Beiträge von vergissmeinnicht

    Hallo Nicole,

    Genauso ist es.
    Ein langweiliges Leben ist tötlich. Im wahrsten Sinne des Wortes.
    Aber viele wollen ein gradliniges Leben, machen das zum Lebensziel.

    Ich bin z.B. so erzogen worden das man Sachen nicht ändert für die man sich einmal entschieden hat. Das man auch "was aushalten" muss. Das man "durchhält".
    Veränderung hatte für mich rückblickend immer mit Angst zu tun.
    Hat mich auch immer viel Kraft gekostet, wenn es nötig war etwas zu verändern. Arbeitsplatzwechsel, Wohnung, Partnerschaft ect.
    Da sind wir wieder bei der Herkunft und dem Co-Verhalten.
    Nur wenn wir uns immer wieder den Aufgaben stellen und auch den Mut haben Veränderungen zuzulassen können wir mit den Dingen wachsen.

    Heute weiß ich: Nur der Mut zur Veränderung und der Mut das zu tun, bringt uns weiter und unserer inneren Zufriedenheit näher.

    LG :wink:

    vergissmeinnicht

    Liebe Speedy,

    Eben, jede Krise ist eine Chance.
    Das muss nicht das Ende der Welt sein.
    Und auch wenn alles zerbricht, so kann immer noch daraus lernen.

    Wäre der Alk/das Co-Verhalten nicht als Symtom hervorgetreten, wäre es etwas anderes gewesen. Will sagen, die Betroffenen wären irgendwann in Lebenskrisen welcher Art auch immer geraten. Diese hätte man auch bewältigen müssen.

    Welches Leben verläuft schon gradlinig?
    Ich denke keines.

    Liebe Grüsse :wink:

    vergissmeinnicht

    Hallo Sabine

    Wenn dein Mann mitgeht, das ist doch schonmal ein Anfang. Das zeigt doch, das er sich nicht ganz verschließt. Ein Chance!!!

    Was uns angeht: Mein Mann war früher auch so ein prähistorisches Exemplar. Reden: Alles Gesülze war sein Spruch.
    Ich weiß nicht wie das passiert ist.
    Der ist wie Phönix aus der Asche gestiegen.

    Neuanfang ist das richtige Wort. Nicht in alten Sachen rumkramen. Bei uns war noch was übrig, tief vergraben auf dem man aufbauen konnte.
    Erstaunlich nach dem was ales passiert ist.
    Aber ob wir es schaffen, weiß ich sicher erst wenn unser gemeinsames Leben vorbei ist.

    Solange werde ich geniessen, da kannst du sicher sein!

    LG

    vergissmeinnicht

    Hallo webby

    Tschuldigung wenn ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe.
    Ich meinte unsere Herkunft, die Umstände unter denen man aufwächst. Die kann ich nicht ändern.

    Ich meinte nicht die eigene Persöhnlichkeit die
    sich entwickelt hat.

    Kein Problem!

    LG

    vergissmeinnicht

    Hallo Oiseau

    Das mit den Gesprächen ist lebenswichtig.
    Ich habe dir dazu in meinem Thread geantwortet.

    Das wir alle so sind wie wir sind macht uns wohl zu solchen Opfern. Aber es nüzt nichts darüber nachzugrübeln warum mann ist wie man ist.
    Daran kann ich nichts ändern.
    Man muss versuchen damit zu arbeiten.

    LG vergissmeinnicht

    Hallo fish

    Es sagt, es ist bei ihm nocht so schlimm, er hat alles im Griff???????

    Was für ein Quatsch!!!!!!!!!!!!!!!!
    Lügen..............................
    Sich selbst und andere belügen:
    Note: 1

    Du bist überhaupt nicht schief gewickelt im Gegenteil: Du siehst das ziehmlich klar was ihm und mit dir los ist.

    Ich habe auch oft gedacht ich würde apinnen zumindest versuchte er mir das eizureden.
    Ich habe manchmal echt gedacht ich verliere den Verstand.
    Es ist diese Persöhnlichkeitsveränderung des Partners die uns so zu schaffen macht.

    Bleib auf deiner Spur.
    Und wie gesagt. Nicht nur drohen. Machen!!!!!!!!
    Er hat alles zu verlieren und du?

