Hallo Nordseefan,
und wenn alle Nachbarn so denken, trefft ihr euch dann im anderen Stadtteil ![]()
Finde ich sehr gut, daß du mit deiner Mutter gesprochen hast. Hut ab !
Lg Mieken
Hallo Nordseefan,
und wenn alle Nachbarn so denken, trefft ihr euch dann im anderen Stadtteil ![]()
Finde ich sehr gut, daß du mit deiner Mutter gesprochen hast. Hut ab !
Lg Mieken
Zitatnein HIER und JETZT geht es tatsächlich um das einzig Wichtige: Nicht mehr trinken...............
Hallo Eisbär,
genau - darum geht es.
Auf dieser Erkenntnis heraus handeln... OHNE wenn und aber. So wird das stabil.... ohne rumeiern.
Weiter so.
LG Mieken
Hallo Nordseefan,
herzlich willkommen im Forum.
Anfangs gehören Stimmungsschwankungen dazu, denn die Betäubung fällt ja nun weg.
Ich habe meinem Schlafbedürfnis nachgegeben, bin sehr viel spazieren, habe versucht - so zur Ruhe zu kommen.
Zitat
Vor 4 Jahren war ich schon mal soweit, das ich dachte abhängig zu sein.
So ähnlich ging es mir auch. Doch immer wieder kam ich an dem Punkt, wo ich dachte, ich würde übertreiben und es wäre alles nicht so schlimm.
Nun habe ich mir eingestanden, daß ich alkoholabhängig bin und es kontrolliertes Trinken für mich nicht mehr gibt - egal wie lange eine Pause andauern würde. Aus dieser Erkenntnis heraus, baue ich mir mit Hilfe der Menschen hier im Forum ein Leben auf, in dem Alkohol keine Rolle mehr spielt. Ich kann dir von mir sagen, es ist mir eine Wahnsinns-Hilfe.
Auch mein Umfeld hat nicht den Umfang meiner Probleme mitbekommen und reagiert noch erstaunt auf meinen jetzigen Umgang und mit meinen Konsequenzen, die ich nun ziehe.
Wichtig ist, wie du dich selbst siehst.
Schritt für Schritt vom Alkohol weg wirst du dich wieder mögen.
Lg Mieken
Hallo Frodo,
du schreibst, daß du dich anfangs gar nicht gut gefühlt hast.
Das ist aber auch ein Zeichen, daß du durch eine schwere Zeit gegangen bist, die du bewältigt hast.
Schritt für Schritt... eines nach dem anderen.
Den Camino geht man ja auch nicht an einem Tag, sondern in Abschnitten ![]()
Ich bin Läuferin. Wenn mich die Kraft verlässt und ich auf einen Berg zu laufe, nehme ich einen Schritt heraus oder gehe ein Stückchen, um ihn doch zu schaffen - nur in einem anderen Tempo.
Lg Mieken
Hallo Frodo,
das erste was mir einfiel, als ich deinen Thread-Titel las, war... höre auf zu kämpfen... kapituliere... besinne dich zurück an die ersten Schritte vor 3 Jahren.
Auch da begann es mit einem Umdenken und dem ersten Schritt.
Fang´ heute an in 24 Stunden zu denken. Strukturiere jeden einzelnen Tag und wenn das zuviel ist, in morgens, mittags, abends. Denke nicht dran, was morgen sein wird - konzentriere dich auf HEUTE.
Zwinge dich dazu, dich abzulenken. Ich finde, deine Chefin hat Recht. Lenke dich ab und wenn du deine innere Ruhe gefunden hast, überprüfe deine bisherige Zeit langsam und Schritt für Schritt, woran es liegen mag, daß du dem Alk mehr Raum zugestehst als er haben darf.
Was hast du in der Anfangszeit gemacht, um dich zu beruhigen?
Ich bin sehr viel spazieren und war ständig in der Badewanne. Ich war ganz bewußt gut zu mir
und habe von den Dinge gelassen, die mich aufgeregt haben.
Lg Mieken
Hallo Mario,
ich habe häufiger mit einer Freudin getrunken. Bei ihr war es mir auch wichtig, ihr zu erklären, daß es nicht bösartig von mir gemeint ist, sondern eine notwendige Konsequenz in meiner Erkenntnis.
Sie hat sich sehr schwer damit getan und tut sich auch heute noch schwer zu verstehen. Für mich zählt, mich nicht verbiegen lassen, weil sie es anders sieht oder eventl. sogar ein eigenes Alkproblem hat.
