Beiträge von Maria

    Hallo Yvonne, hallo Backmaus,

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    Aber irgendwie denke ich nie,dass ich jetzt angekommen bin.

    Hierüber habe ich mir vor kurzem meine Gedanken gemacht und hatte für mich gespürt: Hm... irgendwie fühle ich mich endlich so, als wäre ich mal angekommen ;)

    Für mich heißt das nicht, nun stehenbleiben zu können. Doch gibt mir es ein gutes Gefühl auszuschwärmen, die Welt zu entdecken und wieder nach Hause zu kommen.

    Lg Mieken

    Zumindest ist es um ein lautes Lachen bereichert .

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    (Fragezeichentaste leider kaputt!)

    Ich kann mich zu nichts richtig entscheiden - mir ist es einfach zu heiß. Ich erledige zwischendurch ein ganz bisschen im Haushalt, habe grade mal ein Eis geholt, was auf dem Weg von A nach B schon fast geschmolzen ist.

    Hab mir heute vorgenommen, besonders gut zu mir zu sein, da ich gestern enormen Suchtdruck verspürt habe. Deswegen heißt es für mich, ruhiger werden und wieder näher zu mir selbst kommen.

    Verzetteln ist auch eine Stärke von mir. Mittlerweile bin ich froh, daß ich das in Frage stelle, denn da passt meine Eigenwahrnehmnung nicht. Und so nimmt manchmal die Verkettung seinen eigenen Gang. Doch entwirrt sich alles ein wenig mehr mit zunehmender Trockenheit und das freut mich wieder.

    LG Mieken

    Hallo Loretta,

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    Früher habe ich mich gegen SHGs eher gewehrt, jetzt bin ich zumindest schon mal da gewesen.

    Immer wieder aufstehen heißt für mich, auch immer wieder zu überprüfen, ob ich noch an mir dran bin.

    Ich lese von den Langzeittrockenen, genau das ist ein wichtiger Bestandteil ihrer langen Trockenheit.

    Wie geht es dir heute?

    Mieken

    Hallo Lefty,

    Schuldgefühle habe ich auch und es ist für mich eine eigene Baustelle im Zuge der Trockenheitsarbeit, diese nach und nach abzubauen.

    Ich denke, es ist natürlich, dass Schuldgefühle in einem bestimmten Rahmen Platz einnehmen. Nun alles von sich zu schieben, wäre für mich nicht der richtige Weg. Auf der anderen Seite darf es aber auch nicht so sein, daß meine Schuldgefühle mich erdrücken.

    Zitat


    Heute bin ich trocken.

    Genau dies führe ich mir heute auch besonders vor Augen.

    Lg Mieken

    Hallo Loretta,

    herzlich willkommen auch von mir.

    Immer wieder aufstehen.... das ist ein schöner Thread-Titel.

    Zeigt er doch, daß du in Bewegung bist und erkannt hast, daß du aktiv sein musst.

    Lg Mieken

    Guten Morgen Jutta,

    gut, dass du dem Druck doch standhalten konntest und dir weder das Eine noch das Andere angetan hast.

    Mein erster Ansatz ist - erstmal einen Schritt von der Situation weg. Zur Ruhe kommen und in Ruhe durchatmen. Ich nenne das gerne, mir das Recht des Überdenkens herausnehmen.

    Was für mich sehr wichtig war, mir anfangs einen Überblick zu verschaffen, was ich wie und in welcher Reihenfolge zu ändern habe, um ohne Druck 24 Stunden trocken bleiben zu können. Oft genug blieb für mich, heute gar nichts anderes, erst ruhiger werden. Alles andere kommt zu seiner Zeit.

    Ich wünsche dir viel Kraft für heute und trockene 24 Stunden,

    lg Mieken

    Hallo Weißbär,

    das war auch eine wichtige Erkenntnis für mich.

    Mein Leben verläuft nun nicht ohne Probleme. Ich habe genug davon und so wird es auch wohl bleiben - irgendetwas wird immer sein. Doch habe ich eine Vielzahl weniger und die Chance dazu, an mir zu arbeiten.

    Danke.

    Mieken

    Hallo Lefty,

    ich kann verstehen, daß dich das hemmt. Doch solltest du dir unbedingt vor Augen halten,

    DU BIST FÜR DICH HIER um für dich Hilfe einzufordern.

