Beiträge von Käthe

    Hallo an Alle,

    ich finde es eigentlich schade, dass die "älteren" trockenen hier relativ wenig über ihre Probleme schreiben.

    Also versuch ich mal das zu ändern.
    Ich bin seit ein paar Tagen (gelogen, seit ca. 2 Monaten :? ) rückfällig.

    Keinen Schreck kriegen, es geht nicht um Alkohol.

    Mitte Juli habe ich auf der Arbeit mit einer Sonderaufgabe begonnen, die mich vor allem deshalb reizt, weil ich da konkrete Ergebnisse sehe, was ja bei den meisten Arbeiten nicht so ist.

    Seit einigen Tagen bin ich mir allerdings leider darüber klar geworden, dass ich wirklich rückfällig geworden bin und zwar in meinem Verhalten.

    Ich acker wie doof, arbeite die Pausen durch und vor 2 Nächten habe ich tatsächlich geträumt dass ich vorm PC sitze und Daten eingebe :cry:

    Genau wie früher............

    Ich kann nicht mehr (oder schlecht) abschalten, unter Anderem ein Grund, aus dem ich getrunken habe.

    Hab das auch gestern in der SHG angesprochen und werde versuchen das zu ändern.

    Gut, meine Aufgabe ist zeitlich begrenzt und ich werden nächsten Monat damit fertig sein (natürlich vorzeitig :evil: ) aber was ist bei der nächsten Sache..............

    Morgen gehe ich erstmal statt die Wohnung zu putzen auf eine 100 Jahrfeier vom Kreuzbund und meinen Kollegen werde ich Montag beauftragen mich zur Not in Zwangspause zu schicken und mich aus dem Büro zu schmeissen wenn ich nicht freiwillig in die Pausen gehe :wink:

    Tja, Sucht hat viele Gesichter und manchmal verliert man wohl den Überblick über all die Dinge, auf die man aufpassen muss.
    Ich komme mir vor wie der sprichwörtliche Sack Flöhe, den ich hüten muss.

    Käthe

    Hallo akte,

    das mit Kirche stimmt schon.

    Caritas ist der Katholischen und Diakonie der evangelischen Kirche angeschlossen.

    Ich selbst gehöre keiner Religion an und war bei der Caritas.

    Im Prinzip halte ich von der Kirche im allgemeinen nichts, muss aber anerkennen, dass auf dem Gebiet des Alkoholismus, keine andere Organisation, auch unser Staat nicht, so engagiert ist wie die Kirchen.

    Eine Zwangseinweisung nur auf Grund eines bestehenden Alkoholismus musst Du nicht befürchten. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage.

    L.G. Käthe

    Hallo Akte, herzlich Willkommen,

    es gibt die Möglichkeit einer ambulanten Therapie. Meist durchgeführt von der Caritas oder der Diakonie. Man kann sie auch bei einem niedergelassenen Therapeuten machen, aber da gibt es meist sehr lange Wartezeiten.

    Bei Caritas u. Diakanie gibt es jeweils offene Sprechstunden, zu denen man ohne Termin gehen kann um sich zu informieren.

    Das mit dem Magen solltest Du nicht auf die leichte Schulter nehmen.
    Krampfartige Schmerzen können ein Anzeichen von einem Reflux sein. Durch den Alkohol wird die Peristaltik der Speiseröhre gestört. Es kann dann passieren, dass der Mageneingang nicht mehr richtig verschlossen wird und Magensäure in die Speiseröhre "schwappt".

    Die entstehenden Verätzungen können ziemlich schlimme Schmerzen verursachen (hab ich selbst gehabt) und können zu Krebs führen.

    Auf jeden Fall zum Arzt, da bekommst Du ggf. Medikamente, die den Säurespiegel senken.

    Käthe

    Hallo Minnie,

    Wenn die ersten Tage vorbei sind und es ans "Eingemachte geht" möchten viele abbrechen.

    Es ist nicht sehr erfreulich mit der Nase auf seine "hässliche" Seite gestossen zu werden. Ausserdem wird einem ziemlich deutlich gemacht, dass man sich nicht in einem Kurhotel befindet, in dem man sich die Gäste aussuchen kann mit denen man verkehrt.

