Beiträge von Maria

    Hallo Caro,

    hm.... geht das denn? Auf Kommando wütend sein?

    Einfach nur so wütend sein kann ich nicht, dafür muss es schon ´nen Anlaß geben.

    Also wenn ich deine Nachbarin wäre und hätte mich hingelegt und hätte nicht schlafen können, weil du Heavy metal hörst

    das hätt´ mich sehr wütend gemacht.

    Die Frage für mich wäre dann gewesen:
    Klingel ich bei dir an und laß die Wut an dir aus...?

    Oder beiß´ ich vor Verzweiflung ins Kissen, weil du das jeden Mittag machst, wenn ich mich hingelegt habe... und laß´ so meine Wut nicht raus...?

    Oder ich kann doch einschlafen (weil du die Mukke wieder ausgestellt hast) und werde blöderweise vom Telefon von meinem Liebsten geweckt und brüll´ ihn an, weil er mich geweckt hat und eigentlich nix für meine Wut kann :roll:

    So in etwa läuft das bei mir :wink:

    LG Mieken

    Hallo Caro,

    so ist´s bei mir:

    wann habt ihr wut?
    Ich empfinde Wut, wenn irgendwas, in das ich Herzblut von mir gesteckt habe, gedankenlos oder auch mit Absicht vernichtet wird.

    wann spürt ihr sie?
    Sie kriecht in mir langsam hoch und übernimmt dann selbstständig und vollständig von mir Besitz.

    wann lasst ihr "sie"raus?
    Da ich für mich das rechte Maß der Wut noch nicht erkannt habe, meist wenn ich alleine bin. Ich versuche mich allem zu entziehen und erstmal wieder Herr meiner Selbst zu werden. Dadurch das sie so hochkocht bei mir, kann der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, schwer von mir benannt werden. Da gilt es für mich... erstmal sortieren und in gesunde Bahnen bekommen.

    wann behaltet ihr "sie" für euch?
    Wenn ich meine, sie wäre unkontrolliert und unberechtigt. Im Prinzip erstmal immer. Nachdem ich sie einordnen kann, spreche ich drüber... wenn ich es an einer Sache festmachen kann.

    LG Mieken

    Zitat

    Wie ist das denn bei Euch? Geht oder ging es Euch anfangs auch so schlecht und fiel Euch das Standhaftbleiben auch so verdammt schwer?

    Hallo Salome,

    es gibt Tage da steh´ ich schon mit Suchtdruck auf und der begleitet mich ganz fies und unterschwellig.

    Das nervt ungemein - ohne Frage. Doch hatte ich bis jetzt nicht das Gefühl "standhaft" zu bleiben bzw. bleiben zu müssen. Das käme für mich Verzichtsgedanken gleich.

    Ab dem Zeitpunkt an dem ich beim Arzt war, hatte ich mir persönlich eingestanden, daß es nur ausschließlich ohne Alkohol geht - keine Zwischenlösungen keine Gedanken... ach ein Glässchen doch.

    Daraus hat sich für mich ergeben, daß manche Tage trotzdem sehr schwer sind, aber sie gehen vorbei und meine Abstinenz hat nichts mit Standhaftigkeit zu tun.

    Spürst du Verzicht?

    Lg Mieken

    Hallo Nicki,

    ich habe meinen Säugling nicht in Räume gegeben, in denen geraucht wurde. Ob moralisch verwerflich oder nicht, war mir vollkommen egal.

    Ich habe 9 Monate in der Schwangerschaft alles dafür getan ein gesundes Kind zur Welt zu bringen.

    Um es dann nicht mehr geschützt durch den Bauch, in Räume zu geben, in denen geraucht wird? Für mich ein glasklares NEIN.

    LG Mieken

    Zitat

    Herje, ich hoffe nur das du, Mieken, mir das nicht krumm nimmst

    Hallo Bopunty,

    neee - tue ich ganz und gar nicht.

    Zitat

    Rückwirkend lese ich noch nicht mal einen Streit oder Kampf aus dem Thread, sondern lediglich zwei unterschiedliche Standpunkte.

    Wo jeder auf seiner Seite auch "Recht" hat, wenn man die Emotionen aus dem Spiel lassen könnte, wäre es ja auch nicht so schwer.

    Ich habe ebenso einiges aus diesem Thread für mich mitnehmen können, was mich mehr verstehen hat lassen und mir in meiner persönlichen Situation geholfen hat, auf meiner Seite loslassen zu können.


    LG
    Mieken

    Hallo Wasser,

    das Gemüt pendelt sich ein - es dauert ein bisschen.

    Wenn ich nu was von nur Geduld schreibe, kringeln sie sich im erweiterten Bereich :wink: Hab selbst meine Schwierigkeiten damit, aber kann dir aufrichtig versichern... es wird besser.

