Beiträge von Maria

    Hallo Delia,

    in gewisser Weise haben die Menschen recht. DU bist verantwortlich für dein Tun. Niemand sonst. Du allein entscheidest den trockenen Weg einzuschlagen, oder aber dem Kreislauf & der Spirale der Sucht weiter zu folgen.

    Bei dir fängt es an.

    Lg Maria

    Hallo Marion,

    ich freu mich sehr für dich, dass dir deine Trockenheit so zufällt. Das ist nicht der Regelfall.
    Schließe mich Samsara daher in ihrer Nachdenklichkeit an, weil ja auch du deine Gründe hattest, dich hier anzumelden.

    Mir erscheint (das muss nicht viel heißen, ist lediglich mein Eindruck beim Lesen deiner Beiträge), dass du hier überall vertreten bist - außer bei dir.

    Grüße
    Maria

    Hallo Delia,

    ich weiß nicht genau wie ich schreiben soll, weil ich jemand bin, der eher deutlich in den Hintern tritt, weil es bei unserer Sucht einfach keinen Spielraum gibt. Da gibt es nur entweder oder. Und diese Entscheidung trifft jeder für sich allein und auch die Wege, die draus resultieren.

    Was ich aber auch aus deinen Zeilen rauslese ist, dass sich bei dir wohl der Druck in allen Bereichen erhöht hat. Und der Druck mit dem Rauchen als letztes Quentchen scheinbar dazu gekommen ist.

    Hast du mit den Ärzten offen & ehrlich gesprochen? Vielleicht wissen sie ja eine Möglichkeit, wie du das Rauchen evtl. schrittweise aufgeben kannst, um deinen Wunsch nach Trockenheit nicht zu gefährden?

    Lernen Grenzen zu setzen ist eine große Aufgabe - da kann ich dich vollkommen verstehen. Es geht aber nicht ohne.

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Jonas,

    zugegebenermaßen mir sind die Ausführungen zu hoch & für mich erschließt sich der Sinn nicht. Bei dieser Art von Gedankengängen verzettel mich noch heute. Vor allem aber in meiner frischen Abstinenz hätte das eine echte Gefahr für mich bedeutet.

    Ich bin aus einem Kreislauf ausgestiegen. Dafür brauchte ich Klarheit und eine Struktur an die ich mich halten konnte, damit ich mich nicht aus Versehen im Kreis wiederfinde.

    Aber hier geht's ja um dich und nicht um mich. Und wenn für dich alles klar ist, dann ist das wohl gut.

    Grüße
    Maria

    Hallo Frank,

    ich hatte Jonas eine Frage gestellt & ihm nichts unterstellt.

    Ich halte nichts von Gedanken in die Richtung. Für mich besteht die größte Rückfallgefahr aus einem zu geringem Abstand zum Suchtmittel. Und sich einen Platz für mögliche Entwicklungen pro Alk frei zu halten zeugt nicht davon, einen unerlässlichen Abstand aufzubauen.

    Maria

    Hallo Jonas,

    Zitat


    Ich gehe davon aus, dass die Suchtforschung sehr gut voran kommen wird, denn schließlich ziehen hier Markt (Absatz), Finanzminister(Steuern) und Krankenkassen (Kosten durch Suchtkrankheit) an einem Strang.

    Und was hieße das für dich? Wieder hoch die Tassen?


    Übrigens: Ich gehe davon aus, dass dies vollkommen gegenteilig ist... denn schließlich zieht alleine der Profit und der wird gemacht, mit den Menschen, die manipulierbar sind.

    Schöne Grüße
    Maria

    Hallo Delia,

    ganz am Anfang hatte ich die leise Hoffnung, wenn ich nicht mehr trinke wird alles gut. Alle Probleme und Problemchen lösen sich in Wohlgefallen auf und ich schwebe wie auf ein rosa Wölkchen durch mein Leben.