    Ich habe es ja grad auch selbst gepostet, ich kann nicht schreiben, daß es mir schlecht geht, wenn es mir gut geht. Andersherum würde ich aber auf jeden Fall mir meinen Frust von der Seele schreiben. Ich tue das im geschlossenen Bereich, deswegen stehen die eher positiven Beiträge wohl im offenen www

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    Wie kriegen andere den Tag rum?

    In der ersten Zeit habe ich mich von Stunde zu Stunde gehangelt. Ich wusste nicht genau, was mit mir anzufangen. Da ich immer ab 18.00 zur Flasche gegriffen habe, bin ich um diese Zeit gezielt spazieren oder joggen oder zum Sport gegangen. Ab 20.00 uhr war meine kritische Zeit meist rum. Ich bin auch mehrfach um 21.00 h heulend ins Bett und war einfach am nächsten Morgen heilfroh, doch nicht getrunken zu haben.

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    Wie gewinnt man Selbstbewußtsein?

    Man weiß ich nicht.
    Ich, indem ich mich versuche so anzunehmen, wie ich bin. Gefällt mir auch nicht immer. Doch immer mehr.
    Mein Selbstvertrauen wächst mit jedem trockenen Tag. Geht sehr langsam von statten, aber ich habe es mir ja auch nicht von einem Tag auf den anderen versoffen. Das ging schleichend, deswegen denke ich, kann ich nicht erwarten, daß es so zügig geht und ich ratz fatz vor Selbstbewußtsein strotze.

    Auch wenn du dies am wenigsten lesen möchtest, Geduld----> es wird, wenn du an dir dranbleibst. Guck was dir guttun könnte, um dich abzulenken und dich positiv zu stimmen.

    Mieken

    Hallo Yvonne, hallo Weißbär,

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    - Bin ich froh,dass ich nicht mehr trinken muss!! -

    Darüber bin ich ebenso froh und immer wenn mir dieser Gedanke kommt, halte ich bewußt inne und lasse ihn tief wirken.

    Wenn ich an diesen Zwang zurück denke, wird mir noch ganz eng am Hals - das finde ich gut und hoffe auch dies aufrecht erhalten zu können.

    espoir hat es vor kurzem geschrieben und mir so aus der Seele gesprochen:

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    ...als die Angst vor meinem Leben mit Alkohol größer war als die Angst vor einem Leben ohne Alkohol...

    So war es auch bei mir. Mich ängstigt die Vorstellung ein Leben ohne Alkohol führen zu wollen nicht, ganz im Gegensatz dazu eines mit Alkohol führen zu müssen.

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    Es ist ein gutes Gefühl bei Schwierigkeiten klar eine Entscheidung zu treffen und bei schönen Gelegenheit sich zu freuen und zu genießen.

    Dem kann ich nur zustimmen. Natürlich gibt es auch bei mir Tage an denen so rein gar nichts läuft, doch es gibt Tage an denen alles ineinandergreift. Es gibt Gefühle und keine graue Masse und das ist einfach nur schön!!!

    Das ging alles nicht von heute auf morgen. Das war ein Prozeß, der mit dem Wegstellen des letzten Glases begonnen hat und als ich es zuließ, mit jedem Tag ein kleines bisschen mehr in meine gewünschte Richtung ging.

    LG Mieken

    Hallo Lefty,

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    Scheinbar passt meine Art und Weise nicht ins Bild!?

    Hast du denn den Eindruck gewonnen, daß du von nun an auf Biegen und Brechen gute Laune verbreiten musst?

    Ich kann mich selbst gut genug daran erinnern, wie die erste Zeit war und ich weiß noch ganz genau, was mir nicht geholfen hat und meine Situation noch zusätzlich zum Weglassen meines Suchtmittels erschwert hat. Ich kann dich verstehen - so wie etliche anderer Menschen hier im Forum auch - weil wir auch alle mal am Anfang gestanden haben und weder ein noch aus wußten.

    Doch hilft dir das, wenn wir dir sagen, wie schlecht uns das ergangen ist? Wenn wir kollektiv in Depressionen versinken? Bringt dich das einen Schritt weiter aus deiner Sucht hinaus?

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    Herrjeh, ich bin einfach froh gewesen jemanden zu lesen, dem es heute genauso geht wie mir.

