Beiträge von Maria

    Hallo Kindi,

    Abschiedsrituale hatte ich nicht. Ich habe zugesehen, daß ich umgehend mein Zuhause alkoholfrei bekommen habe. Den Vorratsschrank auf Lebensmitteln überprüft, wo versteckter Alk drin sein könnte. Rotweinessig oder Pralinen mit Alkaroma z.B. entsorgt. Aus Gläsern, aus denen ich sonst Alk getrunken habe, trinke ich nicht mehr.

    Zitat

    Hat es Euch beim Durchhalten geholfen, falls der Trinkdruck wiederkam?

    Mir hat es geholfen, daß ich direkt mein nahes Umfeld davon unterrichtet habe, daß ich Alkoholabhängig bin und es von meinem Tag X an gar keinen Alkohol mehr für mich geben darf. So wussten sie "Bescheid" und mich hat das von vorneherein nicht in unangenehme Situationen gebracht, wo ich mich hätte erklären müssen und mich so ggf. bei einem schlechten Tag gefährlich hätte werden können. Ich habe mir Gedanken drüber gemacht, welche Hintertüren bei aufkommenden Suchtdruck für mich gefährlich werden können. Die habe ich versucht frühzeitig zu schließen.

    Lg Mieken

    Zitat

    Ich werde nie wieder Alk so hohl einsetzten, wie ich das während meines Missbrauchs getan habe!

    Hallo Pittchen,

    ich verstehe deine Aussage so: Du ziehst die Möglichkeit in Betracht, daß du - aufgrund deines Wissens - in Zukunft kontrolliert trinken kannst?

    Bei deinen Überlegungen vergisst du scheinbar, daß die Sucht ihren eigenen Gesetzen folgt und der Sucht es ziemlich egal ist, was du dir an Wissen erarbeitet hast. Sie verläuft nicht so vorhersehbar wie du dir das ausmalst, denn wenn es so wäre, glaubst du, daß dann so manch´ erst alles verlieren müßte, um an seinen Tiefpunkt zu gelangen? Obwohl er oder sie schon mehrere Entziehungen oder LZT hinter sich hat?


    Lg Mieken

    Hallo Susi,

    da fühl´ ich mich doch gleich angesprochen. Auch wenn ich dir in der letzten Zeit nicht geschrieben habe, so habe ich dich doch gelesen. Habe momentan mit mir selbst ein wenig mehr um die Ohren.

    Freu´ mich über so manchen Schritt von dir :P

    Bei deinem Erlebnis mit dem Lebkuchen hab ich mit der Stirn gerunzelt, weil ich finde, daß das Studieren der Inhaltsliste wo Alkohol eventuell drin sein könnte, zum kleinen 1x1 der Trockenheit gehört. Das soll nun nicht überheblich rüberkommen, doch das ist noch das einfachste -finde ich zumindest - in der Trockenheitsarbeit.

    Ich kenn das auch, wenn ich mich alleine fühle und ich dann dazu noch wenig Antworten bekomme, verstärkt das das Alleine sein noch mehr.

    Wie sieht es denn bei dir aus in der realen Welt? Hast du dort genug soziale Kontakte? Gehst du noch zum Sport?

    Puzzeln tue ich auch sehr gerne. Dazu ein gutes Hörbuch im Ohr... herrlich entspannend.

    Ich würde mich freuen wenn du weiter hier bleibst und schreibst, denn ich würde dich vermissen, Susi. Manchmal hilft der Austausch in den anderen Thread´s um auf den eigenen aufmerksam zu machen. Denn Austausch kann ja ebenso bedeuten, auf jemanden drauf zuzugehen und das Gespräch oder den Dialog zu suchen ;-).

    Schöne Grüße
    Mieken

    Zitat

    Irgendwie komme ich mir jetzt vor, als hätte ich mir die ganze Sache mit den Ärzten sparen können.

    Hallo Tiffy,

    bei meiner Ärztin hatte ich damals auch so ein bisschen das Gefühl, sie würde meine Schilderungen nicht so ernst nehmen.

    Vielleicht war sie aber auch nur überrascht, weil ich mir bereits einen Termin bei der Suchtberatung geholt hatte und mich über die Sucht schon recht gut im vorhinein informiert hatte.

