Beiträge von Maria

    Hallo Ustund,

    Zitat von usthund


    ...war kurz davor wieder etwas zu trinken - nur um zu vergessen ! DAS IST ES NICHT WERT

    Nichts dürfte es für dich Wert sein, deswegen zu trinken.
    Bin selbst noch nicht lange alkfrei, doch das hab ich für mich erkannt. Nur so geht´s.

    Wie sieht dein Plan aus, dich selbst näher kennenzulernen? Mich interessieren praktische Sachen, da ich von ihnen lernen kann. So rein theoretisch kann ich mit den meisten Dingen nichts anfangen.

    Würde mich freuen wenn du davon erzählen magst.

    LG Mieken

    Zitat

    Also wie soll ich die Bausteine anwenden?

    Hallo Simone,

    darüber habe ich für mich viel drüber nachgedacht. Und bin zu dem Schluß gekommen, daß die Umsetzung der Grundbausteine von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.

    Du schreibst: ... Freunde nicht... Das wäre für mich ein Ansatz, soziale Kontakte zu finden. Da könntest du schauen, was für dich passt. Eine SHG wäre sicherlich gut. Man kann auch Angebote der Volkshochschule besuchen, wie Malkurse etc.

    Für mich sieht es so aus, daß ich meine Freunde dann meide, wenn sie zum Alkohol greifen, sprich auf Parties oder sonst. Veranstaltungen, in denen vordergründig Alkohol getrunken wird. Stattdessen würde ich eine Freundin fragen, ob sie Lust hat mit mir ins Kino zu gehen oder einfach nur ein Bummel durch die Stadt.

    Ich habe auch nur abends getrunken und versuche, diese Zeit nun anderweitig sinnvoll zu nutzen, entweder - wie du - hier im Forum oder z.B. mit Lesen eines Buches, Spaziergängen usw. was mir gut tut.

    Was mich bislang immer scheitern ließ, war die konsequente dauerhafte Umsetzung und der aktive Austausch mit Gleichgesinnten.

    Ich denke, das uns die Summe der Umsetzung der Grundbausteine auf unseren Weg bleiben läßt und nicht nur ein Teil davon.

    LG Mieken

    Hallo Freund,

    du schreibst: ...ohne Fremderfahrungen vom Teufel Alkohol verabschieden wollte...

    Das ist es, was es für mich begreifen lässt.

    Denn ich habe in meinen zahlreichen Trinkpausen, schon einige Änderungen vorgenommen, bin aber dennoch immer an den Punkt gekommen... doch wieder zum Glas zu greifen und alles in den Wind zu schlagen, was ich mir bis dato aufgebaut hatte. Denn nach einer gewissen Zeit des Nichttrinkens hab ich mich körperlich und geistig wieder so hergestellt, daß die "schlechten" Erfahrungen meines Konsums in den Hintergrund gelangten. Und somit der schleichende Prozeß von vorne begann. Das Zurückfallen in alte Verhaltensweisen, das Mißachten der eigenen Bedürfnisse, das nasse Denken.

    Mir fehlten bislang Fremderfahrungen und der Ausstausch über unsere Krankheit, um auf meinem Weg zu bleiben.

    Danke für deine Antwort.


    LG Mieken

    Hey Erik,

    das freut mich für dich, daß bei dir Ruhe eingekehrt ist.

    Ich nehme für mich mehr und mehr wahr, wie wichtig Ruhe und Gelassenheit auf dem trockenen Weg sind. Ein wenig positiver Streß darf sein, alles andere schadet und ist nicht hilfreich.

    Damit tun sich manchmal Dinge auf, die hätte man nie erwartet :wink:

    LG Mieken

    Hallo Usthund,

    Zitat

    ... aber irgendiwe kann ich nicht aufgeben...nicht jetzt....

    wer sagt denn, das Loslassen deiner Ängste, Aufgabe bedeutet?

