Beiträge von Maria

    Hallo Susi,

    ich schließe mich Biene an und denke, daß es eine Form von Fortschritt ist, wenn du spürst, da ist was das möchte raus, aber du im Moment noch nicht soweit bist. Der Zeitpunkt wird kommen, wenn du bereit dazu bist.

    Ich kann dir den geschlossenen Bereich auch nur wärmstens empfehlen. Dort findet eine ganz andere Form von Ausstausch statt, die auch mir eine gute Stütze ist.

    Apropos Wetter: Bei mir regnet es unentwegt, so daß wir uns entschlossen haben, ins Schwimmbad zu gehen. Da werden wir zwar auch nass... ist aber irgendwie anders ;)

    Lg und dir einen schönen Tag
    Mieken

    Hallo Hildegard,

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    Wenn ich da Glück habe, bekomme ich also Unterstützung.

    Da sprichst du was sehr wichtiges an. Die Unterstützung, die wir brauchen, um trocken bleiben zu können. Der Wille ohne Alkohol leben zu wollen, muss da sein und damit fängt es an. Doch ohne Unterstützung durch unsere Nächsten wird es schwer. Bei dir sähe es dann ja so aus, daß du noch weiter verheimlichen musst. Für mich wäre das eine zusätzlich Belastung gewesen.

    Anfangs gehen viele Gedanken durch den Kopf. Mir hat es geholfen, mir in Ruhe eines nach dem anderen vorzunehmen.

    Was brauche ich um heute trocken zu bleiben? Die Frage habe ich mir morgens gestellt und danach meinen Tag aufgebaut. Stückchen für Stückchen. Schritt für Schritt. Ganz langsam, aber stur immer ein bisschen weiter in meine Richtung :arrow: dauerhaft trocken leben zu wollen.

    Lg und trockene 24 h,

    Mieken

    Hallo Hildegard,

    Zitat

    Wie macht ihr das nur?

    Ich habe nachdem ich bei meinem Arzt war, mit meinem Mann gesprochen. Ich wußte von mir, daß ich es - ohne daß ich ihm endlich die Wahrheit sage - nicht schaffen würde. So sind ja unzählige Trinkpausen von statten gegangen, wo ich dachte, dann trinkste halt nichts mehr... dann wird das schon.

    Ich habe also meinen ganzen Mut zusammen genommen und ihm mitgeteilt, daß ich keinen Alkohol mehr trinken darf, weil ich Alkoholikerin bin. Das fiel auch mir unendlich schwer. Doch ich wollte den Heimlichkeiten ein für allemal ein Ende bereiten. Und ähnlich wie bei dem Gespräch beim Arzt, war ich als es gesagt war, einfach nur noch erleichtert.

    Keine Heimlichtuerei mehr - kein Verstecken.

    Somit hatten sich die Bedenken hinsichtlicher Besuche bei uns schnell gegeben.

    Ich brauchte anfangs und auch jetzt noch sehr viel Zeit und Ruhe für mich, um einen Abstand zum Alkohol herzustellen. Ich halte mich daran, was die alten Hasen hier sagen.

    Ansonsten habe ich mich anfangs nur bei Menschen 'geoutet', die es unbedingt zu meinem eigenen Schutz wissen mussten.

    Was macht dich denn so sicher, dass dein Partner gehen wird und er kein Verständnis für dich aufbringen wird?

    Wie stellst du dir vor, trocken zu werden, ohne jemandem davon zu sagen?

    Lg Mieken

    Das mit dem Radfahren ist auf jeden Fall die bessere Beschäftigung. Ich wünsche dir viel Spaß dabei.

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    Ich glaube dass ganze braucht noch etwas Zeit. Da ich es schon einwenig aufschreiben kann gehts mir schon besser.

    Das ist ein gutes Zeichen. Es geht weiter,auch wenn es nur in ganz kleinen Schritten ist.

    Lg Mieken

    Zitat

    ...andereseits fühle ich mich nicht wohl dort weil dort Alkohol getrunken wird.

    Hallo Susi,

    dann solltest du auf jeden Fall dort nicht hin und dich nicht mit quälenden Gedanken ärgern. Würdest du denn alleine gehen, oder mit jemandem zusammen?

    Lg Mieken

    Hallo Nachtschwund :-P,

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    Ja, ich brauche den Austausch um auch wieder andere, gesündere Gedanken in meinen Kopf gelangen zu lassen.

    So ist es. Die kranken Gedanken müssen aus dem Kopf, um Platz für die gesünderen zu bekommen.

