Gutes tun und ein ausgiebiges Entspannungsbad nehmen und versuchen abzuschalten. Dann gehts früh schlafen, habe morgen leider wieder Frühdienst!
    Ich drück euch alle ganz fest, und Danke, Danke, Danke!!! Ihr tut mir so gut!!!
    Bis morgen, Anna

    Da bin ich schon wieder. Habe gerade zufällig ein Gespräch meiner Eltern mitbekommen. Bin sofort verschwunden aber einen Satz meiner Mutter habe ich noch gehört. " Es macht Anna kaputt dich so fertig zu sehen " Wie recht sie hat...

    Hier spielt sich gerade eins von vielen Familiendramen ab, und wir sind mitten drin im Akt. Es beginnt gerade erst, Plätze sind noch frei!

    Was kommt noch im Drehbuch vor? Mag gar nicht weiterlesen; der totale Suff? Verwahrlosung? Gewalt? Hab und Gut verlieren? Schulden? das komplett öffentlich werden- Vater zieht völlig betrunken, lallend und schwankend durch die Strassen und pinkelt überall hin? Und auf uns wird mit dem Finger gezeigt: "... guck mal kennste den? Der säuft! Und die Familie?, kümmert sich `nen Dreck....Ist ja typisch!"

    Oh Gott, ich will dass alles nicht!

    Zuviele Lebensansichten ändern, dass könnte es wohl treffen. Sturkopf...

    Ich weiß nicht, theoretisch denk ich weiß ich ne ganze Menge. Jedenfalls ist mir das was ich hier lese fast nie unbekannt. Das ein oder andere, klar, aber so im Großen und Ganzen ... Manchmal weiß ich gar nicht ob ich überhaupt noch mehr wissen will ;) 15- 20 Jahre Erfahrung am eigenen Leib reicht.
    Also wie gesagt, theoretisch bin ich auf dem Laufendem, was die praktische Umsetzung angeht, da hapert es noch ganz gewaltig...
    Anna

    ...irgendwie ist heut kaum jemand hier, oder täusch ich mich!? Na ja, muß ja auch mal sein!

    Liebe Steffi,
    danke für deine Antwort. Du sprichst mir aus der Seele, bzgl. der Gefühle, Reaktionen und Verhalten was mein Vater angeht. Ich weiß dass es nicht nur mir so geht, aber das zu "hören" tut schon gut und man fühlt sich weniger allein. Es ist schon was anders ob mein Mann mir zuhört und mich tröstet ( was natürlich auch gut tut ) oder ob jemand der selbst betroffenen ist und anders nachvollziehen kann was für ne emotionale Durststrecke und Gradwanderung man gerade durchläuft. Sich selbst und seine Taten oder auch Nicht- Taten in Frage stellt, Gefühle wie Hass, Wut, Verzweiflung, Unverständnis und vor allem auch Machtlosigkeit empfindet. Und immer wieder und wieder dieselbe Antwort erhält- Saufen! Mal mit Unterbrechung die einen komischerweise immer wieder sofort hoffen läßt und die darauffolgende bittere Enttäuschung.
    Ach was rede ich, ihr wißt ja alle was ich meine.

    Momentan kann ich mir gar nicht vorstellen dass ich es irgendwann einmal schaffe mich zu lösen. Was ist wenn ich räumlich aber nie emotional schaffe??? WIE GEHT DASS???

    Ich versteh meine Schwester ja, normalerweise. An schlechten Tagen kommt es nur manchmal wie Desinteresse rüber.

    Liebe Summerdream,
    ich glaube du hast recht, werde es ihm morgen sagen, wenns möglich ist natürlich vorausgesetzt. Mir wird es damit glaub ich auch einfach besser gehen. Verständnis erwarte ich mittlerweile gar nicht mehr, nur Akzeptanz. Er fragte mich vor kurzem Mal was ich denn daran so schlimm finden würde wenn er trinkt... Tja, was sagt man dazu? Ich war ziemlich baff, hat mich doch aus dem Konzept bebracht. Soviel zur Verständnisfrage!
    Briefe schreiben- kann ich eigentlich besser, dann lauf ich wenigstens nicht Gefahr auszurasten oder loszuheulen, bzw. ihm irgendwelche schäbigen Sachen an den Kopf zu werfen. Und ich kann mir vorher überlegen was ich sagen will und er hat keine Chance mich aus dem Konzept zu bringen... Dumm nur, dass ich noch nie irgendeine Reaktion auf die Briefe die ich ihm schon geschrieben habe erhalten habe. Er sagt nie auch nur irgendetwas dazu... Man könnte denken es hätte sie nie gegeben!!! Das ist schon ein blödes Gefühl. Also versuch ich es zur Abwechslung mal wieder mit reden. Hoffe ich kann mich zusammenreißen...
    Ich merke ich werde sarkastisch und ironisch- das Forum tut mir gut!!!!