    Für mich kam es aber schlußendlich darauf an, endlich mit jemandem drüber gesprochen zu haben. Die Worte gefunden zu haben: ich habe Alkoholprobleme. Ich habe offen und laut, hörbar und deutlich ausgesprochen, was schon Jahre in mir gährte. Wovor ich all die Jahre die meiste Furcht hatte, nämlich zuzugeben, daß ich meinen Alkoholkonsum nicht kontrollieren kann. Das waren meine ersten Schritte der Akzeptanz suchtkrank zu sein und mein Eingeständnis machtlos gegenüber dem Alkohol zu sein.

    Das werte ich für mich deutlich höher, als die Reaktion der Ärztin auf meine Worte.

    Du schreibst, daß du schon länger weißt, daß du mit Alkohol nicht umgehen kannst. Aus diesem Wissen heraus bist du los, hast dich hier angemeldet und bist weitergegangen. Das würdest du nicht tun, wenn alles okay wäre. Zweifle nicht an dir, sondern geh´ weiter.

    Ich habe keine Therapie (jedenfalls nicht im Zuge meiner Trockenheit) gemacht, konnte ambulant zu Hause entgiften und bin nun über 14 Monate trocken. Das Forum ist voll von Menschen mit deiner Geschichte ;) Du bist nicht alleine.

    Lies dich mal durch die Tiefen des Forums... dort gibt es viel zu entdecken.

    Übrigends: Respekt mit der Küche.

    Liebe Grüße
    Mieken

    Hallo Iwona,

    das kann ich nachvollziehen, daß dich diese Begegnung nachdenklich stimmt.

    Es zeigt deutlich, daß jeder von uns seinen Weg oder seine Richtung mitbestimmt. Wir haben es in der Hand die Chancen, die uns geboten werden, zu ergreifen.

    Ich lese dich gerne, weil du stets eine große Zuversicht und positive Sicht auf die Dinge hast.

    Mach weiter so :)

    Lg Mieken

    Hallo Tiffy,

    das könnten genau meine Worte sein. Ich habe im außen hin noch gut funktioniert, doch innen bin ich erfroren und erstickt am Alkohol.

    Meine Trinkmenge war ungefähr die selbe und darum habe ich mich selbst lange Zeit gedreht, daß es vilt. deswegen alles gar nicht so schlimm wäre.

    Heute rückblickend kann ich sagen, daß der Alkohol noch viel tiefer in mir drin war, als ich es hätte zu dem Zeitpunkt greifen können. Oft bin ich erstaunt, welche Verbindungen es in mir gibt. Ganz langsam wird mir klar, welche Macht und welchen Einfluß der Alkohol über mich hatte.

    Bei mir hat er komplett das Leben bestimmt - auch wenn ich nicht Hab und Gut vertrinken musste und nicht alles verlieren musste, um zu erkennen, daß es nur ohne Alkohol für mich weitergehen kann.

    Nimm´ es als Geschenk für dich, daß es dir soweit gut geht, informiere dich weiter und schau´ wie der Teufel Alkohol zu Werke geht. Die ersten Schritte hast du in die Wege geleitet... Respekt !

    Du nimmst an dir wahr, daß du dich negativ verändert hast. Genauso war´s bei mir... ich hatte keinen Zugriff mehr auf mich... fühlte mich innerlich leer.

    Liebe Grüße
    Mieken

    Hallo Wish,

    danke für deine Worte, denen ich entnehme: Diesem Weg nun zu folgen, setzte demnach voraus, den alten Weg zu verlassen. Den Mut aufzubringen sich auf Neuland zu wagen, loszugehen, ohne genau zu wissen, was erwartet mich überhaupt da. Vertrauen zu sich selbst entwickeln, obwohl tiefgründig versoffen.

    Menschen vertrauen zu lernen. Ängste überwinden. Durststrecken aushalten und zuversichtlich weitergehen, denn die Veränderungen kommen, weil losgegangen, ist was ins Rollen gebracht worden ;)

    Wünsche dir ebenso alles Gute für das Neue Jahr,

    lg Mieken

    Ein Blick zurück...

    Was hat mich denn weitergehen lassen oder auf meinem Weg zu bleiben oder überhaupt erst auf ihn zu kommen?