    Ich weiß nicht, wie es dir dabei ergeht. Ich alleine erkenne oftmals den Unterschied der kranken und gesunden Gedanken gar nicht. Oder vielmehr so wie Karsten es auch beschrieben hat. Ich habe mein gesamtes bisheriges Leben mit Alkohol geführt. Es war sozusagen komplett auf den Alkoholkonsum ausgerichtet. Um dieses auseinander sortieren zu können, hilft das Lesen hier und auch der gezielte Austausch. Den jede Lebenssituation ist ja unterschiedlich.

    Ich freu mich, daß du den Mut gefunden hast und von dir geschrieben hast.

    Lg Mieken

    Hallo Mario,

    du kannst in dem Lebensmittel-Thread natürlich auch eigene Fragen stellen ;-).

    Wichtig ist nicht was dein Saufkumpel von dir denkt, sondern wie du dich am besten schützen kannst.

    Zitat

    ...nutzen um meine Krankheit weiterhin auszukurieren.

    Hab ich da was überlesen? Was hast du, wenn ich so neugierig sein darf?

    Hast du einen Job schon in Aussicht? Sonst wäre nun doch eine gute Gelegenheit die Zeit in die Suche zu stecken, um nicht das nächst beste Angebot annehmen zu müssen?

    Mieken

    Hallo Nine,

    anfangs habe ich auch so eine Art Gefühlsachterbahn erlebt. Das zehrt, daran kann ich mich noch gut erinnern. Mir wurde immer wieder geraten... sei gut zu dir.

    Ich habe es versucht und kann nun im nachhinein sagen, das hat mir sehr geholfen. Ich bin viel spazieren oder hab halt einfach Dinge getan, die ich lange nicht mehr getan habe, um so innerlich zur Ruhe zu kommen.

    Lg Mieken

    Alk hat gewonnen

    Mit dieser Erkenntnis bin ich vor knapp einem Jahr hier ankgekommen.

    Mein Tiefpunkt bestand nicht darin, dass ich alles versoffen habe. Ich brauchte nicht alles zu verlieren. Dafür bin ich meinem Schutzengel sehr dankbar.

    Mein Tiefpunkt bestand darin, mir zuzusehen und mich nicht daran zu hindern, wie ich innerlich immer mehr abstarb. Für mich war es klar, wenn ich so weitermache wie bisher, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis zu meinem inneren Sterben, das äußere Sterben beginnt.

    Aus dieser Erkenntnis heraus, gehe ich die nötigen Schritte mit aller mir möglichen Konsequenz.

    Bei mir sah das so aus, daß ich zunächst meinen Arzt konsultiert habe, um mit ihm die nötige Entgiftung zu besprechen. Von dorthin ging ich zur Suchtberatung. Ich informierte mich darüber, was Alkohol generell anrichtet. Was das für ein Stoff ist und welche "Hilfe" ich mir Tag für Tag als Krücke ausgesucht habe.

    Ich erkenne nun rückblickend immer mehr, dass es keine Hilfe war, die ich mir da an meine Seite geholt habe, sondern ein Gift, das durch seine flüssige Konsistenz in alle Bereiche meines Lebens eingedrungen ist.

    Mein Weg aus der Sucht heraus begann mit der Erkenntnis, daß es mit Alkohol nicht weiter geht.

    Der Weg geht weiter, in dem ich lerne, wie es ohne geht.

    Dazu benötige ich den Austausch, die Erfahrungen und die Hilfe von Gleichgesinnten, den ich im erweiterten Bereich gefunden habe.

    Lg und trockene 24 h,

    Mieken


    (Ich möchte eine(n) Moderator(in) bitten, diesen Thread zu schließen. Danke.)

    Weißbär, ich wollte dir nicht vorgreifen. Meine Nüchternheit lässt mich manchmal ganz schön flott werden und ich nehme die neue Spontanität gerne an ;)

    Ich danke euch schonmal für eure Sichtweisen, von denen ich was für mich mitnehmen kann.

    Wäre schön, wenn noch weitere Forumsmitglieder den Mut aufbringen könnten und ihre Eindrücke oder die Motivation hier zu lassen, warum es für sie wichtig ist, sich auszutauschen.

    Oder vlt. auch die andere Seite darlegen, warum es für sie eher hilfreich ist, in der Stille an sich zu arbeiten. Das gäbe mir bestimmt eine neue Sichtweise ;)

    Lg Mieken

    Hallo,

    @Nachtschwund, ich hoffe, ich trete dir damit nicht zu nahe, aber dieses Thema interessiert mich nun ;) Vielleicht ist ja auch was hilfreiches für dich dabei. Ich möchte Carolines´ Thread damit nicht zweckentfremden... deswegen nun hier:

    Zitat


    Ich weiß aber, dass ich mich nicht ewig über meine Krankheit definieren möchte, denn das fände ich fatal.