    Dann laß doch deine Gefühle hier raus, ist doch dein Thread. Sag wie es dir geht, was dich bedrückt, wovor du Angst hast, wo du keine Perspektive siehst. Erzähl von deinem Tag. Stelle Fragen....

    Mieken

    Danke Simi.

    Hallo Lefty,

    Ich bin gerne bereit von meinen Schritten zu erzählen. Wer es annimmt - super und okay.

    Wer nicht - auch okay.

    Es behauptet hier keiner, daß es einfach ist, sich ein Leben ohne Alkohol aufzubauen. Doch ohne Eigeninitiative oder den Willen es zu wollen, wird es nicht gehen. Ist noch niemand trocken geredet worden.

    Sorry... musste aber mal raus.

    Schönen Tach noch,

    lg Mieken

    Nun ja... ich persönlich kann schwer jemand davon überzeugen, daß das Leben schön ist, wenn der Ansatz es sehen zu wollen, nicht vorhanden ist ;)

    Aber um nochmal konkret zu werden:

    Was tust du gezielt gegen deinen Frust?

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    Leider wird man ja oftmals nur belächelt und mit Supertips beraten wie: "Schaff Dir ein dickes Fell an; was andere denken soll Dir doch egal sein oder das legt sich mit der Zeit". Toll was?


    Hallo Lefty,

    das hab ich grad von dir gelesen und würde dich gerne fragen, wie du es meinst oder wie du dir hier für eine Hilfestellung vorstellst?

    Das liest sich für mich frustiert und hoffnungslos an, so als würdest du deine Verantwortung für dich abgeben wollen.

    Was tust du konkret dafür, dir ein dickeres Fell anzulegen?

    Lg Mieken

    Hallo Mario,

    herzlich willkommen im Forum! Schön, dass du zu uns gefunden hast.

    Ein trockenes Leben ist nicht immer einfach. Das stimmt und es wäre auch falsch dir was anderes zu sagen. Doch ich erlebe es, als soviel bunter und spannender, weil ich nicht mehr in dem Nebel stecke.

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    Durch die ganze Sauferei hab ich das Gefühl das ich seit Jahren auf der Stelle trete..

    Genau dieses Gefühl hatte ich auch und wenn ich daran zurück denke, wird mir ganz eng im Hals.

    Es vergeht, Mario. Nicht von einem Tag auf dem anderen. Doch jeden Tag ein bisschen mehr.

    Für die erste Zeit habe ich mir gezielt den Tag geplant, so daß kein Leerlauf entstand, wo ich nicht wußte was zu tun. Ich bin viel spazieren und habe die ganze Wohnung blank geputzt und habe sehr viel Schlaf nachgeholt.

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    Das man nicht einfach mal spontan irgendwas machen kann...

    Das kannst du ja jetzt anfangen ;) !

    Hast du ein Hobby was du neu aktivieren möchtest? Oder was ganz Neues anfangen zusammen mit deiner Freundin?

    Freu mich weiter von dir zu lesen,

    lg Mieken

    Zitat

    Das wollte ich dir nur kurz erzählen...

    Danke schön, espoir. Das habe ich irgendwann auch für mich bemerkt, ist im übrigen noch gar nicht solange her.

    So wie sich die negativen Sachen echt manchmal anziehen, stelle ich erstaunt fest, daß sich positive Dinge - wenn man ihnen die Chance gibt - ebenso anziehen und mehren.

    Also wenn ich morgens mit dem falschen Fuß aufstehe und mich so richtig meiner schlechten Laune hingebe, dann kann ich wetten, daß ich im Stau stehe, vom Chef ein Anratzer erhalte, ich mein Butterbrot vergessen habe und das eigentlich den ganzen Tag so weiter geht.
    Wenn ich hingehen hinnehme, daß nicht unbedingt alle Dinge nach meinem Wunsch laufen, ich jedoch deswegen nicht verzweifel, läuft es meist besser.

    Loslassen ist da wohl das Zauberwort :) und trotzdem bei meinem Standpunkt bleiben.

