Beiträge von Maria

    Schöne friedliche und vor allem alkoholfreie Weihnachtstage liegen hinter mir.

    Als ich am Anfang stand konnte ich mir das nicht vorstellen, dass es mal so sein wird. Dass "man" sich wirklich davon befreien kann, dass "man" selbst entscheiden kann, wo gehe ich hin und wie gestalte ich mir das.

    Nun kann ich sagen: Ja das geht. Langsam Schritt für Schritt und im eigenen Tempo, immer jedoch das Ziel fest im Blick.

    Es lohnt sich dranzubleiben.

    Bis denne
    Maria

    Hallo Hartmut,

    es sind schon sehr viel weniger Menschen um mich herum. Das ist so.

    Aber bei mir verhält es sich ganz ähnlich meinen Vorschreibern. In der Anfangszeit meiner Trockenheit habe ich mich komplett zurück gezogen, ich hatte zu lernen, wie ein Leben ohne Alkohol geht. Das kannte und konnte ich überhaupt nicht. Alkohol war mein langer Begleiter. So war natürlich alles auf Alkohol ausgerichtet, die Menschen mit denen ich mich umgab und die Interessen, die ich verfolgte.

    Nach und nach merkte ich, dass ich mich entscheiden musste, entweder ich und meine Trockenheit - oder wie Bruce es sehr treffend ausdrückt:

    Zitat

    ...ob ich fortan mit Faust in der Tasche anderen Leuten beim Trinken zusehe (anders wäre das bei mir nicht gegangen - ich wäre ein eher nutzloses Ex-Mitglied in meiner ehemaligen Gesellschaft gewesen)

    Ich entschied mich für mich und so dünnte sich mein Bekanntenkreis allmählich aus. Nun sind Menschen übrig geblieben, die mir wirklich sehr wertvoll sind und denen ich wohl auch wertvoll sein muss, denn sonst würde das nicht die Nähe hergeben, die ich heute erfahren darf.

    Mein Resümee ist, dass ich zu nassen Zeiten einsamer war. Ich selbst war gar nicht in der Lage Verbindungen aufzunehmen bzw. aufrecht zu halten. Die Pulle und mein Suff standen dem im Weg. Viele "Freundschaften" waren total oberflächlich.

    Heute sind es weniger Leute, aber die Wertigkeit ist umso höher. Ich kann Verbindungen eingehen, mitfühlen, ohne mich selbst zu verlieren. Für mich das größte Geschenk in der Trockenheit. Das fühlt sich "echt" an.

    Einsamkeit kenne ich schon, aber dann liegt es auch immer an mir... und finde ich persönlich auch nicht so schlimm. Dieses Gefühl der Einsamkeit hat eine andere Form. Ist nicht vergleichbar mit der Einsamkeit des Suffs und des Abgeschnittensein vom eigenen Ich.

    Zitat

    Nichts ist schlimmer für mich irgendwo dabei sein zu wollen wo ich nicht mehr dazu gehöre.

    So seh' ich das auch.

    Lg Maria

    Hallo Karl,

    Zitat


    Maria, wie lange war dein Weg der Erkenntnis?

    Sorry, dass ich dir jetzt antworte bzw. erst jetzt gelesen habe, dass du gefragt hast.
    Ich habe die letzten Einträge nun erstmal gelesen und kann mich dem - auch wenn sich mein "Werdegang" von dem von Sunshine unterscheidet - in den Wesentlichen Punkten anschließen, dass es auch bei mir so war... vor allem der Selbstbeschiss und die verzerrte Eigenwahrnehmung.

