Beiträge von Maria

    Hallo Bruce,

    stimmt - dieses Thema gab es schon mehrfach. Für mich war es seinerzeit auch sehr wichtig, mich gezielt mit meinem eigenen Tiefpunkt auseinander zu setzen. Ich habe dies hier von mir gefunden:

    Für mich war dies tief genug.

    Grüße
    Maria

    Hallo anonymous999,

    ich bin ebenso davon überzeugt, dass die Verantwortung für's eigene Leben bei jedem einzelnen liegt.

    Was conusela schreibt kann ich für mich auch so wiedergeben. Daher meine Frage, nach dem warum sie es nicht wissen darf. Jemanden zu wissen, der unterstützt wenn's mal arg läuft - ist sehr hilfreich.

    Offenheit finde ich sehr wichtig, da habe ich in den meisten Fällen die Erfahrung gemacht, dass sie gut für mich ist und mich schützt. Aber manchmal ist das abzuwägen - da kann ich dich verstehen.


    Grüße
    Maria

    Hallo Ano,

    nein - ich möchte dir nicht sagen, was du tun sollst. Das kannst DU nur für dich alleine entscheiden. Das einzige was ich und alle anderen hier nur tun können, ist dich anzuregen in eine andere Richtung zu denken oder dich grundsätzlich zum Nachdenken anzuregen. Ich möchte dich nicht unter Druck setzen oder dich angreifen oder sonstwas. Ich danke dir, dass du schreibst und dich nicht zurückziehst und diesen Dialog weiterführst.

    Mir ging es gar nicht anders am Anfang. Vieles was mir geschrieben wurde - konnte ich mir noch nicht mal ansatzweise vorstellen, dass ich das mal tun würde. Doch heute tue ich es - wie ganz selbstverständlich - weil alles was mir heute möglich ist, einzig und alleine meiner Trockenheit entspringt.

    Ich denke bei einem Weg, den ich gehe, ist es immer auch wichtig zu wissen - wo ich überhaupt hin will. Das macht vieles einfacher und schützt manchmal vor Nebenwegen, die auf den ersten Blick leichter zu gehen erscheinen.

    Maria

    Hallo Ano,

    mir geht's auch gut - danke schön.

    Letzten Endes entscheidest eh immer du - wo du hingehst und wie du dein Leben lebst ;) Es mag schon sein, dass es schwerer ist, in deinem Alter Leute zu finden, die nichts trinken. Dennoch ist es möglich sie zu finden - denn es gibt sie in jedem Alter.

    Dein Thread heißt: Gefahr des Rückfalls?
    Ich bn überzeugt davon, die größte Gefahr für uns Alkoholiker ist, keinen Abstand zum Suchtmittel herzustellen oder zu meinen... alles im Griff zu haben. Um überhaupt eine dauerhafte Chance auf ein suchtmittelfreies Leben zu bekommen - ist zunächst der räumliche Abstand (alk. freie Umgebung usw. ) und im weiteren Verlauf dann die innere Loslösung unerlässlich. Das geht nicht von heute auf morgen und so nebenbei... das geht nach und nach.. und nur mit einer vernünftigen Basis.

    Warum nicht von vorne herein und vom Start weg...?

    Wissen die Leute um dich herum, dass du Alkoholikerin bist (falls das schon irgendwo steht - entschuldige... ich habe nicht den ganzen Thread gelesen) ?


    Maria

    Hallo MaryLou,

    danke für deine Antwort.

    Zitat

    Dann werde ich merken was es mit mir macht, mit Menschen zusammen zu sein die Alkohol trinken.

    Und dann kann ich reagieren.

    Warum in dieser Reihefolge? Und warum nicht sofort reagieren?

    Zitat

    Mein Standpunkt ist klar und ich vertrete ihn, aber nicht missionarisch und in jeder Situation.

    Darum geht es gar nicht. Es geht um dich - und wie du mit deiner frischen Trockenheit umgehst.

    Zitat

    ...du hast nur eine halbe Sucht, bei dir ist jede Sucht irgendwie nur halb ...

    Das sagt ja aus, dass du scheinbar nicht ganz "ernst" genommen wirst. Ich habe gelernt, dass ich meinen eigenen Standpunkt mit meinem Verhalten unterstreiche bzw. ich werde immer so "ernst" genommen, wie ich es selbst tue.