    Hilfreich ist alles, was dir gut tut. Sei nicht so streng mit dir, wenn´s mal mächtig schwankt.

    Dir ´nen guten Start in die neue Woche.

    LG Mieken

    Hallo ihr zwei,

    ich lese Euren Austausch sehr gerne und finde mich meist echt wieder.

    Doch heute scheint es mir, als wärd ihr ein wenig angepiekst :wink:

    Ich halte die Empfehlung mal vorsorglich einen "Schein" zu besorgen, ebenfalls für ziemlich daneben und habe keine Federn am Haupt :wink:

    Auch ich habe extreme Schwierigkeiten mich durch den Dschungel zu kämpfen, wem ich was erzähle und wem nicht.

    Doch "blau zu machen" als Lösung? Hm....?

    LG Mieken

    Guten Morgen Sunmoon,

    kannst du für dich die Traurigkeit benennen?
    Oder ist es nur so ein allgemeines Gefühl?

    Ich mag Traurigkeit auch nicht, doch bin ich auch dabei, sie zuzulassen und wenn es geht (geht nicht immer - fällt mir schwer) zu weinen.

    Kannst du dir einen schönen Moment heute in deinen Tag einbauen? So, daß die Traurigkeit ein bisschen in den Hintergrund verschwindet und eine andere Relation bekommt? Das ein positiveres Gefühl in den Vordergrund kommt. Einen kleinen Spaziergang bei der klaren Luft bewirkt bei mir manchmal Wunder.

    LG Mieken

    Zitat von sunmoon


    Möchte nur sagen,dass ich weiterhin trocken lebe,ich sage bewusst lebe.


    Hey Sunmoon,

    ich freu mich so :lol:

    Schön von dir zu lesen, hab mich häufiger gefragt, wie es dir wohl geht.

    Mieken

    Hallo Wasser,

    hab mir noch nicht alle Beiträge durchgelesen, aber eines ist mir ganz wichtig, dir jetzt sofort mitzuteilen:

    Ich finde deine Offenheit und wie du deine Dinge so klar weg hier schreibst sehr bemerkenswert.

    Alle wie wir hier sind, wollen dazulernen. Wenn wir alle so schlau wären, wären wir nicht hier :wink:

    Es dauert ein bisschen auch "hier" anzukommen und zu wissen, was wollen die überhaupt von mir :wink:

    Du machst das schon... nimm´ nicht alles allzu persönlich :wink: auch wenn es dir direkt geschrieben wird.
    Schau´ für dich was du davon mitnehmen kannst und frag´ einfach ggf. wenn du was nicht verstehst nach.

    LG Mieken

    Guten Morgen Wasser,

    am Anfang meiner Abstinenz (vor ca. 4 Monaten - lass dich nicht vom Anmeldedatum täuschen :wink:) hatte ich auch mit Schlafproblemen zu kämpfen. Glücklicherweise nach relativ kurzer Zeit konnte ich Schlafen wie ein Baby. Gib deinem Schlafgefühl einfach nach, wenn es entsteht. Vlt. hättest du die ganze Nacht seelig geschlummert, wenn du um 20.00 Uhr ins Bett gegangen wärst.
    Im Körper ist noch volle Alarmbereitschaft - das geht nicht innerhalb von 14 Tagen mal eben weg.
    Achte auf dich und deine Ernährung, versuche genug Flüssigkeit zu dir zu nehmen, nicht so viel Kaffee. So klappte es bei mir jedenfalls ganz gut.

    Weißte du, daß was du beschreibst mit deinem Mann, daß er noch nicht den Ernst der Lage erkannt hat, kommt mir von mir selbst sehr bekannt vor.

    Eine Frage möchte ich dir stellen, aber bitte nicht böse sein:

    Hast du selbst den Ernst der Lage erkannt? Für dich?

    Meiner Meinung nach kann ein nichtsüchtiger Mensch einen süchtigen Menschen nicht verstehen. Er weiß nicht, was bestimmte Situationen in ihm auslösen können. Er kennt kein süchtiges Verhalten, zumindest nicht in der Form, die uns hat trinken lassen. Es liest sich ein bisschen so für mich, als wolltest du die Verantwortung, die du dir gegenüber trägst, auf deinen Mann übertragen. Frei nach dem Motto, wenn er erstmal den Ernst der Lage erkannt hat, dann läuft es wie geschmiert und alles andere ist kein Problem mehr.

    Wie gesagt ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber dein letztes Post hat mir mein eigenes Verhalten deutlich aufgezeigt und mich erkennen lassen, daß ich in diesem Punkt eine falsche Erwartung hege - muß ja nicht unbedingt auf dich zutreffen.

    Sicherlich erleichtert es einiges, wenn der Partner uns unterstützt und zu uns hält, aber sich herein denken in unsere Sucht, das ist ein Tacken zuviel - meiner Meinung nach.

