Beiträge von chaosimleben

    Erst einmalein ganz liebes Hallo an alle die sich noch an mich erinnern können. :D
    Ich war lange nicht mehr im Forum. Mir ist es psychisch sehr schlecht gegangen, aber jetzt bin ich wieder zurück. Und es geht mir bestens. Ich habe trotz meiner schlechten Verfassung nicht zum Alk gegriffen, und darauf bin ich sehr stolz.
    Endlich habe ich wieder eine Arbeite gefunden die ich am 01.01.2010 antreten werde. Das hat einen Umzug in eine andere Stadt zur Folge. Und darüber bin ich sehr glücklich. In der Stadt in der ich jetzt wohne geht es mir nur schlecht. Und in der neuen Stadt habe ich schon sehr viele Kontakte geknüpft. Die meisten wissen davon das ich Alkoholiker bin und unterstützen mich in jeder Hinsicht. Dort kann ich endlich ich sein. Meinen neuen Mietvertrag habe ich auch schon unterschrieben. Ich habe also Nägel mit Köpfen gemacht. Auch wenn es einige in meiner Familie nicht so gerne sehen. Es muss sein das ich hier weg gehe. Nach einer schweren Krebserkrankung ist meine Mutter im April verstorben. Das hat mich zusätzlich nach unten gezogen. Und jetzt denke ich auch mal an mich, denn alles was mit meiner Mutter zu tun hatte ist an mir hängen geblieben. Und nun soll ich mich auch noch um die restliche Familie kümmern. Das kann und will ich nicht mehr. Was vielleicht wie eine Flucht aussieht ist für mich ein Neuanfang den ich ganz dringend brauche, damit es mir gut geht.
    So das ist erst mal genug für den Anfang.
    GLG Cora

    Ich danke euch.
    Es war so als ging der Rollo runter und alles war dunkel.
    Ich habe immer wieder nach dem warum ist das so und nicht so? Warum geht nichts vorwärts? Wozu quäle ich mich so? Welchen Sinn hat das alles?
    Aber irgendwie wollte ich die Antworten nicht wirklich. Denn sie werfen ja immer mehr Fragen auf. Akzeptanz und Geduld, das ist es was mir noch fehlt. Und mein verflixter Stolz der mich immer wieder davon abhält um Hilfe zu bitten. Dann kam dieses grausige Loch und hat mich fast verschlungen. und dann kam noch die Angst wieder dort hin zu kommen wo ich schon einmal war. In der Hölle. Das war ein fürchterlicher Gedanke. Da kam mir wieder mein o. g. Stolz zugute. Zu stolz um rückfällig zu werden. und mein Wille habt mir gezeigt, das es keine Schwäche ist um Hilfe zu bitten. Und das habe ich heute wieder getan. In einer ganz wichtigen Sache. Und diesmal kam, wie ich mir einredete, kein NEIN, es kam ein JA und das zeigt mir das es sich lohnt weiter zu machen. Geradeaus zu gehen, nicht vom Weg abzukommen den ich die ganze Zeit schon gehe. Er ist nicht leicht, aber er ist wie er ist, und es ist gut so. Wäre es nicht so, dann würde ich vielleicht gar nicht mehr leben. Und bald haben wir Frühling. Soll ich den verpassen? Nein, und ich habe gestern wieder eine positive Nachricht erhalten die mir noch mehr Kraft gibt immer weiter zu laufen. Vielleicht habe ich dieses Loch gebraucht um zu sehen, was ich schon alles für mich getan habe. Heute zweifle ich nicht an mir. Ich weiss nicht ob das morgen auch noch so ist, aber was spielt das für eine Rolle? Heute ist heute. und wenn es mir morgen schlecht geht, bitte ich um Hilfe. Dann stehen die Chancen wieder 50/50 ein ja zu bekommen, und ist das nicht mehr als viele andere bekommen?

    Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und ein tolles, sonniges Wochenende

    Hallo,
    da bin ich wieder. In der letzten Zeit habe ich einfach neben mir gestanden. Ich habe immer wieder zwanghaft versucht, Ordnung in mein Chaos zu bringen, aber es ist mir einfach nicht gelungen.

    Obwohl ich Angst hatte einen Rückfall zu bauen, war ich stark genug es nicht zu tun. Ich habe einfach den Überblick verloren. Habe nicht mehr gesehen, was ich alles schon geschafft habe. ich hatte nur eins im Sinn: Du bringst nichts fertig, hast dein leben nicht im Griff, kommst einfach nicht vorwärts.