    Ich denke, daß der 1. Schritt in die falsche Richtung der sein könnte, seine Sucht als irgendwie zweitrangig zu betrachten.

    Sicherlich ändert sich im Laufe der Zeit der Umgang und die Intensität des Auseinandersetzens, doch zur Seite schieben wäre doch fatal. Das lese ich zumindest aus den Erfahrungen der Langzeittrockenen. Ein Rückfall fängt damit an, die Trockenheitsarbeit irgendwie zu vernachlässigen, wie z.B. nicht mehr zur SHG oder nicht mehr zu schauen, wo nun Alkohol in den Lebensmitteln enthalten ist.

    Zitat


    Ich habe allerdings auch jetzt schon das Gefühl, dass ich hier gar nichts Neues mehr einzubringen habe.

    Das denke ich ebenso, dass ich nichts Neues einzubringen habe. Dennoch glaube ich, daß mir die anderen Sichtweisen erst verhelfen bei mir hin zu schauen :oops: und mich auf Denkfehler aufmerksam machen können.


    Lg Mieken

    Hallo Lothlorien,

    mir ist es unheimlich wichtig vor Augen zu führen, dass ich mein Leben und wie ich es gestalte, selbst in der Hand habe.

    Ich muss nicht den Fluß meiner Mitmenschen mitschwimmen. Das habe ich eigentlich immer getan (hätte ich zu trinkenden Zeiten niemals zugegeben) und das hat mich immer wieder an meine Grenzen stoßen lassen. Ich befand mich immer in irgendeinem Konflikt, denn ich habe ja nie nachdem gehandelt, was für mich das Richtige ist.

    Ich versteh´ dich, dass du mal raus musst und was anderes zu sehen. Du schriebst, daß dich das Verhalten deiner Freunde (die mit Kindern z.B.) mit runterzieht.

    Zitat

    Ich muss auf mich Acht geben... aber ich habe mich wirklich in keinster Weise in Gefahr gesehen.

    Für mich läge die Gefahr darin, nicht einfach gehen zu können. Für michhätte ich mich eingeengt gefühlt. Ich wäre hier den Fluß meiner Mitmenschen mitgeschwommen. Sie hätten mir das Bild gezeigt... guck´nur genau hin.... das was wir hier so sorglos machen, das darfst du nicht mehr.

    Was hat dich glauben lassen, das wäre keine gefährliche Situation für dich?

    Lg Mieken

    Hallo Lothlorien,

    schön, dass es dir etwas besser geht und du dabei bist etwas Abstand zu deinem Rückfall zu gewinnen.

    Ich möchte dir ehrlicherweise (so bin ich einfach ;) ) sagen, dass ich es ziemlich riskant halte, nach einer Woche schon wegzufahren.

    Was hättest du gemacht, wenn du hättest mittrinken wollen? Es wäre ja noch nicht mal die Möglichkeit dagegewesen dich dem zu entziehen.

    Lothlorien, guck´ mal genau hin, wie du deine Prioritäten setzt.

    Den Gipfel kommst du nur heile hoch, wenn du unterwegs nicht stolperst und dir das Genick brichst. Nur dann kannst du irgendwann mal den Fernblick geniessen.

    Das ist jetzt nicht böse von mir gemeint, soll nur zum Nachdenken anregen.

    Lg Mieken

    Hallo K3n,

    Zitat

    ...gerade weil ich ebenso wie Du Alk als Hilfsmittel für Freude und Ausgelassenheit soff, ist es eine wunderbare Erfahrung für mich gewesen, daß ich Alk dazu tatsächlich nicht brauche. Ich bin an dieser Erfahrung weiter gewachsen und froh, daß ich auf dem richtigen Weg bin.

    Weisste du... ich hatte anfangs auch so gedacht, dass ich mich eigentlich nur ausreichend stärken müsse, um mich solchen Situationen aussetzen zu können.

    Jetzt mit etwas Abstand denke ich da anders drüber. Das Aussetzen solcher Situationen, um "dabei" zu sein, ist eher eine Schwäche von mir.

    Die Stärke liegt für mich also nicht darin mich dem auszusetzen, sondern vielmehr für mich zu erkennen und anzunehmen, daß ich nunmehr mit meinem Leben anders umzugehen habe. Das sind meine Erfahrungen an denen ich glaube zu wachsen.

    Lg Mieken