    LG
    Mieken

    Hallo espoir,

    davon hatte ich heute mittag ein kleines Erlebnis.

    Wollte nur mal eben Motoröl kaufen. Die Betonung liegt komplett auf nur mal eben.

    Auf meine Frage welches Motoröl ich denn nehmen müsste, folgte ein tiefer sehr wissender Blick meines Gegenübers, daß ich das wohl überhaupt nicht wissen kann. Wenn dieser Herr hier im Forum verweilt, schreibt er mit ziemlicher Sicherheit in dem Thread "Was habe ich heute Gutes getan...."

    Das ganze Spielchen zog sich geschlagene 45 Minuten hin, mit der für mich sehr wichtigen Erkenntnis:

    Nur mal eben - gibt es nicht !!!

    Mieken

    Hallo Tina,

    die eigene Wertschätzung.... etwas an was ich ebenso Tag für Tag arbeite. Irgendwie denkt man... ey - das kann doch nicht so schwer sein, sich selbst zu mögen. Doch ist es - jedenfalls für mich.

    Ich glaube dorthin kommt man ebenso mit ganz kleinen Schritten... jeden Tag ein bisschen mehr halt. Mich hindert es eher, wenn ich sowas im großen angehe, ich versuche so elementare Sachen an ganz kleinen Dingen festzumachen.

    Gelingt mir gar nicht immer - aber immer wieder.

    Versuch langsam zu machen, die kleine Dinge sehen :wink:

    LG Mieken

    Hallo Hartmut,

    zu meinen trinkenden Zeiten, war Angst für mich ein äußerst negatives Gefühl. Das Gefühl "angst zu haben" löste ein noch größeres Angstgefühl aus, das es galt, möglichst weit von mir wegzuschieben und zu verdrängen. Es kann nur was sehr schlimmes sein, wenn man als "erwachsene" Person Angst hat.

    Nun nehme ich meine Ängste anders wahr und deute sie als positiven Wegbegleiter. Ich versuche sie klar wahrzunehmen, d. h. für mich - sie zu benennen oder mir zu erklären. Woher rührt sie?

    Was will sie mir sagen? Ist sie berechtigt in dem Maße, in der ich sie empfinde? Oder lasse ich sie übertrieben zu und erlaube ihr, dadurch mich zu lähmen?

    Ich spreche hier von einfachen Ängsten - nicht von Angstzuständen. Die meiner Meinung nach unbedingt ärztlicher Behandlung bedürfen.

    Ich denke, daß meine Angst im Bezug auf unsere Krankheit ein guter Wegbegleiter sein kann. Aber auch nur dann, wenn ich sie zu gegebener Zeit zulasse und ihr nicht erlaube vollständig von mir Besitz zu nehmen.


    Mieken

    Zitat

    Aber bin ich denn nicht hier um von euch alten Hasen etwas zu lernen?

    Guten Morgen Wasser,

    jo - deswegen sind wir alle hier.

    Ich kann nur von mir sprechen... grade wenn ich auf einen typischen "Anfängerfehler" hingewiesen worden bin, hab ich recht zickig reagiert.

    Das dauerte ein bisschen... nach etwas längerer Alkoholfreiheit hab ich das abgelegt und mich auf das konzentriert, was man mir sagen wollte :wink:.

    LG Mieken

    Hallo Wasser,

    schön, daß du diesen Thread nach oben geholt hast - wollte schon immer drin lesen, hab es dann immer wieder vergessen :roll:

    Ich habe mir vor kurzem ein Reinigungsschaum für das Gesicht gekauft und beim ersten Testen ist das dann direkt in den Müll gewandert. Die erste Wahrnehmung war der Geruch von Alkohol und das ging gar nicht - und schon gar nicht ins Gesicht.

    Zitat

    Da die Haut ja bekanntlich das grösste Organ ist, frag ich mich nun schon auch, ob da nicht eine gewisse Gefahr besteht?

    Genau aus diesem Grunde - schaue ich nun immer sehr genau und schnupper noch im Laden dran, welcher Geruch überwiegt.

    In geringen Mengen ist oft Alkohol enthalten w/Haltbarkeit, ich hoffe das man das nutzen kann.

    Mieken

    Liebe Live,

    laß´ mal deinen Tränen freien Lauf... das befreit ungemein.

    Unsere Kinder merken es viel eher, daß was nicht mit uns stimmt, als wir selbst. Sie habe die feineren Antennen hierfür und deine Mutter wird auch "irgendwas" spüren. Ich denke, daß es nicht der richtige Weg ist, so etwas zu verschweigen - auch wenn es aus den besten Absichten geschieht. Auf die Wortwahl kommt es meiner Meinung nach an :wink:

    Für heute wünsche ich dir viel Spaß und einen schönen 2. Weihnachtstag.

    LG Mieken