    Fühle mit dir

    LG

    vergissmeinnicht

    Hallo Oiseau,

    Schön, das ich dich ermuntern konnte.

    Schade, das dein Mann beim Thema SHG so zumacht. Das wird ihm doch sicher nahegelgt worden sein in der Therapie sowie der Nachsorge die er macht, wenn ich das richtig gelesen habe.

    Meiner hat der Sache auch ganz ablehnend geaüßert, jedenfalls bis zur Mitte der Kur.
    Wir haben dann in seiner Kur ein Paar-Seminar gemacht und das hat den Knoten platzen lassen.
    Er hat dort gesehen das es anderen Paaren auch so geht und vieles wird erst im Gespräch deutlich.
    Es war als wenn man ihm/uns einen Spiegel vorgehalten hat.
    Von da an hat er angefangen konstruktiv mitzuarbeiten. Vor allem mit seinem Einzeltherapeuten.

    Das mit der SHG draußen und der Nachsorge zusammen war zwar viel manchmal auch stressig, aber er hat alles mitgenommen was er kriegen konnte.
    Natürlich musste er probieren in welche SHG er passt und das zeigt sich nicht nach dem ersten Besuch.
    Nun besucht er eine in der er sich, wie ich schon schrieb, absolut wohl fühlt.
    Das ich dort mitgehe ist eher zufällig. Es ist eben eine Gruppe für Betroffene und deren Angehörige.
    Ich gehen ja noch in eine Gruppe nur für Angh.

    Wir haben gemerkt das wir gut miteinander arbeiten können und das ich so an seinem Leben und Problemen teilhabe, denn nur so kann ich an unserem "neuen Leben" aktiv mitarbeiten.

    Ich habe ich auch mal offen gefragt ob es ihn stört, das ich in der Gruppe mit dabei bin. Ob er dann offen sein kann, oder ob es ihn hemmt wenn ich dabei bin.
    Er sagt das sei nicht so eher im Gegenteil, es bestärkt ihn offen zu sein, weil er direkt ein Feedback bekommt. Er wünscht sich das ich mitgehe.

    Ob wir es schaffen, weiß ich nicht.
    Das weiß ich erst wenn unser gemeinsames Leben vorbei ist. Also nie. :?

    Du hast mal geschrieben das dein Mann gesagt hat er könne sich nicht für den Rest seines Lebens mit seiner Alk-Sucht beschäftigen.
    Das wird er müssen, wenn er trocken bleiben und frei leben will.
    Das muss er an erste Stelle stellen, vor allem andern Problemen die man so hat.
    Wenn er das vergisst, dann vergisst er sein Leben.

    Das Schweigen der Männer ist für nichts gut.
    Wohl auch ein Ergebniss der Erziehung.....

    Ich Grüsse dich :wink:

    vergissmeinnicht

    Hallo Oso....

    Mein Kommentar:
    Mach das so wie du es dir vorgenomen hast.
    Erwarte nicht das es einfach wird. Der wird das blaue vom Himmel lügen.

    Bleibst du bei ihm, wirst du dein Leben mit dem Alk teilen, ob trocken oder nicht.

    Willst du das??

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und einen gesunden Egoismus. Den wirst du brauchen.

    LG

    vergissmeinnicht

    Morgen Gotti,

    Freut mich das es dir in deiner momentanen Situation so gut geht.

    Aber was, wenn die erste Euphorie verflogen ist und der Altag eingezogen ist? Also das trocken sein zum Alltag gehört?

    Wie wird dein Mann dann seine Zeit füllen?
    Wie geht er damit um wenn Probleme auftauchen, die nicht mit dem trinken zu tun haben?

    Er muss über sich und seine Gefühle sprechen lernen. Das ist lebenswichtig.
    Das Schweigen der Männer tut keinem gut.

    Mein mann hat das in seiner Therapie lernen müssen und wollen, weil er gesehen hat das er nur so weiterkommt.
    Das tat er in ganz kleinen Schritten. Es war teilweise auch sehr anstrngend und schmezhaft für ihn.

    Du entwickelst in so einem rasantem Tempo weiter, das er den Anschluss verlieren wird, wenn er sich nicht aufmacht.

    Ich hoffe du nimmst mir nichts krumm!
    Aber wir wollen doch hier ehrlich sein.

