Zitat von silberkralleglück auf chaosimleben
kann deine abgrenzung ne art "angst vor enttäuschung" sein?
ich empfinde "mitleid" mit noch nassen + sprech sie oft an (ich hab mir in meiner nassen zeit immer eingebildet s merkt keiner) - ich weis aber ganz genau dass ich mir meist ne abfuhr oder ne enttäuschung einhandel (masochismus?)schönes we
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matthias
Hallo Silberkralle,
die Art von Enttäuschung habe ich schon viele Male erlebt und auch in mir steckt wohl ein gehöriges Maß an masochismus, aber vor allen Dingen habe ich mein Helfersyndrom noch nicht abgelegt. Vielleicht ist es ja das, zu wissen das ich nicht helfen kann, und nach drei Jahren abstinenz immer noch nicht verstehen kann, warum die Menschen weiter trinken, wo sie doch Hilfe angeboten bekommen. Aber nein, sie sitzen in den zur Verfügung gestellten Wohnungen und haben nichts besseres zu tun als weiter zu saufen. Und da spüre ich, wie überheblich und ablehnend ich diesen Personen entgegen trete.
Wie arrogant ich da stehe und mir sage, ich bin besser als ihr, ich habe es geschafft, bin nicht so weit gesunken wie ihr.
In der Therapie wurde uns immer wieder gesagt das 80% aller Alkoholiker nach der 1. Therapie rückfällig würden und das eine Therapie alleine nie ausreichen würde. Fast in allen Fällen würden die Alkis noch mal kommen müssen.
Ich hatte bisher noch keinen Rückfall, und ich schwöre, mein Leben ist nach der Therapie bis heute kein Zuckerschlecken.
Und natürlich ist es klar das niemand mit ihnen Kontakt möchte der nicht in der gleichen Situation steckt, aber ich müsste doch das allermeiste Verständnis für sie haben. Statt dessen verurteile ich sie und ihre Lebensweise. Manchmal möchte ich sie am liebsten packen und schütteln.