Hallo Henri,
ich bin ja auch kein Arzt, ich denke nur, jeder der versucht mit trinken aufzuhören sollte wissen was im schlimmsten Fall passieren kann.
Wenn jemand starke Entzugserscheinungen hat (nicht nur ein bischen Händezittern oder Schweissausbrüche) sollte der-/diejenige vorsichtig sein.
Sowas kann auch völlig ungewollt passieren. Bei Meinem Bruder war oft einfach das Geld für Alkohol alle.
Er hat die Symptome wärend des Entzugs ungefähr so beschrieben:
Muskelschmerzen am ganzen Körper, Herzrasen, so zittrig, dass er kaum laufen konnte, der Kopf war heiss genug um Spiegeleier drauf zu braten....
Dabei war mein Bruder eigentlich kein sehr "starker" Trinker (kein Schnaps z.B.) Krampfanfälle traten bei ihm immer dann auf, wenn er Sauftouren hinter sich hatte und dann schlagartig kein Alkohol mehr da war.
Besonders gefährlich ist es wenn noch andere Drogen im Spiel sind.
Ich glaube es war Kokain, bei dem auch im Rausch Krampfanfälle auftreten können, aber da bin ich nun weiss Gott kein Experte.
Letztendlich muss jeder selbst entscheiden was er/sie tut.
Leider gibt es auch kaum verlässliche Daten darüber, bei wievielen Süchtigen, die alleine im kalten Entzug gestorben sind "Herzversagen" im Totenschein steht.
Am Besten wäre es natürlich, wenn man nicht allein ist, wenn man mit dem Trinken aufhört.
Es gibt auch Ärzte, die ambulant bei der Entgiftung zu hause helfen, aber das ist für den Arzt ein sehr hohes Risiko. Wenn der Pazient z.B. auf synthetischen Alkohol (der zum Runterregeln benutzt) wird trinkt, kann das fatale Folgen haben.
Tja, wir haben uns da wirklich in was "feines" reingeritten, aber man kann wieder "rauskriechen.
Mein Bruder ist übrigends nach mir auch in die Entgiftung und Therapie gegangen un ist jetzt seit ca. 1,5 Jahren trocken.
liebe Grüsse Käthe
Nachsatz: ich lese hier ab und zu, dass jemand sagt, er/sie wäre definitiv nicht körperlich abhängig - weil keine Entzugserscheinungen.
Die hatte ich auch nicht offensichtlich (Blutdruck und so misst man ja zuhause meist nicht) trotzdem war ich abhängig. Nicht jeder Körper reagiert gleich.