Alk hat gewonnen
Mit dieser Erkenntnis bin ich vor knapp einem Jahr hier ankgekommen.
Mein Tiefpunkt bestand nicht darin, dass ich alles versoffen habe. Ich brauchte nicht alles zu verlieren. Dafür bin ich meinem Schutzengel sehr dankbar.
Mein Tiefpunkt bestand darin, mir zuzusehen und mich nicht daran zu hindern, wie ich innerlich immer mehr abstarb. Für mich war es klar, wenn ich so weitermache wie bisher, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis zu meinem inneren Sterben, das äußere Sterben beginnt.
Aus dieser Erkenntnis heraus, gehe ich die nötigen Schritte mit aller mir möglichen Konsequenz.
Bei mir sah das so aus, daß ich zunächst meinen Arzt konsultiert habe, um mit ihm die nötige Entgiftung zu besprechen. Von dorthin ging ich zur Suchtberatung. Ich informierte mich darüber, was Alkohol generell anrichtet. Was das für ein Stoff ist und welche "Hilfe" ich mir Tag für Tag als Krücke ausgesucht habe.
Ich erkenne nun rückblickend immer mehr, dass es keine Hilfe war, die ich mir da an meine Seite geholt habe, sondern ein Gift, das durch seine flüssige Konsistenz in alle Bereiche meines Lebens eingedrungen ist.
Mein Weg aus der Sucht heraus begann mit der Erkenntnis, daß es mit Alkohol nicht weiter geht.
Der Weg geht weiter, in dem ich lerne, wie es ohne geht.
Dazu benötige ich den Austausch, die Erfahrungen und die Hilfe von Gleichgesinnten, den ich im erweiterten Bereich gefunden habe.
Lg und trockene 24 h,
Mieken
(Ich möchte eine(n) Moderator(in) bitten, diesen Thread zu schließen. Danke.)