    Recht schnell wurde mir klar, dass dies nicht so ist und habe mich in der Realtität wiedergefunden. Ich kann dazu sagen, dass ich die Anfangseuphorie vieler Frischtrockener gar nicht hatte. Ich war zwar erleichtert und froh, aber wußte, dass ich einiges grundlegend zu ändern hatte in meinem Leben, wenn ich nicht nur eine Trinkpause anvisieren möchte, sondern mir eine dauerhafte und möglichst zufriedene Trockenheit erarbeiten möchte.
    Dazu wusste ich, dass eben dies bedeutete, an meine inneren Grenzen zu stossen. Dass ich einerseits über mich hinaus wachsen musste und Grenzen erweitern musste und andererseits aber lernen musste, Grenzen anzuerkennen.

    Ich habe irgendwann mein Recht auf eigene Entwicklung und auf die Findung meines eigenen Rhythmus' gefunden. Das war so eine Art Befreiung für mich.

    Heute kann ich sagen, durch meine Entscheidung ein trockenes Leben führen zu wollen, hat sich sehr viel geändert. Und es wird sich noch viel ändern.

    Die Erde dreht sich - und ich bin mit dabei :-). DAS ist der wesentlichste Unterschied zu meinen nassen Zeiten. Da hat sie sich nämlich auch gedreht - nur ich habe mich selbst ausgeschlossen & bin im Nebel geirrt.

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Delia,

    schön, dass es dir besser geht und sich der Druck gelöst hat.

    Ich weine auch viel mehr bzw. ich weine nun, wenn mir danach ist. Ich finde, da hat sich unser "Erbauer" ein gutes Ventil einfallen lassen ;-).

    Schönen Abend,
    lg Maria

    Hallo Delia,

    Entscheidungen für sich zu treffen, bedeutet auf der anderen Seite auch - Entscheidungen gegen andere zu treffen.

    Ich vermute mal, dass dies lange Jahre anders gelaufen sein wird (so war es jedenfalls bei mir). Ich hatte irgendwann den Eindruck, dass ich nur noch überall anecke. Rückblickend würde ich sagen, das gehört zur Entwicklung dazu. Denn zu meinem trocken werden, gehörte erstmals meine Position im Leben zu finden. Das stieß nicht ausschließlich auf Gegenliebe, weil es neu war (nicht nur für mich) und ich auf einmal gar nicht mehr so bequem und steuerbar.

    Ich versuche bei meinem Weg zu bleiben, auch wenn der Druck von außen hoch ist. Das ist nicht immer leicht; da kann ich dich gut verstehen.

    Aber die Alternative wäre wieder schlucken & mich selbst zu treten in Sachen, dir mir ernst sind.
    Das ist heute jedoch vorbei und das darf ruhig jeder wissen ;-).

    Liebe Grüße
    Maria

    Danke für deine Erklärung, Hartmut. Du weißt ja... wer nicht fragt bleibt ohne Antwort ;)

    Zitat

    ...und rannte am Anfang der Hoffnung nach, das alles um mich herum mit verändert, nur weil ich nun trocken lebe. Das war nun mal nicht so.

    Ja - das kenne ich durchaus auch von mir... aber das wäre nun wieder ein anderes Thema.

    Für mich heißt trocken leben in Bewegung sein & mit offenen Augen durch die Welt zu gehn. Da finde ich mich wieder was du schreibst:

    Zitat

    Mich hält meine Alkoholkrankheit trocken und nicht das Leben.


    Anwenden was ich gelernt habe und daraus schöpfen.

    Lösungen & Möglichkeiten finden. Auch mal Aushalten und Akzeptieren.
    Von jedem ein bisschen irgendwie.

    Maria

    Hallo Hartmut,

    meine Frage bezieht sich darauf, was jeder mit trockenem Leben für sich verbindet - ohne einer Wertung.

    Zitat

    für mich wird das "Trockene Leben" meist überbewertet

    Daher versteh' ich das jetzt nicht ganz ;-)... Was meinst du damit konkret?

    Lg Maria

    Hallo Tom,

    herzlich willkommen im Forum.

    Zitat

    leidensgenossen

    Da muss ich direkt mal einhaken ;) - als Leidensgenossin seh ich mich nicht. Ich bin sehr froh, mich aus den Klauen der Sucht befreit zu haben und meine Chance auf Trockenheit ergriffen zu haben. Das ist für mich was ganz anderes, als zu leiden.

