Beiträge von Maria

    Ich entnehme deinen Worten, daß du hoffst die Motivation dazu, durch ein Gespräch bei der Suchtberatung zu bekommen?

    Ohne den Willen wirklich trocken bleiben zu wollen und der daraus resultierenden Änderung der Gewohnheiten bzw. des Verhaltens, hat es - so weit ich mir vorstellen kann - wohl noch niemand dauerhaft geschafft.

    Wie verbringst du die Zeit bis Dienstag? Mit Warten oder gelingt es dir abzulenken?

    Ich habe Gründe gesucht und mein Leben so ausgerichtet um entschuldigt trinken zu können. So habe ich mich grundsätzlich überfordert und mit dem Alkohol belohnt.

    - mir ging es ausschließlich um die Wirkung
    - das erste Glas habe ich gierig in einem Zug gelehrt
    - habe mir Zeiten gesetzt, an denen ich anfangen durfte (wurde im Verlauf von der Uhrzeit immer früher)
    - habe Rituale celebriert, um trinken zu dürfen

    Ich sorgte dafür, genug Vörrate zu Hause zu haben, ansonsten wurde ich unruhig.

    Außerhalb (auf Feiern) trank ich eher wenig, aus Angst aufzufallen.

    Ich zog mich mehr zurück, um unbeobachtet trinken zu können.

    Das Trinken selbst verschaffte mir keine Erleichterung mehr.

    Rückblickend erkenne ich, daß der Übergang vom missbräuchlichen Trinken bis hin zur Abhängigkeit schleichend erfolgte.
    Jedoch musste ich immer wieder bis zum totalem Absturz zu trinken, schon bei den ersten Kontakten mit Alkohol in meiner Jugendzeit. Eine Grenze nach dem ersten Glas oder geringeren Mengen aufzuhören, fehlte mir komplett. Ich hatte stets den Drang mehr zu trinken.

    Mieken

    Hallo Ari,

    Trockenheit empfinde ich nicht als Wettbewerb, wer was besser macht oder nicht.

    Ich denke wir sind hier, um gegenseitig von einander zu lernen und uns auszutauschen.

    Zitat

    ...ich werde diesmal auf jeden fall davon sprechen, wie dringlich es ist...

    Entschuldige wenn ich so direkt nachfrage, was soll denn passieren oder wo liegt die Dringlichkeit?

    Hallo Susi,

    es ist keine einfache Situation in der du dich grad befindest. Ich finde es sehr gut, daß du mit deiner Suchtberaterin telefonisch gesprochen hast. Diese Situation erfordert nun einer ander Umgehensweise. Ist so... kannst du nicht ändern, kannst du nur so annehmen (auch wenn es blöd ist)

    Ich drücke dir den Daumen, daß die Diagnose zu deinen Wünschen erfolgt. Mach´ dich nicht verrückt... erstmal abwarten, ja?

    Wie geht es dir insgesamt? Was machst du, um dich abzulenken und auf andere Gedanken zu kommen?

    Mieken

    Hallo Heiko,

    herzlich willkommen im Forum.

    Gut, daß du dir Gedanken drüber machst, daß nun andere Herausforderungen auf dich warten.

    Ängstlich durch die Gegend zu laufen, ist sicherlich ein nicht so guter Berater und verunsichert zusätzlich.

    Ich habe in meiner Anfangszeit der Trockenheit nur die Dinge in Angriff genommen, die ich meinte bewältigen zu können oder die mir ein gutes Gefühl gegeben haben.

    Situationen habe ich so entschärft, daß ich nicht in Bedrängnisse kommen konnte.

    Meine Angehensweise ist die, daß ich den größtmöglichen Abstand zum Alkhol herstelle. Mein zuhause ist alkoholfrei, ich gehe nicht dort hin wo Alkohol konsumiert wird und lasse mich auf keine Machtspielchen mit dem Alkohol ein.

    Das gibt mir Sicherheit und nimmt mir die Angst, ausgeliefert zu sein.

    Hättest du jemanden, der in der ersten Zeit für dich einkaufen geht oder dich begleiten könnte?

    Lg Mieken

    Hallo Ari,

    das Umsetzen fällt auch mir schwer.
    Es ist halt immer leichter drüber zu Reden, als tatkräftig was zu tun und sich bewegen!

    Deswegen mach´ langsam, überfordere dich nicht und denke in 24-Stunden-Abschnitten.

    Zitat

    ...ich werde meinen weg in die trockenheit fortsetzen...

    Hast du dir Gedanken drüber gemacht, wie dieser Weg konkret aussehen soll?

    Mir hat es in der Anfangszeit sehr geholfen, einen Tagesplan aufzustellen, den ich unbeirrt abgearbeitet habe.

    Zitat

    ich möchte jetzt keine sachen hören: du arme u.s.w.


    wirst du auch nicht, denn

    Zitat

    wer will findet wege....wer nicht, gründe.


    das hast du ja erkannt ;)

    LG Mieken

    Hallo @all,

    wie oder woran habt ihr erkannt, daß es nicht reicht weniger zu trinken, sondern eine Suchterkrankung vorliegt und eine Abhängigkeit besteht?

    Ich habe mehrere Jahre Trinkpausen hinter mir (weiß ich erst jetzt), um meine Abhängigkeit überhaupt anzuerkennen. Habe mich immer wieder mit anderen verglichen und so meinen Konsum gerechtfertigt. Irgendjemand hat ja immer mehr getrunken und es war auch immer jemand da, mit mehr Promille, der auffälliger war, als ich.