    Ich weiß nicht mehr, was der eigentlich ausschlaggebende Punkt war, der mich hat aufwachen lassen... es kam immer mehr zusammen, was das Puzzle zusammen gebracht hat. Bei mir wuchs die Erkenntnis, dass ich mich vergifte und mein Leben selbst in die Tonne haue. Ich kenne den Alkoholismus ja auch als EKA. Habe aus diesem Grund Therapien gemacht, weil ich an bestimmten Stellen immer sehr an meine Grenzen geriet. Bei meiner 2. Therapie sprach mich die Therapeuten offen drauf an, dass ich nicht saufe, weil ich Depressionen habe, sondern genau anders herum. Ich habe gedacht... na super... die spinnnt ja jetzt ;-)... und habe das innerlich gaaaaanz weit von mir weg gewiesen. Ja - ich trinke zuviel. Ja - das ist nicht gut. Aber ich Alkoholikerin. Never !... irgendwann, weil ich auch immer tiefer rutschte, habe ich mich aber doch da rangetastet und nur für einen Moment angenommen, dass es genauso ist. Und das fühlte sich in diesem Moment dann gar nicht so schlimm an, wie das trinken müssen... Aber nach wie vor bin ich sicher, dass es gut für mich war, dass ich "alleine" drauf kommen durfte. Ich fühlte mich immer klein und unsicher in der Welt der Menschen, die ohne Alkohol überleben konnten. Die hatten mir ja was weit voraus. Wenn mich jemand auf Alk angesprochen hat, habe ich mich ganz tief zurückgezogen.

    Für mich war es eine jahrelange Entwicklung, wenn ich es rückblickend betrachte, von meiner 1. Thera an. Ich denke, wenn jemand von außen drauf gewartet hätte, dass ich dem Alk entsage, wäre die Zeit endlos lang gewesen.

    ******************

    Doch hier in deinem Thread geht's ja um dein Leben und deine Entwicklung.

    Es ist dir schon sehr viel wichtiges geschrieben worden und einige Ansätze, wie es weiter gehen kann.

    Was für mich nass immer sehr wichtig war, das Ende quasi schon zu kennen. Heute weiß ich, dass genau dies mich stets sehr unter Druck gesetzt hat. Weil es musst ja so eintreffen. Nun kann ich es anders angehen und bin ganz oft überrascht, dass es kein Ende gibt und immer weiter geht. Und vor allem Dinge eintreffen, die ich in meinem Denken nie für möglich gehalten hätte.

    Was ich dir empfehle ist, trau dich, Wege zu gehen, ohne zu wissen wie der Weg am Ende aussehen wird. Du brauchst immer nur für heute & jetzt entscheiden und nicht für übermorgen schon mit.

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Karl,

    Zitat

    Die meisten Kommentare wirken so zielstrebig und aufgeräumt. Ich wünschte mir, ich könnte immer so zielstrebig denken UND HANDELN.

    Sowas wächst ja nicht über Nacht, zumindest war es bei mir so, dass alles eine Entwicklung und somit auch Zeit bedurfte. Nach wir vor, ist meine AHA-Erfahrung, dass sich alles zeigt und mir den Weg weist, wenn ich in der Lage bin, in Ruhe & besonnen hinzugucken.

    Daher würde ich dir empfehlen, dir für dich was zu suchen, wo du zur Ruhe kommst. Weißt du was dir tut? Wie du Druck gehen lassen kannst, wenn alles zuviel wird?
    Deine Frau begibt sich in Therapie. Auch wenn das vlt. nicht das Optimal trifft... sie TUT aber was. Vlt. ist das der Auslöser zu einer Einsicht... vlt. aber auch nicht... ob das den gewünschten Erfolgt bringt, wird man sehen. Das kannst du drehen oder wenden, das wird nicht von heute auf morgen sein.

    Ich habe ja auch mal an dem Punkt gestanden, nur mit veränderten Vorzeichen, weil ich ja die Trinkende war. Ich habe eine Paartherapie nicht gewollt, weil mich die Symbiose erdrückt hätte. Zwei Dinge gleichzeitig hätten mich total überfordert. Mag sein, dass es ihr an diesem Punkt ähnlich geht?!

    Ich habe mal hier im Forum gelesen, dass man Menschen an dem messen soll, was sie TUN und nicht an dem was sie tun wollen.

    Lg Maria

    Hallo Karl,

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    Ich muss gestehen, dass ich mich trotz aller Geschehnisse bisher mit der Krankheit nicht ausreichend auseinander gesetzt habe. Vielleicht wollte ich einfach verdrängen.