    Zitat

    Schwachsinn, es geht ja nicht darum wie viel ich mir reingeschüttet habe...

    Dass es keine halbe Sucht gibt - hast du ja bereits erkannt. Also handele danach und mach' keine halben Sachen :-).

    Maria

    Hallo Anonymous,

    Zitat

    Ich kann dir dazu nur sagen: Ich trinke nichts, lehne auch weiter alles ab & wenn ich merke mir wird es zuviel, dann gehe ich nachhause, ich muss mir das nicht antuen anderen bei'm saufen zuzusehen geschweigeden daneben zu sitzen und noch von dem Gerucht & der anstehenden lockerheit der Leute, was Alkohol ja nunmal macht, wieder in's grübeln zu kommen das man trinken muss.

    Das hast du bei MaryLou geschrieben. Mich würde interessieren, warum du dorthin gehst, wo ein frisch Trockener nix zu suchen hat?

    Du siehst die Gefahr:

    Zitat

    ...wieder in's grübeln zu kommen das man trinken muss...

    Für mich war es in meiner Trockenheit ein AHA-Erlebnis, mich solchen Verantstaltungen entziehen zu dürfen. Ich muss mir nichts beweisen. Ich darf dafür sorgen, dass ich mich wohl fühle. Dazu gehört auch die Gesellschaft, die ich für mich wähle.

    Grade am Anfang ist der Sog (das Negative) sehr groß... da ist es immens wichtig - achtsam mit dem Positiven umzugehen und nicht leichtsinnig.

    Wie geht es dir heute?

    Maria

    Hallo MaryLou,

    sicherlich können wir den Menschen um uns herum, das Trinken nicht verbieten. Eine Welt ohne Alkohol wird es nicht geben. Was ich aber tun kann, ist eine klare Position zu beziehen. Für mich war dies vor allem am Anfang für meine Loslösung vom Alkohol unerlässlich. Ich hätte es nicht geschafft mit stark sein.

    Ich möchte dich was fragen:
    Aus welcher Erkenntnis bist du trocken? Ist es dein Wille? Oder die Überzeugung machtlos gegenüber dem Alkohol zu sein? Hast du kapituliert?

    Maria

    Hallo Ano,

    mir fiel das auch nicht leicht. Ganz im Gegenteil. An manchen Tagen war es Schwerstarbeit.
    Öfter habe ich mich gefragt, warum es ausgerechnet bei mir so anstrengend war. Ich fand das sehr ungerecht. Wo ich doch bei anderen las, dass ihnen ihre Trockenheit quasi so zuflog.

    HEUTE denke ich, es war sehr gut wie es war. Denn ich kann mich sehr genau daran erinnern, dass ich nicht nebenbei mal einfach so trocken geworden bin und ich nicht mal eben so meine nassen Strukturen verlassen konnte. Dahin wo ich war, will ich nicht zurück !

    Wie fühlst du dich denn? Bist du motiviert? Verzweifelt? Nase voll von allem? Magst du darüber schreiben? Mich hat es enorm entlastet - mir den Müll von der Seele zu schreiben.

    Grüße
    Maria

    Hallo Ano,

    Zitat

    Habt ihr denn in eurer Sauf zeit "nur" besoffen im Eck gelegen ??
    Habt ihr da nicht auch mal was anderes gemacht ?

    Nein ich habe nicht nur in der Ecke gelegen. Ich habe nach außen hin noch funktioniert. Aber alles was ich tat, war zum Alkohol ausgerichtet bzw. hatte irgendwas mit Alk zu tun. Er hatte den 1. Platz.

    Anfangs ohne Alk hatte ich sehr mit Stimmungsschwankungen zu tun. Das fand auch ich recht nervig. Mir half sehr, in kurzen Abschnitten zu denken, um mich immer wieder neu zu motivieren. Ich bin sehr viel spazieren gegangen - später auch wieder joggen. Und habe grundsätzlich viel Wasser und Tee getrunken... zur Vorbeugung. Nach und nach entdeckte ich, was mir sonst noch gut tut und mich von den Alkoholgedanken entfernte. Viel gelesen habe ich hier und wohl zum 1. Mal in meinem Leben, MICH an die 1. Stelle gesetzt.

