Hallo Jenny, hallo Karsten,
Es ist eigentlich nicht so sehr dieser "Arbeitseifer" der mir Angst macht, ich hab wirklich Spass an dieser Aufgabe, bin aber Abends so platt, dass nix anderes mehr läuft.
Ich habe in der Therapie über mich erfahren, dass ich mich über Jahrzehnte hinweg fast völlig über meine Leistungen definiert habe. Gute Mutter, Ehefrau, Arbeitskraft etc....
Ich habe Lob deshalb nie wirklich annehmen oder auch nur zur Kenntnis nehmen können, weil ich mir selbst nie gut genug war.
Dieser "Ausrutscher" kratzt schwer an der dünnen Schutzschicht, die ich mir zugelegt habe. Und zwar deshalb, weil ich alles was ich sonst gerne mache beseite gelegt habe nur um einem Arbeitgeber gut zu dienen, der zur Belohnung ab nächstes Jahr 3 Jahre lang je 15.000 Arbeitsplätze abbauen will.
Seht ihr, jetzt schimpft auch noch Käthe die Gewerkschafterin mit mir.
Mich hat einfach erschreck, dass ich es nicht schon früher gemerkt habe. Eine Arbeit die einem Spass macht, muss man ja nicht unbedingt so vorzeitig fertig bekommen, man könnte sie ja auch irgendwie "geniessen".
Aber, ich arbeite ja dran.
Morgen werde ich mir erstmal ordentlich "Grüne Witwe" oder "Kirschblütentraum" hinter die Binde kippen 
Wenn schon kein Alohol drin ist, dann muss ja wenigstens der Name des Drinks "gehaltvoll" sein, oder 


Diese alkoholfreien Feiern mit anderen Weggefährten machen wirklich Spass, auch wenn das für mich Atheisten bedeutet, dass ich als Anerkennung für den Kreuzbund an einem Gottesdienst teilnehmen werde.
Es gibt ja nix ekligeres als Weihrauch in die Nase zu bekommen.
Bei der letzten Feier, habe ich den ganzen Gottesdienst über mit Erstickungsanfällen gekämpft 
Vielleicht bis nachher im Chat
Käthe