    Zitat

    Am Liebsten hätte ich ihm gesagt, dass sein Selbstmitleid nichts bringt, dass er aufhören soll zu jammern, dass er endlich mal den Arsch hochkriegen soll und das durchziehen soll.

    Bravo, genau das wäre die richtige Antwort!!!!!!

    Im Chat musst Du Dich extra anmelden, wenn das nicht klappt, schicke eine Pn an Karsten.

    Alles Gute Käthe

    PS.: und bloss kein Mitleid, dass ermutigt nur zum Abbruch!!!!!

    Hallo Josi,

    ich kann nur wiederholen, warte es ab.

    Wenn er die Therapie wirklich nur wegen Eurer Tochter machen sollte, (wobei ich unter Druck eher den Arbeitgeber, Führerschein etc. verstehe) kommt ja vielleicht für die Kinder doch ein bischen was positives dabei heraus.

    Ansonsten bleibt Dir nur, den Kontakt zu unterbinden, aber so weit ist es ja noch nicht.

    Im Vordergrund sollte immer das Wohl des Kindes stehen, auch wenn es das vom Alter her vielleicht noch nicht versteht.

    Alles Gute

    Käthe

    Hallo Josi,

    ersteinmal herzlich willkommen.

    Warum ist Dein Ex-Mann in Therapie gegangen???

    War es freiwillig oder unter Druck???

    Wenn er aus eigenem Antrieb in die Therapie gegangen ist, dann hat er zumindest den Vorsatz aufzuhören. Das dürfte sich auch in dem Verhalten gegenüber den Kindern widerspiegeln. Für Alkoholiker mit Kindern ist das in der Therapie auch eins der Themen, an denen gearbeitet wird.

    Ich würde erst einmal abwarten und nach seiner Therapie vielleicht an einem neutralen Ort mit ihm sprechen.

    Die beiden älteren Kinder können ja schon zumindest eingeschränkt selbst entscheiden was sie möchten. Bei dem Kleinen würde ich die 3 begleitenden Besuche beobachten. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwer der Gedanke fällt den kleinen zu seinem Vater zu lassen, aber wenn Du ihm diesen erhalten möchtest wird es nicht anders gehen. Evtl. geht ja Deine Tochter mit.

    Mehr fällt mir dazu leider im Moment auch nicht ein.

    liebe Grüsse Käthe

    Hallo Chi,

    da Du wenig Geld hast, solltest Du beim Sozialamt auch nach der Möglichkeit fragen, eine Wohnung von einer Wohnungsbaugenossenschaft
    zu bekommen.

    Ich meine gehört zu haben, dass das Sozialamt mit einigen Genossenschaften zusammen arbeitet und die Wohnungen sind meist sehr viel preiswerter als auf dem freien Markt.

    Viel Glück bei der Suche

    Käthe

    Hallo Minnie,

    ich selbst bin im Kreuzbund, dort sind Angehörige genauso willkommen wie direkt selbst betroffene. Da kannst Du unter https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.Kreuzbund.de gucken.

    Vonden AA´s gibtsdann noch Alanon, dass ist nur für Angehörige. Ansonsten gibt es eigentlich in jeder grösseren Stadt eine Stelle, wo Du nach allen SHGS fragen kannst. in Dortmund heisst das KISS = Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen.

    Im Netz kann man auch alles mögliche finden,

    Viel Erfolg beim suchen

    Käthe

    Käthe

    Hallo Minnie,

    sieh das doch mal anders, 3 Monate, in denen Du Dir keine Sorgen machen musst und dich ganz auf Dich konzentrieren kannst.

    Ich weiss Deine Geschichte nicht mehr so genau, hab das Bild allerdings schon gesehen :D

    Tust Du wärend der Zeit auch was??? Oft gibt es nach einer Therapie Probleme, weil der eine sich entwickelt und der/die andere nicht.

    Überleg doch mal, ob Du nicht in der Zwischenzeit vielleicht eine SHG ode einen Therapeuten aufsuchst, damit Du auf Deinen (hoffentlich) veränderten Freund vorbereitet bist. Das ist echt wichtig!!!!

    Alles Gute

    Käthe

    Hallo Manuela,

    erstmal herzlich Willkommen.