    Habe ich richtig verstanden? Auch wenn ich selbst die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe, würde mir die Mehrzahl der Forenmitglieder einen radikalen Schnitt empfehlen? Ich will noch einmal betonen: Es gab weder von mir noch von meiner Frau bisher einen Versuch externe Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Da liegt doch ein erster Ansatz hinzuschauen, was Alkoholismus überhaupt ist und was es bedeutet. Mir ging es damals so, dass ich mit ziemlichem Falschwissen ausgestattet war, trotz Kind eines Alkoholikers. Zum einen, weil ich es auch lange gar nicht anders Wissen wollte und zum anderen, weil viel "frisiertes" Wissen im Umlauf ist.

    Bei mir selbst wurde ein Weg draus, als ich einfach nicht mehr wollte und die Erfüllung oder *Kick*, den ich mir vom alltäglichen Zuschütten erhoffte, nicht mehr einsetzte. Ich fühlte nur noch eine große Leere, die bewirkte bei mir, dass ich anfing umzudenken.
    Kein Mensch, unabhängig ob mit Liebe oder mit Gewalt hätte mich dazu bewegen können, wenn ich es nicht selbst gewollt hätte.

    Bei mir war es im Übrigen anders herum. Ich erkenne vollständig an, dass ich Alkoholikerin und richte seitdem ich das weiß, mein Leben danach aus. Viele Menschen, die an meiner Seite waren, sind es heute nicht mehr. Weil sie den Weg nicht mitgehen konnten.

    Für viele Menschen da draußen ist übermässiges Trinken eben eine Willenschwäche.

    Ich denke, wenn du die Hoffnung noch nicht aufgegeben hast, schau' dass du dich informierst und dich aufklärst, worum es bei dieser Sucht geht - und lass' dir in deiner Hilflosigkeit helfen.

    Alles Gute für dir,
    Maria

    Hallo Seidenraupe,

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    Vor allem diese Unruhe macht mir sehr zu schaffen, da sie ähnlich wie Entzugserscheinungen für mich ist. Suchtdruck stellt sich sozusagen sofort ein. Ich habe mich erfolgreich gewehrt, brauchte aber noch eine Weile, bis es mir besser ging.

    Das erinnert mich an mich: Ich hatte sehr lange in meiner frischen Abstinenz mit einer Art unterschwelligen Suchtdruck (so habe ich das für mich genannt) zu tun. Das machte mich zeitweise echt mürbe, weil ich wollte trocken sein und hatte eigentlich erwartet, dass sowas in der Art nicht sein müsste. Dieser Druck zeigte sich bei mir auch in Unruhe, Nervösität und Gereiztheit. Heute würde ich sagen als Ergebnis von dem Streß, den ich über Tag hatte oder der sich über Tage angesammelt hat und den ich ja nun so zu lösen hatte, ohne zum Alkohol zu greifen. Darüber ging mir ebenso auf, dass das nicht nebenbei mir zufällt. Schließlich habe ich den größten Teil meines Lebens genau anders reagiert, mir keine Gedanken gemacht, sondern stattdessen lieber zur Flasche gegriffen.

    Mir ging darüber auf, dass genau da mein Ansatz liegt. Anstatt mich darüber zu ärgern, dass mich dieses Gefühl ereilt, habe ich dieses Gefühl zum Anlass genommen, genau hinzugucken, was da eventuell nicht richtig läuft und wo ich was ändern kann, damit ich als Ergebnis nicht mit dem unterschwelligen Suchtdruck reagiere bzw. wie ich diesen Druck "sanft" lösen kann.

    Und da gibt es ja eine ganze Bandbreite von ungefährlichen Hilfsmitteln. Ich z. B. jogge regelmässig, was mir sehr dabei hilft, den Ballast abzuschütteln.

    Nach und nach lernte ich mich so besser kennen und das Gefühl stellte sich ein. Das ging nicht von heute auf morgen und dauerte echt was. Selbst nach meiner längeren Trockenzeit, wenn ich unter Stress stehe, reagiere ich heute noch ähnlich. Heute kann ich jedoch besser damit umgehen und nehme quasi von selbst schon den Schritt raus.

    Schau, dass du dir was Gutes tust, guck genau hin und vielleicht musst du dein Leben "nur" etwas entschleunigen.