    Im Bezug auf mein alkoholfreies Umfeld z. B. Ich habe für mich bemerkt, daß mein Umfeld mir nichts böses will, weil ich nun auf einmal so konsequent geworden bin, doch müssen sie sich einfach auch drangewöhnen. Es ist für uns alle Neuland - nicht nur für mich. Und mein Umfeld merkt nun, daß ich im Gegenzug nichts verbieten will, sondern es meine Aufgabe ist, mich zu schützen.

    Ich bleibe bei meiner Entwicklung und gehe stur weiter, ohne die Welt verbessern zu wollen. Die Welt verbessern habe ich schon versucht, daß klappt nicht. Ich kann aber für mich was tun und das strahle ich aus und werde ganz anders wahrgenommen. Das braucht zwar alles Zeit, doch davon habe ich ja nun genug, wo ich nicht mehr unter dem Druck stehe, alles in ein bestimmtes Zeitfenster pressen zu müssen, so daß noch Zeit zum Trinken bleibt.

    Das motiviert mich und läßt mich die positiven Dinge sehen ;) - so gebe ich ihnen die Chance zu mir kommen und sich zu mehren.

    LG Mieken

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    Gut wir haben keinen Alkohol mehr ist Haus...

    Und das ist doch ein guter Anfang. So begann es bei mir auch, als erste und oberste Priorität. Für mich war es überaus wichtig, ein sicheres zu Hause zu haben. Einen Ort wo ich nicht noch zusätzlich aufpassen muß !

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    Mich ärgert es halt manchmal nur, dass er das Thema Alkohol immer so runterspielt ...

    Kann ich absolut verstehen.

    Finde ich für dich ein sehr gutes Zeichen, denn du hast erkannt, daß Alkohol für dich gefährlich ist.

    Zitat

    Ich muss mich allerdings auf mich selbst konzentrieren.

    Genau so halte ich das in erster Linie auch so und ab da geht es für mich immer weiter und ich bin manchmal erstaunt, was dadurch auch einfach so ohne mein weiteres Zutun geschieht.

    Lg Mieken

    Hallo Claudia,

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    Wie schon geschrieben erkennt mein Lebensgefährte das Problem nicht.

    Wie geht es denn dir dabei?
    Setzt es dich zusätzlich unter Druck?
    Meinst du ihm etwas beweisen zu müssen?
    Kannst du den Alkohol stehen lassen und bei deiner Linie bleiben?

    Wie gehst du damit um?

    Ich habe mich auch lange davon abhängig gemacht, was mein Mann meint oder denkt. Irgendwie hing das auch mit meinem Konsum zusammen. Das war etwas, was für mich sehr wichtig war zu erkennen, daß es unerheblich ist, was er denkt oder meint über meinen Alkoholkonsum. Er kann das heute noch nicht ganz nachvollziehen, was es bedeutet, Suchtkrank zu sein. Ich bleibe dran, versuche es ihm zu erklären, damit er mich versteht.

    Allerdings musste ich auch einsehen, daß er es so von heute auf morgen nicht nachvollziehen kann, was es in der Fülle bedeutet. Ich habe meinen Konsum vor ihm immer versteckt - er hat das so nie bemerkt und die Zwänge nicht gesehen, in die ich mich gefangen fühlte.

    Bei uns hilft die Zeit und langsam erkennen wir, woran wir beide arbeiten müssen.

    Dennoch ist es mein Ding, auf mich zu achten und mich zu schützen. Das kann ich nicht an ihn abgeben.

    Ich habe mich über mehrere Jahre mit meinem Konsum auseinander gesetzt und bin so rumgeeiert. Habe mich informiert und mich angelesen und konnte dann erst akzeptieren für mich, daß ich abhängig bin. Auch das habe ich still und heimlich für mich gemacht. Dann eines Tages offenbahrte ich ihm meine Erkenntnisse. Eigentlich verständlich von seiner Seite, daß er auch erstmal überfordert ist.

    Dennoch gehe ich meinen trockenen Weg einfach weiter und bleibe bei mir.

    LG Mieken

    Hallo Jürgen,

    ich verstehe dich schon, um Hilfe bitten ist auch nicht meine Stärke ;) und wenn ich mich dann noch erklären soll, fällt es auch mir doppelt schwer.
    Ich stelle an mir fest, daß um Hilfe bitten auch besser wird im Zuge meiner Trockenheit. Das Selbstbewußtsein steigt langsam und dann ist es nicht mehr so schwer.

    Lg Mieken