Hallo Zimbo,
über meine Aussage habe ich noch was nachgedacht bzw. nachgefühlt - wie das damals bei mir war... sie begleitete auch mich den Tag.
Und bei mir war es auch so, wie Correns es schreibt. Solange ich noch gerettet werden wollte, war ich noch nicht dazu bereit trocken zu werden.
Ich hangelte zwar von einer Trinkpause zur nächsten; der unterschwellige Wunsch war schon da aber im innern hoffte ich darauf, dass irgendwer meine Bemühungen erkennen würde, mich an die Hand nehmen würde und mir doch endlich hilft. Das ging aber nicht auf für mich - denn so hielt ich mich nämlich in meinen Abhängigkeiten gefangen - anstatt mich aus ihnen zu befreien.
Als ich erkannte, dass ich nur mir selbst helfen kann, weil eben alle Fäden bei mir selbst zusammen laufen, konnte ich für meine Trockenheit handlungsfähig und unabhängig trocken werden.
Was aber nicht gleichzeitig bedeutet, dass ich nicht zusätzlich Impulse und Hilfe von außen gebrauche. Über die Hilfe, die mir im Laufe meiner Zeit zuteil geworden ist - bin ich sehr dankbar. Ich brauche die Erfahrungen der Betroffen (das variiert bei mir... mal hilft das was länger Trockene schreiben... mal was frisch Abstinenten klar wird) um zu erkennen, wo ich auf dem Weg bleibe. Und genauso brauche ich den Austausch um erkennen zu können, da bin ich möglicherweise auf dem Holzweg. Der grundsätzliche Impuls die Hand auch nehmen zu wollen - liegt aber bei mir.
Denn für mich ist vollkommen klar: ich habe selbst die Pulle angesetzt und nur ich selbst lasse sie stehen.
Ich will nicht gerettet werden ... mich zu retten liegt in meinem eigenen Verantwortungsbereich... alles andere würde ich als Grenzüberschreitung ansehen.
Der erste Impuls liegt bei mir und dann kann ich Hilfe als Hilfe annehmen.
Maria