    Vielen, vielen Dank an alle!
    Es gibt noch so viel zu berichten, zu erzählen, zum Herz ausschütten, zu Fragen...
    Bis zum nächsten Mal
    Anna

    Ich weiß, und Recht habt ihr ja auch alle....:-(

    Hatte heute wieder ein sehr gutes Gespräch mit ihr. Manchmal, sagt sie, müsse sie über meinen Vater und seine absurden Gedankengänge lachen, sie halte dass jetzt schon 20 Jahre aus dann halte sie es auch jetzt noch aus. Na ja, gut wäre nicht gerade mein Stil aber wenn sie meint... Oder ist es doch mein Stil?! Jedenfalls ist sie weiter aktiv und macht ihr Ding. Nur mit dem nicht helfen können wenn er nicht will tut sie sich sehr schwer und kann es wohl auch (noch) nicht akzeptieren. Sie ist nun mal ne Frau voller Tatendrang und Stillstand kommt kaum in Frage. Ist das ihre Art dem Ganzen zu entfliehen?

    Ich, jedenfalls hatte heute frei und dachte machste dir mal nen schönen Tag. Leider hatte meine Freundin keine Zeit, bin ich halt in die Stadt ein bißchen bummeln und mal ganz spontan beim Frisör gelandet! Das gabs auch noch nicht, mal sehen was mein Mann nachher sagt... :)
    Hab dort auch zufällig meine Schwester getroffen. Nächster Frust!!! Sie "beschwerte" sich, dass sie zu Hause niemanden angetroffen hätte, wo denn wohl alle wären... Mutter auf nem Kaffeeklatsch, Vater keine Ahnung, bis eben noch zu Hause, und ich in der Stadt. Kann ja keiner ahnen dass sie "mal wieder" auftaucht. Eigentlich komme ich gut mit ihr aus, letzte Woche habe ich mich bei ihr ausgeheult weil ich nicht mehr wußte was tun. Deswegen war ich eben schon sehr enttäuscht dass sie nicht mal fragte wie es ist mit Papa. Sie kommt eben genauso wenig damit klar wie ich und nutzt halt die Möglichkeit sich zu distanzieren weil sie am anderen Ende der Stadt wohnt. Ist ja auch ok, aber etwas Interesse könnte sie schon zeigen, schließlich geht es sie auch etwas an! Vor allen Dingen wenn sie sich oft über Mama aufregt die ja permanent unterwegs sei und immer auf heile Familie mache. Dann soll sie sich doch mal nen Tag hierher begeben und hoffen dass er ihr zuliebe nüchtern bleibt weil sie da ist und hinterher den A..tritt erhalten weil doch wieder trinkt. Aber nein, sie mache dass aggressiv wenn sie merke das er was getrunken hat, da könne sie nicht mit umgehen. Ha, ha, aber aus der Ferne Vorhaltungen machen und bestenfalls noch kluge Ratschläge geben! Grrr..., das tat gut! Es regt mich tierisch auf, wenn sie Mama für alles verantwortlich macht. Die kann doch auch nichts dafür.
    Die hat auch noch nicht begriffen dass man machen kann was man (oder er) will und doch alles sinnlos ist wenn er nicht will!