Ich treffe mich ab und zu mit ihr, allerdings nur zu meinen Bedingungen. Also bei mir und da gibt es keinen Alkohol - auch nicht für Gäste. Wenn ihr wirklich was an mir liegt, wird sie auf mich eingehen. Und wenn nicht, werden sich unsere Wege trennen.
LG Mieken
ZitatJetzt sitze ich hier und drehe am Würfel....
Immer noch besser als am Rad ![]()
Wie geht´s dir heute?
Lg Mieken
Hallo Glenny,
ich war auch nie der Typ, der sowas auf sich zulassen kommen konnte.
Ich habe mich fast immer im vorhinein bereits mit allen möglichen Dingen auseinander gesetzt, um so leider nicht erkennen zu können, worauf es überhaupt ankommt. Ich war mehr damit beschäftigt abzugleichen, ob meine Vorstellung damit übereinstimmen, was ich mir ausgemalt habe als zu schauen was da aktuell geschieht.
Von Anfang an schon Überforderung pur.
Laß´ dir ein wenig Zeit... und es wird einfacher darüber zu reden. Das muss doch erstmal alles sacken und für dich einzuordnen sein. Das steht nun an erster Stelle.
Die Menschen in deiner unmittelbaren Umgebung wissen Bescheid? Das wäre zu deinem eigenen Schutz am wichtigsten.
Ansonsten gilt für dich eigenverantwortlich zu gucken, wie z. B. bei Lebensmitteln oder Essen was dir angeboten wird. In den Fällen hilft einfach nachfragen. Denn die Verantwortung für dich liegt bei dir.
Ich habe mich anfangs sehr zurück gezogen, um einen Überblick für mich zu bekommen und eine Struktur in meiner Trockenheitsarbeit zu bekommen.
Das Entziehen von allem, um so für mich zur Ruhe zu kommen - war für mich hilfreich.
Lg Mieken
Hallo Glenny,
mach dich doch im vorhinein nicht verrückt... es wird ja doch anders, wenn du deine Therapie durchlebst. Laß´das mal auf dich zukommen und mach´ deine Erfahrungen, die du uns dann mitteilen kannst - wenn du magst.
Ich habe mich anfangs auch sehr schwer damit getan, offen davon zu reden, dass ich Alkoholikerin bin.
Was für mich höchste Wichtigkeit hatte, den Menschen in meinem Umfeld direkt davon zu erzählen, die es unbedingt wissen mussten. Zu meinem eigenen Schutz.
Bei den Menschen, die mir nicht so nahe stehen, halte ich es nach Gefühl. Ich stelle bei mir fest, daß es mir nach nun fast 1 jähriger Abstinenz immer leichter fällt, mich zu erkennen zu geben und mit Menschen darüber zu reden, die mir nicht so nahe sind.
Denn ich brauche mich nicht zu verstecken, weil ich trockene Alkoholikerin bin. Das habe ich gemacht, als ich nass war, weil ich mich geschämt habe. Doch heute bin ich trocken und dazu steh´ ich.
Lg Mieken
Hallo Susi,
ich genieße auch die kleinen Dinge meiner Trockenheit. So wie das Aufstehen morgens und der Blick in den Spiegel - keine verquollenen Augen.
Wenn ich zurück denke, wie gehetzt ich war, damit mir bloss niemand zu Nahe kommt, um meine Fahne oder meine innere Zerissenheit zu spüren... wird mir immer ganz eng am Hals.
Die kleine Dinge fügen sich irgendwann zu etwas Großem - wie der Wunsch deiner eigenen Wohnung. Nur Geduld ![]()
ZitatSchön langsam fange ich an meine Trockenheit zu geniessen.
Ein sehr schöner Satz von dir.
Ich wünsche dir einen guten Sonntag und für deinen Klinikbesuch drücke ich dir die Daumen, dass alles gut wird.
Lg Mieken
ZitatWas wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen!
Das gibt es auch als Songtext ![]()
Ich hatte auch so meine festen Trinkzeiten, bei mir durfte es ab 17.00 h los gehen. Also habe ich mir gezielt für diese Zeit Ablenkung gesucht und Unmengen an Wasser oder Saftschorlen getrunken. Viel spazieren war ich und habe mir wieder Bücher zur Hand genommen und erstaunt festgestellt, daß ich das aufnehmen kann, wovon geschrieben wurde. Außerdem habe ich ein Puzzle mit 1.500 Teilen gekauft, an dem sich meine ganze Familie zum mitpuzzeln getroffen hat.