    Was du beschreibst bzgl. deines Schlafes - erinnere ich mich das an mich. Ich brauchte anfangs sehr viel Schlaf und Ruhe. Ich hätte auch erwartet über mehr Energie zu verfügen, aber das war erst nicht so.

    Ich habe mir die Ruhe & den Rückzug gegönnt, soweit wie mir eben möglich war zu dem Zeitpunkt. Das hatte ich zudem zu lernen, wie das geht, sowie mit "Stimmungen & Gefühlen" umzugehen. Das war ja alles neu.

    Jahrzehntelang habe ich auf der Überholspur gelebt und mein Hilfsmittel dafür, damit ich das "aushielt" war der Alkohol.

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo und danke schön,

    ich habe schon gedacht, dass dieses Thema irgendwie im Sande verläuft.

    Zitat

    Die Frage suggeriert allerdings auch, nach den Gemeinsamkeiten zu fahnden.

    Das war mein Ausgangspunkt für die Frage. Nach den Gemeinsamkeiten fahnden.

    Zitat

    Nachdem, das Verbindet und es uns gestattet, trotz oder wegen den mannigfachen und auch ungleichen Lebenserfahrungen, die Berührungspunkte herauszuarbeiten, die ein zufriedenes, dauerhaft nüchternes Leben erst zulassen.

    Ja.

    Hier habe ich gelernt, dass trocken werden, trocken sein und ein trockenes Leben leben sehr wohl Unterschiede beinhaltet. Zum einen die Phasen der natürlichen Entwicklung . (ich weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll)

    Zitat

    Wenn Trocken werden und Trocken bleiben dasselbe sind, dann gibt's sowas wie Trocken werden gar nicht. Dann beginnt nach dem (aller)letzten Schluck Alkohol schon das Trocken bleiben. Aber, ist man da denn schon trocken? Oder es bleibt ein immer währendes Trocken werden, aber dann ist man nie trocken?

    Und zum anderen das Verständnis.

    Zitat

    Die Einen reden/schreiben vom Trockenwerden....

    Das ist für mich noch nass.

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    Zitat

    Mir reicht "trocken leben" zum Leben.

    Das hätte ich gerne separat und mache ein eigenes Thema zu auf.

    Lg Maria

    Danke Karsten.

    Zitat

    Hier wird oft nach einer Woche ohne Alkohol schon argumentiert, diskutiert und in Frage gestellt.

    Ja - das lese ich auch öfter. Das habe ich in meiner Anfangszeit als äußerst verwirrend empfunden. Der eine so - der andere so. Und hat 'ne gewisse eigene Zeit gedauert, trockene Worte zu erkennen. Von daher finde ich nachfragen & reflektieren gehört dazu.


    Hallo Delia,

    Zitat


    .... würde mir wünschen, daß ihr Langzeittrockene euch öfters mal in Diskussionen einklinkt..

    Das gibt es ja alles. Schau mal in den Tiefen des Forums und lies mal quer.
    Vor allem das "einklinken in Diskussionen" ermüdet und lässt den Sinn warum wir eigentlich hier sind, total vergessen.
    Ich selbst mich vor kurzem im erweiterten Bereich in meinem TB gefragt, ob ich mich überhaupt noch einmischen soll. Wenn dann auf der anderen eine "Salve" losgeht. Das ist nicht einfach. Weil auch länger Trockene sind hier, um an ihrer Trockenheit zu arbeiten.

    Während ein kritisches Nachfragen (weil was nicht verstanden wurde) und Erklären - was ganz anderes ist. DAS führt zu einem fruchtbaren Austausch und bringt beide Seiten weiter. Das wäre ja DAS wünscheswerte... stimme ich dir zu... - kommt aber eher selten vor. Bzw. kommt das wieder sehr darauf an, wie sehr der Betroffene was wissen möchte.

    Ganz ehrlich... bin ich grade angenehm überrascht, dass dieser Thread bereits 5 Seiten ohne "Tiefschläge" verläuft ;-).

    Auch mal dafür ein DANK :P

    Lg Maria