hallo summerdream,
ja du hattest es richtig verstanden. ich habe mich für 2 entschieden, habe infolgedessene eine person enttäuscht. damit komme ich nicht klar.
das hat sich aber alles aufgelöst, ist auch schon wieder geschichte.
jedenfalls merke ich, dass ich mich oberflächlich auf mehrere bekanntschaften einlassen kann. sobald jemand, ich sage mal einfach nett zu mir ist, dann sage ich nicht nein. es kommt mir vor wie kleinkindverhalten. der andere hat dann meist jedoch andere absichten als sich harmlos zu vergnügen.
gefühle zeigen: ich habe bisher viel tagebuch geschrieben, das hat mir immer geholfen, ich schreibe jetzt auch noch immer. sicher meine familie konnte nichts zeigen, und das war vermutlich keine böse absicht.
aber ich finde interesse zeigen, ist noch einmal anders. ich will nicht sagen, dass da gar nichts war. aber eben auch nicht sehr viel. gut, hinzu kommt, dass ich nicht gerade das standard leben führe, ohne familie, mit schwierigen beziehungen, eine meiner familie fremde arbeit, bin gerade nicht im sozialen bereich tätig.
auf der anderen seite habe ich mir immer alles angehört.
im moment durchziehen mich mal wieder negative stimmungen. ich denke, ich führe ein falsches leben, viel zu ernst, zu eigenbrötlerisch, alles schwer nehmend, unbeweglich. mein blick geht immer wieder auf andere, wie scheinbar leicht und selbstverständlich das bei denen von der hand geht.
mein problem ist auch vom gefühl her, ich muss letztendlich zu meiner familie, wenn auch nicht mehr vorhanden, stehen, obwohl ich mich mit den taten nicht identifiziere. ich habe mich distanziert, habe aber deswegen trotzdem schuldgefühle.
ganz leise kommt bei mir manchmal der gedanke auf, wenn meine mutter wüsste, was ich hier schreibe, es wäre wie hochverrat oder für sie wie ein todesurteil. im prinzip zu realisieren, was den eigenen kindern angetan wurde. sie hätte es ja nicht gewollt, bewusst, absichtlich. es war die krankheit. an dem punkt verstehe ich, dass alkhololismus eine krankheit ist.
ich glaube, dass ich das bisher trotz aller auseinandersetzungen nicht richtig akzeptiert habe. meine haltung war immer, wir tun so, als sei da nichts. das problem ist, ich fühle mich dadurch so wie frei in der luft schwebend, ohne wurzeln. die ich ja nicht wahrhaben will. deshalb komm ich auch ganz schlecht an meine gefühle heran.
das andere ist, dadurch, dass ich alles beiseite schiebe, kann ich mich in alle möglichen aktivitäten stürzen. wenn dann irgendetwas nicht nach masterplan läuft, kann ich nicht damit umgehen.
na ja, ich lass das mal dabei, mal schaun, was das wochenende so bringt.
grüße simmie