    Jetzt hab ich wieder Mitleid mit meinem Vater. Hab ihn gerade draußen allein sitzen sehen, und normalerweise geh ich dann eben runter und sag wenigstens Hallo. Der weiß ja gar nicht warum ich nicht mehr runterkomme. Habs ihm (noch) nicht gesagt dass ich versuche auf Distanz zu gehen. Gestern abend habe er sich wohl sehr gewundert und dreimal nachgefragt weil ich als ich vom Spätdienst nach Hause kam nicht durch die Tür geguckt und Hallo gesagt habe, (Mama sagte das heute morgen). Das hab ich bisher immer gemacht und er hat mich wohl vermißt. Wußte ja nur Mama bescheid und die hat nichts gesagt bzw. so getan als wisse sie auch nichts.
    Irgendwie schon merkwürdig so ne Schiene zu fahren, nicht so ganz mein Ding, muß mich gerade ziemlich zusammenreißen nicht zu ihm zu gehen.!!!
    Bitte lieber Gott gib mir Kraft dass alles durchzustehen bis eine endgültige Entscheidung getroffen ist!!! ;)
    Eure Anna

    Oje, hab ich etwa eine entscheidung getroffen und dass für mich selbst nur noch nicht realisiert? Ich weiß nicht ob ich das schaffe...
    Habe heute morgen mit meiner Mutter gesprochen. Nach wie vor steht sie mir nicht im Weg. Sie wäre aber unglaublich traurig wenn wir gehen und das macht mich fertig- das hat sie nicht verdient!!! ( Sagen würde sie mir das so niemals ).

    Erst mal bin ich mit ihr verblieben
    dass ich mich rar mache- mich also nicht mehr wirklich blicken lasse, auf Distanz gehen. Damit er merkt wie es wäre wenn wir weg wären. Ist das jetzt total bescheuert??? Sinnlos??? Ich möchte halt nichts unversucht lassen. Mama wird mich auf dem laufendem halten wie es bzw er sich so vehält. Ist das ok, oder völlig falsch???
    Ich selbst möchte das Thema mit ihm eigentlich nicht mehr ansprechen da er mir vor kurzem sagte dass er damit in Ruhe gelassen werden möchte. Ok respektiere ich, ich habe ihm meine Meinung gesagt, er sollte wissen wie ich dazu stehe und wenn er mich nicht ernst nimmt ist das erst mal sein Problem. Verar... lasse ich micht nicht.

    Grundsätzlich nehme ich es meiner Mutter erst mal nicht ab wenn sie sagt ihr gehe es gut oder es sei alles in Ordnung- ich kann es mir einfach beim besten willen nicht vorstellen, dabei kann gar nichts gut sein.

    Kann man eigentlich trocken werden ohne Hilfe?

    Ihr merkt schon, bin schon wieder total neben der Spur und schreibe total durcheinander. Ich hoffe ihr versteht ein bißchen von dem Geschreibsel. Habe tausend Dinge und Fragen im Kopf, kann mich momentan nicht so richtig strukturieren. Sorry!

    Freu mich immer sehr über Antworten!!!
    Eure Anna

    Oh ja, schonen, hab meinem Kind gegenüber auch ein sehr schlechtes Gewissen. Wieviel kriegen die jetzt schon mit? Denke mal zu viel wenn man von meiner jetztigen Situation ausgeht.
    Mit meinem Mann hab ich gestern gesprochen. Obwohl mein Vater die letzten drei Tage wohl nichts getrunken hat (aber wer weiß das schon ), tendiert er eher dazu auszuziehn. Er merkt wie schlecht mir es geht und möchte mich nicht jeden abend wieder aufbauen müssen.
    Bin im moment ziemlich durcheinander was das angeht. Ich weiß nicht was richtig ist, weiß nicht ob ich das entscheiden kann. Habe schon große Angst meine Eltern dadurch zu verlieren wenn wir ausziehen. Mein Vater würde das jedenfalls nicht so hinnehmen. Aber kann mir das egal sein? Könnte ich den dann kommenden Absturz nicht doch aufhalten wenn wir hierblieben? Aber selbst wenn er sich noch mal entscheidet sich helfen zu lassen, wer garantiert mir dass er nicht innerhalb kürzester Zeit doch wieder rückfällig wird? Dann stehen wir wieder an diesem Punkt.
    Manchmal kann ich schon noch klar denken, dann weiß ich dass es richtig wäre auszuziehen, wie kann ich meinem Kind eine gute Mutter sein, wenn ich selbst noch so stark Kind bin... Aber wie erkläre ich unsere Entscheidung? Habe doch dann mein Wort nicht gehalten, und die Preisfrage: Wieviel Zeit kann/ muß ich meinem Vater eigentlich geben?
    Wir wünschten uns manchmal wir wären nie wieder hierher gezogen. Wir waren doch selbstständig, hatten unser eigenes kleines Heim... Hab schließlich seit knapp 10 Jahren nicht mehr bei meinen Eltern gewohnt. Aber dass kann ja auch keiner ahnen. Wir hatten uns das alles so schön ausgemalt, die selben Vorstellungen gehabt für unser Zusammenleben...
    Manchmal kommt mir der Gedanke dass ich wegen meiner Mutter nicht gehen kann. Dass ich meinem Vater nicht helfen kann solange er nicht will hab ich ja begriffen...