    LG

    vergissmeinnicht

    Hej Opticpio,

    Willkommen im Forum

    Erstmal finde ich es gut das du erlich bist.

    Ich weiß nicht welche Sucht zerstörerischer wirkt, ich weiß nur das man nicht mehr selbstbestimmt leben kannst. Etwas anderes regiert dich.
    So ist es auch bei deinem Vater.
    Ein Superkerl ist er, wenn er nüchtern ist. Das sind komischerweise alle Bertroffenen.
    A*** trinken nicht!
    Mag vielleicht der Teufel sein der ihn regiert, aber der Teufel hat einen Namen : Alkohol!!!

    Schimpfen und reden nützt gar nichts, wenn er immer gertunken ist er ja gar nicht für sowas auf nahmefähig. Er kann selber aus seinem Hamsterrad nicht raus, das merkt er wahrscheinlich selber.
    Das Rad muss sich noch schneller drehen bis er aufwacht und was tun will, weil er nicht mehr kann.
    Sag ihm das andere das auch geschafft haben.
    Auch finanziell. Das sind nur Ausreden, das das nicht gehen würde.

    Ignorier ihn. Versuche dich abzugrenzen.
    Biete ihm nur deine Hilfe an, wenn er was tun will.
    Zum Arzt gehen oder zur Klinik.

    Mir tut es echt total weh wenn ich lese wie Kinder unter einer solchen Situation leiden. Ich denke da auch an meine.
    Mann kann lieber ohne Vater aufwachsen, als in solch einer verkorksten Lebenssituation.

    Hast du nicht die Möglichkeit, dich auf eigene Füsse zu stellen? :(

    LG

    vergissmeinnicht

    Morgen,

    Das mit den Gruppen ist eine komische Sache.
    Ich hätte früher nie gedacht, das ich mit fremden Menschen solch intime Sache besprechen kann.
    Ich kann das heute nur mit denen. Mit Freunden, die kein solches Problem haben oder hatten kann ich das nicht.

    Neulich hat mich jemand gefragt was wir da eigentlich machen.
    Nur so reden und so?
    Was soll das bringen?
    Mit Fremden ? Oh, Gott?

    :!: Ich kann nur sagen, das ist elementar wichtig!!! :!:
    Jedenfalls für uns. Ich geh da total gerne hin.
    Wie eine neue Familie. Überhaupt haben wir noch nie so viele liebe Leute kennengelernt. Eine echte Bereicherung für unser Leben.
    Ich habe noch nie vorher so eine Herzlichkeit erlebt und noch nie so ein Interesse an meiner Persöhnlichkeit.

    Ich kann erst jetzt, ein Jahr nach der Therapie meines Mannes, über meine Empfindungen in der nassen Zeit darüber sprechen ohne das ich gleich in Tränen ausbreche. Das war ganz schlimm. Das kam imeer so über mich, ich konnte das gar nicht stoppen.
    Ich habe das zum erstenmal gemerkt, als mein Mann sich in der Klinik vorstellte und die Therapeutin mich auch ansprach. Ich war völlig fertig.
    Man hat mir geraten dringend was für mich zu tun.
    Ich hatte bis dahin keine Ahnung was das alles mit mir gemacht hatte.
    Da kann man mal sehen was man alles in sich begraben kann. Aber das rauslassen tut unendlich gut. Das ist wie Balast abwerfen.

    Ich kann nur sagen das unser neues Leben ohne Gruppe nicht funktionieren würde.

    LG

    vergissmeinnicht

    Hallo,

    Natürlich ist er abhängig, gar keine Frage, physisch auf jeden Fall, körperlich mag es Unterschiede geben, kommt vielleicht auf die tägliche Menge an.

    Jeden Tag Streit, das kostet so viel Kraft. Ich hatte das Gefühl auch keine Kraft mehr für andere Dinge zu haben. Ich habe alles nötige erledigt und mich immer hinten an gestellt. Wenn ich mal Zeit hatte bin ich einkaufen gegangen um mir was gutes zu tun, aber das Hält ja bekanntlich auch nur für
    5 Minuten.
    Das mache ich jetzt anders, auch schon der begrenzten mittel wegen.