    Einen Schritt zur Seite zu gehen, um von dort eine andere Sichtweise zu erhalten.

    Der Schritt zur Seite hat mich im August 2008 einen neuen Weg beschreiten lassen. Bis da dümpelte ich vor mich hin, hangelte mich von einer Trinkpause zu nächsten. Verlor mehr und mehr den Glauben an mich und die Menschheit und war als höchste Priorität damit beschäftigt, mich selbst zu demontieren, rutschte unaufhörlich die Suchtspirale weiter hinab. Was rückblickend wohl genauso zu meinem Weg gehört, der mich schließlich hierhin geführt hat.

    Mein Schritt zur Seite war das Lesen hier im Forum, das langsame herantasten und das vorsichtige Annehmen alkoholkrank zu sein. Nicht mehr auf dem alten eingetretenen Pfad mein Glück verzweifelt zu versuchen, sondern einen Schritt in eine ganz andere Richtung zu wagen. Einen neuen Weg einzuschlagen, von dem ich rein gar nichts wußte.

    Ich hatte nicht viel im Rucksack, eigentlich nur den unabdingbaren Wunsch und Willen, nicht mehr zurück zu gehen.

    Ich tue mich deshalb schwer mit der Aussage "bleib´ auf deinem Weg oder folge ihm", denn wie schnell kann ich mich verzetteln oder bin falsch unterwegs oder mich darauf ausruhen "ich bin ja schließlich unterwegs". Ich beobachte an mir wie fein die Unterschiede dabei sind.

    Einen gesunden Umgang mit den Dingen zu finden, ist wohl die anspruchsvollste Aufgabe für einen suchtkranken Menschen.

    Vielleicht ist aber mit der Aussage "folge einfach deinem Weg" gar nicht gemeint, daß es immer nur geradeaus und easy going geht. Das es bedeutet sich den Gegebenheiten des Weges anzupassen, sich auf ihn einzustellen, mal geht´s locker und leicht geradeaus , mal kommt eine scharfe Kurve rechts und dort kann mich durchaus eine Steigung von 12% erwarten oder eben ein Gefälle.

    Und es dann drauf ankommt, wie fest die Schritte sind, um diese Wege beschreiten zu können. Mit Alk im Gegenpäck und wankendem Schritt wohl kaum.

    Liebe Grüße
    Mieken

    Hallo Eric,

    es macht mir eine Freude das zu lesen, denn ich empfinde es genauso wie du und bin immer wieder ganz positiv davon überrascht, welche schönen Dinge mein trockenes Leben bereithält. Es ist zwar nicht jeden Tag alles rosarot, aber nicht einen Tag mehr aussichtslos. Mein Leben hat Tiefe und Bewegung bekommen.

    Wie du habe ich ebenso irgendwas unbestimmtes vom trockenen Leben erwartet, ich könnte im nachhinein noch nicht mal konkret sagen was. Und kann das nur fett hervorheben, daß mir das ganz genauso geht wie dir:

    Zitat von Eric

    ...die Realität schlägt meine damaligen Träume noch einmal um Längen.


    Alles Gute für dich,

    liebe Grüße
    Mieken

    Hallo liv,

    so geht es mir mit den Anfängen meines ersten Thread´s hier ebenso.

    Ich kann noch nachfühlen, wie entfernt ich damals von mir war. Ganz komisches Gefühl. Fällt mir grad bei ein... so kann ich inneres Wachstum (weil das meine Fragen zum Jahreswechsel waren) auch ein wenig messen.

    Zitat

    Ich glaube wir müssen für uns zuhause einfach noch einen Weg finden, UNSER Weihnachten zu gestalten.

    Diesen Satz pick ich mir raus.
    Ich finde, das ist ein schöner Leitsatz für 2010... nicht nur für Weihnachten.

    Ich glaube wir müssen einfach noch einen Weg finden, UNSER Jahr nach unseren Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten.

    Ich wünsch´ dir was schönes :P

    lg Mieken

    Hallo liebe Leute,

    vielen Dank für die guten Wünsche für das Neue Jahr und die Worte, die mich zum Nachdenken anregen.