    Ich merke gerade dass mich das schreiben noch mehr durcheinander bringt...
    Vielleicht später mehr...
    Liebe Grüße Anna

    Hallo Zusammen,
    mit dem Termin bei der Suchtberatung war wohl wohl nix- der Typ war krank. Ich war mega enttäuscht da ich mir viel von dem Gespräch erhofft habe. Morgen wollen die sich noch mal melden wegen einem neuen Termin...Hoffe es dauert nicht so lange.

    Mein Vater kam eben frühzeitig von der Gruppe wieder, frage mich ob er dort was von seinem Rückfall erzählt hat. War seit seinem Rückfall jetzt erst das erste mal wieder dort, da er beim letzten mal nicht hingehen konnte. Soll ich ihn fragen ob er es gesagt hat???

    Nein, einen getrennten Eingang haben wir leider nicht, war baulich ohne aufwendige Maßnahmen nicht möglich. Und da wir erst mal nur "provisorisch" umbauen wollten um Geld für den endgültigen großen Um- und Anbau sparen zu können, (da wir hier mietfrei wohnen), reichte uns das so. War ja nicht für ewig gedacht. Nur dass sich alles so entwickelt, da hat keiner mit gerechnet. Gott sei Dank haben wir noch nicht komplett umgebaut...!!!

    Wenn meine Mutter das alles lesen könnte... Eure Beiträge würden ihr runtergehen wie Öl. Sie ist sich nämlich glaub ich nicht so sicher ob das alles so richtig ist. Manchmal hab ich den Eindruck meine Schwester hält ihr genau das vor, dass sie sich um sich kümmert und sich nicht die Schuld dafür geben läßt, und das Papa dabei auf der Strecke bleibt.
    Wenn meine Eltern am Computer und im Internet fit wären, würde ich denen dieses Forum zeigen, dann bräuchte ich glaub ich nichts mehr erklären. Schade...

    Bin im sechsten Monat schwanger! Ende Januar wird es wohl soweit sein. Hoffe jedefalls nicht eher.
    Tja, was ist momentan stressiger für mich, Auszug oder die Sauferei meines Vaters? Glaube eher letzteres.
    Ich weiß nur einfach nicht was ich oder wir machen sollen. Rosa´s Beitrag hat mich schon sehr nachdenklich gemacht und klingt ja auch plausibel- wenn`s doch nur so einfach wäre!
    Bis morgen, danke für eure Unterstützung!!!

    Hallo Summerdream,
    wie`s weitergeht? Keine Ahnung, wir hängen immer noch in der Luft. Ich weiß es ist unsere Entscheidung und wir können gehen wann wir wollen. Aber eigentlich wollen wir ja gar nicht gehen... Das ist ja das ganze Dilemma. Wir fühlen uns hier sehr wohl, wenn da nicht Papa`s Alkoholsucht wäre... Das Wochenende war gut, habe nicht den Eindruck gehabt dass er getrunken hat. Sicher, es gibt solche und solche Tage und es würde mich ehrlich gesagt nicht sonderlich überraschen wenn er heute oder morgen oder... wieder zur Flasche greift. Es ist so kein Dauerzustand, dass ist uns bewußt, deswegen ja meine Forderung an ihn sich noch mal professionelle Hilfe zu suchen. Schätze dass die Chancen dann einfach größer sind. Werde ihm noch etwas Zeit geben, fragt sich nur wie lange... Irgendwann muß ´ne Entscheidung her, es fällt mir nur so verdammt schwer überhaupt eine zu fällen, ob sie dann richtig oder falsch war kann ich mich ja dann noch fragen.
    Habe gleich den Termin bei der Suchtberatung, vielleicht kann der mir das ja abnehmen ;-)( ( Ha, ha, ...)!
    Werde mich melden und berichten!!!
    Liebe Grüße Anna

    Danke für eure Hilfe!!!Das tut gut, mal denken zu dürfen dass es meiner Mutter scheinbar noch so gut geht! Dann brauch ich mir um sie wohl nicht allzu große Sorgen machen. Sie reagiert eh meist verständnislos, manchmal sogar genervt wenn sie das mitbekommt dass ich mich um jeden kümmere nur nicht um mich selbst :) Sie ist halt ne starke Persönlichkeit...