    Ich habe es immer gehasst, wenn mir was von Geduld geschrieben wurde, weil es das war, was ich am wenigsten hatte ;-). Doch nach und nach wurde es echt besser mit dem Herausfinden, was mir gefällt und was nicht.

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Bruce,

    mich beschäftigt das gleiche Thema wie dich. Ich danke dir, dass du diese Frage gestellt hast - habe ich aus den Antworten auch für mich einiges wertvolles entnehmen können.

    Zitat

    Zum Glück gehen meine Gedanken nicht wirklich in diese Richtung, und ich könnte das auch gar nicht, aber ich ertappe mich halt hin und wieder dabei, von der Selbsthilfe etwas mehr Abstand nehmen zu wollen.

    Auch hier finde ich mich wieder - aber wüsste gar nicht wie das überhaupt aussehen könnte bzw. ob das nicht der 1. Schritt in die falsche Richtung ist.
    Spontan denke ich - wenn ich von der Selbsthilfe Abstand nehme - wende ich mich irgendwie doch anderem zu, oder?

    Liebe Grüße
    Maria

    Zitat

    Was hilft Euch denn so trocken zu bleiben, was motiviert Euch?

    Hallo Kerstin,

    jederzeit einen klaren Kopf zu haben und nüchterne Entscheidung treffen zu können. Mir keine Gedanken mehr über was-wäre-wenn's zu machen - sondern nach dem zu handeln, was grade aktuell ist.

    Das Leben in der bunten Vielfalt wahrnehmen zu können und nicht mehr wie durch graue Watte gefühlt.

    Auf den Punkt gebracht: frei zu sein und zu bleiben.

    Schöne Grüße
    Maria

    Quark-Honig-Maske

    1 EL Quark mit 1 EL Honig mischen. Entweder Zucker (der braune ist etwas grober und eignet sich sehr gut), Salz oder geriebene Mandeln als "Schleifstoff" drunter mischen.
    Leicht reibend auf das Gesicht, Hals und Dekolleté auftragen und nach Belieben etwas einwirken lassen.
    Anschließend feucht abnehmen. Gibt herrlich zarte frische Haut :)

    Schöne Grüße
    Maria

    Hallo Baer,

    Zitat

    Zuhause fühle ich mich einsam, da ich zwar versuche mich mit der Situation abzufinden, aber irgendwie nix investieren oder mich auf etwas einlassen kann. Persönliche Bedürfnisse bleiben total auf der Strecke.

    warum willst du denn daran nix ändern, wo du doch merkst, dass dich das nicht weiterbringt? Hoffst du vlt. dass das von alleine weg geht oder besser wird?

    Grüße
    Maria

    Hallo Petter,

    danke für's Schreiben und somit teilhaben lassen :-).

    Dir wünsche ich weiterhin gute Bewegung(en). Einen guten und möglichst reibungslosen Umzug und dann einen Start, wie du ihn dir wünscht.

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Zimbo,

    das steht bereits hier:

    Zitat

    Als ich erkannte, dass ich nur mir selbst helfen kann, weil eben alle Fäden bei mir selbst zusammen laufen, konnte ich für meine Trockenheit handlungsfähig und unabhängig trocken werden.

    Was aber nicht gleichzeitig bedeutet, dass ich nicht zusätzlich Impulse und Hilfe von außen gebrauche. Über die Hilfe, die mir im Laufe meiner Zeit zuteil geworden ist - bin ich sehr dankbar. Ich brauche die Erfahrungen der Betroffen (das variiert bei mir... mal hilft das was länger Trockene schreiben... mal was frisch Abstinenten klar wird) um zu erkennen, wo ich auf dem Weg bleibe. Und genauso brauche ich den Austausch um erkennen zu können, da bin ich möglicherweise auf dem Holzweg. Der grundsätzliche Impuls die Hand auch nehmen zu wollen - liegt aber bei mir.

    Für mich gibt es da einen wesentlichen Unterschied beim Retten und Gerettet werden wollen und das ergänze ich mit liv's Worten - weil sie es sehr treffend ausdrückt.

    Zitat von liv

    Es erscheint mir schnell ersichtlich, wer hier (im Forum) bei sich bleibt und wer gerne kluge Ratschläge erteilt.

    Maria