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Zotti,

    diese Frage habe ich mir auch häufiger gestellt, vor allem noch in der Zeit, als ich noch davon überzeugt war, eine Kontrolle wieder erlangen zu können. Irgendwann war mir die Beantwortung dann egal. Ich habe mich dann darauf konzentriert, dass es eben so ist und wie ich lernen kann, mein Leben ohne Alkohol zu leben. Nach einer Zeit ohne Alkohol wurde mir klar, dass ich - ehrlich und offen betrachtet - nie wirklich eine Kontrolle über Alkohol hatte. Meine ersten Kontakte waren schon von Kontrollverlusten geprägt.

    Lg Maria

    Hallo ClaudiA,

    manchmal zeigt eine Müdigkeit an, dass eingetretene Wege zu wechseln sind. Und da wo der eigene Blick nicht reicht, ist es sehr gut, andere Sichtweisen einzuholen.
    Vielleicht bist du ja an so einem Punkt, den ich selbst auch kenne.

    Auf jeden Fall finde ich es gut, dass du dich erinnerst und dich hier meldest.

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Quantensprung,

    da komme ich doch mal gleich auf einen Gegenbesuch vorbei.

    In meiner frischen Abstinenz habe ich drum gebeten in meinem Beisein keinen Alkohol zu trinken oder bin halt fern geblieben, wenn ich wusste, dass Alkohol da oder dort konsumiert wurde. Allerdings kann ich da hinzufügen, dass ich mich im ersten Jahr ziemlich zurück gezogen habe, weil ich mit dem Trockenwerden bzw. Ernüchtern genug zu tun hatte.

    Zitat

    ...weil das definitiv nicht mehr meine Welt ist.

    So ging und geht es mir auch. Nach und nach hat sich so heraus kristallisiert, wer aus freien Stücken auf Konsum in meiner Anwesenheit verzichten kann, einfach weil er/sie möchte, dass ich dabei bin. Oder wer es eben nicht kann, und da gibt keine verbindende Elemente. Heute eine schlichte Erkenntnis, in meinen Anfängen eine echte Aufgabe ;-).

    Ich verbiete niemanden Alkohol zu trinken. Das kann jeder so halten, wie er möchte.

    Ich jedoch habe für mich entschieden, dass ich von meiner Seite her so wenig wie möglich mit Alkohol konfrontiert werden möchte, um den tiefen Wunsch mir ein trockenes Leben aufbauen zu können, nicht zu gefährden. Das hätte ich nicht in der Konsequenz gekonnt, ohne den echten realen Abstand. Es sind weniger Menschen geworden, das ist wohl wahr. Aber die sind mir heute genauso wertvoll, wie spüren zu können, unabhängig sein zu dürfen.

    Vollkommen ohne Konfrontation mit Alkohol durchs Leben zu gehen ist natürlich nicht möglich, dafür hat der Alkohol ja den Stellenwert, den er hat in unserer Gesellschaft. Aber es ist ein Unterschied, ob ich ihm einen Platz in meinem Leben lasse oder ich mich entferne.

    Zum Notfallkoffer habe ich schon häufiger geschrieben, dass ich immer wieder lese, dass er Vielen eine echte Hilfe ist. Ich hatte nie einen. Ich sehe es so (im übertragenen Sinn), wenn mein Koffer zu voll & zu schwer ist, atme ich tief durch und leere den Ballast, der sich angesammelt hat und dann gehe ich lockeren Fusses weiter. Mehr brauche ich nicht.

    Viele Grüße
    Maria

    Danke für deinen Besuch hier, Walcholderfrau.

    Was mir an meinem nüchternen Leben gefällt ist es, Entscheidungen treffen zu können.
    Mich nicht mehr drehen zu müssen und nicht voran zu kommen. Die Erinnerung an das zähe Gefühl nicht einen Schritt voran zu kommen, in einer Sackgasse zu sein, jagt mir immer einen Schauer über den Rücken.

    Nicht mehr abhängig zu sein, bedeutet ein großes Stück Freiheit.

    Maria

    Hallo Seidenraupe,

    nur du kannst wissen, was eventuell fehlt oder du anders machen könntest, damit du trocken bleibst.