    Erst als ich begann mich mit der Alkoholkrankheit zu beschäftigen und mich mit der Suchterkrankung auseinander gesetzt habe, konnte ich die Abhängigkeit für mich annehmen.

    Wie war das bei Euch?
    Kam der Impuls von euch selbst oder auf Drängen von außen?
    Was hat Euch veranlasst, vor dem Alkohol zu kapitulieren?

    Lg Mieken

    Hallo Ari,

    ich bin selbst noch nicht so lange trocken, deswegen kann ich nicht mit Erfahrungswerten dienen.

    Ich habe deinen Thread grad von Anfang an gelesen und frage mich, wo ist dein Optimusmus und deine Motiviation geblieben?

    Anscheindend hat es nach dem Telefonat ein Knackpunkt gegeben, der dich veranlasst hat wieder was zu trinken. Du schreibst von Wut in dir. Wie sieht es damit heute aus? Konntest du dich beruhigen, oder gärt es noch in dir?

    Ich finde es gut, daß du sofort Kontakt zu deiner SHG gesucht hast. Doch wäre vor dem ersten Glas sicherlich besser gewesen.

    Zitat


    ...endlich...nach tausend überlegungen

    Für mich liest sich dies, als würdest du dir selbst im Wege stehen und du deine Trockenheit als notwendiges Übel ansehen.

    Zitat


    werde am freitag zur selbsthilfegruppe gehen... FÜR MICH !

    Es geht nur für dich :!:

    Wie geht es dir heute morgen?

    Lg Mieken

    Zitat

    Ich wünsche dir weiterhin die Kraft die dich auf deinem trockenen Weg begleitet!!

    Danke Morgen, die Wünsche nehme ich sehr gerne an.

    Ich habe jahrelang an Depressionen gelitten, in der festen Überzeugen, daß sie eine Folge von meinem schweren Leben seien und mein Alkoholmissbrauch daraus resultiert. Meine Depressionen habe ich als guten Grund genommen, um entschuldigt trinken zu können.

    Ich wurde irgendwann von einem Arzt mit den Worten konfrontiert:
    Nicht jeder, der Depressionen hat trinkt.
    Doch jeder, der trinkt bekommt Depressionen.

    Das hat mir die Augen geöffnet, wo ich zuerst hinzuschauen habe und wo ich tätig werden muß, um zu gesunden.

    Ich wünsche dir, daß du dich nicht verrennst und dein Hauptproblem nicht aus den Augen verlierst.

    Lg Mieken

    Hallo Susi,

    Rote Lampe hat es zusammengefasst, was ich auch so meinte.

    Dein Leben ohne Alkohol muß oberste Priorität haben, denn ohne deine Trockenheit kannst du den Rest komplett vergessen.

    Lg Mieken

    Hallo Susi,

    das liest sich nicht gut.

    Ich kann dir nur raten, dich zu schützen.
    Es scheint so, als begreife er den Ernst der Lage nicht, entweder weil er nicht will oder nicht kann.
    Das kann dir aber egal sein, denn du musst auf dich aufpassen.!!! Ganz wichtig !!!

    Ich habe deinen Weg bis hierhin nicht komplett verfolgt. Warst du nicht in einer LZT? Was ist hier mit Nachsorge?

    Hast du schon eine Idee, wie es weitergehen kann?

    Lg Mieken

    Hallo Hollisto,

    ich drücke dir den Daumen, daß es so kommt, wie du es dir wünscht.

    Achte auf dich, daß du dich nicht gefährlichen Situationen aussetzt, die nicht einzuschätzen sind. Unsere Trockenheit ist das höchste Gut.

    Wünsche dir einen schönen Sonntag,

    Mieken

    Zitat

    Ich selbst bin sehr froh dass all dies genau zu dem zeitpunkt passiert wo ich ohne Alk lebe und leben will. Das ich den einen abend rückfällig geworden bin darf und will ich mir nicht mehr vorhalten.
    Ich sehe so vieles, was mein Leben betrifft, viel klarer. Und das hilft mir sehr bei der trockenheit.


    Hallo Morgen,

    du trinkst somit nicht mehr? Dein Rückfall bezog sich auf den einen Abend?

    Sry, daß ich so deutlich nachfrage, jedoch ist es ein Alkoholikerforum.


    Lg Mieken

    Guten Morgen Hollisto,

    ich trenne mich konsequent von meinem alten Kreis Freunden, wo der Alkohol im Vordergrund stand. So bin ich aktuell aus einem Verein ausgetreten. Diesen Grat zwischen Gute-Laune verbreiten (dabei aber immer seufzen, weil das Leben so schlimm ist) und bei mir bleiben, hätte ich mir nicht zugetraut zu bewältigen. Und: ich will das auch gar nicht mehr. Wer mit mir weiter umgehen möchte... gerne... aber ohne den Gruppenzwang.

    Ich bin zwar noch nicht fündig geworden, wie mein Freundeskreis in Zukunft aussehen soll, doch er soll auf jeden Fall alkoholfrei und frei von diesen negativen Stimmungen sein.

    Mal sehen... ich blicke da opitmistisch in die Zukunft.

    Ich würde ja Volleyball spielen vorziehen. Hab ich immer schon gerne gemacht und ehrlich gesagt... bringst du mich auf Ideen :-). Danke.

    Hast arbeitsmäßig was in Aussicht?

    LG Mieken

    Hallo Hollisto,

    so ein ähnliches Erlebnis hatte ich auch vor kurzem. Habe nach 30 Minuten die Flucht ergriffen. Ich mochte diese negative Stimmung auch nicht.

    Das ist uns früher nicht aufgefallen, weil wir genauso waren ;)

    Lg Mieken