    Ich habe mich aber mit Hilfe meiner Therapeutin, meines Therapeuten aus der LZT und Freunden und Verwandten wieder gefangen.
    Ich habe zwar immer noch das Gefühl wieder Rückschritte zu machen, aber daran arbeite ich mit viel Energie. Es ist ein seltsames Gefühl in so ein tiefes Loch gefallen zu sein. Zumal es mir doch die ganze Zeit so gut gegangen ist. Aber ich habe begriffen, dass das wohl zu meinem Leben dazu gehört.

    Ich bin froh so viel Hilfe um mich herum zu haben und mich auch mal fallen lassen zu dürfen.
    Jetzt starte ich einen neuen Versuch mich mal wieder öfter hier einzubringen.

    Ganz liebe Grüße Cora

    Hallo Chrissi,
    ich musste gerade über deinen Beitrag schmunzeln, denn mir ist es ganauso gegangen. Ich freu mich für dich, das du endlich den Neuanfang gewagt hast. Toll für dich.
    Aber ich will dir nicht verschweigen, dass ich nach 13 Monaten Abstinenz in der vergangenen Woche in ein riesiges Loch gefallen bin ohne zu wissen weshalb. Ich habe das große Glück, Menschen um mich zu haben, die mich auffangen und mir helfen, trocken zu bleiben. Und ich habe dieses Forum hier. Das ist auch eine riesige Hilfe für mich.
    Mach weiter wie du begonnen hast. Hol dir Hilfe und Unterstützung wo du nur kannst.

    Liebe Grüße Cora

    Hallo Krissi,
    auch von mir ein herzliches Willkommen. 10 Jahre. Bis dahin ist es noch ein ganzes Stück Weg. Du hast das alleine und aus freien Stücken geschafft. Das finde ich riesig. Vielleicht ist jetzt jetzt aber langsam an der Zeit das du deinem Umfeld mitteilst wie es in der aussieht. Du schleppst so vieles mit dir rum und versuchst alles allein mit dir aus zu machen. Den Fehler mache ich schon die ganze Zeit, aber jetzt sind ein paar Menschen in mein Leben getreten, (weil ich es endlich zugelassen habe) die mir ganz klar aufzeichnen, dass jeder Hilfe braucht, und sie auch in Anspruch nehmen darf. Sag deinen "Freunden" wie es in dir aussieht. Und such dir auch ein neues Umfeld für dich alleine. Nach 10 Jahren in Frage zu stellen, ob deine Entscheidung richtig war ist sehr gefährlich. Das weiss ich sogar schon nach 13 Monaten abstinenz. Es wäre Schade, wenn du so lange Zeit aufgeben würdest, nur um nicht als sogenannter Außenseiter da zu stehen. Sieh es doch mal andersrum und sprich deine Leute mal auf ihr Trinkverhalten an. Da wäre ich echt mal gespannt drauf was sie dazu sagen. Ich hatte das Glück, das sich mein Umfeld nach meiner Entgiftung und meiner Therapie ernsthaft Gedanken über das Thema gemacht haben, da in unserer Familie auch sehr viel Alkohol getrunken wird. Natürlich können wir nicht von allen verlangen, dass sie nie wieder Alkohol trinken, aber wir müssen das nicht gut heissen und wir sollten den Teufel tun, und mittrinken, nur weil wir anders sind als die anderen.
    Liebe Grüße Cora

    Hallo,

    ich sitze gerade bei Freunden weil es noch schlimmer kam als ich dachte. Nein ich habe nicht getrunken. Dabei haben mir meine Freunde und Familie geholfen. Aber wie ja einige wissen, hat sich mein Ex-Freund zum Stalker entwickelt. Bis gestern hatte ich bis auf einige sms meine Ruhe. Aber als ich mit meiner Freundin vom Frühstück nach Hause kam stand er wieder vor der Tür. Ich stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Panik Angst und Wut sind in mir hochgestiegen. Ich glaube, jetzt kann nichts mehr kommen was mich noch mehr runter zieht als ich diese Woche schon war. Ich wurde von einem Freund abgeholt, damit ich nicht allein zu Hause bin und er mich womöglich wieder abpasst oder in meine Wohnung einbricht wie er es ja schon mal getan hat. Die Polizei tut ja auch nichts. Gestern wurde mir wieder gesagt das ich anrufen soll wenn er in meine Wohnung eindringen will oder mich verletzt. Deshalb bin ich auch zu Freunden gegangen. Aber immer weglaufen geht ja auch nicht. Ich weiss jetzt wirklich nicht mehr weiter. Aber ich bin froh mit all dem nicht alleine zusein.

