Beiträge von vergissmeinnicht

    Für uns sind die Gegenbenheiten unserer Umwelt kein Problem. Wir haben gelernt damit zu leben.
    Das können wir nicht ändern, das stimmt.

    Aber für unsere Kinder ist die Gesellschaft ein Problem. Sie wissen es nur nicht. Sie nehmen es als normal hin.
    Wir können ihnen nur den verantwortungsvollen Umgang mit ALK vorleben.
    Das können wir aber nicht wirklich, weil wir den ja gänzlich aus unserem häuslichen Leben auschließen.
    Deshalb auch meine Bedenken.
    Ist so ein abstinenter Haushalt überhaupt ein gutes Vorbild, oder bewirkt das das Gegenteil?
    Macht es den ALK erst interessant?
    Schwierig...........................

    LG

    vergissmeinnicht

    Das geht so weit bis man es nicht verstecken kann. Dann ist es schon weit fortgeschritten.
    Das sind Menschen mit 2 Gesichtern. Das geht mit der Zeit in Fleisch und Blut über. ALKIS sind die besten Schauspieler.

    Wenn sie "jetzt" in die Entgiftung will dann guck mal, ob sie es macht. Und selbst wenn, die wird nicht reichen. Sie wird noch weiter fachliche Hilfe brauchen.
    Versucht sie das alles aufzuschieben, dann sei wachsam und setz dich früh genug ab, solange du noch kannst, denn wenn du zu weit darin verstrickt bist, kommst du schlecht wieder so einfach raus.
    Wie gesagt lies hier und mach dir ein Bild worauf du dich einlässt und ob es das wert ist.
    Liebe hin oder her. Du musst an dich denken.

    LG

    vergissmeinnicht

    Hallo anonymus,

    Herzlich willkommen hier bei uns.

    Les dich mal hier durch. Das wird dir helfen Entscheidungen für dich zu treffen. Grenzen zu ziehen.
    Ist Vertrauen nicht Basis einer Partnerschaft?
    Wenn die verlorengeht, was macht diese Beziehung dann mit Dir?
    Versuch mal drüber nachzudenken.

    LG

    vergissmeinnicht

    Hallo,

    Heute habe ich das Gefühl, es ist über Nacht Herbst geworden??
    Die letzten Blumen blühen. War das schon der Sommer?
    Ich muss dringend Unkraut jäten, das ist schon fast höher als die Blumen. Mal sehen wann ich die Harkenrufe nicht mehr überhören kann.

    Ich werde nachher mal meinen trockengeschleuderten Schwager besuchen. Heute kommt meine Schwiegermutter aus dem Urlaub wieder, bei der er zur Zeit lebt.
    Oh, Oh, ich denke die Wohnung wird in keinem guten Zustand sein.
    Aber vielleicht wird ihr dann ein bisschen klarer das diese WG nicht funktionieren kann.
    Die ist auch total Co, kann damit aber nicht umgehen. Sie sieht das noch nicht so. Ist halt ihr Kind, sagt sie. Wir können nur immer wieder mit ihr sprechen. Aber es ist eben so wie beim ALKI selbst, erst muss ein Tiefpunkt erreicht sein. Aber wann wird der sein? Keiner weiß das.
    Ich kann das alles irgendwie verstehen. Kann man ein Kind je wirklich fallen lassen?

    LG

    vergissmeinnicht

    Hallo Totes Herz,

    Um auch meinen Senf nochmal dazu zu geben, möchte ich sagen das ALK iN Kinderbüchern und bei Kinderspielzeug "nichts" zusuchen hat.
    Der ALK fließt viel zu selbstverständlich in das Leben unserer Kinder ein.
    Unseren Kindern wird durch Medien ect. sugeriert das er zu täglichen Leben dazugehört.

    Das ist eine ganz gefährliche Entwicklung. Bleibt den Eltern überlassen ob und wie sie ihre Kinder aufklären und schützen.

    Ich denke wirklich, da läuft was in der Gesellschaft ziehmlich schief. Man sollte diese Diskussion in
    20-30 Jahren nochmal aufnehmen.

