hallo,
nachdem ich ja gestern mehr oder weniger übel drauf war, hat sich das heute gelegt, die schwarze-loch-phase ist kurzfristig vorüber.
ich habe noch einmal nachgedacht und habe versucht diese liste mit den vorzügen und den nachteilen für meinen partner aufzustellen. ich habe allerdings schnell aufgehört, weil ich gemerkt habe, dass bei den nachteilen und negativen punkten mir insbesondere dinge einfielen, die mit seinem alkoholkonsum in zusammenhang standen.
ansonsten bin ich, was meine gefühle betrifft, zur zeit eher taub. ich lasse weder geschehene verletzungen noch positive emotionen an mich heran.
es kommt da wenig an.
das einzige, was ich wahrnehme ist, dass ein vertrauter mensch im momentan nicht präsent ist.
bis vor ein oder zwei jahren habe ich den alkoholkonsum auch nicht problematisiert. ich selber habe gerne wein getrunken und war daher tolerant.
das hat sich jetzt allerdings auch geändert. ich habe meinen konsum zurückgefahren, um einen möglicherweise schleichenden beginn in eine alkoholabhängigkeit zu unterbinden.
im übrigen ist mir aufgefallen, dass keinen alkohol zu trinken, in meiner familie nicht als erstrebenswertes ziel galt. klingt vielleicht komisch, weil man denkt, wie soll das auch gehen in einer alki-familie. in den auswirkungen heißt das aber, man selbst begreift das leben auch so, als gehöre alkohol dazu und kann sich das anders überhaupt nicht vorstellen.
ich selbst habe mich auch schon manchmal gefragt, wieso ich eigentlich nicht nichts trinke, bei meiner geschichte.
kurzum, das heißt, dass ich diesbezüglich bei meinem partner ganz lange sehr blind war.
grüße
simmie