    Bei mir siehts so aus:
    Ich habe gelernt, dass alles bei mir anfängt. Dass es sehr wichtig ist, wie ernst ich mich selbst nehme und wie ich daraus handele. Wenn ich selbst nicht vollständig anerkenne, dass ich alkoholabhängig bin, hat Alkohol immer ein Zugriff bei mir.
    Hoffen, dass ich trocken bleibe, tue ich nicht, weil es mir zuwenig wäre & wenn ich rückfällig werde, dann liegt es schließlich an mir. Ich öffne doch die Pulle niemand anderes.
    So war und ist meine Konsequenz daraus, wenn ich nicht mehr trinken will bzw. in einen Bereich kommen möchte, der mich rückfällig werden lassen könnte, muss ich mir den Raum dafür schaffen, wo ich trocken bleiben kann. Weil wenn ich dem Alkohol zu nahe komme (damit meine ich auch geistig nicht nur körperlich), dann verselbständigt sich das und ab da hätte ich eigentlich keine Chance mehr.


    Zitat

    ..war die Betonung auf EIN Rückfall...

    Ich habe dich schon verstanden.

    Trotzdem bin ich immer wieder erstaunt, wenn ein Rückfall so nebenbei erwähnt oder einkalkuliert wird. Ich weiß, dass zu unserer Krankheit Rückfälle dazugehören, dass sie Teil sind. Wir lesen hier ja auch immer wieder von Menschen, die von Rückfällen schreiben und auch schreiben, dass sie "irgendwie" dazugehört haben, um die Sucht schlußendlich anerkennen zu können und heute trocken sind.

    Von denen, die sogar den einen Rückfall nicht überlebt haben, können wir ja nicht lesen.

    So bekommt EIN Rückfall leider ein ganz falsches Bild, finde ich.

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Andreas,

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    alkoholkrank ist man ein Leben lang...das darf man nie vergessen.

    Das stimmt. Eine Heilung erfahren wir nicht.

    Ich habe es ähnlich erlebt wie du. Das Nichttrinken empfand ich "eigentlich" als gar nicht so schlimm. Das Nüchtern werden und danach handeln, hingegen schon etwas mehr. Zwischendrin wird der eigene Handlungsspielraum dann wieder größer. Manchmal auch bedingt dadurch, womit das Leben eben aufwartet. Da zeigt es sich dann, habe ich verinnerlicht, worum es geht - so empfand ich es zumindest.

    Danke für deine Antwort.

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Andreas,

    das gefällt mir. Ich kann mir schon vorstellen, dass es bereichernd ist, so ein Projekt umzusetzen. Zu sehen, wie aus einer Idee, was handfestes wird und in den Bereich der Möglichkeit wächst.

    Allerdings frage ich mich hierbei:

    Zitat

    Nun, das funktioniert bisher ganz gut und es gibt mir weiter Stabilität, weitere Gründe, dauerhaft auch abstinent zu bleiben.

    Wenn alles nicht gut läuft, wäre es denn dann so, dass es wieder Gründe wären, deine Trockenheit in Frage zu stellen?

    Lg Maria

    Hallo,

    Zitat

    Ein Rückfall wäre nicht tragisch...

    für mich persönlich wäre es der Super-Gau, denn ich wüsste nie, ob es nicht mein letzter wäre... und das sehe ich für mich nicht im positiven Sinne.

    Zitat

    Was tickt da falsch in meinem Kopf??

    Seidenraupe, was tust du denn konkret bzw. wie sieht denn deine Risikominimierung aus? Vielleicht liegt da ja ein Ansatz?

    Lg Maria

    Hallo Nys,

    ja - das war MEIN gefühlt ewig währender Konflikt.
    Der ist nicht ungewöhnlich und es wird sich der/die eine oder andere Alkoholiker/in drin wieder erkennen. So tickt die Sucht.

    Und aus diesem Dilemma heraus beginnt es mit einem echten 1. Schritt, da haste wohl recht ;-).

    Na ja... wenn ich eine Wahl gehabt hätte, wäre ich lieber nicht suchtkrank und hätte am liebsten keine Schwächen, aber das durfte ich bislang erfahren... ganz oft habe ich eine Wahl, aber manchmal eben nicht & dann heißt es zu akzeptieren, was eben ist.

    Liebe Grüße
    Maria