    Komme in Kürze drauf zurück ;)

    Liebe Grüße
    Mieken

    Hallo Biene,

    ich pick` mal 2 Dinge raus, die mir ins Auge gestochen sind:

    Zitat

    Ich in froh und dankbar, dass wir nicht wissen, wann unser letzter Tag sein wird. Stell Dir mal vor, Du wüßtest es und irgendwann fällt Dir ein, was Du noch alles erledigen wolltest ? So aber kannst Du Dir die Ruhe gönnen und das ein oder andere auf den nächsten Tag verschieben ohne in Bedrängnis zu kommen.

    Zitat

    Zum Glück habe ich noch viele Jahre Zeit zum lernen.

    Mir fällt dazu ein... auf das dazwischen kommt es halt an... wobei wir wieder bei sinnvoll genutzer Zeit oder vertane Zeit wären oder bei individueller Geschwindigkeit.

    Hab´ vor kurzem was gelesen, was mir gut gefiel: Jeder Tag ist gleich lang... aber jeder Tag kann unterschiedlich breit sein ;)

    Lg Mieken

    Zitat

    Wie oft nehmen wir quasi im Vorbeigehen etwas wahr ? Sei es ein Beitrag hier, ein Artikel in der Zeitung oder ein Bericht im TV. Wieviel davon bleibt hängen ? Nicht immer alles, soviel steht fest, aber dass empfinde ich durchaus als positiv: Ein photographisches Gedächnis stelle ich mir schrecklich vor.

    Hallo Biene,

    ich denke, es bleibt in oder an uns viel mehr hängen, als uns lieb ist. Wir nehmen auf und auf und nehmen uns nicht die Zeit, die Dinge zu ordnen, ggf. zu lösen und dafür nach innen zu sehen. So entsteht mit der Zeit eine wahre Unordnung und die vielen unsortierten Dinge haften an uns wie 7-Meilen-Stiefel. Dies verbinde ich vor allem mit meiner nassen Zeit, daß ich viele Dinge auf einmal und trotz Konsum haben wollte. Viel, mehr, alles, jetzt, sofort. Nicht nachdenken und schon gar nicht innehalten. Zeit zum Überdenken zu nehmen, wäre vertane Zeit gewesen.

    Ich hebe für mich immer wieder hervor, welche Priorität in meiner Trockenheitsarbeit das Finden meiner eigenen Geschwindigkeit war und das Verbleiben in meinem Fluß für mich ist. Losgehen, unterwegs sein... innehalten.... und weiter geht´s.

    Sicher gibt es immer wieder Situationen, die mich aus meinem Tritt bringen und es ist auch wichtig, solche Spurts eine gewisse Zeit gehen zu können (weil das Leben nunmal kein Wunschkonzert is´). Jedoch auch im Hinblick darauf wenn der Berg geschafft ist, nicht weiter durchzuspurten, sondern wieder ins Wohlfühltempo zu verfallen.

    Freu mich hier über deine Gedanken lesen zu können und wünsche dir für das neue Jahr alles Liebe und den Mut mal einfach sein zu lassen... dann wird das mit der Geduld schon klappen, denn ich vermute so ein bisschen, das Geduld haben zu können die Folge von was ist und nicht der Ursprung von was ;)

    Liebe Grüße
    Mieken

    Meine Gedanken zum Jahreswechsel...

    In meinem täglichen Meditationsbegleiter wird zum Jahresanfang ermutigt, eine Liste zu erstellen, über die Ziele, die im neuen Jahr angestrebt werden. Ziele sind wichtig.

    Das deckt sich vollkommen mit meinen Gedanken. Wo jedoch es schwierig wird, wenn die Ziele nicht von außen messbar sind. Woran erkenne ich, daß ich mein Ziel erreicht habe?

    Wenn ich mir überlege, dieses Jahr einen neuen Job anzustreben mit mindestens x-Betrag mehr an Gehalt... kann ich das gut überprüfen. Oder wenn ich mir als Ziel setze, dieses Jahr meine obligartorischen 5 kg am Jahresende weniger zu haben (wobei das mittendrin bestimmt der Fall ist - leider am Ende meist wieder nicht :-)).

