Hej
Auch unser Haushalt ist Alk-freie Zone.
Wir verlangen das aber nicht von anderen. Die brauchen keine Rücksicht nehmen.
Das muss ich als "trockener" aushalten können, sagt mein Mann. Die ganze Welt ist voll davon, davor weglaufen kann man nicht.
Schließlich werden wir immer und überall mit Alk konfrontiert. So lernt er stabil zu bleiben. Klar hat er das am Anfang gemieden, aber es hat ihn mit jedem Mal stärker gemacht.
Der ALK ist wie eine Seuche, eine Volksseuche. Das wird noch ein großes gesellschaftliches Problem werden. Siehe z.b. die Jugendlichen die jetzt schon hemmungslos trinken, oder die Chefetagen, deren Toilettenmülleimer mit leeren Alk-Flaschen gefüllt sind. Vom normalen Volk ganz zu schweigen, da wird es schon vorausgesetzt, das man gerne trinkt.
Wenn ich gefragt werde was ich denn trinken möchte, strömt mir Unverständniss entgegen bei meinem Wunsch nach etwas Antialkoholischem.
Das ist doch nichts zu trinken, wird gesagt.
Es wird ganz mitleidig geschaut.
Was für ein Quatsch die reden. Die sehen nur nicht die Wahrheit in ihrem "anderen Leben", wie ich es nenne.
Unsere Scheuklappen sind gefallen seit mein Mann in Therapie war und ich kann nur sagen: unser Leben ohne ALK hat unser "neues Leben" enorm bereichert.
Freunde die das nicht akzeptieren oder nur mit uns fröhlich sein können wenn ALK im Spiel ist, darauf können wir verzichten. Uns sind nur einige wenige geblieben. das war aber auch keine Überraschung.
Wir haben durch seine Abstinenz so viele tolle Leute kennengelernt.
Das hat eine ganz andere Qualität des Zusammenseins.
LG
vergissmeinnicht 