Hallo EinNeuer,
grade mein in guter Gesellschaft sein hat mich nicht erkennen lassen, wie tief ich jahrelang drin war.
Ich habe zig Mal so versucht aufzuhören, in der Gesellschaft zu verbleiben, mit dem Ergebnis langsam immer tiefer zu rutschen. Die Schlinge zog sich langsam unbemerkt, entschuldigt, weil irgendjemand immer mehr trank, fester zu.
Für mich gab es nur den einen entscheidenen Schritt daraus. Ich konnte die Erfahrungen der Langzeittrockenen annehmen, weil ich meinen Wunsch trockenzubleiben genau daran festmachen konnte. Es ist das Umfeld, was mich mit bestimmt und mich nicht vom Alkohol entfernen lässt. Wenn ich mich nicht von diesem Denken und diesem gesellschaftlichem Verhalten löse, habe ich keine Chance - dauerhaft - trocken zu bleiben.
Wobei ich für mich absolut trenne in: trocken werden, trocken bleiben und ein trockenes Leben führen.
Um mir die Möglichkeit zu geben überhaupt erstmal trocken zu werden, hatte ich mich von allem fernzuhalten.
Um trocken zu bleiben, halte ich mich weiterhin dran, möglichst wenig mit alkoholtrinkenen Menschen meine Zeit zu verbringen. Und es liegt in meiner Hand, wie eng ich da die Grenzen stecke. Da sind mir die gesellschaftlichen Gepflogenheiten egal.
Ich bin aufgebrochen ein trockenes Leben zu führen. Dahin bin ich unterwegs und alles was mir das erschwert, darf nicht mit.
Grüße
-Maria-