    Ich habe auch darüber nachgedacht, was mich so fertig gemacht hat. Wohl durch die Tatsache, dass sich sehr viel in meinem Denken und Handeln geändert hat. Und das ich eben auch weiss das sich noch einiges in meinem Leben verändern wird wovor ich Angst habe, und erst wenn ich all diese Veränderungen annehmen kann und akzeptiere was hier so mit mir geschieht, wird es mir auf Dauer wieder besser gehen.

    Aber eins möchte ich euch noch sagen, es hat mir wirklich geholfen, meine Tiefphase hier zu schreiben und Feedback von euch zu bekommen. Und ich bin stolz auf mich endlich reden zu können und um Hilfe zu bitten. Und am meisten freut mich das ich mich nicht dazu hab hinreissen lassen, Mist zu bauen und rückfällig zu werden.

    Ganz liebe Grüße Cora

    Ich habe heute telefoniert wie ein Weltmeister. War auch draußen spazieren und habe ein heißes Bad genommen. Dann habe ich viel geweint. Mein Sohn war heute da. Er hat mich einfach in den Arm genommen und mir gesagt, das morgen alles anders aussieht.

    Jetzt gehe ich ins Bett und seh noch ein bischen fern. Dann werde ich schlafen und hoffen das es mir morgen wieder besser geht.

    Und Andi, so schlecht wie in den letzten paar Tagen ist es mir seit meinem ersten Tag der Abstinenz noch nicht gegangen. Im Gegenteil, je länger ich trocken war desto besser ist es mir gegangen. Darum versteh ich auch meine momentane Verfassung nicht.

    Liebe Grüße Cora

    Hi,
    ich glaub ich dreh heute noch ab. Ich habe zum ersten Mal seit meiner Abstinenz Angst rückfällig zu werden. Mich stört die Fliege an der Wand. Ich bin zornig, traurig und fühle mich allein gelassen. Alle Gespräche, ob mit Freunden oder Therapeuten prallen an mir ab. Meine Gefühle spielen verrückt. Der Mann für den ich mich entschieden habe kommt mir so weit weg vor wie nie zuvor. Einerseits möchte ich ihm sagen dass ich unsere Beziehung beende, andererseits möchte ich ihm aber auch sagen das ich ihn mehr denn je brauche.
    Ich hab keinen Plan was ich machen soll und wie ich diesen Tag unbeschadet überstehen soll.

    Hallo Kawi,

    Bammel ist wohl das richtige Wort.
    An mich glauben? Manchmal ja, sonst wäre ich ja nicht über ein jahr trocken. Das erfüllt mich schon ein wenig mit Stolz.
    Aber momentan glaube ich noch nicht mal daran das Heute Donnerstag ist, oder das der Himmel wolkenverhangen ist, obwohl ich es sehe. So massive Zweifel an mir selbst hatte ich schon lange nicht mehr.
    Und ich kann noch nicht mal sagen warum das so ist. Ich hab seit meiner Entgiftung im Oktober 2007 wehr viel geschafft. Sehr viel an mir gearbeitet. Ziele verfolgt und auch umgesetzt. Ich weiss nicht was ich eigentlich will. Ich müsste doch glücklich sein mit dem was ich habe. Mein Sohn ist nach xxxBittekeinerealenOrtenennenS.Käferchen gezogen und beginnt im April mit seinem Studium. Ich habe ihn allein erzogen, also, auch ein Erfolg oder nicht?
    Ich habe mir eine neue Wohnung gesucht und bin im vergangen Jahr dort eingezogen um keine Altlasten aus meiner Wohnung mit zu nehmen in der ich so lange gesoffen habe. Ich habe Krankheitsvertretung in einer kirchlichen Einrichtung gemacht und gesehen das sie mit meiner Arbeit zufrieden sind. Vielleicht kann ich dort ja fest anfangen. Alles super toll, ich könnte doch zufrieden sein. Nein.
    Ich komme mir so klein und nutzlos vor.