    Er wird alles verlieren, wenn er so weitermacht. Er ist der einzige der denkt alles im Griff zu haben, alle anderen sehen das Problem, das ist nur eine Frage der Zeit.
    Dann wird er negativ auffallen und das Schlag auf Schlag. So hat meiner das erfahren, für den hatte sich die Schlinge ziehmlich zugezogen.

    Du glaubst gar nicht wer mir hinterher, als er in Therapie war, alles gesagt hat das sie das gemerkt haben, das er ein Problem hat.

    Du musst Taten sprechen lassen oder ihn ignorieren wenn nichts passiert.
    Ignorieren auch wenn er sich zusäuft.
    Er muss merken das nur er allein was tun kann.

    LG

    vergissmeinnicht

    Hallo Ihr alle

    Mir geht es gut. Zu gut?
    Manchmal denke ich, wann plazt mein Luftballon.
    Klar ist nicht immer Friede Freude Eierkuchen, aber im großen und ganzen total OK.

    Ich habe erkannt das die SHG total wichtig ist für und auch für meinen Mann.
    Unser Leben ist einfach anders als das der ,,NORMALEN,,. Kann es auch ruhig sein, wir leben jetzt viel bewusster und geniessen den Augenblick.
    Mein Mann engagiert sich total in der SH. Jeder Rückfall bestätigt ihn noch wo er nicht mehr hin will.
    Aber ich will hier nicht schönreden, denn gerade das ist ja gefährlich.
    Vor Kurzem ist mein Mann auch an so einem Punkt gekommen wo er sich früher die Kante gegeben hätte, aber er hat bewusst dagegen gekämpft, sich damit in der Situation auseinandergesetzt. Er hat es geschafft, der Gute hat gewonnen, eine ganz wichtige Erfahrung für ihn. Er hatte bis dahin Angst vor dem Punkt und ist natürlich jetzt froh das überstanden/geschafft zu haben.
    Er weiß nun das es auch ohne Alk geht.
    Die Sache ist ihm noch tagelang nachgelaufen, aber er war so viel zufriedener damit.
    Ein wichtiger Schritt.
    Für mich auch.

    Auch wieder dazugewonnene Zuversicht für mich.
    Rückfall und so.
    Ich lasse die Dinge jetzt auf mich zukommen. Lebe jeden Tag neu. Geniesse solange ich kann.
    Wenn es wirklich einmal zu einem Rückfall kommen sollte, werde ich dann entscheiden.
    Ich zerbreche mir jetzt nicht den Kopf darüber was in 100 Jahren sein wird.

    Ich finde das für mich jetzt völlig OK. :wink:

    LG

    vergissmeinnicht

    Hej Karotte,

    Unsere Herkunft macht uns zu dem was wir sind.
    Ob wir uns lösen können oder nicht.

    Unser ganzes Denken kreist um den Partner und den Alk. Aber ist es das wert?
    Ich glaube nicht!
    Wir dürfen uns nicht vergessen, sonst werden wir vergessen.
    Wir müssen uns was wert sein.
    Denk mal nur an dich!!
    Ich wünsch dir viel viel Glück und vor allem Mut!! :wink:

    LG

    vergissmeinnicht

    Hej Gotti,

    Habe mich gerade bei dir durchgekämpft. Puh!!

    Bei uns ist viel parallel gelaufen.
    Aber was mich interesiert:
    Du tust so unglaublich viel für dich und andere.
    Ihr habt so viel aufzuarbeiten nach den vielen Jahren.
    Spricht dein Mann mit dir über seine Gefühle und Wünsche? Nimmt er deine Wünsche und Erwartungen wahr?
    Was tut er denn, damit es dir gutgeht?
    Sprecht ihr darüber?
    Ich meine, trocken sein allein reicht nicht.
    Habt ihr euch neue Perspektiven erschlossen.
    Womit füllt er seine Zeit jetzt in der er sonst getrunken hat?

    Für uns habe ich die Erfahrung gemacht, das wichtigste ist das Gespräch. Über uns und unsere Gefühle und Wünsche.
    Wie soll der andere wissen was ich möchte oder was mir fehlt, wenn ich es ihm nicht sage!!!!

    Ich wünsche euch weiterhin gutes Gelingen! :wink:

    LG

    vergissmeinnicht