Hallo Delia,
ganz am Anfang hatte ich die leise Hoffnung, wenn ich nicht mehr trinke wird alles gut. Alle Probleme und Problemchen lösen sich in Wohlgefallen auf und ich schwebe wie auf ein rosa Wölkchen durch mein Leben.
Recht schnell wurde mir klar, dass dies nicht so ist und habe mich in der Realtität wiedergefunden. Ich kann dazu sagen, dass ich die Anfangseuphorie vieler Frischtrockener gar nicht hatte. Ich war zwar erleichtert und froh, aber wußte, dass ich einiges grundlegend zu ändern hatte in meinem Leben, wenn ich nicht nur eine Trinkpause anvisieren möchte, sondern mir eine dauerhafte und möglichst zufriedene Trockenheit erarbeiten möchte.
Dazu wusste ich, dass eben dies bedeutete, an meine inneren Grenzen zu stossen. Dass ich einerseits über mich hinaus wachsen musste und Grenzen erweitern musste und andererseits aber lernen musste, Grenzen anzuerkennen.
Ich habe irgendwann mein Recht auf eigene Entwicklung und auf die Findung meines eigenen Rhythmus' gefunden. Das war so eine Art Befreiung für mich.
Heute kann ich sagen, durch meine Entscheidung ein trockenes Leben führen zu wollen, hat sich sehr viel geändert. Und es wird sich noch viel ändern.
Die Erde dreht sich - und ich bin mit dabei :-). DAS ist der wesentlichste Unterschied zu meinen nassen Zeiten. Da hat sie sich nämlich auch gedreht - nur ich habe mich selbst ausgeschlossen & bin im Nebel geirrt.
Liebe Grüße
Maria