    Guten Morgen,

    es geht mir nicht wirklich besser. Der Tag gestern war sehr schön und ich habe viel mit meiner Freundin geredet. Es hat mir gut getan, aber leider bin ich gestern abend wieder in dieses beschi..... Loch gefallen.
    Ich hab das Gefühl ich bin gerade dabei in Selbstmitleid zu zerfließen. Dabei ist das gar nicht meine Art. Ich hasse Selbstmitleid. Ich denke gerade, alle Menschen müssten mich verstehen und Rücksicht auf mich nehmen, aber das tun wohl nicht alle. Ist ja auch logisch, so wie ich zur Zeit drauf bin.
    Heute Mittag habe ich einen Termin bein meiner Therapeutin. Mal sehen was sie dazu sagt. Es muss doch etwas geben was mich aus diesem loch wieder raus bringt?

    Liebe Grüße Cora

    Hallo zusammen,

    meine Freundin hat heute fre, sie wird mich nachher abholen und wir werden uns ein paar schöne Stunden im Schwimmbad mit Wellness machen. Sie sagt ich muss mal raus und auf andere Gedanken kommen. Dafür bin ich ihr dankbar. Und dafür werde ich mich auch bedanken. Ich bin froh, Freunde um mich zu haben, mit denen ich mich hierüber austauschen kann. Und ich danke auch euch.
    Es hilft mir ungemein hier schreiben zu können und eure Unterstützung zu haben.

    Heut Abend werde ich "Bericht erstatten" wie mein Tag verlaufen ist.

    Liebe Grüße Cora

    Danke Andi,
    ich habe einfach das Gefühl auf der Stelle zu treten, Ich bin jetzt seit über einem Jahr trocken, und bin stolz darauf, so viel erreicht zu haben, aber dann kommen wieder dies Selbstzweifel.
    Meine therapeutin hat z. Zt. Urlaub und ich bin echt verzweifelt. Dabei habe ich doch keinen Grund. Ich hoffe nur das dieses Sche... Gefühl bald verschwindet und ich wieder an mich glauben kann.

    Lieben Gruß Cora

    Hallo Katharine,
    ich habe mein ganzes Leben so praktiziert. Mund halten, aussitzen und wenns nicht mehr geht, platzen. Anderen weh tun damit sie mir nicht mehr weh tun können. Niemanden an mich ran lassen, das erspart Enttäuschungen. Dieser mann ist der erste seit langer Zeit, der mir etwas bedeutet weil er mich nimmt wie ich bin und mir dabei helfen will, ich selbst zu sein. und das macht mir so zu schaffen. Dabei ist er derjenige der weiss wann ich meine Ruhe brauche und wann es an der Zeit ist mich zum Reden zu bewegen. Ein Mensch also, wie ihn sich jede Frau wünscht. Und trotzdem, ich verletze ihn uns stoße ihn von mir, immer mit der Angst im Nacken ihn zu verlieren. Das ist doch paradox. Ich glaube, wenn er weg ist und ich wieder alleine bin mit meinen Probelmen, dann könnte meine Abstinenz kippen. Dann weiß ich nämlich, das ich selbst an der Situation Schuld bin, obwohl das eigentlich ja auch kein Grund zum Saufen ist. Ich hab einfach angst vor mir selbst.

    Hallo Wolke7
    ich habe dieses Spiel ein Jahr lang mitgemacht. Habe mich immer wieder überzeugen lassen und wurde immer wieder enttäuscht. Ich muss dazu sagen das ich selbst Alkoholikerin bin, aber im Gegensatz zu ihm eine Therapie gemacht habe.
    Habe in Kauf genommen dass er mich krankenhausreif geschlagen hat und sein Flehen ihm zu verzeihen immer wieder nachgegeben. Anzeigen zurückgenommen bis das Maß voll war.
    Jetzt nachdem ich mich von ihm getrennt habe und ihn nicht mehr an mich ran lasse, geht er in Therapie. Das hat er mir in einem Brief mitgeteilt. Nun ist es für uns aber zu spät. Ich wünsche ihm, das er es schaftt.
    Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung für euch und eure Ehe, aber mach einen Cut bis du Erfolge bei ihm siehst. Alles Andere macht euch beide kaputt.