    Das heimliche Flaschenauffüllen so wie die Schuldzuweisungen was das Trinken betrifft sprechen dafür, dass sie bereits ein fortgeschrittenes Alkoholproblem hat.

    Das mir dem vor anderen blossstellen, kann auch schwehr nach hinten los gehen, vielleicht wäre es heilsam aber ich würde damit denn doch warten bis alles andere ausgereizt ist, wenn überhaupt.

    Als erstes wäre meibner Meinung nach wichtig, dass ihr dafür sorgt, dass von Eurer Seite aus keinerlei Alkohol ins Haus kommt, lieber wegschütten und auch in ihrer Gegenwart nicht trinken.

    Als zweites würde ich versuchen, in einem günstigen Moment mit ihr zu sprechen und vielleicht an ihre pädagogische Ausbildung und Vorbildfunktion zu apellieren.

    So würde ich es versuchen, ob das richtig ist steht auf einem anderen Blatt. Es kommt auch immer sehr auf die betroffene Person an.

    In jedem Fall dürfte es nicht sehr lange dauern, bis ihr Verhalten in der Schule auffällig wird. Eltern können da sehr schnell und hart reagieren.

    Keine einfache Situation. Bestimmt werden die Anderen Forumsmitglieer auch noch etwas dazu sagen.

    Liebe Grüsse Käthe

    Hallo Mondlicht,

    das mit den PC.Problemen muss ansteckend sein,

    bin gestern auch rausgeflogen und kam noch nichtmal mehr ins Forum.

    Nachdem 5ten oder 6ten Versuch bin ich dann auch ins Bett.

    Schön dass wir Dir helfen konnten.

    Käthe

    PS.: Joachim hat sich als Suspensorienträger geoutet, auch wenn er nicht weiss was das ist :twisted::twisted::twisted:

    Hallo Ziege,
    wenn Es sich mit Deinem Alkholkonsum wirklich so verhält wie Du es breschreibst, scheinst Du weniger ein Akoholproblem als ein Problem mit Deiner Selbstkontrolle zu haben.
    Wie Dir bei sowas zu helfen ist, ausser Dir zu sagen: "wenn Du den Alkohol nicht brauchst - lass ih weg" weiss ich ehrlich gesagt auch nicht.

    Selbst ich als Alkoholikerin habe es geschafft bei bestimmten Anlässen,( z.B. Betriebsfeiern) nicht oder nur extrem wenig zu Trinken, weil mir klar war, wie unangenehm und peinlich das enden kann.

    Leider eine etwas ratlose Käthe

    Hallo Doreen,

    vor 2 1/2 Jahren wurden von Kostenträger klassischer Weise für eine Langzeittherapie beim ersten Mal 16 Wochen bewilligt. Aus Kostenersparnis ist dieser Zeitraum heute oft auf 6-8 Wochen geschrumpft. Nichtsdestotrotz können die Ärzte bzw. Therapeuten in der Therapieeinrichtung aber Verlängerungsanträge stellen, wenn ihnen dies sinvoll erscheint.

    Ich selbst war 20 Wochen in der Klinik.

    Ich würde ersteinmal abwarten was die Ärzte in der Entgiftung beantragen, ggf. mit ihnen sprechen und sehen , was der Kostenträger bewilligt.

    Alles Gute

    Käthe

    Hallo Joachim,

    danke für das Lob, aber ich habe es nur zu einem kleinen Teil verdient.

    Ich gebe in Gedanken das Lob an die Menschen weiter, die mir geholfen haben aus diesem Kreislauf der Angst herauszufinden.

    Wenn Du selbst diese Ängste hattest, dann weisst Du ja auch, wie sehr man in ihnen eingesperrt sein kann.

    Ich glaube, der ganz grosse Schritt aus der Angst heraus war bei mir, dass ich das erste Mal in meinem Erwachsenen-Leben vor einer Gruppe von Menschen die mir noch relativ fremd waren weinen konnte, ohne dass ich in Mitleidskundgebungen und Tröstungsversuchen ertränkt wurde.

    Ich habe das schweigende meinem Weinen Zuhören als Verständnis empfunden.

    Man hat meine Angst respektiert und meine Gefühle geachtet.

    Später wurde darüber natürlich auch gesprochen, aber ohne dieses Geschehen hätte ich nicht darüber reden können.

    Käthe