    Was uns angeht- wir bzw. ich versuchen zu genießen, mein Mann kann es ja! Haben gestern erfahren dass es ein Junge wird! Jetzt geht die Namenssuche los, da sind wir uns leider nicht so einig. Ganz schön schwierig :-)) Freuen uns so sehr... Und das Beste: dem Krümel gehts scheinbar saugut!!!
    Drück euch alle und liebe, liebe Grüße con Anna

    Hallo Summerdream,
    das ist ´n guter Denkanstoß, dass nicht jeder der mit nem Alkoholiker zusammenlebt auch zugleich Co ist.
    Bin mir, wenn ich es recht überlege, auch gar nicht so sicher, habe nur nie gedacht dass es auch anders möglich ist...
    Gut, solche Kontrollsachen wie Flaschen suchen und evtl. auskippen hat sie immer schon gemacht, wird sie auch weiterhin tun, sagt sie, um "Sicherheit" zu haben und ihn falsch zu verdächtigen!
    Aufgegeben hat sie sich aber Gott sei Dank nicht. D.h. sie ist super aktiv was Bewegung, Sport und vor allem Soziale Kontakte und Vereine, Clubs und so angeht. Das ein oder andere hat sie aufgegeben weil es wohl zu viel wurde und sie auch Zeit fürs erste Enkelkind ( Tochter meiner Schwester ) haben wollte. Primär wegen meines Vaters und seiner Sucht aber nicht,- sagt sie... Ich glaube es ihr auch, sie fängt auch hier und da mal Neue Sachen an oder probiert etwas aus. Über "diese Sache" reden tut sie aber sicher nicht, ich glaube nicht mal zu ihren Geschwistern zu denen sie guten Kontakt hat. Nach Außen ist nicht unbedingt Heile Welt ansagt, aber doch sehr häufig Gute Miene zum Bösen Spiel. Meinem Vater sagt sie wohl ganz klar, dass sie sich keiner Schuld bewußt ist und von daher auch nichts ändern wird... Den Fehler, bzw. das Problem solle er bitte bei sich suchen, sie selbst nehme sich nichts davon an...
    Und liebe Summerdream, deine Einschätzung aus der Ferne? Würde mich sehr interessieren... Warte auf Antwort!
    Liebe Grüße Anna

    So habe ich das noch nie gesehen, aber du könntest Recht haben! Zumal sie sich ja auch nie etwas vorschreiben lassen würde. Eine Trennung verlangen... Hmm, vielleicht ist sie damit auch oder erst Recht unglücklich... Man weiß es halt nicht, auch seiner Mutter kann man nur vor den Kopf gucken! Es fällt mir nur so schwer das alles nachzuvollzuehen, kann ja doch eben nur von mir ausgehen...
    So ich wünsche allen eine gute Nacht, da ich um fünf schon wieder raus muß gehe lieber mal langsam schlafen. Bin morgen wieder dabei!
    Es tut so gut mit Gleichgesinnten zu schreiben, Danke an alle für die Unterstützung, hoffe auch ich kann diese Rolle bald mal einnehmen... Momentan hab ich nur noch zu viel zu knacken und wäre wohl keine große Hilfe :(
    Eure Anna

    Hallo MS, dein Beitrag kam wohl gerade als ich Nelly antwortete... Vielen Dank!
    Ich mußt leicht schmunzeln über deine Theorie, sorry!
    Aber du hast ja recht, solche Ehen von "damals" sind mir nicht unbekannt, aber Gott sei Dank sind meine Eltern etwas moderner. (Meine Mutter ist Mitte 60). Es ist vielmehr so dass sie die Frau im Hause ist :) Sie ist sehr dominant, aber wie ich find schon sehr liebenswert da auch tolerant und kompromissfähig, dazu ziemlich selbstlos... Glaube dass das eher das Problem ist, mein Vater hat glaube ich (Mittlerweile?) ein ziemlich geringes Sebstwertgefühl und fühlt sich als Rentner eher Nutzlos. Was ich verstehen kann, wenn man bedenkt dass die Arbeiter dieser Generation von Kindesbeinen an immer nur gearbeitet hat ( Kriegsende, Wiederaufbau, mit 14Jahren in den Beruf...)
    Bie Beweggründe meiner Mutter sind glaub ich wirklich religiöser Natur. In guten wie in schlechten Zeiten usw. Das gehört ja schon auch irgendwie noch meht zu der Generation meiner Eltern, oder hälst das eher für abwegig???
    Liebe Grüße Anna

