Hallo Consuela,
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Die Schraube, die sich langsam nach unten dreht und endlich das (An-) Erkennen dieser elenden Spirale war mein eigener persönlicher Punkt, der mich dazu brachte den Abwärtssog zu stoppen...
Das ist es wo auch ich mich hier und heute in vielen Beiträgen wiederfinde bzw. wiedererkenne, vollkommen unabhängig davon, wo sich dieser (Tief-)Punkt auf der Spirale befand.
Oft schüttel ich aber auch hier und heute über mich selbst mit dem Kopf, dass ich es nicht vorher/früher sehen oder anerkennen konnte. Es hat mich ja lange genug begleitet, so dass ich es schon eher hätte erkennen können. Wenn ich an die vielen Male denke, wo ich zitternd über einen Eimer gehangen habe, ich das Gefühl hatte mir zerplatzt der Kopf vor Schmerzen, ich dachte ich sterbe und mir geschworen habe... nie wieder einen einzigen Tropfen nur...
Ich hadere nicht damit, aber trotzdem kann ich es nicht verstehen. Auch wenn es eine Sucht ist, ich habe mich jedesmal doch auch entschieden zu trinken, mich zu ergeben und mich dahinter zu verstecken, nichts tun zu können.
Obwohl das so nicht ganz richtig ist: ich habe es schon mehrfach versucht. Da lag mein Tun eben darin, gewisse Zeiten nicht zu trinken, in der Hoffnung, dass sich das mit dem Konsum eben wieder einrenkt, also Trinkpausen einzulegen. Das was sich mir zeigte, ein wenig halbherzige Aufmerksamkeit zu schenken und dann passt das schon. Das reichte aber eben nicht und schickte mich jedes Mal tiefer runter.
Wie ich ja eingangs schon schrieb, ich habe hier längere Zeit im offenen Bereich gelesen. Ab und an hat es mich davon abgebracht, meine Sucht anerkennen zu können. Ich weiß nicht woran das lag. Vielleicht war ich da noch nicht soweit, oder eine Klarheit fehlte, die für mich wichtig gewesen wäre.
Jedoch kann ich mich noch gut an die beiden User erinnern, die mir mit ihren Threads geholfen haben, mich zu hinterfragen und hinzusehen, wie es bei mir ist - unabhängig wie es bei anderen ist. Vielen Dank an euch beiden, die ihr mir quasi den Weg beleuchtet habt
. (ich lese sie heute auch noch ab und an... und freu mich sehr, dass sie weiter trocken unterwegs sind).
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...den Abwärtssog zu stoppen, indem ich mich ganz klar und nüchtern anschaute und den Weg heraus suchte...
Genau. So habe ich das auch gemacht. Wenn ich jetzt komplett zurück blicke, war das so schwer gar nicht. Aber wenn ich alte Beiträge von mir lese, kann ich nachfühlen, wie es zu der Zeit war, und dass es doch schwer war. Ich habe mich lange gefühlt, als würde ich Ballast von Jahrzehnten mitschleppen. Die Anfangseuphorie, von denen viele ergriffen werden, die hatte ich gar nicht. Erst fand ich das doof, später dachte ich, vielleicht sogar ganz gut so. Mir war recht schnell klar, dass sich grundlegendes in meinem Leben zu ändern hatte. Und dass dies, wie alles in meinem Leben, mir nicht einfach mal nebenbei so zufällt, sondern ich was dafür tun muss.
Ich stieß kontinuierlich an meine eigenen Grenzen. Und das hat mich nebenbei total frustriert. Gleichzeitig hatte ich aber zu lernen, ohne Alkohol, mit Frust & Gefühlen jeglicher Art umgehen zu lernen. Doch - ganz ehrlich - ich fand das oft ganz schön ätzend ;-). Und heute gefällt mir genau das (Gefühle echt empfinden zu können) total gut und empfinde das als das wahre Geschenk der Trockenheit.
Danke für deine Zeilen.
Maria