Lg Mieken
Hallo Wilson,
jetzt muss ich etwas schmunzeln.
ICH habe alle Fliesen im Bad abgeschruppt in meiner frischen abstinenten Zeit.
Wünsche dir einen guten Tag,
lg Mieken
P.S. : Und wenn was ist.... schreiben nicht vergessen ![]()
Hallo Wilson,
wie geht es dir heute?
Und wie war dein Abend gestern?
Lg Mieken
Hallo Glenny,
herzlich willkommen im Forum.
Schön, dass du hierher gefunden hast.
Lg Mieken
Zitat von WilsonUnd da ich euch alle hier sehr ernst nehme, bleibe ich morgen lieber zuhause.
Er bleibt doch zu Hause ;-).
Ich vergaß dich zu begrüßen, Wilson.
Herzlich willkommen im echten Forum.
Hast du dir Gedanken gemacht, wie deine Abendgestaltung stattdessen aussehen kann?
Lg Mieken
ZitatAuch wenn es nur drei Tage sind. Es SIND drei Tage!
Ja, es sind 3 Tage ![]()
Es liegt bei dir, jeden 24 Stunden auf´s Neue einen Tag hinzuzufügen.
Bewegung beginnt mit dem ersten Schritt...
LG Mieken
ZitatVereinstreffen im Biergarten. Ich habe schon überlegt, ob ich das nicht einfach mal ausfallen lasse, obwohl ich mich stark genug fühle. Da alle wissen, wie wenig ich "ins Glas spucke" wäre ein Abend bei Wasser und Cola sehr verdächtig...
Hallo Wilson,
dann folge deiner Überlegung, weil sie genau die Richtige ist.
Stark fühlen? Du bist 3 Tage ohne Alkohol !
Was willst du denn da? Deinen Kollegen was vorspielen oder würdest du an dem Abend die Katze aus dem Sack lassen und sagen... hört mal ich trinke Cola, weil ich erkannt habe Alkoholiker zu sein? In der Hoffnung in dieser Situation ein Schulterklopfer dafür zu bekommen?
In meiner frischen Abstinenz war ich mit allen Kräften bemüht, einen großen Abstand zu dem Teufelszeugs zu bekommen, um überhaupt erstmal nüchtern zu werden! In meinen Augen war das nicht schwach, sondern ganz schön klever... denn ich wäre sonst nicht über ein paar Wochen - Trinkpause (ich schreibe extra nicht Trockenheit) - drüber weggekommen.
Es wäre doch sehr schade für dich, wenn du dir am Anfang schon solche Brocken in den Weg legst.
Lg Mieken
Hallo Frozen Tears,
ich danke dir für deine ausführlichen Gedanken.
Ich habe vor 12 Jahren mit dem Rauchen aufgehört und kann aus dieser Erfahrung auch etwas an Erkenntnissen auf meine Alkoholsucht ableiten.
ZitatAber die Msuter der Sucht sind ja die gleichen.
Das mag sein, daß die Muster sich gleichen.
Doch bedenke bitte dabei:
Alkohol führt zu Persönlichkeitsänderungen - was Nikotin meines Wissens nach nicht tut.
Aus welcher Erkenntnis man sich aus der Sucht befreien möchte, halte ich auch für einen wesentlichen Punkt.
Habe ich kapituliert?
Tue ich es für jemand anderen?
Was tue ich für den Weg daraus?
Das sind jedoch Fragen für einen anderen Thread,
lg Mieken
Hallo Meikel,
die Erwartungshaltung - das trifft es gut. Ich will zuviel auf einmal und das möglichst schnell. Jedoch wenn ich darauf warte, das was bestimmtes geschehen soll oder eintreten soll... vergeht die Zeit noch langsamer. Ist ja bei allen Dingen so.
Danke für dein Beitrag.
LG Mieken
Hallo Gotti,
auch ich bin geschockt. Du hast mich damals als ich hierhin ankam als eine der Ersten begrüßt und mich mit deinen Worten zum Nachdenken in eine ganze andere Richtung angeregt.
Zitat von Gotti
Ihr seht, ich geb nicht auf. Vor allem mich nicht.
Das heb´ ich nochmal deutlich hervor, Ich denke, daß es aus dieser Überzeugung und aus diesem Standpunkt heraus weiter geht.
Ich wünsche dir viel Kraft für dich und deinem Mann, daß er aus seinen Erkenntnissen heraus weitermacht.
Liebe Grüße
Mieken