    Du hast dich für ein Leben ohne Alk entschieden, wie viele andere hier auch. Allerdings beinhaltet das nicht nur das NICHT TRINKEN, sondern auch DAS UM SICH KÜMMERN. Herausfinden was gut für dich alleine ist. Unabhängig von anderen Menschen und Suchtmitteln. Das ist sehr sehr wichtig. Nutze doch die Zeit in der du alleine für dich freiverfügbare Zeit hast, ohne dich um jemand anderen kümmern zu müssen.
    Ich wünsche mir grad in den Zeiten, wenn mir mein eiskalter Wind ins Gesicht weht, etwas mehr davon, doch ich muß sie für mich "erkämpfen".

    Nutze sie für dich. Wenn du mit dir im Reinen bist, dann strahlst du das auch aus... und wer weiß schon was dann alles passieren kann.

    LG Mieken

    Hallo Medicus,

    herzlich willkommen im Forum.
    Das was du beschreibst, kenn ich.

    Zitat

    ...voellig erschoepft bin obwohl ich fast taeglich 12 Stunden schlafe...


    Mein Schlafbedarf hat sich sehr erhöht und grad in der ersten Zeit war ich sehr erschöpft. Ich denke im Nachhinein, daß das ebenfalls Entzugserscheinungen sind. Mein Nacken war sehr verspannt und Stimmungsschwankungen kamen dazu.

    Es wird besser mit der Zeit. Versuche es so ruhig wie möglich angehen zu lassen. Du wirst nicht mehr funktionieren müssen. Du wirst zu Leben anfangen. Mach langsam... höre auf dich und auf deinen Körper. Gib deinem Schlafbedürfnis nach... gehe spazieren und tue Dinge, die dir JETZT gut tun.

    Und spiele deiner Freundin nix vor... wir Frauen haben ein Gespür, wenn es unseren Männer nicht gut geht :wink:

    LG Mieken

    Hallo Erik,

    Zitat von ErikL


    Es ist ja vielleicht auch so, daß wenn man sich auf sein Problem konzentriert, sich sogar hineinsteigert, alles sich noch viel schlimmer anfühlt.


    Das Gefühl kenn ich auch zu gut. Erst einmal ablenken und dann noch mal langsam an das Problem dran wagen, ist eine gute Möglichkeit. Mir hilft die Natur...Spaziergänge... Es gibt unzählige Möglichkeiten sich abzulenken. Anfangs ist es noch sehr mühsam, nach und nach automatisiert sich das mehr und mehr. Und es kommt täglich was Neues hinzu. Das was nagt, verliert an Größe und der Blick wird frei für Lösungen.

    Zitat von ErikL

    ... zwischendurch immer wieder mal reinschauen...

    Ja... das tue doch mal wieder :wink:

    LG Mieken

    Hallo,

    nun hab ich mal diesen Thread noch oben geholt :wink:

    Ich habe meine Schwierigkeiten mit der Aussage,

    nur nichts trinken alleine reicht nicht

    weil ich um jetzigen Zeitpunkt noch nicht so genau weiß, was damit alles gemeint sein kann.

    Ist es die tägliche Auseinandersetzung mit unserer Krankheit?

    Das Achten auf und Hineinhören in sich?

    Das völlige Umgestalten des bisherigen Lebens?

    Wie sieht eure Umsetzung dieser Aussage aus?

    LG Mieken

    Hallo Erik,

    Meine anfangs überschüssige Energie hab´ich komplett in den Haushalt gesteckt - irgendwo mußte sie auch bei mir bleiben :wink: Ich bin den Fliesen an den Kragen - du deinem Schreibtisch.

    Zitat

    Dankbar bin ich allerdings auch..


    Darfst du dir selbst auch sein, denn DU bist es, der sich einen Weg aus der Sucht sucht.

    Ich danke dir im übrigen auch...hast mich dran erinnert, daß ich ein Buch zum Thema Dankbarkeit besitze. Hatte ich ganz vergessen. Das lädt zum Meditieren ein.

    Schönen Abend wünscht

    Mieken

    Hallo Einhörnchen,

    das was du beschreibst, erkenne ich bei mir wieder.

    Wir verändern uns und das macht unseren Männern Angst. Gepaart mit dem steigenden Selbstbewußtsein und das vermehrte Auseiandersetzen mit unserer Krankheit, sieht er wahrscheinlich momentan lediglich die "Nachteile" deiner Abstinenz. So durfte ich es jedenfalls in meiner Beziehung erfahren.