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

    Wenn man durch den ALK direkt oder indirekt so geschädigt ist, dann fällt doch gerade der Focus auf all diese Dinge, dann fällt einem erst mal richtig auf das alles voll davon ist.

    Davon wird man nie mehr richtig frei. Ich meine die Sensibilität dafür.
    Wenn das so einfach wäre, gäbs eine Tablette dafür.

    Es gibt tausend Sachen die wir ohne ALK genießen können. Auch "anständiges" trinken gibt es ohne ALK. Man muss kreativ sein. Neue Wege finden.

    LG

    vergissmeinnicht

    Ich sag ja, das ist wie ein Wurm der sich durchs Leben frisst und wenn man nicht aufpasst wird er immer grosser und frisst irgendwann dich selber.

    Also, ich versuche meinen Kindern mitzugeben, das sie imer zuerst den Kopf einschalten bevor sie handeln. Besonders in Situationen die sie zum ersten Mal erleben.
    Impulsiv sein ist zwar aufregend aber in manchen Situationen nicht angebracht.
    Es gibt keinen Preis im Leben dafür immer dabei zu sein.

    LG

    vergissmeinnicht

    Das ist der berühmte Drahtseilakt oder auch Eiertanz genannt, was den Umgang mit Jugendlichen angeht.
    Ich denke wir müssen unseren Kindern vermitteln das das "NEIN" sagen auf Selbstbewusstsein schließen lässt und nicht feige ist. Das fängt schon im frühesten Kindesalter an.
    Aber wer weiß schon wie die Kinder dann letztlich entscheiden. Man kann nur hoffen das sie aus Fehlern lernen.

    LG

    vergissmeinnicht

    Hallo Herzchen,

    Ich kann dir da nur beipflichten. Mir geht das alles voll auf den Zeiger, habe früher aber auch oft so empfunden.
    Man hat bei vielen Dingen einfach ein besseren Zugang wenn man was "ordentliches" zu trinken in der Hand hat, wie du sagst.
    Das ist einfach so.
    Und wir wären nicht die Menschen die wir sind, wenn uns das am A.... vorbeigehen würde.
    Ich muss ja niemanden belehren wollen, aber ich darf das für mich schlecht finden.

    Was mich dabei ganz stark beschäftigt:
    Was vermitteln wir unseren Kinder. Wie lernen sie am besten einen verantwortungsvollen mit dem ALK.
    Meine Tochter ist ja pubertär gerade ziehmlich durchgeknallt und der Erste Vollrausch ist sicher nicht mehr weit. Mein Sohn hat glaube ich noch ein bisschen Zeit.
    Wie gehen wir dann damit um?
    Können wir überhaupt normal reagieren?
    Ist diese Abstinenz zuhause eher schädlich?
    Macht das den ALK nicht erst interessant?

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

    Hallo frenzy,

    Wichtig ist doch das dein Mann am Ball bleibt.
    Letztlich entscheidet das Resultat, ob der Weg der richtige war.
    Keine LZ empfohlen??
    Welche Variante der Therapiemöglichkeiten dein Mann wählt bleibt ihm ganz allein überlassen.
    Er könnte es genausogut stationär machen.
    Das ist "seine" Entscheidung, die Klinik zeigt ihm lediglich die verschiedenen Optionen auf.
    Dieses ambulante mit 1x Gruppe, 1x Einzelgespräch, wollte mein Mann auch erst, hat er dann aber verworfen, weil das mit der Arbeit zu stressig geworden wäre. Er hatte ja keinen FS mehr und hätte die Wege zur Therapie nach der Arbeit mit Bus und Bahn erledigen müssen.

    Mein Mann hat seine LZT als Tagespatient (vollambulant) gemacht, das heißt er ist morgens hin wie zur Arbeit und hat nur zuhause geschlafen. Das hatte "er" so entschieden.
    Ich war auch sehr skeptisch ob das klappen würde. Er kam ja nicht wie die anderen in der Klinik zur abends zur Ruhe.
    Zuhause war er nachmittags immer direkt abgelenkt durch den Alltag der hier zuhause stattfand.
    Au der anderen Seite war er nicht unter so einer Glocke und musste in die Freiheit entlassen werden. Er konnte sich schon vorher ausprobieren.
    Für ihn war es genau der richtige Weg.