    Liebe Nelly,
    vielen Dank für deine direkten und offenen Worte. Ich bin nicht der Typ fürs drumherum reden und schönmalerei.
    Tja, wie war das, die Hoffnung stirbt wenn ich abends vom Dienst wieder komme... Bin mir nicht hundert prozent sicher, hab nur kurz durch die Tür geguckt, aber möglich wärs. Meine Mutter die treue Seele sitzt daneben und schauen gemeinsam fern. Es ist schon zum heulen manchmal. Aber wo soll sie hin, sie ist hier doch auch zu hause... Wo ich nur manchmal einfach nur den Kopf schütteln kann, wenn sie dnn auch noch lächelt! -> "Mach dir keine Sorgen, es ist alles in Ordnung, mach dir nen schönen Abend!" soll es heißen. Sehr witzig! Es macht mich weniger wütend, sondern einfach nur unendlich traurig! Warum kann sie nicht loslassen, vielleicht braucht er das...
    Meine Mutter ist unheimlich gläubig, " ...in guten wie in schlechten Zeiten...", vielleicht ist es das Eheversprechen was sie aufhält!? "Liebe deinen nächsten wie dich selbst" Aber doch nicht bis zur Selbstaufgabe oder? Das kann "der da oben" doch auch nicht gemeint haben. Gesagt hat sie es in dem Zusammenhang noch nicht, aber ich kenn sie ja. Na gut, der Glaube scheint ihr Halt und Kraft zu geben...
    Ich hoffe einfach nur dass es ihr lange, lange "gut" geht und sie irgendwann ihren Weg findet. So ein Leben hat sie einfach nicht verdient- Papa allerdings auch nicht... Ich lieb sie einfach beide zu sehr, als dass ich mit ansehen kann wie sie leiden. Was für ein Schlamassel!!!
    Grüße Anna

    Oh Mann, es ist nicht zu fassen wie ein Alkoholiker dich emotional im Griff hat! Ich bin oft so wütend- Gott sei Dank bin ich bis jetzt hart geblieben. Weiß gar nicht woher ich momentan die Kraft nehme- liegts an meiner Schwangerschaft?
    ( Mein Mann sagte gestern: "Über all die Probleme vergessen wir unseren Krümel total. Wir reden momentan nur über seine Alkoholsucht statt uns auszumalen wie es bei uns bald werden wird und uns zu freuen und zu genießen. Normalerweise sollten wir uns bald mal Gedanken machen wie wir das Kinderzimmer gestalten, statt dessen hängen wir in der Luft und wissen noch nicht einmal ob wir hier weiter wohnen können!" ) Das hat mich schon sehr ins Grübeln gebracht, weil ich ja weiß wie Recht er hat. Aber ich weiß auch wie er es gemeint hat! Es ist gut jemanden an seiner Seite zu wissen der realistisch ist und vor allem emotional nicht mit drin hängt, so kann auch er mir manchmal sagen was richtig und falsch ist!
    Jedenfalls saß mein Vater gestern sternhagelvoll im Garten und hat-scheinbar- gegrübelt. Das tat mir in der Seele weh ihn so traurig zu sehen und ich hätte ihn gern in den Arm genommen...
    Als er später taumelnd vor mir stand und nicht mal mehr schief gucken konnte, empfand ich nur noch Wut. Da war ich froh vorher nicht weich geworden zu sein.
    Heute morgen hat er sicher noch Restalk aber ich glaub nichts neues getrunken. Und schwupps denkt man wieder- vielleicht... Das ist doch bescheuert, aber es ist so oder? Die Hoffnung stirbt (zuletzt oder) heute wenn ich heute abend vom Dienst nach Hause komme!