    Ich gehe damit folgendermaßen um: Ich gehe einfach meinen Weg weiter. Ich lasse die Tür zu mir offen und wenn er etwas wissen möchte, erkläre ich es ihm. Ich denke nach wie vor. Es braucht einfach Zeit und mit ´nem Dickkopf ist hier kein weiterkommen. Das Annehmen von ihm wird nach und nach kommen.

    Wünsche dir einen schönen Sonntag.

    LG Mieken

    Ja... geh mal ´ne Runde spazieren. Frische Luft tut gut.

    Das was du erzählst kenn ich. Gefiel und gefällt mir genauso wenig wie dir. Reg´dich nicht so sehr drüber auf, vlt. ist es eine Art Machtkampf... wer ist wichtiger... Mann oder Abstinenz.

    Genauso hat es sich bei mir abgespielt. Als er gemerkt hat, daß ich hierbei keine Kompromisse eingehe... wurde es besser.

    Ich habe klar und deutlich gesagt... nur so geht´s und fertig. Ich bin gut damit gefahren.

    LG Mieken

    Hallo Einhörnchen,

    oh du... das kenn ich so gut. Hätte ich gar nicht gedacht, daß dieses Thema so häufig vertreten ist.

    Zuerst (vor ca. 10 Wochen bei mir) dachte er, boah... wieder was Neues was sie hat :wink: Ich habe ihn gebeten, die Whng. alkfrei zu halten. Mittlerweile ist sie es. Ich konnte ihm schon ein wenig über unsere Krankheit vermitteln, aber das Ankommen bei ihm dauert noch.

    Ich halte es so, daß ich mich - genau wie du - von Feierlichkeiten mit Alk fernhalte. Hierüber wird er merken, wie wichtig es ist und das es keine Macke ist, wenn ich lieber zu Hause bleibe. An meiner Haltung erkennt er, daß es keinen Spaß bedeutet, wenn ich mich Gefahren aussetze, die er nicht sieht.

    Er hat nicht die Wirkung gespürt, die ich gespürt habe, wenn ich den Alkohol in mich gekippt habe. Er hatte nicht die Schuldgefühle und die Entzugserscheinungen.

    Laß´ihm ein wenig Zeit. Aber bleib unbedingt bei deiner Haltung.

    Heute abend ist mein Mann alleine weg. Feierlichkeit von seinem Stammtisch zu einer Brauerei. Er hat mich gar nicht erst gefragt, sondern sofort abgemeldet :wink:

    LG Mieken

    Nein Erik,
    ich möchte dich nicht verunsichern, denn ich schrieb

    Zitat

    ernster einen Weg für dich suchst

    Das finde ich gut und das zeigt, daß du es nun anders angehst.

    Was mir ins Auge stach ist,

    Zitat

    die von eurer Seite Sinn macht und die ich annehmen muss

    Hört sich für mich, nach einem Übel an.

    Herausgelesen habe ich bei dir, daß du häufig unter Druck stehst und mit aus diesem Grunde Erleichterung in Alkohol gesucht hast.

    Versuche dir nicht zusätzlichen Druck aufzubauen, weil du meinst dieses oder jenes tun zu müssen. Versuche mal für dich: "ich möchte dieses für mich tun" zu ersetzen. Wie fühlt sich das an?

    LG Mieken

    Hallo Erik,

    ich freue mich für dich, daß du nach kurzer Zeit wieder zu Sinnen gekommen bist und nun anscheinend ernster einen Weg für dich suchst.

    Ich bin etwa zur gleichen Zeit hier aufgeschlagen, wie bei deinem 2. Mal :wink:. Ich habe mich ziemlich viel durch die Historie des Forums gelesen und habe somit dein Post von vor ca. 2 Jahren entdeckt. Ich sehe zwar grad nicht, was du jetzt anders machst, aber wirkliche Veränderungen gehen ja auch von innen heraus vor sich :wink:

    Zitat

    Ich muß mir Prioritäten setzen ...

    Zitat

    erkenne ich eine Struktur, die von eurer Seite Sinn macht und die ich annehmen muss

    Versuch mal: muß durch möchte zu ersetzen :wink:

    LG und trockene 24 h
    Mieken