    Deine Termin in der Klinik finde ich total wichtig für dich.
    Dort kannst du noch Fragen für dich beantworten und im Gespräch bleiben.
    Ich werde das Gefühl nicht los das deinem Mann das alles gar nicht recht ist und das alles nur so über sich ergehen lässt.
    Frag ihn doch mal was er für Erwartungen an die Therapie hat und wie seine Ziele aussehen!
    Verlier du deine Ziele nicht aus den Augen, denk an dich.

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

    Hallo TotesHerz

    Zitat: Warum fällt es denn all diesen Leuten (die ja kein Alkoholproblem haben) überhaupt so schwer, nichts zu trinken, wenn sie mit dem Auto unterwegs sind?

    Meine Meinung:
    Die sind schon nicht mehr so richtig frei.
    Die Verknüpfung ALK und Spass ist ziemlich stabil in unserer Gesellschaft verankert. Das zu durchbrechen erfordert viel Selbstbewustsein.
    Auf unserer letzten Einladung war ich Zeuge eines solchen Streitgespräches zum Thema "WER FÄHRT DENN HEUTE" bei einem befreundetem Paar.
    Ich sagte nur im vorbeigehen: gut das wir das nicht mehr haben!
    Darauf: ja, du hast gut lachen!
    Darauf ich: Ihr werdet es zwar nicht glauben, aber das hat "NUR" Vorteile!

    Also mir hat es früher nichts ausgemacht, wenn ich fahren musste.
    Ich konnte mich schon immer auch ohne ALK gut amüsieren. Da kriegt man erst mal richtig mit wenn bei anderen der Pegel steigt. Manchmal echt lustig.
    Mich hat es nur immer unheimlich genervt, das mein Mann nicht in die Pötte kam wenn wir gehen wollten.

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

    Hallo,

    Heute hat meine Tochter mir gesagt das sie Schluss gemacht hat. Auf so eine weite Entfernung würden sie wohl beide glücklicher werden, wenn sie jemanden finden den sie in der Nähe haben, sagte sie.

    Wie finde ich das denn????????????????????????
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    Mein Mann und ich hatten gestern einen stressigen Tag.
    Sein Bruder ist hochprozentiger ALKI.
    Schon zwei Therapien gemacht, aber jedesmal schon am 2ten Tag rückfällig!!!
    Gestern hat er ihn zur Entgiftung gebracht, wobei die letzte erst 2 Wochen her ist.
    Er war in keinem guten Zustand.
    Schlechte Leberwerte sowieso,Magenprobleme, Blut gespukt und immer panische Angst zu krampfen.
    Eine Bekannte hat ihn zum Krankenhaus gebracht, dort sollte er einen Schlauch schlucken. Das wollte er nicht, ist wieder nach Hause gefahren. Dann abends doch in Klinik, aber lieber in die Entzugsklinik.
    Mein Mann hat ihn hingebracht und hat die Ärze informiert wegen dem Blut. Er wird wohl um die Untersuchung nicht herum kommen.
    Er hat Angst vor dem Ergebniss glaube ich.
    Mit 3,5 Promille hätten sie ihn fast in die geschlossene gebracht.

    Mal sehen wann er endlich über sich nachdenkt und die Notbremse zieht.

    Mein Mann meint nach solchen Erlebnissen ekelt ihn der ALK nur noch an.

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

    Hallo,

    Ich denke man bekommt automatisch einen ganz anderen Blick dafür. Ich meine überhaupt mal hinzuschauen, das tun die wenigsten, das tun wir aber aus unserer Geschichte heraus. Vielleicht ein bisschen sensibel aber verantwortungsvoll.

    Für den nächsten DVD-Männerabend wurde gefragt wer denn einen Kasten Bier mitbringt. Nachdem sich einer bereit erklärt hatte, sagte mein Mann:,, Gut , dann bring ich Apfelschorle mit!"
    Das sorgte für etwas irritierte Gesichter, bei denen die darüber nicht Bescheid wissen. Und selbst denen die wissen um seine Abstinenz, hatte es die Sprache verschlagen. Es herrschte einen Moment Stille im Raum. Keiner traute sich zu fragen, was meinen Mann diebisch amüsierte wie er mir hinterher sagte.