    Wie messe ich das mit den inneren Zielen? Ein gutes Ziel für mich am Jahresende 2010 näher an mir dran zu sein, mich tiefer kennengelernt zu haben. Meinem Weg gefolgt zu sein. In meiner Trockenheit weiter eine Stabilität zu erlangen, ohne überheblich zu werden und die Risiken aus den Augen zu verlieren.

    Das gleiche Ziel hatte ich im übrigen für das Jahr 2009. Also schaue ich mal zurück. 2009 war mein 1. komplett trockenes Jahr. Mit vielen Wegstrecken, Etappen, Stillständen, wieder Luft holen, weitergehen. Umdrehen? Das ist das Einzige, welches nicht für mich in Frage kommt.
    Eher in Bereiche vordringen, wo ich noch nicht war. Wo die Furcht zu groß war, oder der Mut erst wachsen musste. Ist innerliches wachstum messbar?

    Wenn ja, woran erkenne ich es und wenn ja, legt das irgendjemand anderer fest - außer ich selbst?

    Und vor allem davon geprägt meinem ureigenstem Rhytmus zu folgen, zu erkennen, daß es für mich nur hierüber geht. Lernen auf mich zu hören... meine eigene Stimme zu finden.

    Eine Festellung zum Jahreswechsel 2009/2010 meinerseits war, daß Freiheit nicht einzuatmen ist - also nicht von außen hereinzutragen - sondern Freiheit ausgeatmet wird. Was ich im innern finde, strahle ich aus.

    Wechselspiel habe ich meinen Thread genannt. Weil ich denke, daß zu jedem Weitergehen und zu jedem Schritt nach vorne, auch immer mal ein Blick zurück gehört.

    Mein Ziel für 2009 habe ich erreicht, nicht messbar von außen - aber spürbar im innern.

    Vielleicht ist es mit den inneren Zielen jedoch auch so, daß der Weg - das unterwegs sein, das Leben zu leben mit all seinen Facetten und der Fülle - das eigentliche Ziel ist?

    Wünsche allen, die hier vorbeilesen, ein frohes Neues und vor allem erfüllendes Jahr 2010.

    Liebe Grüße
    Mieken

    Hallo Soschi,

    wenn du dem Alk quasi hinterher trauerst, wird es schwer die Verbindungen zu lösen, die dir den Blickwinkel auf ein trockenes Leben ermöglichen.

    Ich bin nun gute 16 Monate trocken und habe vor kurzem bei mir festgestellt, daß ich mit Alkohol immer auf eine Art Jagd war, Gefühle oder Situationen intensiv wahrzunehmen (ähnlich wie du es ausdrückst). Nun rückblickend erkläre ich mir dadurch meinen Hang zu Übertreibungen oder meinen Zwang an die Grenzen zu gehen.

    Heute stelle ich fest, daß grad dies vergeudete Energie war und mich in den Kreislauf hat laufen lassen. Denn erst nach der stetigen Loslösung vom Alkohol komme ich in den Genuß, meine Dinge zu erreichen. Ganz ohne Übertreibungen und Anstrengungen... einfach so... als Folge meiner Trockenheitsarbeit.

    Gib´ dir etwas Zeit, lerne dich ohne Alkohol kennen, bilde dir nicht zu schnell ein Urteil über dich und die vermeintlich schönste Zeit deines Lebens und schaue einfach mal was geschieht... so ohne Alkohol.

    Liebe Grüße
    Mieken

    Hallo Fender,

    bei mir war´s am Anfang grad so, wenn ich über meiner Erkenntnis gesprochen habe und dann (weil ich das meiste halt stillheimlich und im verborgenen getrunken habe) in die ungläubigen Gesichte geschaut habe, hat grad das bei mir eine heftige Trinklust ausgelöst.

    Rückblickend würde ich das nun so einsortieren, weil ich die ersten Schritte in die Richtung gemacht habe, das zu sagen was für mich wichtig ist. Unabhängig von dem was andere von mir erwarten, was wiederrum für mich der eigentliche Kreislauf war. So sein zu müssen, wie es anderen von mir erwarten.

    Dieser Weg ist kein leichter... stimm ich dir zu.

    ABER: Was wir alleine nicht schaffen.... schaffen wir dann zusammen.

    Herzlich willkommen im Forum :P

    Lg Mieken