    Ganz liebe Grüße Cora

    Danke, aber da liegt auch wieder das Problem. Ich kriege ja den Mund nicht auf. Ich muss erst richtig ausflippen, meinem Gegenüber so richtig weh tun, um dann selbst schmerzlich zu erfahren, dass ich mal wieder total daneben reagiert habe. Auch die Tatsache das er doch immer für mich da ist, versucht mich zu verstehen, die ärgert mich. Total unverständlich. Ich habe mal wieder das Gefühl, dass ich es nicht Wert bin das mich jemand um Meinetwillen mag und mir auch noch hilft und zur Seite steht. Ich weiss dass das völliger Blödsinn ist, aber wenn ich dann los lege sehe ich das ganz anders, erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, möchte ich vor Scham im Erdboden versinken und alles ungeschehen machen.
    Ich erschrecke mich vor meiner eigenen Handlungsweise.

    Hallo zusammen,

    ich habe gerade einen riesigen Durchhänger. Aber ich habe keinen Mist gebaut. Bin trocken.
    Ich weiss nicht ob ich es hier schon erwähnt habe, aber ich habe ausser meinem Alkoholproblem auch noch das Borderline-Syndrom. Dadurch bringe ich mich immer wieder selbst in Schwierigkeiten. Meist psychischer Natur.
    In einem anderen Thread habe ich Euch ja mitgeteilt, dass ich mich zwischen 2 Männern entscheiden muss. Das habe ich auch getan. Es war wohl die richtige Entscheidung, aber ich bin gerade wieder mal dabei, mir mit meinen Aktionen alles zu zerstören. Heute kam es zu einem heftigen Streit, ich habe ihm unbegründete Vorwürfe gemacht. Ich wusste dass das nicht richtig war und habe es trotzdem getan. Habe ihn provoziert und gehofft das ich zu meinem doch fragwürdigen Ziel komme.

    Wir haben diskutiert und geredet und er hat nicht locker gelassen. Er will immer noch bei mir bleiben, obwohl ich ihm weh getan habe. Und jetzt geht es mir beschissen, weil ich weiss dass das was ich da wieder mal getan habe, Mist ist. Ich frage mich, warum ich so reagiere? Was ich da tue? Habe ich nicht schon genug Probleme? Muss ich mir da noch zusätzliche schaffen? Einen Menschen dem etwas an mir liegt von mir stoßen? Er, der immer für mich da ist?
    Ich versteh mich selbst nicht mehr.

    Hallo Susanne,
    ich war im Oktober 2007 zur Entgiftung. Meine Euphorie kannte kaum Grenzen, aber bis zur LZT dauerte es noch 3 Monate. Und es kam wie es kommen musste. Ich wurde rückfällig. Erst in der Therapie im Februar 2008 begriff ich worum es tatsächlich geht. Und seit dieser Zeit bin ich trocken. Ich will dir deine positive Einstellung nicht nehmen. Es wäre schön für dich wenn du durchhälst und deinen Weg gehst. Aber mach dir auch jeden Tag bewußt das es auch anders kommen kann wenn du nicht auf dich aufpasst. Es ist ein schönes Gefühl, trocken und klar durchs Leben zu gehen. Ich weiss ja nicht was du hier schon alles gelesen hast, aber vielleicht findest du dich in einigen Beiträgen wieder. Und darum geht es doch, zu sehen das es vielen Menschen so geht wie dir und mir und möglichst viel mitzunehmen um den richtigen Weg einzuschlagen.
    Ich hoffe, du verstehst was ich damit sagen will.
    Ich geh jetzt arbeiten und wünsch dir einen weiteren erfolgreichen und trockenen Tag.
    Liebe Grüße Cora

    Liebe Susanne,
    keiner hat dir etwas unterstellt. Aber alle haben gelesen was du geschrieben hast. Und das solltest du auch mal in aller Ruhe tun. Du bist hier nicht im kindergarten und du hast nicht mit einem Schnupfen oder einem gebrochenen Bein zu kämpfen. Viele hier waren der Meinung es endlich geschafft zu haben. Und doch sind sie auch nach langer Abstinenz wieder rückfällig geworden. Also lass einfach deine Provokation und geh erst mal in die Klinik. Vielleicht begreifst du dann worum es bei uns Alkoholikern geht. Und dann kannst du dir ja überlegen ob dir dieses Forum wirklich nicht gut tut. Ich bin der Meinung das du nur austeilen kannst, Rundumschläge vollführen, aber einstecken ist nicht gerade deine Stärke. Wer im Glashaus sitzt soll eben nicht mit Steinen werfen. Aber wenn bei dir erst mal alle Scheiben zerbrochen sind, wirst du sicher begreifen. Auf diesem Weg wünsche ich dir möglichst wenig Scherben.
    Gruß Cora