    Die können trinken soviel sie wollen, ich habe genug getrunken in meinem Leben, sagt er.
    Er sieht das bei anderen trotzdem sehr kritisch. Aber er behält seine Meinung für sich, es sei denn, er wird danach gefragt.

    LG

    vergissmeinnicht

    Hej

    Auch unser Haushalt ist Alk-freie Zone.
    Wir verlangen das aber nicht von anderen. Die brauchen keine Rücksicht nehmen.
    Das muss ich als "trockener" aushalten können, sagt mein Mann. Die ganze Welt ist voll davon, davor weglaufen kann man nicht.
    Schließlich werden wir immer und überall mit Alk konfrontiert. So lernt er stabil zu bleiben. Klar hat er das am Anfang gemieden, aber es hat ihn mit jedem Mal stärker gemacht.

    Der ALK ist wie eine Seuche, eine Volksseuche. Das wird noch ein großes gesellschaftliches Problem werden. Siehe z.b. die Jugendlichen die jetzt schon hemmungslos trinken, oder die Chefetagen, deren Toilettenmülleimer mit leeren Alk-Flaschen gefüllt sind. Vom normalen Volk ganz zu schweigen, da wird es schon vorausgesetzt, das man gerne trinkt.
    Wenn ich gefragt werde was ich denn trinken möchte, strömt mir Unverständniss entgegen bei meinem Wunsch nach etwas Antialkoholischem.
    Das ist doch nichts zu trinken, wird gesagt.
    Es wird ganz mitleidig geschaut.
    Was für ein Quatsch die reden. Die sehen nur nicht die Wahrheit in ihrem "anderen Leben", wie ich es nenne.

    Unsere Scheuklappen sind gefallen seit mein Mann in Therapie war und ich kann nur sagen: unser Leben ohne ALK hat unser "neues Leben" enorm bereichert.
    Freunde die das nicht akzeptieren oder nur mit uns fröhlich sein können wenn ALK im Spiel ist, darauf können wir verzichten. Uns sind nur einige wenige geblieben. das war aber auch keine Überraschung.
    Wir haben durch seine Abstinenz so viele tolle Leute kennengelernt.
    Das hat eine ganz andere Qualität des Zusammenseins.

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

    Hej Mary

    Grüße dich!!
    Ich kann dich gut verstehen, ist bei mir genauso.
    Man lernt mit der Zeit damit umzugehen. Wie schon gesagt: Gelassenheit!!!

    Freu dich doch das du deine eigenen 4 Wände hast und dein Leben selbst bestimmen kannst, egal was er macht. In dem Punkt hast du vielen was voraus.

    Kopf hoch, lass von dir hören!

    LG

    vergissmeinnicht

    hej

    Sieh nicht so schwarz.
    Es kann nur besser werden.
    Du kannst das Bergsteigen lieben lernen. Geh den Weg bewusst, freu dich an den Pläzchen und den Blumen die links und rechts dem rauen Wind trotzen.
    Du wirst manchen Weggefährten finden der ein Stück mit dir geht.
    Irgendwann vielleicht wirst du den Gipfel sehen und wie imer der auch aussehen mag, er ist wunderschön.
    Geh den Weg. Es lohnt sich. Es ist "dein Weg".

    LG

    vergissmeinnicht

    Hej Kalle,

    Natürlich gibt es auch welche unter uns die es ohne Trennung "schaffen" (mein Thread). Aber wer weiß schon, ob das von Dauer ist. Man kann immer nur nach vorne sehen, vorwärts gehen, unaufhörlich. Gemeinsam oder alleine, es ist "dein Leben".

    Habe selten jemanden gelesen der sein Ziel so klar vor Augen hat.
    Alle Achtung, geh den Weg weiter. Du kannst nicht darauf warten bis er seinen Tiefpunkt erreicht.
    Du hast deinen Tiefpunkt erreicht, oder?
    Das macht dich fähig zu handeln.

    LG

    vergissmeinnicht